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Scholary Paper (Seminar), 2002, 20 Pages
Author: Constanze Fuchs
Subject: Communications: Theories, Models, Terms and Definitions
Details
Institution/College: LMU Munich (Institut für Kommunikationswissenschaft)
Tags: Mediengewalt
Year: 2002
Pages: 20
Grade: 1,0
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-12544-4
ISBN (Book): 978-3-638-75643-3
File size: 250 KB
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Abstract
Gerade mit der Vermehrung der Fernsehprogramme durch Privatsender seit den frühen 80er Jahren und dem daraus resultierenden, wettbewerbsbedingten Kampf um hohe Einschaltquoten stieg der Anteil von Aufmerksamkeit stiftenden Programmelementen mit gewalthaltigem Inhalt deutlich an. Daher stellt sich die Frage, welche Wirkung diese medialen Gewaltdarstellungen auf die Einstellung und das Verhalten der Zuschauer, besonders der Kinder haben. Mit dieser Frage hat sich die Wissenschaft stark auseinandergesetzt und eine große Anzahl von Studien und Theorien hervorgebracht. Aber auch in der Öffentlichkeit wird das Thema heftig diskutiert, gerade wenn sich Kriminalfälle ereignen, die auf den Konsum von Mediengewalt zurückgeführt werden. In dieser Arbeit soll ein möglichst breites Bild von der Gewalt-in-den-Medien -Forschung dargestellt werden, nicht nur aus der Sicht der Wissenschaft, sondern auch im Hinblick auf den Umgang der Öffentlichkeit mit dem Thema in Deutschland. Im ersten Teil wird anhand einer quantitativen Inhaltsanalyse auf die Frage eingegangen werden, ob im Fernsehen wirklich so viel Gewalt gesendet wird wie allgemein behauptet. Der zweite Teil beschäftigt sich mit der Wirkung, die von Gewaltdarstellungen im Fernsehen ausgeht. Dazu werden erst klassische Ansätze vorgestellt und daraufhin die Erkenntnisse der heutigen Forschung dargelegt. Zudem soll mit einer Rezeptionsstudie von Werner Früh eine neue Perspektive in der Gewaltforschung gezeigt werden. Im dritten Teil wird der Umgang der Öffentlichkeit und der Politik mit dem Thema mediale Gewalt geschildert. Dazu wird geklärt, warum sogenannte Gewaltdebatten zustande kommen und welche Konsequenzen im Sinne des Jugendschutzes daraus gezogen werden.
Excerpt (computer-generated)
Gewaltforschung
Welche Wirkung hat Gewalt in den Medien?
Constanze Fuchs
1 Einleitung 2
2 Wieviel Gewalt beinhaltet das Fernsehen? - Quantitative Inhaltsanalysen 3
3 Wirkungsforschung 5
3.1 Klassische Ansätze 5
3.2 Der aktuelle Forschungsstand 8
4 Die öffentliche Diskussion über Mediengewalt und ihre Konsequenzen 12
4.1 Die Gewaltdebatte 12
4.2 Konsequenzen 14
5 Zusammenfassung 15
6 Fazit 16
1 Einleitung
,,Gewaltdarstellungen im Fernsehen und ihre Auswirkungen auf die Zuschauer sind seit Jahrzehnten ein zentrales Thema der Medienforschung und der Medienpolitik" (Früh 1995: 172).
Gerade mit der Vermehrung der Fernsehprogramme durch Privatsender seit den frühen 80er Jahren und dem daraus resultierenden, wettbewerbsbedingten Kampf um hohe Einschaltquoten stieg der Anteil von Aufmerksamkeit stiftenden Programmelementen mit gewalthaltigem Inhalt deutlich an (vgl. Ridder, 2000).
Daher stellt sich die Frage, welche Wirkung diese medialen Gewaltdarstellungen auf die Einstellung und das Verhalten der Zuschauer, besonders der Kinder haben.
Mit dieser Frage hat sich die Wissenschaft stark auseinandergesetzt und eine große Anzahl von Studien und Theorien hervorgebracht. Aber auch in der Öffentlichkeit wird das Thema heftig diskutiert, gerade wenn sich Kriminalfälle ereignen, die auf den Konsum von Mediengewalt zurückgeführt werden.
In dieser Arbeit soll ein möglichst breites Bild von der Gewalt-in-den-Medien1-Forschung dargestellt werden, nicht nur aus der Sicht der Wissenschaft, sondern auch im Hinblick auf den Umgang der Öffentlichkeit mit dem Thema in Deutschland.
Im ersten Teil wird anhand einer quantitativen Inhaltsanalyse auf die Frage eingegangen werden, ob im Fernsehen wirklich so viel Gewalt gesendet wird wie allgemein behauptet.
Der zweite Teil beschäftigt sich mit der Wirkung, die von Gewaltdarstellungen im Fernsehen ausgeht. Dazu werden erst klassische Ansätze vorgestellt und daraufhin die Erkenntnisse der heutigen Forschung dargelegt. Zudem soll mit einer Rezeptionsstudie von Werner Früh eine neue Perspektive in der Gewaltforschung gezeigt werden.
Im dritten Teil wird der Umgang der Öffentlichkeit und der Politik mit dem Thema mediale Gewalt geschildert. Dazu wird geklärt, warum sogenannte Gewaltdebatten zustande kommen und welche Konsequenzen im Sinne des Jugendschutzes daraus gezogen werden.
2 Wieviel Gewalt beinhaltet das Fernsehen? - Quantitative Inhaltsanalysen
Die Forschung bzgl. aktueller Gewaltprofile des deutschen Fernsehens scheint derzeit brach zu liegen. Die neuesten Daten aus quantitativen Programmanalysen über Gewaltdarstellungen im Gesamtprogramm des Fernsehens stammen aus den frühen 90er Jahren (vgl. P. Grimm, 2001; Merten, 1999: 84; Bonfadelli 2000: 231-233).
Diese sind die inhaltsanalytischen Studien von Groebel und Gleich 1991, jene von Merten 1992/93, sowie die Teilstudie von Krüger 1993.
In dieser Arbeit sollen nur einzelne Ergebnisse dieser Studien herausgegriffen werden2, um die tatsächliche Präsenz von gewalthaltigen Darstellungen im Fernsehen aufzuzeigen:
[...]
1 Anstelle der Medien allgemein wird der Schwerpunkt hier auf das Fernsehen gelegt.
2 Auf die Beschreibung der methodischen Vorgehensweise wird verzichtet, da dies im Rahmen dieser Arbeit zu ausführlich wäre.
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