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Autor: Dominik Lorenz
Fach: Sport - Sportpsychologie
Details
Institution/Hochschule: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (Institut für Sport und Sportwissenschaft)
Tags: Angst, Ekel, Verachtung, Sportpsychologie
Jahr: 2004
Seiten: 10
Note: 2
Literaturverzeichnis: ~ 6 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 213 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-39231-0
Einzeiliger Zeilenabstand
Textauszug (computergeneriert)
Angst, Ekel und Verachtung
von: Dominik Lorenz
Inhalt
1. Einleitung 3
2. Angst 3
2.1. Unterschied zwischen Angst und Ängstlichkeit 3
2.2. Angst, selektive Aufmerksamkeit und Hypervigilanz 4
2.3. Bereichsspezifität und Komponenten des Angsterlebens 4
2.4. Angst, Leistung und Effizienz 5
2.4.1. Angst und Leitung als Klassiker der Angstforschung 5
2.4.2. Theorie der Verarbeitungseffizienz 5
2.5. Angst und Angstbewältigung 5
2.5.1. Strategien der Angstbewältigung: „Erste Tradition“ 5
2.5.2. Strategien der Angstbewältigung: „Zweite Tradition“ 5
3. Ekel 6
3.1. Definition und Grundmechanismus 6
3.2. Entwicklung der Ekelemotion 6
3.3. Der mimische Ausdruck der Ekelemotion 6
3.4. Neuroanatomische Lokalisation der mimischen Ekelwahrnehmung 7
3.5. Psychobiologische Reaktionen nach Ekelinduktion 7
3.6. Die Frage nach der Ekelsensitivität 7
4. Verachtung 7
4.1. Definition und Einordnung in Emotionssysteme 7
4.2. Der mimische Ausdruck von Verachtung und seine Erkennbarkeit 8
4.3. Individuelle Differenzen 8
5. Resumé 8
6. Literaturverzeichnis 9
1. Einleitung
Seit geraumer Zeit befaßt sich die Psychologie mit Emotionen; vor allem mit dem Thema Angst haben sich Psychologen schon seit langem auseinandergesetzt – sei es mit der von Freud angewandten Psychoanalyse, mit dem vom Mowrer praktizierten Behaviorismus oder mit der von Eysenck betriebenen kognitiven Psychologie.
Im folgenden werde ich mich auf die Emotionen Angst, Ekel und Verachtung konzentrieren, einen Einblick in die aufgeführten Emotionen geben und untersuchen, ob sich Gefühle, Stimmungen, Begierden und Leidenschaften bei den Menschen auf gleiche Weise äußern, und ob Piderits Theorie, die besagt dass „das Mienenspiel bei allen Menschen das selbe wäre, wobei die Sprachen bei den Völkern sehr verschieden seien“ belegbar ist (Stangel, 2004).
2. Angst
2.1. Unterschied zwischen Angst und Ängstlichkeit
Die Emotion Angst läßt sich wie folgt definieren:
„Angst ist ein affektiver Zustand des Organismus, der durch erhöhte Aktivität des autonomen Nervensystems sowie durch die Selbstwahrnehmung von Erregung, das Gefühl des Angespanntseins, ein Erlebnis des Bedrohtwerdens und verstärkte Besorgnis gekennzeichnet ist.“ (Stöber & Schwarzer, 2000, S. 189)
Den Forschern stehen zur Untersuchung von Angst verschiedene Daten zur Verfügung. Hierbei sind besonders Daten aus der Verhaltensbeobachtung, Daten aus physiologischen Messungen, sowie Daten aus Selbstberichten zu erwähnen. Eine verzerrte Mimik ist z.B. der Verhaltensbeobachtung zuzuschreiben, wobei Schwitzen oder eine beschleunigte Atmung physiologischen Messungen unterliegen.
Im Großen und Ganzen kann jedoch behauptet werden, dass Selbstberichte am besten zur Angstuntersuchung geeignet sind. Bei der Verhaltensbeobachtung muss eine verzerrte Mimik nicht unweigerlich mit der Emotion Angst einhergehen, da der Mensch sein Verhalten meist gut kontrollieren und die Mimik mit seinem Willen beeinflussen kann.
