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Diploma Thesis, 2005, 102 Pages
Author: Ronny Böhme
Subject: Economics / Business: General
Details
Tags: Anforderungen, Auswirkungen, Basel, Finanzierung, Unternehmen
Year: 2005
Pages: 102
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 36 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-39425-3
File size: 451 KB
Dynamisierung der Märkte, eine zunehmende Globalisierung und die rasant fortschreitende Entwicklung neuer Technologien. Sowohl Kreditwirtschaft, als auch Unternehmen stehen vor neuen Herausforderungen. Nur für jene Unternehmen, die in der Lage sein werden, auf die gestiegenen Anforderungen der Märkte schnell und angemessen zu reagieren, bietet der neue Wettbewerb auch eine Vielzahl lukrativer Chancen.
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Excerpt (computer-generated)
Anforderungen und Auswirkungen von Basel II
auf die Finanzierung von mittelständischen Unternehmen
Diplomarbeit
zur Erlangung des Grades eines Diplom-Ingenieurs im
Studiengang Holzingenieurwesen der
Fachhochschule Hildesheim / Holzminden / Göttingen
vorgelegt von:
Ronny Böhme
Inhaltsübersicht
1. Einleitung ... 8
2. Die Baseler Eigenkapitalvereinbarungen ... 11
3. Auswirkungen von Basel II auf den Mittelstand ... 33
4. Rating in mittelständischen Unternehmen ... 42
5. Alternative Finanzierungsinstrumente ... 76
6. Würdigung und Ausblick ... 84
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsübersicht ... 3
Inhaltsverzeichnis ... 4
Abbildungsverzeichnis ... 6
Tabellenverzeichnis ... 7
1. Einleitung ... 8
1.1 Problemstellung und Zielsetzung ... 8
1.2 Vorgehensweise ... 9
2. Die Baseler Eigenkapitalvereinbarungen ... 11
2.1 Ursprung von Basel I und Basel II ... 11
2.1.1 Der Baseler Ausschuss ... 11
2.1.2 Die Eigenkapitalvereinbarung – Basel I – von 1988 ... 12
2.1.3 Motive für die Novellierung der Vereinbarung ... 13
2.2 Die neue Eigenkapitalvereinbarung – Basel II ... 14
2.2.1 Die erste Säule – Mindesteigenkapitalanforderungen ... 15
2.2.1.1 Standardansatz ... 16
2.2.1.2 Internes Rating (IRB-Ansatz) ... 18
2.2.2 Die zweite Säule – Aufsichtsrechtliche Überprüfung ... 21
2.2.3 Die dritte Säule – Marktdisziplin ... 21
2.3 Einschränkungen von Basel II ... 22
2.4 Zeitrahmen von Basel II ... 23
2.5 Situation der mittelständischen Unternehmen in Deutschland ... 24
2.5.1 Marktbedeutung des Mittelstandes ... 24
2.5.2 Mittelstandsdefinition und Abgrenzung ... 25
2.5.2.1 Quantitative Merkmale zur Abgrenzung ... 25
2.5.2.2 Qualitative Merkmale zur Abgrenzung ... 26
2.5.3 Aktuelle finanzwirtschaftliche Situation des Mittelstandes ... 27
2.5.3.1 Eigenkapitalsituation ... 28
2.5.3.2 Außenfinanzierung ... 30
2.5.3.3 Zukünftige Tendenzen in der Finanzierungskultur ... 31
3. Auswirkungen von Basel II auf den Mittelstand ... 33
3.1 Neuerungen im Kreditvergabeprozess ... 34
3.2 Gestaltung der Kreditkonditionen ... 36
3.2.1 Kosten der Eigenkapitalunterlegung für die Banken ... 37
3.2.2 Risikokosten ... 40
3.3 Folgen von Basel II für das Hausbankprinzip ... 41
4. Rating in mittelständischen Unternehmen ... 42
4.1 Klassische Bonitätsprüfung ... 42
4.2 Was bedeutet Rating und was ist neu hieran? ... 43
4.2.1 Anforderungen an ein Rating und dessen Aufbau ... 44
4.3 Elemente im Rating-Prozess ... 47
4.3.1 Einschätzung der wirtschaftlichen Verhältnisse ... 48
4.3.1.1 Jahresabschlussanalyse ... 48
4.3.1.1.1 Ertragslage ... 50
4.3.1.1.2 Vermögenslage ... 51
4.3.1.1.3 Finanzlage ... 52
4.3.1.2 Gegenwärtige wirtschaftliche Situation ... 52
4.3.1.3 Zukünftige Unternehmensentwicklung ... 53
4.3.2 Beurteilung der Branchen-, Markt- und Wettbewerbssituation ... 53
4.3.2.1 Branchensituation ... 54
4.3.2.2 Wettbewerbsintensität ... 55
