Sporttourismus Gesundheit und Wellness Motive und Anforderungen an das Destinationsmanagement

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Details
Autor: Fabio Di Gregorio
Fach: Wirtschaft - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Institution/Hochschule: Universität Bayreuth (Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)
Jahr: 2005
Seiten: 22
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 19 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 281 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-39292-1
Textauszug (computergeneriert)
Universität Bayreuth
Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
Lehrstuhl für Dienstleistungsmanagement
Seminar:
Sporttourismus Spezielle Betriebswirtschaftslehre
„Dienstleistungsmanagement“
Sommersemester 2005
Thema:
Gesundheit und Wellness: Motive und
Anforderungen an das Destinationsmanagement
Fabio Di Gregorio
Betriebswirtschaftslehre
8. Fachsemester
Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis II
Abkürzungsverzeichnis III
1 Einführung 1
2 Tourismus und Reisen 1
2.1 Rahmenbedingungen 2
2.2 Freizeitverhalten 2
2.3 Motive 3
3 Motive der Gesundheit- und Wellness- Nachfrage 4
4 Zwischenfazit 6
5 Anforderungen an das Destinationsmanagement 7
5.1 Dienstleistungsqualität 8
5.2 Kundenerwartungen 9
5.3 Erfolgsfaktor Personal 11
5.4 Erfolgsfaktor Kooperationen 13
6 Fazit 15
Literaturverzeichnis IV
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Motive des Gesundheit- und Wellness-Tourismus 7
Abb. 2: Dienstleistungsqualität und ökonomischer Erfolg 14
Abkürzungsverzeichnis
Abb. - Abbildung
B2B - Business to Business
BRD - Bundesrepublik Deutschland
bspw. - beispielsweise
bzw. - beziehungsweise
ca. - circa
et. al. - et alli
etc. - et cetera
Hrsg. - Herausgeber
Mio. - Millionen
resp. - respektive
S. - Seite
Vgl. - vergleiche
z.B. - zum Beispiel
1 Einführung
Mit dem Wohlstand der Nachkriegsjahre entsteht in der Tourismusbranche ein einzigartiger Verkäufermarkt. Angezogen von der hohen und lukrativen Nachfrage treten immer mehr Anbieter in den Markt. Für die Kosten eines Gesundheitsurlaubs wurden bis zur Gesundheitsreform 1996/97 zumeist die Leistungsträger (Krankenkassen) verpflichtet. Mit dem Trend der geringeren Kostenübernahme durch die Leistungsträger sind die Destinationsanbieter zunehmend auf selbstzahlende Privatgäste angewiesen und müssen ihre Positionierung und ihr Angebot verstärkt an diesen ausrichten1, d.h. der Leistungsaustausch mit dem Markt steht im Mittelpunkt des unternehmerischen Handelns.
In dieser Arbeit soll untersucht werden, welches die Motive und Ziele der Gesundheits- und Wellnesstouristen sind und welchen Anforderungen das Destinationsmanagement begegnen muss, um diesen Motiven Rechnung tragen zu können. Im ersten Teil der Arbeit werden sowohl die Beweggründe für die Tourismus- und Reiseaktivitäten als auch die Motive der Nachfrage nach Gesundheit- und Wellnessleistungen dargestellt. Im Zweiten Teil wird auf den Zusammenhang von Dienstleistungsqualität und Kundenzufriedenheit eingegangen sowie Einflussparameter auf die Dienstleistungsqualität analysiert. Die Arbeit endet mit einem Fazit.
2 Tourismus und Reisen
„Tourismus umfasst alle Reisen, unabhängig von ihren Zielen und Zwecken, die dem Zeitweisen Aufenthalt an einem anderen als dem Wohnort einschließen und bei denen die Rückfahrt Bestandteil der Reise ist.“2 In dieser weiten Tourismusdefinition werden Zeit und Reisedauer, Reiseziel und Entfernung sowie die Motive der Reisetätigkeit ausgegrenzt. Während Reisen in der Vor- und Anfangsphase (bis ca. 1914) nicht Selbstzweck, sondern Handel, Entdeckung, Bildung und Religion die treibende Motivation bzw. nur der privilegierten Oberschicht zum Vergnügen vorenthalten war, entwickelte sich ab 1945 die Hochphase des Tourismus.