Wer sich mit der Emotion Angst beschäftigt, wird unweigerlich mit den Begriffen „Angst als Zustand“ (auch bekannt als Angstreaktion oder Zustandsangst), als auch „Ängstlichkeit als Persönlichkeitsmerkmal“ (bekannt auch als Angstneigung, Eigenschaftsangst oder Angstbereitschaft) konfrontiert.
Bei Ersterem führt eine x-beliebige Situation bei einer Person zu einer emotionalen Reaktion, wogegen bei Letzterem eine Person bei der Mehrzahl von Situationen ängstlich reagiert. Ängstlichkeit bezeichnet also eine Neigung einer Person, in einer Mehrzahl von Situationen ängstlich zu reagieren. 1972 verknüpfte Spielberger diese Ansätze zu einem „Trait-State-Angstmodell“.
Spielberger unterschied zwischen Personen mit hoher Ängstlichkeit (sogenannte Hochängstliche) und Personen mit niedriger Ängstlichkeit (Niedrigängstliche). Personen mit hoher Ängstlichkeit nehmen Situationen, die eine Bedrohung des Selbstwertgefühls beinhalten bedrohlich wahr; die Zustandsangst steigt sehr stark an. Personen mit niedriger Ängstlichkeit hingegen nehmen Situationen, die eine Bedrohung des Selbstwertgefühls beinhalten weniger bedrohlich wahr; die Zustandsangst steigt nur gering an.
2.2. Angst, selektive Aufmerksamkeit und Hypervigilanz
Trotz empirischer Schwächen erlangte dieses Trait-State-Angstmodell große Popularität.
Seit 1990 haben sich Forscher wie Eysenck, Mathews, Mogg & Bradley bzw. die kognitive Angstforschung intensiv mit der Frage nach der Funktion entstandener Angst auseinandergesetzt. Besonders erwähnenswert ist hierbei vor allem der modifizierte Strooptest. Hier werden Versuchsteilnehmern Wörter in verschiedenen Farben dargeboten. Ein Teil der Wörter ist neutralen, ein anderer bedrohlichen Inhalts. Neutrale Wörter (wie z.B. Tisch oder Stuhl) werden in grüner, Wörter bedrohlichen Inhalts (wie z.B. Tod oder Pest) in roter Farbe dargestellt. Hierbei fand man heraus, daß Hochängstliche viel länger brauchen, Farben des jeweiligen Wortes zu nennen, wenn ihr Inhalt bedrohlich ist.
Eine wichtige Rolle bei der kognitiven Angstforschung spielte auch die Sondenerkennungsaufgabe. Hier werden den Versuchsteilnehmern bedrohliche und neutrale Wortpaare gezeigt; anschließend wird eines der Wörter durch einen Punkt ersetzt. Die Versuchsteilnehmer müssen nun möglichst schnell diesen Punkt entdecken. Interessant ist hierbei, dass der Punkt von Hochängstlichen im Gegensatz zu Niedrigängstlichen viel schneller erkannt wird, wenn dieser ein Wort bedrohlichen Inhalts ersetzt. Hochängstliche konzentrieren sich sehr stark auf bedrohliche Ereignisse und können deshalb bedrohliche Informationen schneller als Niedrigängstliche erkennen.
„Die selektive Aufmerksamkeit der Hochängstlichen für bedrohliche Information scheint also automatisch und vorbewusst zu sein“ (Mogg & Bradley, 1998).
1992 entwickelte Eysenck die Hypervigilanztheorie der Angst. Er fand heraus, dass Hochängstliche hypervigilant sind (d.h. dass sie ihre Umwelt kontinuierlich nach bedrohlichen Hinweisreizen absuchen und sie nach erfolgter Entdeckung fokussieren) und potentielle Bedrohungen schneller als Niedrigängstliche erkennen, ausgehend von der Grundannahme, dass „die Hauptfunktion der Angst die schnelle Entdeckung von Bedrohungen sei“ (Stöber & Schwarzer, 2000).
2.3. Bereichsspezifität und Komponenten des Angsterlebens
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