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Hauptseminararbeit, 2005, 22 Seiten
Autor: Marko Milos
Fach: Wirtschaft - Wirtschaftspolitik
Details
Institution/Hochschule: Bergische Universität Wuppertal (Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre, insb. Wirtschaftspolitik)
Tags: Vergleich, Beschäftigungs-, Wirtschaftsentwicklung, Bezug, Konsum, Vergleich, Wirtschafts-, Beschäftigungsentwicklung
Jahr: 2005
Seiten: 22
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 16 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-39303-4
Dateigröße: 524 KB
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Textauszug (computergeneriert)
BERGISCHE UNIVERSITÄT WUPPERTAL
INTEGRIERTER STUDIENGANG WIRTSCHAFTSWISSENSCHAFT
Hausarbeit im Fach Volkswirtschaftslehre
Unterschiede in der Wirtschafts- und
Beschäftigungsentwicklung in den Vereinigten Staaten von
Amerika und der Bundesrepublik Deutschland
Schwerpunkt: Öffentlicher Konsum
Prüfungsgebiet: Wirtschaftspolitik
Abgabetermin: 15. Juni 2005
Vorgelegt von
Milos, Marko
Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis II
1. Einleitung 1
2. Öffentlicher Konsum und Crowding-Out 1
3. Niveau, Struktur und Trend des öffentlichen Konsums in den Vereinigten Staaten und der Bundesrepublik Deutschland 3
3.1 Niveau 3
3.1.1 Vereinigte Staaten von Amerika 3
3.1.2 Bundesrepublik Deutschland 5
3.2 Struktur 7
3.2.1 Vereinigte Staaten von Amerika 7
3.2.2 Bundesrepublik Deutschland 9
3.3 Trend 11
3.3.1 Vereinigte Staaten von Amerika 11
3.3.2 Bundesrepublik Deutschland 12
4. Unterschiede in der Bedeutung des öffentlichen Konsums in den Vereinigten Staaten und der Bundesrepublik Deutschland 14
5. Würdigung und Fazit 16
Literaturverzeichnis 18
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Beitrag der Staatsausgaben zum BIP der USA in den Quartalen Q2/2003 bis Q1/2005 4
Abbildung 2: Wachstumsraten des BIP der USA von 1970 bis 2003 4
Abbildung 3: Staatsausgaben der USA von 1970 bis 2010 4
Abbildung 4: Staatsdefizit der USA von 1980 bis 2004 5
Abbildung 5: Wachstum der Staatsausgaben ggü. dem des BIP (BRD 6
Abbildung 6: Gesamtausgaben 2004 der USA nach Funktionsbereichen 7
Abbildung 7: Beitrag der Einzelbudgets zum Gesamtbudget (USA) von 1970 bis 2010 8
Abbildung 8: Beitrag der einzelnen Sozialbudgets zu den gesamten Sozialausgaben (USA 8
Abbildung 9: Gesamtausgaben 2004 der BRD nach Aufgabenarten 9
Abbildung 10: Beitrag der Einzelbudgets zum Gesamtbudget von 1974 bis 2001 10
Abbildung 11: Gegenüberstellung der Staatquote mit und ohne Sozialausgaben 11
Abbildung 12: Prozentuale Einnahmen und Ausgaben ggü. dem BIP der USA von 1962 bis 2014 12
Abbildung 13: Entwicklung der Finanzhilfen des Bundes im Finanzplanungszeitraum 2002 bis 2008 13
Abbildung 14: Staatsquoten ohne Sozialausgaben in den USA und der BRD 14
Abbildung 15: Sozialausgaben im Verhältnis zum BIP in den USA und der BRD von 1970 bis 2001 15
1. Einleitung
„Die Staatsquote ist zu hoch!“:
Das ist eine oft vernommene Meinung. Gemeint ist, dass der Staat zuviel konsumiert und zu häufig auf den Märkten auftritt. Welche Wirkungen das Eingreifen des Staates hat, ob die Staatsquote in der Bundesrepublik Deutschland wirklich „hoch“ oder gar „zu hoch“ und wie sich die Staatsquote im Vergleich zum öffentlichen Konsum in den Vereinigten Staaten von Amerika verhält, ist Inhalt dieser Arbeit.
Dabei soll zuerst genauer erklärt werden, was in diesem Kontext exakt unter „Staat“ und was unter „öffentlicher Konsum“ zu verstehen ist (Kapitel 2). In Kapitel 3 wird das Niveau, die Struktur und der Trend der öffentlichen Ausgaben dargestellt. Dieses Kapitel ist jeweils nach den beiden betrachteten Staaten gegliedert und legt den Schwerpunkt auf eine Analyse der Sozialausgaben .
Kapitel 4 stellt schließlich die Situation der Staatsausgaben in den USA und der BRD gegenüber. Es folgt im letzen Kapitel ein Fazit des Autors.
