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Gesundheitsförderung im Betrieb Krankenhaus

Hausarbeit, 2005, 24 Seiten
Autor: Stefan Hartmann
Fach: Gesundheitswissenschaften

Details

Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2005
Seiten: 24
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 28  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V40755
ISBN (E-Book): 978-3-638-39194-8
ISBN (Buch): 978-3-638-65566-8
Dateigröße: 233 KB
Anmerkungen :
Thema wurde inhaltlich tiefgehend, sehr präzise, aber dennoch kurz und knapp behandelt:ideal!Sehr guter roter Faden mit flüssiger, plausibler Argumentation. Sprachlich hohes Niveau:knapp und verständlich.


Zusammenfassung / Abstract

Abstract 1 Aufbau der Arbeit „Krankenversicherungsbeiträge steigen“, „Pflegeversicherung vor dem Kollaps“, „Sozialversicherungen vor dem Aus“. So oder ähnliche Schlagworte begleiten uns während der letzten Jahre. Die Probleme sind sehr vielschichtig und bedingt durch den demographischen Wandel, das damit verbundene veränderte Krankheitspanorama und nicht zuletzt durch ökonomische Zwänge. Für die Gesundheitspolitik und alle beteiligten Akteure ergeben sich neue Herausforderungen, zu deren Bewältigung es neuer wissenschaftlicher Grundlagen und Qualifikationen bedarf. Mit der Einrichtung von Studiengängen, Instituten oder Fakultäten an unseren Universitäten hat sich mit einiger Verspätung auch in Deutschland ein neues Fachgebiet etabliert: die Gesundheitswissenschaften. Sie sind als Äquivalent oder Teilbereich zu dem in den angelsächsischen Ländern bereits etablierten „Public Health“ zu sehen. Die Gesundheitswissenschaften beschäftigen sich mit gesellschaftlichen Einflüssen auf Gesundheit und Krankheit und mit der Entwicklung und Gestaltung bedarfsgerechter Versorgungsstrukturen. Diese Aufgaben und Ziele flankieren und unterstützen die ab den 90iger Jahren in Deutschland etablierte Pflegewissenschaft. Die Gründe für die Notwendigkeit einer Akademisierung der Pflege sind vielschichtig und finden ihre Ursache in veränderten Rahmenbedingungen. • Mangel an hochqualifiziertem Personal • Pflegewissenschaft und damit auch Pflegeforschung führt zu einer höheren Effektivität • Verändertes Krankheitsspektrum (Überalterung, Chronifizierung, Multimorbidität,, Zunahme psychischer und dementieller Erkrankungen) macht neue Konzepte erforderlich • Veränderung der Anforderungen durch Fortschritt in Medizin und Technik Pflege muss sich heute vielfältigen und umfassenden Aufgaben stellen: - Prävention - Rehabilitation - Begleitung - Gesundheitsförderung - Palliation - Beratung - Häusliche Pflege - Pflege in Krisensituationen - Vernetzung der Angebote Eine rein krankheitsorientierte Pflege ist diesen Aufgaben nicht gewachsen. Insbesondere Gesundheitsförderung und Prävention müssen verstärkt und sehr viel wirksamer als bisher betrieben werden. In der vorliegenden Arbeit liegt der Fokus auf der Gesundheitsförderung und hier speziell auf der Gesundheitsförderung im Betrieb Krankenhaus.


Textauszug (computergeneriert)

Gesundheitsförderung im Betrieb Krankenhaus

von: Stefan Hartmann

 


Inhaltsverzeichnis

1 Aufbau der Arbeit 3

2 Gesundheit 4

2.1 Definition von Gesundheit 4
2.2 Die Salutogenese von Antonovsky 5

3 Das Konzept der Gesundheitsförderung 7

3.1 Begriffsbestimmung und Abgrenzung zur Prävention 7
3.2 Die Ottawa-Charta 8

4 Ebenen der Gesundheitsförderung 9

4.1 Personale Ebene 9
4.2 Verhaltensebene 10
4.3 Verhältnisebene 10

5 Methoden der Gesundheitsförderung 10

5.1 Gesundheitsaufklärung und Gesundheitsberatung 10
5.2 Gesundheitserziehung und Gesundheitsbildung 11
5.3 Gesundheitstraining und Gesundheitsselbsthilfe 11
5.4 Settings-Ansatz in der Gesundheit 11

6 Betriebliches Gesundheitsmanagement 12

6.1 Definition des betrieblichen Gesundheitsmanagements 12
6.2 Ziele des betrieblichen Gesundheitsmanagements 13

7 Gesundheitsförderung im Betrieb Krankenhaus 14

7.1 Spezielle Belastungen im Pflegeberuf 14
7.2 Gesundheitsfördernde Maßnahmen 16

7.2.1 Verhaltensorientierte Maßnahmen 17
7.2.2 Verhältnisorientierte Maßnahmen 18
7.2.3 Gesundheitszirkel 19
7.2.4 Supervision 19

