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Details

Veranstaltung: Proseminar Theorien und Konzepte multimedialer Kommunikation
Institution/Hochschule: Universität Karlsruhe (TH) (Studienzentrum Multimedia)
Tags: Tonstudio, Proseminar, Theorien, Konzepte, Kommunikation
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2004
Seiten: 21
Note: sehr gut
Literaturverzeichnis: ~ 2  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 617 KB
Archivnummer: V41231
ISBN (E-Book): 978-3-638-39531-1

Textauszug (computergeneriert)

 

Universität Karlsruhe
Studienzentrum Multimedia

BOZ Multimedia
PS Theorien und Konzepte multimedialer Kommunikation

Sommersemester 2004

Das digitale Tonstudio

von
Till Uhrig
HF: Geschichte (6)
NF: Kulturwissenschaft (4)

 

Inhaltsverzeichnis


1. Einleitung S. 2

2. Vor- und Nachteile der Digitaltechnik S. 3

2.1 Wandlung S. 3
2.1.1 Analoge Wandlung S. 3
2.1.2 Digitale Wandlung S. 3
2.2 Übersteuerung S. 4
2.3 Formatdschungel S. 5
2.4 Latenzzeiten S. 5
2.5 Reproduzierbarkeit und Qualität S. 6
2.6 Die offene Struktur S. 6
2.7 Digitales Arbeiten S. 7

3. Das analoge Tonstudio S. 8

4. Das digitale Tonstudio S. 9

4.1 Das Arrangementfenster S.10
4.2 Das Software-Mischpult S.11
4.3 Plug-Ins S.12
4.4 Digitale Klangerzeugung und MIDI S.13

5. Schlussbetrachtung S.15

6. Literatur S.19

 

 

1. Einleitung

Seit den frühen 90er Jahren hat auf dem Feld der Audioaufnahmetechnik eine Entwicklung ihren Lauf genommen, die diesen Bereich revolutionsartig verändert und das Erscheinungsbild der Audiobranche grundlegend erneuert hat: Der Einzug des Computers in das Tonstudio und damit die Einführung des digitalen Recordings. Nur noch sehr wenige professionelle Tonstudios verzichten heute auf den Einsatz von Computern, Rundfunk und Filmbranche werden zunehmend digitalisiert, der Verkauf von Homerecording-Equipment erlebt einen nie da gewesenen Aufschwung, kaum eine Band, die nicht schon ihre eigene Demo-CD mittels Laptop und Recordingsoftware in ihrem Keller-Proberaum produziert hat.

Welche Vor- und Nachteile bietet jedoch ein Computer im Zusammenhang mit der Aufnahmetechnik? Wieso ist das digitale Tonstudio dem Analogen scheinbar überlegen? Wie sieht ein modernes Tonstudio im Vergleich zu einem Studio vor der „digitalen Revolution“ aus, welche Geräte werden benötigt, welche wurden ersetzt? Die folgende Arbeit bemüht sich um Klärung dieser Leitfragen. Daneben sollen die beiden wichtigsten Aufgabenbereiche des Computers bei der Musikproduktion – Recording und MIDI1 - in groben Zügen in ihrer Funktionsweise erklärt werden. Dabei ist das Hauptaugenmerk nicht auf die Erläuterung technischer Details (Details und Zusatzinformationen werden in den Fußnoten genauer dargestellt), sondern auf die Schilderung von Funktionsprinzipien gelegt. Des Weiteren soll diese Arbeit einen Ausblick auf kommende Entwicklungen in diesem Bereich geben und versuchen, die Frage nach der vollständigen Verdrängung der analogen Technik durch das digitale Recording zu klären.

Zu diesem Thema ist bereits in großer Zahl Literatur veröffentlicht. Ich stütze mich in dieser Arbeit jedoch zum Teil auf die beiden im Literaturverzeichnis angeführten, eher praktischen Handbücher, zum großen Teil aber auch auf eigene Erfahrungen bei der Arbeit im digitalen Tonstudio.

2. Vor- und Nachteile der Digitaltechnik

Zum besseren Verständnis der Thematik werden hier erst einmal einige grundlegende Gedanken zur digitalen und analogen Audiotechnik dargelegt.

2.1 Wandlung

Die Aufgabe eines Tonstudios ist - grob gesagt – die Übertragung und Aufzeichnung von Schallwellen auf ein Trägermedium. Dabei wird der Schall gewandelt, d.h. in eine verarbeitungsfähige Form überführt. Dies kann grundsätzlich auf zwei Arten geschehen: analog oder digital.

2.1.1 Analoge Wandlung

Bei der analogen Technik wird die Schallinformation zunächst immer in eine elektrische Spannung überführt (also zum Beispiel durch ein Mikrofon in ein Kabel), die sich entsprechend – also analog zu - der Änderung des Schalldrucks und der Tonhöhe verändert. Anschließend wird diese Spannung in eine andere Größe, z.B. die magnetische Feldstärke auf einem Tonband oder die Rille einer Schallplatte übertragen.2 Ein analoges Medium nimmt also kontinuierlich jede Veränderung des Schalls auf, sozusagen ohne abzusetzen.

2.1.2 Digitale Wandlung

Auch bei der digitalen Wandlung (A/D-Wandlung) muss der Schall zunächst in elektrische Spannung umgewandelt werden. Im nächsten Schritt wird aber diese Spannung nicht in eine andere Energieform gewandelt, sondern als absoluter Zahlenwert festgehalten. Dazu wird das Signal in sehr kurzen Zeitabständen abgetastet und seine Amplitude gemessen. Dieser Messwert, das so genannte Sample, wird als binäre Information gespeichert. Bei der Rückwandlung in analoge Informationen (D/A-Wandlung) wird dieser absolute Zahlenwert wieder als Spannung entsprechender Größe ausgegeben.

Der Vorgang der Wandlung ist also grundsätzlich ein Nachteil der digitalen Technik, denn er bedeutet in jedem Fall eine Rasterung des ursprünglichen analogen Signals. Egal, wie oft und wie schnell ein Sample genommen wird, immer bleibt ein Teil des analogen Signals (sozusagen das „Zwischenstück“ bis zur nächsten Messung) unberücksichtigt.

[...]


1 Musical Instruments Digital Interface. Hier wird nur sehr kurz und schematisch die Funktionsweise erläutert.

2 Henle, Hubert: Das Tonstudio Handbuch. Praktische Einführung in die professionell e Aufnahmetechnik. München 2001. S. 61.

Kommentare

Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:

http://www.grin.com/e-book/41231/