Die Globalisierung des Wissens: Chancen und Risiken für die Gesellschaft close

Bitte warten

Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.



Details

Veranstaltung: Kommunikationswissenschaftliches Seminarm, WS 2002/03
Institution/Hochschule: Universität Wien (Publizistik- u. Kommunikationswissenschaften)
Tags: Globalisierung, Wissens, Chancen, Risiken, Gesellschaft, Kommunikationswissenschaftliches, Seminarm
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2003
Seiten: 25
Note: Sehr gut
Literaturverzeichnis: ~ 21  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 261 KB
Archivnummer: V40776
ISBN (E-Book): 978-3-638-39208-2
ISBN (Buch): 978-3-638-65569-9
Anmerkungen :
Mit der Globalisierung und Ausdehnung weltweiter Marktbeziehungen und Medienmärkte ist auch der Wert der Ware „Wissen" gestiegen. Die Globalisierung bringt einerseits einen enormen Wissenszuwachs mit sich, der aber andererseits mit einer wesentlich größeren Menge an Unwissenheit verbunden scheint...

Zusammenfassung / Abstract

Mit der Globalisierung und Ausdehnung weltweiter Marktbeziehungen und Medienmärkte ist auch der Wert der Ware „Wissen" gestiegen. Die Globalisierung bringt einerseits einen enormen Wissenszuwachs mit sich, der aber andererseits mit einer wesentlich größeren Menge an Unwissenheit verbunden scheint: Einerseits werden mit jeder wissenschaftlichen Erkenntnis in der Regel auch neue Forschungsfragen aufgeworfen, d.h., eine Erkenntnis bringt eine Vielzahl von ungelösten Problemen mit sich: Erkanntes Nichtwissen nimmt in der Folge tendenziell schneller zu als Wissen. Somit ist die Zunahme der Unwissenheit vor allem eine Konsequenz des Zuwachses an Wissen. Während wir auf der einen Seite tatsächlich dahin steuern, eine „globalisierte Wissensgesellschaft" zu werden, werden wir gleichzeitig immer unwissender. Andererseits scheint ein Großteil der Erdbevölkerung vom weltweiten Wissens- und Informationsfluss überhaupt dauerhaft ausgeschlossen zu bleiben: Ein geschätztes Drittel der Erdbevölkerung hat in ihrem Leben noch kein einziges Mal ein Telefon benutzt... Mich interessiert in diesem Zusammenhang daher vor allem die Frage, ob die zunehmende Vermarktung des Wissens – die u.a. durch Medienkonzentration hervorgerufen wird und deren Folge der Ausschluss ganzer Gesellschaftsschichten von jeglichem Wissensfluss sein kann - zwangsläufig auch zu einer relativen Abnahme des öffentlich zugänglichen Wissens führt...

Textauszug (computergeneriert)

Universität Wien
Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaften
Kommunikationswissenschaftliches Seminar
Schriftliche Seminarabschlussarbeit

Die Globalisierung des Wissens -
Chancen und Risiken für die Gesellschaft

eingereicht von:
Christoph Ramberger

Wintersemester 2002/03
 

 

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung
1.1 Thema und Problemstellung ... 3
1.2 Begriffsdefinitionen
1.2.1 „Globalisierung ... 4
1.2.2 „Wissen ... 5

2. Globalisierung als Entstehungsfaktor von Wissen und Nichtwissen
2.1 Historischer Kontext ... 7
2.2 Ökonomische, kulturelle u. politische Dimensionen d. Globalisierung ... 8
2.2.1 Die Chancen der Globalisierung  ... 10
2.2.2 Die Kritik an der Globalisierung ... 11
2.3 Globalisierung als Motor der Wissenschaft ... 12
2.4 Globalisierung als Ursache steigenden Wissens und Nicht- Wissens ... 13

3. Globalisierung des Wissens als Chance und Risiko für die Gesellschaft
3.1 Bedeutung des Internet für die Verbreitung von Wissen ... 15
3.2 Rolle der Massenmedien ... 17
3.3 „Digitale Kluft“: Auswirkungen des Globalisierungsprozesses auf Medieninhalte und das Wissen in der Dritten Welt ... 18

4. Schlussbemerkung
4.1 Zusammenfassung: Risiken und Chancen globalisierten Wissens ... 21
4.2 Resümee und Ausblick ... 23

Literatur- und Quellenverzeichnis ... 24

 

1. Einleitung

1.1 Thema und Problemstellung

Mit der Globalisierung und Ausdehnung weltweiter Marktbeziehungen und Medienmärkte ist auch der Wert der Ware „Wissen" gestiegen. Die Globalisierung bringt einerseits einen enormen Wissenszuwachs mit sich, der aber andererseits mit einer wesentlich größeren Menge an Unwissenheit verbunden scheint:

Einerseits werden mit jeder wissenschaftlichen Erkenntnis in der Regel auch neue Forschungsfragen aufgeworfen, d.h., eine Erkenntnis bringt eine Vielzahl von ungelösten Problemen mit sich: Erkanntes Nichtwissen nimmt in der Folge tendenziell schneller zu als Wissen. Somit ist die Zunahme der Unwissenheit vor allem eine Konsequenz des Zuwachses an Wissen. Während wir auf der einen Seite tatsächlich dahin steuern, eine „globalisierte Wissensgesellschaft" zu werden, werden wir gleichzeitig immer unwissender. 1

Andererseits scheint ein Großteil der Erdbevölkerung vom weltweiten Wissens- und Informationsfluss überhaupt dauerhaft ausgeschlossen zu bleiben: Ein geschätztes Drittel der Erdbevölkerung hat in ihrem Leben noch kein einziges Mal ein Telefon benutzt...

Mich interessiert in diesem Zusammenhang daher vor allem die Frage, ob die zunehmende Vermarktung des Wissens – die u.a. durch Medienkonzentration hervorgerufen wird und deren Folge der Ausschluss ganzer Gesellschaftsschichten von jeglichem Wissensfluss sein kann - zwangsläufig auch zu einer relativen Abnahme des öffentlich zugänglichen Wissens führt.

1.2 Begriffsdefinitionen

1.2.1 „Globalisierung“:

Seit Mitte der 90er Jahre wird in der sozialwissenschaftlichen Literatur das Thema Globalisierung umfassend diskutiert. Der Terminus Globalisierung ist zu dem Modewort einer im Wandel begriffenen modernen Gesellschaft geworden, die weltweit vernetzt ist. Eine klare Definition des Begriffs ist jedoch schwierig. Es handelt sich dabei um ein Schlagwort der Politik, Ökonomie und Soziologie, welches die internationale Vernetzung der Systeme, Gesellschaften und Märkte bezeichnet.

Globalisierung kann daher als ein Prozess der Zunahme und Beschleunigung weltumspannender Kommunikation und Interaktion, der zum Entstehen gemeinsamer Kulturen und Institutionen führt, begriffen werden, wobei sich dieser Prozess in allen gesellschaftlich relevanten Bereichen abspielt: In alten und neuen Medien, in der Kultur, der Wirtschaft, der Migration, der Politik und dem Bildungswesen. 2

[...]


1 vgl.: Evers in: http://home.t-online.de/home/hdevers/ Papers/Entwicklungsexperten-Weltgesellschaft.htm
2 vgl.: Reimann 2002, S. 173

Kommentare

Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:

http://www.grin.com/e-book/40776/