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Autor: Nina Kalhöfer
Fach: Wirtschaft - Beschaffung, Produktion, Logistik
Details
Tags: Skizzierung, PPS-Systeme
Jahr: 2005
Seiten: 20
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 23 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 290 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-38743-9
ISBN (Buch): 978-3-638-81175-0
Zusammenfassung / Abstract
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Skizzierung konventioneller PPS-Systeme. Die ständige Leistungssteigerung in der Informations- und Kommunikationstechnologie ermöglicht es, viele Prozesse der Leistungserstellung in Unternehmen durch EDV-Systeme zu unterstützen. Ihre Anwendung reicht heute von der Beschaffung über die Produktion bis in den Vertrieb. Zur operativen Planung und Steuerung sowie Überwachung der Arbeitsabläufe und Produktionsprozesse werden hier sog. Produktionsplanungs- und -steuerungssysteme (PPS-Systeme) eingesetzt. Die computergestützte PPS ist einer der ältesten, aber auch anspruchvollsten Sektoren der betrieblichen Datenverarbeitung. Herkömmliche PPS-Systeme führen zu erheblichen Effizienzsteigerungen durch die Bereitstellung und Verwaltung umfangreicher Datenmengen und der Lösung von quantitativen Problemen, was sich insbesondere auf die Mengen- und Terminplanung auswirkt, wo beträchtliche Potenziale erschlossen werden. Ziel der Arbeit ist es, die Ablauflogik und die Funktionalität konventioneller, auf MRP II (Manufacturing Resource Planning) basierender, PPS-Systeme vorzustellen und diese kritisch zu wür-digen. Dies ist sinnvoll, da ihre Ablauflogik ein ganz wichtiger Grundzusammenhang ist, um zu verstehen, wie Absatzerwartungen und –planungen von Unternehmen in konkrete Produktionsaufträge übersetzt werden. Außerdem werden herkömmliche PPS-Systeme, deren erste Modelle bereits in den sechziger Jahren entstanden, heute und in naher Zukunft komplementär zu neuen, innovativen Planungs- und Steuerungsphilosophien eingesetzt, die meistens auf die Ablauf- und Aufbaulogik des konventionellen Phasenschemas der Sukzessivplanung aufbauen.
Textauszug (computergeneriert)
Skizzierung konventioneller PPS-Systeme
von: Nina Kalhöfer
Gliederung
Abkürzungsverzeichnis
1 Einleitung 1
1.1 Problemstellung und Zielsetzung 1
1.2 Vorgehensweise 1
2. Einordnung konventioneller PPS-Systeme im Kontext der Produktionsplanung und –steuerung 2
2.1 Zielsetzung und Aufgaben der Produktionsplanung und –steuerung 2
2.2 Zum Begriff konventioneller PPS-Systeme 4
3 Sukzessivplanungskonzept als Grundstruktur eines konventionellen PPS-Systems 5
3.1 Elemente eines konventionellen PPS-Systems 5
3.2 Produktionsplanung 7
3.2.1 Hauptproduktionsprogrammplanung 7
3.2.2 Mengenplanung 8
3.2.3 Termin- und Kapazitätsplanung 10
3.3 Produktionssteuerung 11
3.3.1 Auftragsveranlassung 11
3.3.2 Reihenfolgeplanung 12
3.3.3 Auftragsüberwachung 13
4 Kritische Betrachtung konventioneller PPS-Systeme 13
4.1 Schwachstellen 13
4.2 Zur Bedeutung und Verbreitung konventioneller PPS-Systeme 15
5 Fazit 16
Literaturverzeichnis 17
Abkürzungsverzeichnis
BDE = Betriebdatenerfassung
[...]
EDV = Elektronische Datenverarbeitung
[...]
KOZ = kürzeste Operationszeit
MPS = Master Production Schedule
MRP bzw. MRP(I) = Material Requirements Planning
MRP II = Manufacturing Resource Planning
PLM = Product Lifecycle Management
PPS = Produktionsplanung und -steuerung
PPS-System = Produktionsplanungs- und -steuerungssystem
SCM = Supply Chain Management
SZ = Schlupfzeit
[...]
[...]
[...]
