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Termpaper, 2004, 10 Pages
Author: Doreen Gleissner
Subject: Ethics
Details
Institution/College: Otto-von-Guericke-University Magdeburg (Institut für Philosophie)
Tags: David, Hume, Verständnis, Gerechtigkeit, David, Hume, Untersuchung, Prinzipien, Moral“
Year: 2004
Pages: 10
Grade: 2-
Bibliography: ~ 4 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-39436-9
ISBN (Book): 978-3-638-81362-4
File size: 220 KB
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Abstract
David Hume war eine herausragende Persönlichkeit der schottischen Aufklärung im 18. Jahrhundert. Denn nicht grundlos äußerte Arthur Schopenhauer zu Humes Schaffen: „,Aus jeder Seite von David Hume ist mehr zu lernen, als aus Hegels, Herbarts und Schleiermachers sämtlichen philosophischen Werken zusammengenommen.’“1 Humes Talent viele Sachverhalte auf wenigen Seiten darzulegen, zeigt sich ebenfalls in seinem Werk „Eine Untersuchung über die Prinzipien der Moral“. Seine Betrachtungen in diesem philosophischen Werk beziehen sich auf die Tugenden. Er unterscheidet zum einen die „natürlichen“ Tugenden, die von Natur aus vorhanden sind und die dem Menschen mit der Geburt zukommen. Der Mensch wird dabei als soziales Wesen gesehen, das in einen Sozialverband hineingeboren wird. Zum anderen gelten Humes Betrachtungen den „künstlichen“ Tugenden, die der Mensch selbst hervorruft. Diese künstlichen Tugenden umfassen alle Verhaltensweisen, die mit den Normen übereinstimmen, die von dem Menschen zum Schutz der Gesellschaft eingeführt wurden. 2 Im Zusammenhang mit den „künstlichen“ Tugenden betrachtet Hume im dritten Kapitel die Gerechtigkeit näher. Er will in diesem Kapitel zeigen, dass es sich bei der Gerechtigkeit um eine „künstliche“ Tugend handelt und welche Funktion ihr in der Gesellschaft zukommt. Diese Hausarbeit soll sich mit dem Gerechtigkeitsverständnis Humes beschäftigen und ebenso die Gerecht igkeit in Verbindung mit dem Eigentumsbegriff näher beleuchten. Im Mittelpunkt dieser Arbeit stehen zentrale Fragen, wie z.B.: Was versteht David Hume unter Gerechtigkeit und wie setzt er diese mit der Gesellschaft in Beziehung? Um Humes Aussagen und Thesen besser zu verdeutlichen, sollen einige Beispiele, die Hume in seiner Argumentation auch bringt bei den Betrachtungen herangezogen werden.
Excerpt (computer-generated)
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Institut für Philosophie
Proseminar: David Hume: „Eine Untersuchung über die Prinzipien der Moral“
WS 2003/2004
Über die Gerechtigkeit
von: Doreen Gleissner
Gliederung
1. Einleitung
2. Über die Gerechtigkeit
3. Zusammenfassung
4. Literaturangaben
1. Einleitung
David Hume war eine herausragende Persönlichkeit der schottischen Aufklärung im 18. Jahrhundert. Denn nicht grundlos äußerte Arthur Schopenhauer zu Humes Schaffen: „,Aus jeder Seite von David Hume ist mehr zu lernen, als aus Hegels, Herbarts und Schleiermachers sämtlichen philosophischen Werken zusammengenommen.’“1 Humes Talent viele Sachverhalte auf wenigen Seiten darzulegen, zeigt sich ebenfalls in seinem Werk „Eine Untersuchung über die Prinzipien der Moral“. Seine Betrachtungen in diesem philosophischen Werk beziehen sich auf die Tugenden. Er unterscheidet zum einen die „natürlichen“ Tugenden, die von Natur aus vorhanden sind und die dem Menschen mit der Geburt zukommen. Der Mensch wird dabei als soziales Wesen gesehen, das in einen Sozialverband hineingeboren wird. Zum anderen gelten Humes Betrachtungen den „künstlichen“ Tugenden, die der Mensch selbst hervorruft. Diese künstlichen Tugenden umfassen alle Verhaltensweisen, die mit den Normen übereinstimmen, die von dem Menschen zum Schutz der Gesellschaft eingeführt wurden. 2
Im Zusammenhang mit den „künstlichen“ Tugenden betrachtet Hume im dritten Kapitel die Gerechtigkeit näher. Er will in diesem Kapitel zeigen, dass es sich bei der Gerechtigkeit um eine „künstliche“ Tugend handelt und welche Funktion ihr in der Gesellschaft zukommt. Diese Hausarbeit soll sich mit dem Gerechtigkeitsverständnis Humes beschäftigen und ebenso die Gerecht igkeit in Verbindung mit dem Eigentumsbegriff näher beleuchten. Im Mittelpunkt dieser Arbeit stehen zentrale Fragen, wie z.B.: Was versteht David Hume unter Gerechtigkeit und wie setzt er diese mit der Gesellschaft in Beziehung? Um Humes Aussagen und Thesen besser zu verdeutlichen, sollen einige Beispiele, die Hume in seiner Argumentation auch bringt bei den Betrachtungen herangezogen werden. Zunächst aber zum Verständnis Humes über die Gerechtigkeit.
2. Über die Gerechtigkeit
„Daß aber der öffentliche Nutzen der alleinige Ursprung von Gerechtigkeit ist und dass Erwägungen über die wohltätigen Folgen dieser Tugend die alleinige Grundlage ihres Wertes sind; diese interessantere und wichtigere Behauptung verdient eher unsere Prüfung und Untersuchung.“3
Mit diesen Worten leitet David Hume seine Betrachtungen über die Gerechtigkeit in seinem philosophischen Werk „Über die Prinzipien der Moral“ ein. Er gibt keine konkrete Definition für die Gerechtigkeit, aber in seinen Argumentationen lässt sich erkennen, was für eine Rolle die Gerechtigkeit bei ihm spielt. Nach Hume bilden die Eigentumsregeln den Wert der Gerechtigkeit. Einen natürlichen Grund den Eigentumsregeln treu zu sein, gibt es nicht. Dennoch ist er der Meinung, dass die Eigentumsregeln deshalb akzeptiert werden, damit eine Gesellschaft funktioniert und das kann nur der Fall sein, wenn bestimmte Normen befolgt werden. Aus diesem Grund, so Hume, haben die Menschen die Gerechtigkeit als eine „künstliche Tugend“ eingeführt. Diese „künstliche Tugend “ soll von jedem angestrebt werden. Der Fleiß des Einzelnen soll im Vordergrund stehen, um zu Eigentum und damit zu Wohlstand in der Gesellschaft zu gelangen.
[...]
1 Hume, David, Über die Prinzipien der Moral, Stuttgart, 1984, 2. Auflage
2 Vgl. Hume, David, Über die Prinzipien der Moral, Stuttgart, 1984, 2. Auflage, Seite 21
3 Hume, David, Über die Prinzipien der Moral, Stuttgart, 1984, 2. Auflage, Seite 101
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