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Das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg

Hausarbeit, 2005, 16 Seiten
Autor: Valeria Cinquegrani
Fach: Theologie - Biblische Theologie

Details

Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2005
Seiten: 16
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 12  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V40058
ISBN (E-Book): 978-3-638-38670-8

Dateigröße: 222 KB


Textauszug (computergeneriert)

Das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg

von: Valeria Cinquegrani

 


Inhaltsverzeichnis

- 1. Fragestellung 2

- 2. Bezeichnung 2

- 3. Analyse des Textes 2-4

- 3.1 Kontext 2-3
- 3.2 Struktur 3-4
- 3.3 Ort und Zeit 4

- 4. Interpretation Mt 20,1 – 20,16 5-11

- 4.1 Interpretation Vers für Vers 5-10
- 4.2 Interpretation der Figur des Verwalters 10
- 4.3 Interpretation der Werbungsszene 10-11

- 5. Übertragung/ Auswertung 11-13

- 6. Literaturverzeichnis 14


 

1. Fragestellung

Bei der Ausarbeitung meiner Hausarbeit ist es mir wichtig neben der Analyse und Interpretation festzustellen, ob die didaktische Verwendung dieses Gleichnisses dem exegetischen Sinn des Gleichnisses adäquat ist. Es ist mir wichtig herauszufinden in wie fern es sinnvoll ist dieses Gleichnis den Kindern nahe zu bringen. Das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg finde ich persönlich besonders interessant, da es nicht um unser Empfinden von Recht geht, sondern um die Gerechtigkeit Gottes.

2. Bezeichnung

Obwohl das Gleichnis auch andere Namen erhielt - vom gleichen Lohn für verschiedene Arbeit, vom gütigen Hausherrn, von der seltsamen Gerechtigkeit Gottes -, überwiegt die alte, zu bevorzugende Bezeichnung von den Arbeitern im Weinberg. 1

3. Analyse des Textes

3.1 Kontext

Matthäus hat das Gleichnis 20,1-16 mit dem vorausgehenden Stück 19,16-30 verbunden und dabei ein für ihn typisches literarisches Verfahren angewandt. Er schließt Redeabschnitte gerne durch Gleichnisse ab, die öfter in generalisierende Mahnworte einmünden. So auch in 20,1-16. Die Gleichniseinleitung schließt an den vorausgehenden Kontext an. Der Evangelist hat das Gleichnis verwendet, um den in 19,30;20,16 abstrakt ausgesagten eschatologischen Vorgang näher zu beschreiben. Das Gleichnis spricht nach ihm von der himmlischen Lohnauszahlung im Endgericht. Durch die beiden Sätze 19,30 (Mk 10,31) und 20,16 hat Matthäus das Gleichnis gerahmt. Diese Klammer um das Gleichnis ist sehr ernst zu nehmen. Dies um so mehr, als Matthäus den Wortlaut von 19,30 in 20,16 nicht einfach wiederholt, sondern variiert. Er kehrt die Satzglieder um und dies hat den Effekt, dass die Aussage: “Die Letzten werden Erste sein“ (19,30b; 20,16a) dem Gleichnis unmittelbar vorausgeht bzw. nachfolgt, während die Aussage über „die Ersten“ in 19,30a relativiert scheint und in 20,16 am Schluss steht. 20,16 ist im Sinne des Matthäus nicht einfachhin eine allgemeine geltende Regel für das Eschaton. Weil der Satz eine Folgerung aus dem Gleichnis zieht, muss seine Intention vom Gleichnis her erfasst werden. Er ist Trostwort und Mahnung zugleich. Denjenigen in der Rolle der „Letzten“ bietet er Trost, für diejenigen in der Rolle der „Ersten“ aber ist er Mahnung.

Der eschatologische Mahnsatz, dass „Letzte“ zu „Ersten“ werden und umgekehrt, könnte zum Ausdruck bringen, das im eschatologischen Gericht die zeitlich später Berufenen den „Ersten“ keinen Nachteil haben, die zeitlich früher Berufenen gegenüber den „Letzten“ keinen Vorteil, sofern sie nur dem Ruf Folge geleistet haben. 2 Der in einer beträchtlichen Zahl von Textzeugen angefügte Satz „Viele sind berufen, wenige aber auserwählt“ (vgl Mt 22,14) ist aus textkritischen Gründen sekundär, daher werde ich nicht näher darauf eingehen. Der weitere Kontext ist bestimmt durch Mk. Aufriss, dem Mt mit charakteristischen Abänderungen folgt: die Frage des Petrus über den Lohn der Nachfolge (Mt 19,27.29 vgl Mk 10,28-30) und die dritte Leidensankündigung (Mt 20,17-19 par Mk 10,32-34). Das in Mt vorliegende Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg umfasste demnach die Verse Mt 20,1-15. Die Einleitungsformel zeigt, dass sie dem Mt- Sondergut entstammt. Das Gleichnis selbst weist weder Spannungen noch Brüche auf; es gibt nichts, was ohne Schaden herausgelöst werden könnt e. Es ist also von redaktionellen Eingriffen unberührt.3

3.2 Struktur

[...]


1 Joachim Gnilka; Das Matthäusevangelium 2.Teil; Herder; Freiburg Basel Wie; 1988; S.175

2 Ludger Schenke (Hrsg.); Studien zum Matthäusevangelium: Verlag Katholisches Bibelwerk GmbH; Stuttgart; 1988; S.247ff

3 Hans Weder; Die Gleichnisse Jesu als Metaphern; Vandenhoeck & Ruprecht;Göttingen; 1984; S.219


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