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Gestern und heute: Teilhabechancen und -bedingungen von Frauen und Männern in Wissenschaft und Forschung

Autor: Andreas C. Lazar
Fach: Frauenstudien / Gender-Forschung

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Details

Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2005
Seiten: 26
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 13  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 853 KB
Archivnummer: V40381
ISBN (E-Book): 978-3-638-38906-8
Anmerkungen :
Eine Hausarbeit über die Geschichte der Beteiligung von Frauen an Wissenschaft und Forschung in der Universität mit Vorschlägen zur weitergehenden Gleichstellung. Inkl. 2 Seiten Referatshandout

Textauszug (computergeneriert)

Gestern und heute: Teilhabechancen und -bedingungen von
Frauen und Männern in Wissenschaft und Forschung

von: Andreas C. Lazar

Fachsemester: 6

 


Inhalt

2. Einleitung 4

3. Frauen und Männer an der Universität 5

4. Geschichte der Universität 8

4. 1. Die Universität im Mittelalter 8
4. 2. Die Universität in der Aufklärung 11
4. 3. Die Universität in der Neuzeit 14

5. Sozialisation an der Universität 18

6. Gleichstellung an der Universität 20

7. Schluß 22

8. Quellen 23

9. Anhang 25
 


 

2. Einleitung

Renate Schmidt, die derzeitige Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, stellt zu Anfang der neuesten Ausgabe der regelmäßig erscheinenden Broschüre „Frauen in Deutschland“ so lapidar wie richtig fest: „Entscheidungspositionen zu erobern, gleichen Lohn wie Männer für gleichwertige Arbeit zu bekommen, die Balance zwischen Erwerbstätigkeit und Familienarbeit zu halten oder geschlechtsspezifisch gesundheitlich versorgt zu werden, sind Ziele von Frauen- und Gleichstellungspolitik, die trotz des Gleichberechtigungsgebots im Grundgesetz bisher noch nicht verwirklicht werden konnten. Gerade beim Thema Gleichstellung bildet sich erst ein Problembewusstsein, das zu Veränderungen führt, wenn Fakten und Zahlen Ausmaß und Tiefe der Ungleichheit belegen.“1 Diese Arbeit soll die Bildung eines Problembewußtseins zum Thema Gleichstellung unterstützen und so Veränderung fördern, indem sie durch „Fakten und Zahlen Ausmaß und Tiefe der Ungleichheit“ der Geschlechter in Wissenschaft und Forschung belegt. Sie soll ferner durch einen geschichtlichen und gesellschaftlichen Überblick Erklärungsmöglichkeiten zur Entstehung dieser Ungleichheit liefern, um so eine breitere Perspektive für Lösungsansätze zu eröffnen, von denen einige im Abschluß vorgestellt werden. Die Darstellung beschränkt sich hierbei hauptsächlich auf die Situation in Deutschland.

3. Frauen und Männer an der Universität

Abb. 1: Frauenanteile in verschiedenen Stufen der akademischen Laufbahn2 [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]

Im Studienjahr 2002 / 2003 haben 358.946 Studienanfänger3 ein Hochschulstudium aufgenommen, darunter 181.626 oder 50,6% Frauen, womit sich erstmals mehr Frauen als Männer an den deutschen Hochschulen eingeschrieben haben. 4 Insgesamt war im Studienjahr 2002 / 2003 fast jeder zweite Student, doch nur jeder dritte Doktorand, jeder fünfte Habilitant und jeder zehnte Professor eine Frau, obwohl Frauen und Männer annähernd den gleichen Studienerfolg zeigen (siehe Abbildung 1). An außeruniversitären Forschungseinrichtungen betrug der Anteil der Wissenschaftlerinnen in Führungspositionen gar nur 5,1%.5 Wie die Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK) in ihrem Bericht über Frauen in der Wissenschaft aus dem Jahr 2000 zeigt, besteht also eine erhebliche Diskrepanz zwischen der möglichen und der tatsächlichen akademischen Karrierebeteiligung von Frauen (siehe Abbildung 2). Zwar sind die Daten der BLK von 1998, aber die Diskrepanz hat sich in den darauffolgenden Jahren aufgrund der anhaltend hohen Beteiligung der Frauen in den ersten wissenschaftlichen Karrierestufen und ihrer daher angenommenen weiter gestiegenen möglichen Beteiligung in allen Karrierestufen nicht verringert, wie aus Abbildung 1 ersichtlich. Es ist im Gegenteil anzunehmen, daß sie sich noch erhöht hat.

Abb. 2: Mögliche und tatsächliche Beteiligung von Frauen und Männern im wissenschaftlichen Karriereverlauf (1998)6 [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]

Des weiteren studieren Frauen signifikant andere Fächer als Männer, wie Abbildungen 3 und 4 zeigen. So sind beispielsweise mehr als zwei von drei Sprach- und Kulturwissenschaftlern Frauen, jedoch nur einer von fünf Ingenieuren. In den Agrar- und Ernährungswissenschaften sowie in den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften ist das Geschlechterverhältnis ausgeglichen. 7 Dieses unterschiedliche Studienfachwahlverhalten wäre nicht weiter beachtenswert, wenn unterschiedliche Studiengänge nicht auch unterschiedliche Berufs- und Karrierechancen ermöglichen und damit die in der Gesellschaft zu beobachtenden geschlechtsspezifischen Strukturen der Ungleichheit wie Einkommens-, Status- und Partizipationsdifferenzen festschreiben würden. 8

[...]


1 BMFSFJ 2004, S. 7

2 DESTATIS 2005, http://www.destatis.de/basis/d/biwiku/hochtab8.php

3 Ich habe lange überlegt, wie ich enthaltene Formulierungen auflösen sollte, zumal zu einem Thema und einem Seminar wie diesem, und mich schließlich für durchgehend generisch maskuline Begriffe entschieden, die geschlechtsneutral verwendet werden, wie in meinen früheren Arbeiten auch. Die öffentliche und wissenschaftliche Diskussion zu diesem Thema ist mir bekannt und bewußt, doch kann ich mich für mein Werk weder mit der Fremdartigkeit der Binnenmajuskel noch mit der Umständlichkeit der Beidbenennung anfreunden. Dies mag aber jeder und jede halten, wie er und sie es mag, solange es auch mir gestattet ist, wie ich es mag.

4 vgl. BMFSFJ 2004, S. 19

5 vgl. BMFSFJ 2004, S. 54

6 BLK 2000, S. 8

7 vgl. BMFSFJ 2004, S. 19 f.

8 vgl. Blättel-Mink 2002, S. 3

Kommentare

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