4.3.3 Einschätzung der Managementqualitäten ... 55
4.3.4 Geschäftsbeziehungen und Zahlungsverhalten ... 56
4.4 Vorbereitung auf das Rating ... 57
4.4.1 Transparenz und Kommunikation ... 61
4.4.2 Reduzierung von unternehmerischen Risiken ... 62
4.4.3 Steigerung des Unternehmenswertes ... 64
4.4.4 Optimierung von Finanzplanung und Finanzierung ... 65
4.5 Internes vs. externes Rating ... 66
4.5.1 Internes Rating ... 70
4.5.2 Externes Rating ... 73
5. Alternative Finanzierungsinstrumente ... 76
5.1 Leasing ... 77
5.2 Factoring ... 78
5.3 Asset Backed Securities ... 80
5.4 Beteiligungsfinanzierung ... 82
6. Würdigung und Ausblick ... 84
6.1 Basel II – Mehr Chancen als Risiken für den Mittelstand? ... 84
6.2 Fazit und Ausblick ... 85
Anhang ... 86
1. Basel II und Rating in der Bauwirtschaft ... 86
2. Checkliste zur Optimierung des Ratings ... 93
3. Übersicht wichtiger Begrifflichkeiten ... 95
4. Definition ausgewählter Kennzahlen ... 99
Literatur- und Quellenverzeichnis ... 101
Abbildungsverzeichnis
Abb.1: Aufbau der neuen Baseler Eigenkapitalvereinbarung ... 15
Abb.2: Bemessung für die Eigenkapitalausstattung einer Bank ... 15
Abb.3: Risikokomponenten und ihre Bestimmung im IRB-Ansatz ... 19
Abb.4: Risikogewichte in den Ansätzen nach Basel II ... 20
Abb.5: Klassifizierung der Finanzierungsformen ... 27
Abb.6: Eigenkapitalquote im europäischen Vergleich nach Umsatz ... 28
Abb.7: Langfristige Verbindlichkeiten nach Unternehmensgrößen ... 31
Abb.8: Auswirkungen von Basel II ... 33
Abb.9: Kreditkonditionen Heute und in Zukunft ... 36
Abb.10: Bonitätsstruktur in einer mittelstandsorientierten Bank ... 38
Abb.11: Rating-Verfahren Deutsche Bank AG ... 46
Abb.12: Struktur der Jahresabschlussanalyse ... 48
Abb.13: Kennzahlen aus der Jahresabschlussanalyse ... 50
Abb.14: Rating-Vorbereitung und Rating ... 59
Abb.15: Unterschiede zwischen externen und internen Rating-Ansätzen ... 67
Abb.16: Vor- und Nachteile von internen bzw. externen Ratings ... 68
Abb.17: Schematischer Ablauf eines internen Rating-Prozesses ... 70
Abb.18: Schematischer Ablauf eines externen Rating-Prozesses ... 75
Abb.19: Grundschema einer ABS-Transaktion ... 81
Abb.20: Determinanten des Risikopotentials eines Bauunternehmens ... 91
Tabellenverzeichnis
Tab.1: Risikogewichtung und Eigenkapitalunterlegung nach Basel I ... 12
Tab.2: Bonitätsgewichte beim Standardansatz ... 17
Tab.3: Abgrenzungskriterien des IFM Bonn ... 26
Tab.4: Auswirkungen des IRB-Ansatzes auf die Eigenkapitalkosten ... 39
Tab.5: Zinsdifferenzierung in Abhängigkeit der Risikoeinstufung ... 40
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
Dynamisierung der Märkte, eine zunehmende Globalisierung und die rasant fortschreitende Entwicklung neuer Technologien. Sowohl Kreditwirtschaft, als auch Unternehmen stehen vor neuen Herausforderungen. Nur für jene Unternehmen, die in der Lage sein werden, auf die gestiegenen Anforderungen der Märkte schnell und angemessen zu reagieren, bietet der neue Wettbewerb auch eine Vielzahl lukrativer Chancen. Wie sehr diese aber auch im Zusammenhang mit folgenreichen Risiken stehen können, belegten unlängst Wirtschafts- und Finanzkrisen in Asien oder Lateinamerika. Die Kreditwirtschaft und der Bankensektor tragen durch ihre enge Verflechtung mit der übrigen Volkswirtschaft hierbei eine besondere Verantwortung. Mittels ihrer Finanzpolitik sind die Banken in der Lage, den Geldumlauf und die Güternachfrage zu beeinflussen und nachhaltig zu steuern. Der Solvenz eines Kreditinstitutes kommt somit eine nicht unerhebliche Bedeutung zu, eine ausreichende, d.h. risikoadäquate Eigenkapitalausstattung ist essentieller Bestandteil eines stabilen Finanz- und Wirtschaftssystems.
