EVA- und MVA-Konzept - Darstellung und kritische Würdigung

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Details
Autor: Daniel Kienzle
Fach: Wirtschaft - Controlling
Veranstaltung: Strategisches Controlling
Institut: Pforzheim (Fachbereich Controlling, Finanz- und Rechnungswesen)
Jahr: 2005
Seiten: 39
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 34 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 325 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-39178-8
Zielsetzung dieser Arbeit soll die Darstellung des Economic Value Added und des Market Value Added sein. Dabei liegt der Fokus auf dem EVA-Konzept, da sich aus diesem der MVA ableiten lässt und somit Grundlage für dessen Berechnung ist. Im Anschluss an die Darstellung erfolgt eine kritischen Würdigung, in der die Stärken und Schwächen dieser beiden Kennzahlen untersucht werden sollen.
Textauszug (computergeneriert)
FACHHOCHSCHULE PFORZHEIM
Hochschule für Gestaltung. Technik
und Wirtschaft
Studiengang:
Master of Arts in International Finance and Accounting
Seminar „Strategisches Controlling“
EVA- und MVA-Konzept -
Darstellung und kritische Würdigung
Kienzle, Daniel
Semester: 3
Sommersemester 2005
INHALTSVERZEICHNIS I
ABKÜRZUNGS- UND SYMBOLVERZEICHNIS III
ABBILDUNGSVERZEICHNIS V
TABELLENVERZEICHNIS V
1 Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit 1
2 Darstellung des EVA-Konzepts 2
2.1 Beschreibung des Basiskonzepts 2
2.2 Berechnung des Economic Value Added 3
2.3 Konversionen des Accounting Model in ein Economic Model 5
2.4 Komponenten des Economic Value Added 9
2.4.1 Ermittlung des NOPAT 9
2.4.2 Ermittlung des investierten Kapitals 10
2.4.3 Ermittlung des Kapitalkostensatzes 11
2.5 Darstellung des MVA-Konzepts 13
2.6 Anwendungsbereiche des EVA- und MVA-Konzepts 15
2.6.1 Performancemessung von Unternehmen 15
2.6.2 Unternehmensbewertung und Beurteilung von Investitionen 16
2.6.3 Wertorientierte Erfolgsvergütung 16
3 Kritische Würdigung des EVA- und MVA-Konzepts 17
3.1 Geringe Komplexität und einfache Kommunizierbarkeit 17
3.2 Transparenz und Datenaufbereitung 19
3.3 Einbezug der gesamten Kapitalkosten 20
3.4 Einbezug von Abschreibungen 21
3.5 Unberücksichtigung qualitativer Werttreiber 21
3.6 Prognostizierbarkeit künftiger finanzieller Daten 22
4 Fazit und Ausblick 22
ANHANGSVERZEICHNIS VII
ANHANG VIII
LITERATUR- UND QUELLENVERZEICHNIS XIII
ABKÜRZUNGS- UND SYMBOLVERZEICHNIS
AG - Aktiengesellschaft
ß - Beta
bzw. - beziehungsweise
CAPM - Capital Asset Pricing Model
cov - Covarianz
DAX - Deutscher Aktienindex
DCF-Verfahren - Discounted-Cash-Flow-Verfahren
d. h. - das heißt
EBIT - Earnings Before Interest and Taxes
EK - Marktwert des Eigenkapitals
et. al. - et alii (= und andere)
etc. - et cetera (und so weiter)
EUR - Euro
EVA - Economic Value Added
f. - folgend (e)
ff. - fortfolgend (e)
FK - Marktwert des Fremdkapitals
F&E - Forschung und Entwicklung
GK - Marktwert des Gesamtkapitals
HGB - Handelsgesetzbuch
IAS - International Accounting Standards
IASB - International Accounting Standards Board
i. d. R. - in der Regel
IFRS - International Financial Reporting Standards
LIFO - Last In First Out
Mio. - Millionen
MVA - Market Value Added
NOPAT - Net Operating Profit After Taxes
o. S. - ohne Seite
rc - Vermögensrendite
rEK - Renditeforderung der Eigenkapitalgeber /
Eigenkapita lkostensatz
rf - risikofreie Rendite / risikofreier Zins
rFK - Renditeforderung der Fremdkapitalgeber /
