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Autoren: Andrea Finke, Kerstin Kimmel
Fach: Wirtschaft - Didaktik, Wirtschaftspädagogik
Details
Institution/Hochschule: Universität Kassel (Wirtschaftsdidaktik)
Tags: Selbstständiges, Lernen, Welche, Kriterien, Lehrer, Unterricht, Lernen, Wahrnehmen, Situationen, Handlungen
Jahr: 2004
Seiten: 16
Note: unbenotet
Literaturverzeichnis: ~ 10 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 241 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-38909-9
Textauszug (computergeneriert)
Universität Kassel
Fachbereich 1
Erziehungswissenschaft – Wirtschaftspädagogik
Sommersemester 2004
Schriftliche Ausarbeitung zum Seminar:
„Wahrnehmen unterrichtlicher Situationen und Handlungen“
Thema:
Selbstständiges Lernen
Welche Kriterien müssen Lehrer und deren Unterricht
erfüllen, um das selbstständige Lernen zu fördern?
vorgelegt im November 2004
Andrea Rottorf und n.n.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 2
2 Selbstständiges Lernen 2
2.1 Der Begriff „selbstständiges Lernen“ und seine Bedeutung für die Institution Schule 2
2.2 Wesentliche Merkmale selbstständigen Lernens 3
2.3 Ziele selbstständigen Lernens 5
2.4 Umsetzung im Schulalltag 6
3 Behandlung des Themas im Seminar 8
3.1 Merkmale, Ziele und Förderung im Unterricht 8
3.2 Beschreibung der Videosequenz 10
3.3 Beurteilung der Videosequenz 12
4 Zusammenfassung 13
Literaturverzeichnis 15
1 Einleitung
Im Rahmen des Wirtschaftsdidaktikseminars „Wahrnehmung unterrichtlicher Situationen und Handlungen“ befassen wir uns intensiv mit dem Thema „Selbstständiges Lernen“. Wir möchten uns nun zusammenfassend in dieser Ausarbeitung mit der Frage auseinandersetzen, welche Kriterien Unterricht erfüllen sollte, damit er das Lernen und die Selbständigkeit der Schüler1 fördert. Man kann unterschiedliche Aspekte selbstständigen Lernens betrachten. Wir möchten zunächst die Bedeutung dieser Lehr-/Lernform für die Schule sowie wichtige Merkmale und Ziele theoretisch vorstellen. Dazu lehnen wir uns neben anderer Literatur vor allem an das Buch „Selbstständiges Lernen in der gymnasialen Oberstufe“ von Katrin Bräu an.
Anschließend werden wir die während des Seminars mündlich erarbeiteten Ergebnisse kurz vorstellen und mit den theoretischen Grundlagen vergleichen. Weiterhin werden wir den Verlauf einer Unterrichtsstunde beschreiben und versuchen zu beurteilen, in wie weit diese Stunde den Anforderungen selbständigen Lernens entspricht.
2 Selbstständiges Lernen
2.1 Der Begriff „selbstständiges Lernen“ und seine Bedeutung für die Institution Schule
Selbstständigkeit gehört zu den großen Schlagworten in der heutigen Zeit. Sie ist nötig, um sich der stetig wechselnden Arbeits- und Lebenswelt anzupassen und in ihr zurecht zu kommen. Außerdem gehören selbstständiges Problemlösen sowie kooperatives und kommunikatives Arbeiten im Team, welche Ziele des selbstständigen Lernens darstellen, zu den am häufigsten geforderten Schlüsselqualifikationen bei Stellenausschreibungen. Weiterhin erfordert eine durch verschiedene Studien (z.B. Shell-Studie) belegte wachsende Heterogenität in den Klassen andere Lehr- bzw. Lernformen als den Frontalunterricht, um individuell den einzelnen Schülern gerecht werden zu können. Ebenso belegen die Ergebnisse aus Untersuchungen wie TIMMS, Sinus und PISA, dass das Wissen, welches momentan durch schulisches Lernen erlangt wird, mehr als unbefriedigend ist.
Diesen Problemen und der Aufgabe, die Heranwachsenden stärker zur Selbstständigkeit zu erziehen, stellt sich die Institution Schule mit verschiedenen Reformansätzen wie selbstständigem, handlungs- oder prozessorientiertem Lernen. Was aber genau bedeutet Selbstständigkeit nun im unterrichtlichen Alltag?
Sucht man in der Literatur nach einer geeigneten Definition für diesen Ausdruck, findet man eine Fülle von Begriffen, die das gleiche oder Teilaspekte darstellen. Dazu gehören Selbsttätigkeit, Selbststeuerung, entdeckendes, selbstorganisiertes, dezentrales Lernen usw. Versucht man diese Begriffe und deren Bedeutungen zusammenzufassen, lässt sich selbstständiges Lernen als ein Prozess beschreiben, bei welchem die Schüler durch eigene Initiative tätig werden, das heißt ohne Veranlassung anderer. Dabei sollen Arbeitsprozesse eigenständig gegliedert und aus bekannten Arbeits- bzw. Lernformen eine geeignete ausgewählt werden, wobei am Ende dieses Prozesses immer eine Überprüfung der gesetzten Ziele stattfinden sollte. Des Weiteren sollen Schüler dazu befähigt werden „eigene Ziele zu definieren und Verantwortung für ihr Verhalten zu übernehmen“2. Selbstständiges Lernen ist daher auch immer im Zusammenhang von Selbstbestimmung, Selbstverantwortung und Selbstkontrolle zu sehen. Auf die einzelnen Merkmale selbstständigen Lernens werden wir im folgenden Abschnitt eingehen.
[...]
1 Um die Lesbarkeit dieser Arbeit zu erhalten, verwenden wir im Folgenden die männliche Form, wenn von Schülern, Lehrern etc. gesprochen wird es sind jedoch stets Männer und Frauen gemeint.
2 Bräu, Karin, 2002: Selbständiges Lernen in der gymnasialen Oberstufe, Schneider-Verlag, Hohengehren, S. 22
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