Die derzeit in Unternehmen, Verbänden und Medien äußerst kontrovers diskutierte neue Baseler Eigenkapitalvereinbarung soll den jüngsten Entwicklungen Rechnung tragen und einen wesentlichen Beitrag zu einer stabilen Zukunftsfähigkeit des internationalen Finanzsystems leisten.
Der erste Baseler Eigenkapitalakkord, bereits 1988 verabschiedet, empfiehlt den Banken, bei der Vergabe eines Kredites einen bestimmten Prozentsatz seiner risikogewichteten Aktiva mit Eigenkapital zu unterlegen. Dem Wandel der Finanzmärkte kann Basel I heute mit dieser pauschalen Eigenkapitalunterlegung allerdings nicht mehr genügen.
Im Mittelpunkt des neuen Baseler Akkordes steht eine umfassendere, differenzierte und risikoorientierte Beurteilung eines Kreditgeschäftes, die letztlich die Basis für das ökonomisch notwendige, d.h. den tatsächlichen Risiken entsprechende Eigenkapital bilden soll. Ziel dieser Neuerung ist es, einen entscheidenden Beitrag zur Solidität des Finanzsystems zu leisten, ohne das derzeitige Eigenkapitalniveau zu belasten.
Da es also einen direkten Zusammenhang zwischen der bankseitig notwendigen Eigenkapitalunterlegung und den daraus resultierenden Kreditkonditionen gibt, erwarten insbesondere die kleinen und mittelständischen Unternehmen, die ihren Fremdkapitalbedarf überwiegend aus Bankkrediten schöpfen, das sich durch die Umsetzung von Basel II ihre Kreditkonditionen verschlechtern werden und es zukünftig zu erheblichen Liquiditätsengpässen kommen könnte. Welche Regelungen der Akkord im einzelnen vorsieht, welchen Einfluss er auf die Konditionengestaltung und die Kreditvergabepolitik der Banken hat, inwieweit gerade der deutsche Mittelstand betroffen sein wird und ob sich hierdurch eher Chancen oder Nachteile ergeben, soll Gegenstand dieser Arbeit sein. Ferner soll der Frage nachgegangen werden, wie Unternehmen ihr Rating verbessern und damit die Finanzierungskosten senken können. Einen ebenso wichtigen Aspekt stellen in diesem Zusammenhang die Alternativen zum klassischen Bankkredit dar, die im Zuge von Basel II weiter an Bedeutung gewinnen werden und im Rahmen der vorliegenden Arbeit auf ihre Möglichkeiten und Grenzen bei der zukünftigen Mittelstandsfinanzierung hin untersucht werden sollen.
1.2 Vorgehensweise
Neben der Vermittlung der grundlegenden Ziele und der Betrachtung der Neuerungen gegenüber der ersten Eigenkapitalvereinbarung soll zunächst einmal der prinzipielle Aufbau von Basel II dargestellt und analysiert werden. Hierzu gehört vor allem die Darstellung der drei Säulen, auf denen die neue Vereinbarung beruht sowie die Auseinandersetzung mit den Verfahren zur Kreditrisikobemessung. Darüber hinaus gilt es, den Begriff „Mittelstand“ anhand von qualitativen und quantitativen Merkmalen abzugrenzen, seine Bedeutung für die Gesamtwirtschaft zu diskutieren und die derzeitige finanzwirtschaftliche Situation der Unternehmen einmal näher zu betrachten.
Im Folgenden sollen die Auswirkungen von Basel II, insbesondere auf den Kreditvergabeprozess und die Gestaltung der Kreditkonditionen zusammengefasst und Schlussfolgerungen für die zukünftige Entwicklung des Hausbankprinzips getroffen werden.
Der vierte Abschnitt der Arbeit umfasst die Klärung des Begriffes „Rating“ als solches und soll einen Einblick in den Aufbau eines Rating-Verfahrens vermitteln. Dabei werden vor allem die wesentlichen Elemente, die ein Rating-Urteil determinieren, vorgestellt. Neben der Ausgestaltung und einer Darstellung der Entwicklung der Kreditwürdigkeitsprüfung von der traditionellen Bonitätsanalyse hin zum zukunftsorientierten Rating, soll vor allem auch geklärt werden, wie sich Unternehmen auf den Rating-Dialog mit einem Kreditinstitut als Fremdkapitalgeber vorbereiten können und welche Handlungsoptionen hierbei bestehen. Die Gegenüberstellung von bankinternen und externen Verfahren rundet dieses Kapitel ab.
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