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Autor: Petra Flaischlen
Fach: Medien / Kommunikation - Mediengeschichte
Details
Tags: Technische, Innovation, Kommunikationszerstörung, Electronic, Community, Folgen, Kommunikation
Jahr: 2004
Seiten: 19
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 7 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 134 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-38634-0
ISBN (Buch): 978-3-638-74730-1
Zusammenfassung / Abstract
Die Kommunikationswissenschaft konzentriert sich in erster Linie auf die Massenkommunikationsforschung. Interpersonale Kommunikation taucht allenfalls als Teilaspekt einzelner Theorien in die Forschung auf. Im Folgenden werden die Merkmale technisch vermittelter interpersonaler Kommunikation sowie ihre Einbindung in den Alltag beschrieben. Es soll dabei erörtert werden, ob technische Kommunikations-Innovationen eher zu einer Isolierung in der Gesellschaft beitragen, oder als Integrations- und Verbindungselemente fungieren.
Textauszug (computergeneriert)
L M U München
Medien / Kommunikation / Mediengeschichte
Hausarbeit
Technische Innovation:
Kommunikationszerstörung
versus Electronic Community
-Folgen technisch vermittelter interpersonaler Kommunikation-
von
Petra Flaischlen
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Merkmale technisch vermittelter interpersonaler Kommunikation 2
2.1 Interaktivität 2
2.2 Restriktionshypothese 4
2.3 Theoretische Ansätze zur technisch vermittelten Kommunikation 5
a) Soziale Präsenz 5
b) „Cuelessness“-Modell 6
c) „Theorie der elektronischen Nähe“ 7
d) Vermittlungskraft der Medien 8
e) Zusammenfassung 10
3. Technisch vermittelte interpersonale Kommunikation im Alltag 10
3.1 Das Telefon 11
3.2 Mobilfunk und Textmessages 12
3.3 The Social Construction of Mobile Telephony 13
4. Elektronische Gemeinschaften konstruieren soziale Welten 14
5. Fazit 15
6. Literaturverzeichnis 16
1. Einleitung
Die Kommunikationswissenschaft konzentriert sich vor allem auf die Massenkommunikationsforschung. Interpersonale Kommunikation wird allenfalls als Teilaspekt, wie beispielsweise bei der Theorie des „Two- Step-Flow of Communication“ von Lazarsfeld et al. (Lazarsfeld et al. 1948), in die Forschung mit einbezogen. „Die Bedeutung interpersonaler Kommunikation wird dabei [...] zwar erkannt, doch bleibt sie meist eine Art Restkategorie, die zur Erklärung der Wirksamkeit oder Unwirksamkeit von Massenkommunikation herangezogen wird.“ (vgl. Beniger 1987, S. 362) Im Rahmen der technischen Entwicklung ist jedoch zu beobachten, dass es Tendenzen hin zu einer Verschmelzung von Indiviadual- und Massenkommunikation gibt (vgl. Höflich1996, S.13). Es wird also in zunehmendem Maße notwendig, auch die technisch vermittelte interpersonale Kommunikation zum Gegenstand der Kommunikationswissenschaft zu machen. Unter technisch vermittelter interpersonaler Kommunikation „[...] ist Kommunikation zwischen zwei oder mehr Personen unter Verwendung von Kommunikationstechnologien bzw. technischen und im besonderen elektronischen Medien“ (Höflich 1996, S.17) zu sehen. Sie geht also über Definitionen, wie etwa die von Miller und Steiberg (Miller/ Steinberg 1975), die im Zentrum der interpersonellen Kommunikation die physische Präsenz sehen, hinaus.
Höflich sieht in der Einbeziehung technisch vermittelter interpersonaler Kommunikation in die kommunikationswissenschaftliche Forschung „eine Herausforderung an eine Kommunikationswissenschaft, die nicht nur die Massenmedien zum Gegenstand hat und haben will und sich dergestalt als Wissenschaft von der menschlichen Kommunikation versteht.“ (Höflich 1996, S.24) Für ihn ergibt sich die Forderung, Medien der interpersonalen Kommunikation aufzunehmen und sie nicht nur als Ergänzung, sondern als Alternative zur Analyse massenmedialer Kommunikation zu sehen.
Im Folgenden sollen die Merkmale technisch vermittelter interpersonaler Kommunikation sowie ihre Einbindung in den Alltag beschrieben werden. Es soll dabei erörtert werden, ob technische Kommunikations- Innovationen eher zu einer Isolierung in der Gesellschaft beitragen, oder als Integrations- und Verbindungselemente fungieren.
2. Merkmale technisch vermittelter interpersonaler Kommunikation
2.1 Interaktivität
Ist heute von technischen Innovationen, dem Internet und Multimedia die Rede, so fällt meistens auch der Begriff ‚Interaktivität‘. Meistens wird dieser Begriff jedoch nicht näher definiert. „Hierbei dient der Verweis auf Interaktivität insbesondere zu einer Abgrenzung gegenüber der durch Einseitigkeit und begrenzte Rückkopplungsmöglichkeiten gekennzeichneten Massenkommunikation [...]“ (vgl. Höflich 1996, S. 61). Das einfachste Beispiel für eine Form der Rückkopplung ist die Antwort auf eine Frage innerhalb der interpersonalen Kommunikation: Person A erkundigt sich nach dem Wetter, Person B sagt, es werde wohl regnen, worauf Person A wiederum reagiert und beschließt, den Regenschirm einzupacken. Diese einfachen Formen des Reagierens, oder Kommentierens sind bei Formen der Massenkommunikation nur begrenzt möglich. Allenfalls bietet sich hier die Möglichkeit zum Feedback beispielsweise in der Form des Leserbriefs oder des Anrufs in einer Radiosendung.
„So the most distinctive single quality of the new media is their interactivity, indicating their basic change in the directionality of communication from the one-way, one-to-many f low of print and electronic mass media of the past century“, folgert Rogers (Rogers 1986, S. 5). Laut Rogers ist Interaktivität also eine Qualität des Mediums.
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