Fremdkapitalkostensatz
ri - Rendite des betrachteten Unternehmens
rM - Marktrendite / Erwartungswert der Rendite des Marktportfolios
ROI - Return On Investment
s - Grenzsteuersatz auf Unternehmensebene
sog. - so genannte (r)
u. a. - unter anderem
US - United States
USA - United States of America
US-GAAP - United States – Generally Accepted Accounting Principles 2M
s - Varianz des Marktportfolios
vgl. - vergleiche
WACC - Weighted Average Cost of Capital
z. B. - zum Beispiel
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Abbildung 1: Komponenten und Berechnung des Economic Value Added 5
Abbildung 2: Unternehmensbewertung mittels der MVA-Methode 14
TABELLENVERZEICHNIS
Tabelle 1: Entscheidungsregel für Strategie- und Investitionsbeurteilung 4
Tabelle 2: Berechnung des NOPAT 10
Tabelle 3: Berechnung des investierten Kapitals 11
„Ein jeder gibt den Wert sich selbst.“
Johann Christoph Friedrich von Schiller (1759 - 1805) deutscher Dichter und Dramatiker
„Wer will den "Wert" des anderen bestimmen können, wenn er nicht mal seinen eigenen Wert kennt und anerkennt.“
Rose von der Au (1953) deutsche Lyrikerin und Aphoristikerin
1 EINLEITUNG
1.1 Problemstellung
In Zeiten von Globalisierung, Marktderegulierung und Branchenkonsolidierung gewinnt die wertorientierte Unternehmenssteuerung zunehmend an Bedeutung. Dynamische Entwicklungen auf den internationalen Güter- und Kapitalmärkten, sich immer schneller wandelnde politische und ökonomische Rahmenbedingungen für Unternehmen, intensiverer Wettbewerb sowie komplexere betriebliche Prozesse stellen die Unternehmensführung vor vielfältige Herausforderungen.1 Im Hinblick auf diese Anforderungen sowie auf die Zielsetzung der Marktwertmaximierung, was zahlreiche Unternehmen unter dem Schlagwort Shareholder Value verfolgen, haben sich neue Bewertungsmodelle entwickelt. Zu diesen neuen Bewertungsmethoden zählt u. a. das Konzept des Economic Value Added2 (EVA, deutsch: zusätzlicher Mehrwert oder ökonomischer Wertbeitrag), welches zunehmend auch in deutschen Unternehmen zur Unternehmenssteuerung angewendet wird.3
EVA basiert auf dem Buch „The Quest for Value“ von der amerikanischen Unternehmensberatung Stern Stewart & Co. und ist ein eingetragenes Warenzeichen dieser Beratungsgesellschaft. Bei einer bedeutenden Anzahl von nationalen wie internationalen Unternehmen kommt diese Kennzahl schon längere Zeit zur Anwendung, wie z. B. bei Siemens, Metro, Coca-Cola, Procter & Gamble oder auch bei der Deutschen Telekom. Daneben dient es als wichtiges Instrument zur Unternehmensanalyse und -bewertung bei großen Investmentbanken, wie beispielsweise Goldman Sachs, Morgan Stanley oder Merrill Lynch.4
Das EVA-Konzept wird primär zur periodischen Leistungsmessung eingesetzt. Es kann aber ebenso über den Market Value Added (MVA, deutsch: zusätzlich geschaffener Marktwert) zur Bestimmung des Unternehmenswerts, zur Einschätzung von Investitionsentscheidungen sowie zur wertorientierten Erfolgsvergütung herangezogen werden.5
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
Zielsetzung dieser Arbeit soll die Darstellung des Economic Value Added und des Market Value Added sein. Dabei liegt der Fokus auf dem EVA-Konzept, da sich aus diesem der MVA ableiten lässt und somit Grundlage für dessen Berechnung ist. Im Anschluss an die Darstellung erfolgt eine kritischen Würdigung, in der die Stärken und Schwächen dieser beiden Kennzahlen untersucht werden sollen.