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Skizzierung konventioneller PPS-Systeme. Die ständige Leistungssteigerung in der Informations- und Kommunikationstechnologie ermöglicht es, viele Prozesse der Leistungserstellung in Unternehmen durch EDVSysteme zu unterstützen. Ihre Anwendung reicht heute von der Beschaffung über die Produktion bis in den Vertrieb. Zur operativen Planung und Steuerung sowie Überwachung der Arbeitsabläufe und Produktionsprozesse werden hier sog. Produktionsplanungs- und -steuerungssysteme (PPS-Systeme) eingesetzt.1 Die computergestützte PPS ist einer der ältesten, aber auch anspruchvollsten Sektoren der betrieblichen Datenverarbeitung. 2 Herkömmliche PPS-Systeme führen zu erheblichen Effizienzsteigerungen durch die Bereitstellung und Verwaltung umfangreicher Datenmengen und der Lösung von quantitativen Problemen, was sich insbesondere auf die Mengen- und Terminplanung auswirkt, wo beträchtliche Potenziale erschlossen werden. Ziel der Arbeit ist es, die Ablauflogik und die Funktionalität konventioneller, auf MRP II (Manufacturing Resource Planning)3 basierender, PPS-Systeme vorzustellen und diese kritisch zu würdigen. Dies ist sinnvoll, da ihre Ablauflogik ein ganz wichtiger Grundzusammenhang ist, um zu verstehen, wie Absatzerwartungen und –planungen von Unternehmen in konkrete Produktionsaufträge übersetzt werden. Außerdem werden herkömmliche PPSSysteme, deren erste Modelle bereits in den sechziger Jahren entstanden, heute und in naher Zukunft komplementär zu neuen, innovativen Planungs- und Steuerungsphilosophien eingesetzt, die meistens auf die Ablauf- und Aufbaulogik des konventionellen Phasenschemas der Sukzessivplanung aufbauen.
1.2 Vorgehensweise
Gegenstand der Arbeit ist es, Wissen über konventionelle PPS-Systeme zusammenzutragen, und einen Beitrag zum Verständnis der einzelnen Komponenten zu leisten. Dazu erfolgt zunächst eine Einordnung der PPS-Systeme im Kontext der Produktionsplanung und –steuerung (PPS). Durch ausführliche Darbietung der Zielsetzungen und Aufgaben der PPS und eine begriffliche Bestimmung konventioneller PPS-Systeme erfolgt eine Einführung in die Thematik. Im dritten Gliederungspunkt wird durch die Darstellung des phasenbezogenen Sukzessivplanungskonzeptes als Grundstruktur gängiger PPSSysteme der Fokus auf die grundsätzliche Ablauf- und Aufbaulogik gelenkt. Dabei werden vorab die Elemente Grunddatenverwaltung, Produktionsplanung und Produktionssteuerung präsentiert, welche dann anschließend detailliert in ihren Hauptfunktionen dargestellt und erläutert werden. Soweit erforderlich, werden dabei unklare Begriffe definiert. Abschließend erfolgt eine kritische Betrachtung herkömmlicher PPS-Systeme, wobei auftretende Probleme und bestehende Schwachstellen und Defizite behandelt werden, um letztlich auf die Bedeutung konventioneller PPS-Systeme, einschließlich ihrer Anwendungsbranchen und ihrer Verbreitung einzugehen.