8 Perspektiven 19

9 Schlussbetrachtung 20

10 Literaturverzeichnis 21



1 Aufbau der Arbeit

„Krankenversicherungsbeiträge steigen“, „Pflegeversicherung vor dem Kollaps“, „Sozialversicherungen vor dem Aus“. So oder ähnliche Schlagworte begleiten uns während der letzten Jahre. Die Probleme sind sehr vielschichtig und bedingt durch den demographischen Wandel, das damit verbundene veränderte Krankheitspanorama und nicht zuletzt durch ökonomische Zwänge. Für die Gesundheitspolitik und alle beteiligten Akteure ergeben sich neue Herausforderungen, zu deren Bewältigung es neuer wissenschaftlicher Grundlagen und Qualifikationen bedarf. Mit der Einrichtung von Studiengängen, Instituten oder Fakultäten an unseren Universitäten hat sich mit einiger Verspätung auch in Deutschland ein neues Fachgebiet etabliert: die Gesundheitswissenschaften. Sie sind als Äquivalent oder Teilbereich zu dem in den angelsächsischen Ländern bereits etablierten „Public Health“ zu sehen. Die Gesundheitswissenschaften beschäftigen sich mit gesellschaftlichen Einflüssen auf Gesundheit und Krankheit und mit der Entwicklung und Gestaltung bedarfsgerechter Versorgungsstrukturen.
Diese Aufgaben und Ziele flankieren und unterstützen die ab den 90iger Jahren in Deutschland etablierte Pflegewissenschaft. Die Gründe für die Notwendigkeit einer Akademisierung der Pflege sind vielschichtig und finden ihre Ursache in veränderten Rahmenbedingungen.

• Mangel an hochqualifiziertem Personal
• Pflegewissenschaft und damit auch Pflegeforschung führt zu einer höheren Effektivität
• Verändertes Krankheitsspektrum (Überalterung, Chronifizierung, Multimorbidität,, Zunahme psychischer und dementieller Erkrankungen) macht neue Konzepte erforderlich
• Veränderung der Anforderungen durch Fortschritt in Medizin und Technik
Pflege muss sich heute vielfältigen und umfassenden Aufgaben stellen:

- Prävention - Rehabilitation - Begleitung
- Gesundheitsförderung - Palliation - Beratung
- Häusliche Pflege - Pflege in Krisensituationen
- Vernetzung der Angebote
Eine rein krankheitsorientierte Pflege ist diesen Aufgaben nicht gewachsen. Insbesondere Gesundheitsförderung und Prävention müssen verstärkt und sehr viel wirksamer als bisher betrieben werden. In der vorliegenden Arbeit liegt der

Fokus auf der Gesundheitsförderung und hier speziell auf der Gesundheitsförderung im Betrieb Krankenhaus. Im zweiten Kapitel wird der Begriff Gesundheit mit verschiedenen Definitionen als alles umspannender Bezugspunkt dargestellt. Im dritten Kapitel wird die Abgrenzung zur Prävention und die Konzepte der Gesundheitsförderung beschrieben um dann im vierten und fünften Kapitel auf die Ebenen und Methoden der Gesundheitsförderung einzugehen. Betriebliches Gesundheitsmanagement, spezielle Belastungsfaktoren im Pflegeberuf und gesundheitsfördernde Maßnahmen im Krankenhaus werden in Kapitel sechs und sieben dargestellt. In Kapitel acht folgen Perspektiven bevor eine eigene Stellungnahme den Abschluss im neunten Kapitel der Hausarbeit bildet.

2 Gesundheit

2.1 Definition von Gesundheit

Der Autor möchte mit einigen Aussagen und Definitionen den Begriff „Gesundheit“ näher bringen, liegen doch auch darin die Ausgangspunkte für die Entwicklung der Gesundheitsförderung, auf die in den nachfolgenden Kapiteln eingegangen wird. Eine allgemein gültige, anerkannte wissenschaftliche Definition von Gesundheit gibt es nicht. In einer Aussage, nachzulesen in der Verfassung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von 1946, wird Gesundheit beschrieben als ein Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht allein als das Fehlen von Krankheit und Gebrechen.
Die WHO will mit dieser Definition Gesundheit aus den engen Bezügen des medizinischen Versorgungssystems lösen. Sie verweist auf das enorme Ansteigen der Kosten für die medizinische Versorgung in allen Industrieländern und plädiert dafür, die Gesundheitspotentiale der Bevölkerung zu stärken, statt immer stärker in die „Bekämpfung“ von Krankheiten zu investieren.
HURRELMANN nimmt diese Aussage auf und schreibt: „Gesundheit bezeichnet den Zustand des objektiven und subjektiven Befindens einer Person, der gegeben ist, wenn diese Person sich in den physischen, psychischen und sozialen Bereichen ihrer Entwicklung in Einklang mit den Möglichkeiten und Zielvorstellungen und den jeweils gegebenen äußeren Lebensbedingungen befindet (...).“ (HURRELMANN 2000, S. 8)

Gesundheit ist nach diesem Verständnis ein Gleichgewichtsstadium, das zu jedem lebensgeschichtlichen Zeitpunkt neu hergestellt werden muss.
Die vielfältigen Möglichkeiten, Gesundheit zu definieren und zu charakterisieren, kommen auch in den verschiedenen Konzepten und Modellvorstellungen von Gesundheit zum Ausdruck. Diese lassen sich danach unterteilen, ob es sich um Laienkonzepte (auch „subjektive Konzepte“) oder um wissenschaftliche Konzepte handelt. Eines der bekanntesten wissenschaftlichen Konzepte, das salutogenetische Modell von ANTONOVSKY, wird nachfolgend dargestellt.

2.2 Die Salutogenese von Antonovsky

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