Zunächst wird am Anfang von Kapitel 2 das Grundkonzept sowie die Berechnungsmethodik des Economic Value Added dargestellt. Für die Berechnung des EVA sind zunächst Anpassungen der Jahresabschlussdaten vorzunehmen, die nachfolgend erläutert werden. Im Anschluss wird auf die einzelnen Komponenten des EVA und deren Ermittlung eingegangen. Danach erfolgt die Darstellung des MVA-Konzepts. Am Ende von Kapitel 2 werden die einzelnen Anwendungsbereiche der beiden Steuerungsgrößen vorgestellt. In Kapitel 3 wird dann eine kritische Würdigung vorgenommen. Am Ende der Arbeit wird ein Fazit gezogen sowie ein kurzer Ausblick gegeben. Anhang 3 dient ergänzend zur anschaulichen Berechnung des EVA und in Anhang 4 wird ein Beispiel für die Ermittlung des Unternehmenswerts mittels MVAKonzept dargestellt.
Weitere Wertsteigerungsmodelle, wie z. B. der Cash Value Added oder der Economic Profit, sind nicht Bestandteil dieser Arbeit.
2 DARSTELLUNG DES EVA-KONZEPTS
2.1 Beschreibung des Basiskonzepts
Das sich in den USA anfangs der neunziger Jahre entwickelte EVA-Modell6 wird zu den Contribution-Modellen gezählt, die seit geraumer Zeit zunehmende Beachtung in Theorie und Praxis finden. Dabei handelt es sich um Über- oder Residualgewinnverfahren, nach denen nur die über den Kapitalkosten liegende Rentabilität zusätzlichen Wert generiert.7 Übergewinne zeigen somit den Gewinn eines Unternehmens auf, welcher sowohl die Fremd- als auch die Eigenkapitalkosten überschreitet.8
Die Grundidee des Economic Value Added besteht darin, Informationen der Unternehmensleitung darüber bereitzustellen, welche Strategien und Investitionen werterhöhend bzw. wertvernichtend sind.9 Nach dem EVA-Konzept sind diejenigen Strategien und Investitionen wertsteigernd, deren Rendite die Kosten des investierten Kapitals10 übersteigen. Für die Beurteilung deren Vorteilhaftigkeit muss ein Vergleich mit den relevanten Kapitalkosten erfolgen, um Fehlallokationen zu vermeiden bzw. zu reduzieren. Damit ausschließlich die betrieblichen Tätigkeiten Berücksichtigung im Economic Value Added finden, ist eine Abgrenzung des betriebsnotwendigen und des nicht betriebsnotwendigen Kapitals erforderlich. 11 Neu an dieser Steuerungsgröße ist die konsequente Implementierung in sämtliche Prozesse und Bereiche des Unternehmens mit der Maßgabe, das Verhalten der Mitarbeiter auf eine nachhaltige Unternehmenswertsteigerung auszurichten.12
[...]
1 Vgl. Lösch, S. (2004), S. 1.
2 Als weitere neuere Wertsteigerungsmodelle sind das Konzept des Cash Value Added der Boston Consulting Group, das Konzept des Economic Profit der Unternehmensberatung McKinsey & Co. und das Konzept des Added Value der London Business School aufzuführen. Vgl. Böcking, H.-J. / Nowak, K. (1999), S. 281.
3 Vgl. Küting, K. / Eidel, U. (1999), S. 829.
4 Vgl. Behringer, S. / Ottersbach, J. H. (2001), S. 98.
5 Vgl. Keller, B. / Plack, A. (2001), S. 347.
6 Vgl. Helbling, C. (1998), S. 143.
7 Die auf Übergewinnen basierende Unternehmensbewertung beschreibt kein neues Bewertungsmodell. Dieser Gedanke wurde bereits im Jahre 1912 von Alfred Marshall aufgenommen und dargestellt. Vgl. Küting, K. / Eidel, U. (1999), S. 832.
8 Vgl. Eidel, U. (1999), S. 69.
9 Vgl. Leysinger, M. (1997), S. 246, zitiert nach Böcking, H.-J. / Nowak, K. (1999), S. 282.
10 Da in der herrschenden Literatur zum Economic Value Added der Begriff des investierten Kapitals sehr unpräzise
abgegrenzt wird, soll in dieser Arbeit investiertes, betriebsnotwendiges und eingesetztes Kapital synonym verwendet
werden.
11 Vgl. Böcking, H. J. / Nowak, K. (1999), S. 282.
12 Vgl. Förster, H. H. / Ruß, O. (2002), S. 2664.
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