2. Einordnung konventioneller PPS-Systeme im Kontext der Produktionsplanung und –steuerung
2.1 Zielsetzung und Aufgaben der Produktionsplanung und –steuerung
Die Produktionsplanung und –steuerung (PPS) gehört zu den bedeutsamsten und anspruchsvollsten Aufgaben eines Industriebetriebs.4 Bei genauerer Betrachtung der Aufgaben der PPS können Lenkungsaufgaben unterschiedlicher Tragweite für das Unternehmen differenziert werden. 5 Daher ist es in der BWL üblich, die unterschiedlichen Aufgabenbereiche verschiedenen Ebenen zuzuordnen: der strategischen, der taktischen und der operativen Ebene. Die Aufgaben der strategischen Ebene der PPS bestehen in der Ziel- und Strategiefindung für das Leistungserstellungssystem. Hier fallen grundlegende Entscheidungen mit langfristiger Tragweite, wie etwa die Wahl der Produktfelder und der Produktionsstandorte. In ihrem Mittelpunkt steht das Schaffen und Erhalten einer wettbewerbsfähigen Produktion. 6 Der Aufgabenbereich der taktischen Produktionsplanung beinhaltet die Konkretisierung der Produktionsstrategien, wobei vor allem Entscheidungen über Leistungsfelder (Output), die Personal- und Betriebsmittelkapazitäten (Input) sowie über die Produktionsorganisation (Throughput) zu fällen sind.7 Wenn heute von PPS gesprochen wird, ist im Allgemeinen die Ebene der operativen PPS gemeint, in der auch PPS-Systeme zum Einsatz kommen. Auf der operativen Ebene wird auf Grundlage der vorgegebenen Rahmenbedingungen der strategisch- taktischen Ebene die Produktion geplant und durchgeführt, es werden Entscheidungen über konkrete Produktionsmengen und den Herstellungsprozess in einem bestimmten Zeitraum getroffen. 8 Allgemein lässt sich formulieren, dass das Gebiet der operativen PPS die Gesamtheit von Entscheidungsaktivitäten bzw. Dispositionen beinhaltet, die auf die Aufstellung eines Absatz- bzw. Produktionsprogramms und Bestimmung der Realisation dieses Programms in mengenmäßiger und terminlicher Hinsicht ausgerichtet sind.9 Im Rahmen der operativen PPS werden mithin Problemstellungen behandelt, die sich auf die Planungsbereiche Hauptproduktionsprogrammplanung, Mengenplanung, Termin- und Kapazitätsplanung und Produktionssteuerung beziehen. Da die Produktionsplanung Teil der Unternehmensplanung ist, ordnet sich die Zielsetzung der PPS in das Zielsystem des Unternehmens ein. Bei Verfolgung des Wirtschaftlichkeitsprinzips ist Gewinnmaximierung die grundsätzliche Zielsetzung eines Unternehmens.10 Die Maßnahmen der PPS sind daher so zu treffen, dass eine vorgegebene Leistung mit möglichst niedrigen Kosten erbracht wird.
[...]
1 Vgl. Drexl u. a. 1994 /PPS-Systeme/ S. 1022 f.; Gabler 2001 /Wirtschaftslexikon/ CD-ROM.
2 Vgl. Kurbel 2003 /Produktionsplanung/ S. 11.
3 MRP II ist die Erweiterung des Material Requirements Planning, kurz MRP bzw. MRP (I), welches von einem gegebenen Produktionsprogramm ausgehend durch Stücklistenauflösung unter Berücksichtigung von Beständen die Nettobedarfe ermittelt und auf den zur Herstellung erforderlichen Produktionsanlagen einlastet; vgl. Kern 1992 /Produktionswirtschaft/ S. 325 i.V.m. S. 227; Mertens 1992 /MRP II/ S. 29. MRP II erweitert MRP um ein Modul der Kapazitätsplanung, welches die Ressourcenplanung und – disposition miteinbezieht, sowie ein Modul der Geschäftsplanung, mit der z.B. Umsatzziele oder Deckungsbeiträge in die Primärbedarfsplanung einbezogen werden können; vgl. Zäpfel 1994 /Entwicklungsstand/ S. 733 ff.; Glaser, Geiger, Rohde 1992 /PPS/ S. 2 ff.
4 Vgl. Kurbel 2003 /Produktionsplanung/ S. 15.
5 Vgl. Zäpfel 1996 /PPS/ Sp. 1391.
6 Vgl. zu den Aufgaben der strategischen PPS z.B. Zäpfel 1996 /PPS/ Sp. 1392 f.
7 Eine ausführliche Darstellung der Aufgabenbereiche strategischen und taktischen PPS findet sich in Kistner, Steven 2001 /Produktionsplanung/.
8 Vgl. Kurbel 2003 /Produktionsplanung/ S. 17 f.
9 Vgl. Glaser 1994 /Steuerungskonzepte/ S. 749; Glaser, Geiger, Rohde 1992 /PPS/ S. 1; Glaser, Petersen
1996 /PPS/ Sp. 1406.
10 Vgl. zum Wirtschaftlichkeitsprinzip z.B. Zäpfel 1996 /Grundzüge/ S. 40 f.
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