2. Öffentlicher Konsum und Crowding-Out
Der staatliche Konsum besteht aus den staatlichen Käufen von Gütern und Diensten bei privaten Unternehmen, den Löhnen und Gehältern für die beim Staat Beschäftigten, die Transferzahlungen an die privaten Haushalte und den Subventionen zugunsten von Unternehmen. Dabei werden Investitions- und Faktorausgaben des Staates in Bruttoinvestitionen und Staatsverbrauch unterteilt. Die Bruttoinvestitionen wiederum bestehen aus Nettoinvestitionen und Abschreibungen (Kroker, 1981).
Die Staatsquote beschreibt das Verhältnis der Staatsausgaben zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) oder zu einer anderen Bezugsgröße, die die Leistungsfähigkeit der Volkswirtschaft impliziert (Littmann, 1975).
Der Sektor Staat ist als die Summe aller Institutionen zu verstehen, „deren Aufgabe überwiegend darin besteht, Dienstleistungen eigener Art für die Allgemeinheit zu erbringen, und die sich hauptsächlich aus Zwangsabgaben finanzieren...“.
Darunter fallen neben den Gebietskörperschaften auch die Sozialversicherung (einschl. Bundesagentur für Arbeit), die Zweckverbände und die sonstigen juristischen Personen zwischengemeindlicher Zusammenarbeit (Statistisches Bundesamt, 2004).
Corneo (2003) unterscheidet drei Gruppen: unter der ersten Gruppe werden die Gebietskörperschaften von Bund, Ländern und Gemeinden (u.U. einschließlich der EU) als öffentlicher Sektor im engeren Sinne subsumiert. Eine Erweiterung findet diese Definition durch die Hinzunahme der Parafisci, also „organisatorisch selbständiger Einrichtungen ohne Hoheitsrechte, die mit Hilfe eigener zweckgebundener Finanzmittel öffentliche Aufgaben erfüllen.“ Diese Auffassung deckt sich mit der o.g. Definition des Statistischen Bundesamtes und wird in dieser Arbeit genutzt. In die dritte Gruppe schließt Corneo (2003) zusätzlich die öffentlichen Unternehmen und Unternehmensbeteiligungen mitein.
Der Staat ist in der Modellwelt einer Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung neben den privaten Haushalten und den Unternehmen das dritte Wirtschaftssubjekt. Zusätzlich zu den Ausgaben dieser Wirtschaftssubjekte (öffentlicher bzw. privater Konsum, Transferleistungen und öffentliche bzw. private Investitionen) wird das Ausland einbezogen. Es kommen also Im- und Exporte hinzu. Das volkswirtschaftliche Einkommen Y ist folglich als die Summe des privaten Konsums C, der privaten Investitionsausgaben I, den Staatsausgaben G sowie der Differenz zwischen Exporten und Importen, dem Außenbeitrag AB zu verstehen.
Es gilt: Y = C + I + G + AB.
Hieraus ergibt sich: S = I – FSt + AB.
Liegt ein negativer staatlicher Finanzierungssaldo FSt vor, so entsteht in Höhe dieses Defizits ein Nettozugriff des Staates auf das Sozialprodukt: -FSt = S – I – AB. Es erklärt sich von selbst, dass die Gleichheitsbedingung und damit das Ziel des makroökonomischen Gleichgewichts nur dann erfüllt ist, wenn der Konsum der privaten Wirtschaftssubjekte (Ersparnisbildung), der Außenbeitrag und/oder die privaten Investitionen sinken. In beiden Fällen stehen für Private Investitionen und für den Export, also für den privaten Output der Volkswirtschaft, weniger Finanzierungsmittel zur Verfügung. Diese Folge wird Verdrängungs- oder Crowding-Out- Effekt eines staatlichen Budgetdefizits genannt (Dieckheuer, 2000).
Der o.g. Effekt „lässt sich nur dann vermeiden, wenn das verfügbare Einkommen so weit steigt, dass hieraus zusätzliche private Ersparnisse gebildet werden, die zur Deckung des zusätzlichen staatlichen Budgetdefizits [= Finanzierungsnachfrage] ausreichen“ (Dieckheuer, 2000).
Das verfügbare Einkommen kann durch höhere staatliche Investitionen, höhere Übertragungen (Subventionen und Transferzahlungen) oder durch niedrigere Steuern gesteigert werden. Dabei sind höhere Übertragungen oder niedrigere Steuern aber aufgrund der Konsumquote kleiner 1 eher ungeeignet, denn der Multiplikatoreffekt kann seine volle Wirkung dann nicht entfalten. Besser wäre die Erhöhung der staatlichen Investitionen, da sich diese, wie auch private Investitionsausgaben und privater Konsum, direkt in der gesamtwirtschaftlichen Güternachfrage niederschlagen (Dieckheuer, 2000).
[...]
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