2.1 Rahmenbedingungen
Der Massentourismus als Vergnügungs- und Erholungsreise begann mit der industriellen Entwicklung. Nach dem 2. Weltkrieg stiegen sowohl (Real-) Einkommen als auch Wohlstand und damit auch die privaten Konsumausgaben für Reisen. Der stetige Ausbau des Verkehrswesens (Strassen, Schienen, Luft- und Seefahrt) verbesserte die bequeme und einfache Erreichbarkeit von Reisezielen. Die durch Verstädterung geprägten Lebensbedingungen wecken bei vielen Menschen das Bedürfnis nach Erholung und Distanz.3
Die durch Tarifverhandlungen gesunkene Arbeitszeiten und gesetzlicher Anspruch auf (bezahlten) Urlaub verschob das Verhältnis von Arbeit und Freizeit (1960: ca. 43:26 Stunden, 2000: ca. 38:39 Stunden pro Woche).4 „Die touristische Nachfrage wird aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens beeinflusst.“5 Die gesellschaftlich-soziale Umwelt prägt das Verhalten, Denken und Handeln der heutigen Menschen entscheidend mit.6 Umweltbedingte Faktoren wie Klimaverhältnisse, Lage und Landschaft des Wohngebietes, aber auch die Infrastrukturbedingungen am Wohnort sowie ökonomische Faktoren (konjunkturelle Veränderungen, Einkommensänderungen) haben ebenfalls Einfluss auf die touristische Nachfrage.7
Einen entscheidenden Punkt stellen die individuellen Einflüsse in der Tourismusnachfrage dar, die auch als ‚Motive des Reisens´ bezeichnet werden können.
2.2 Freizeitverhalten
Die Reduzierung der Arbeitszeit und die Zunahme der Freizeit hat zu einem Bewusstseinswandel in der Gesellschaft geführt und den Drang nach einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung gesteigert. Freizeit und Urlaub bilden heute den Mittelpunkt des Lebens.
Die Zunahme der Freizeit und der Wandel gesellschaftlicher Werte, von der „Arbeitsgesellschaft“ zur „Arbeits-, Konsum-, Freizeit- und Multioptionsgesellschaft“ 8, verstärken den Trend zu verreisen, wobei neben der Haupt- Urlaubsreise vermehrt auch Zweit- und Dritt-Urlaubsreisen sowie Kurzreisen unternommen werden. Auch die ökonomische Situation unterstreicht diesen Trend. Da die Menschen selbst in Zeiten finanzieller Engpässe nicht auf ihren Urlaub verzichten möchten, werden sie preisbewusster und unternehmen statt einer „größeren“ Urlaubsreise ins Ausland, kürzere Reisen in heimatliche Naherholungsgebiete.
2.3 Motive
Schwierigkeiten bestehen in der Abgrenzung der Motive, da Touristen oft gleichzeitig unterschiedliche Motive für die Reisetätigkeit haben. Nach Kaspar lassen sich die Motive in 5 Motivationsgruppen einteilen.9
[...]
1 Vgl. Rulle (2003), S. 228.
2 Vgl. Mundt (1998), S. 3.
3 Vgl. Freyer (1998), S. 4-24; Vgl. Althof (2000), S. 63-67.
4 Vgl. Kremb (2004), S. 4.
5 Vgl. Freyer (1998), S. 50.
6 Vgl. Kaspar (1996), S. 44.
7 Vgl. Freyer (1998), S. 62-64.
8 Vgl. Mundt (1998), S. 43.
9 Vgl. Kaspar (1996), S. 74.
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