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Exegese 1.Samuel 13, 1-15 'Die erste Verfehlung Sauls'

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2004, 25 Pages
Author: Doreen Oelmann
Subject: Theology - Biblical Theology

Details

Event: Geschichten um Saul und David
Institution/College: University of Leipzig (Institut Altes Testament)
Tags: Exegese, Samuel, Verfehlung, Sauls, Geschichten, Saul, David
Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2004
Pages: 25
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 6  Entries
Language: German
Archive No.: V41427
ISBN (E-book): 978-3-638-39691-2
ISBN (Book): 978-3-640-19052-2
File size: 94 KB
Notes :
Die Arbeit wurde als "sehr fleißig" kommentiert. Es handelt sich um eine entschärfte Version für Lehramtsstudenten ohne Übersetzung aus dem Urtext. Anstatt der Übersetzung wurde ein Übersetzungsvergleich gemacht. Die Arbeit wurde als "sehr fleißig" kommentiert. Es handelt sich um eine entschärfte Version für Lehramtsstudenten ohne Übersetzung aus dem Urtext. Anstatt der Übersetzung wurde ein Übersetzungsvergleich gemacht.


Abstract

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Text aus 1 Sam 13, 1-14: Die erste Verwerfung Sauls. Der Text wurde anhand einiger ausgewählter Methodenschritte untersucht, dabei wurde versucht, die wichtigsten der im Hauptseminar behandelten Punkte zu berücksichtigen. Da es sich um ein Hauptseminar ,,ohne Griechisch-Kenntnisse" handelte, fallen viele der traditionellen Punkte der Exegese heraus bzw. können nur sehr oberflächlich untersucht werden. Als Textgrundlage wurde die rev. Elberfelder Übersetzung verwendet. [...]


Excerpt (computer-generated)

Exegese 1.Samuel 13, 1-15 “Die erste Verfehlung Sauls”

von: Doreen Oelmann

 


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung 4

2 Situationsbestimmung 4

2.1 Verfasser 4
2.2 Entstehungszeit 4
2.3 Absicht 5
2.4 Theologische Tendenzen und Konzepte 5

3 Textgrundlage 5

3.1 Übersetzungsvergleich 5
3.2 Kontextabgrenzung 8

3.2.1 Abgrenzung zum vorangegangenen Text 8
3.2.2 Abgrenzung zum nachfolgenden Text 9
3.2.3 Einordnung des Textes in den Kontext des 1. Samuelbuchs 9

4 Begriffs- und Sachanalyse 10

4.1 Unklare Begriffe und Handlungen 10

4.1.1 Die Regierungszeit Sauls 10
4.1.2 Das Hornblasen 10
4.1.3 Der Segensgruß 11
4.1.4 Fürst über Israel 11

4.2 Ortsangaben 11
4.3 Personen 12

5 Struktur- und Formanalyse 13

5.1 Kohärenz des Textes 13
5.2 Inhaltliche Doppelungen 13
5.3 Inhaltliche Brüche und Spannungen 13
5.4 Rede und Handlung 14
5.5 Zeitangaben 15
5.6 Ortswechsel 16
5.7 Personenwechsel 16
5.8 Gliederung 16

6 Textgeschichte 17

6.1 Doppel- und Mehrfachüberlieferungen 17

6.1.1 Sauls Verwerfung 17
6.1.2 Jonatans Heldentat 17

6.2 Überlieferungsanalyse 17
6.3 Redaktionsanalyse 18

7 Formales und inhaltliches Vorgaben-Repertoire 19

7.1 Traditions- und Motivanalyse 19

7.1.1 Analeneintragung 19
7.1.2 Hebräer 19
7.1.3 Der Ort Gilgal 20
7.1.4 Die Übermacht der Philister 20
7.1.5 Die Opfertradition 21
7.1.6 Das Angesicht Gottes 22
7.1.7 Törichtes Handeln 22

7.2 Gattungsanalyse 22

8 Zusammenfassende Interpretation 23

8.1 Grundlegende inhaltliche Aussagen 23
8.2 Intention des Textes 23
8.3 Gegenwartsbezug 23

9 Literaturverzeichnis 24


 

1 Einleitung

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Text aus 1 Sam 13, 1-14: Die erste Verwerfung Sauls. Der Text wurde anhand einiger ausgewählter Methodenschritte untersucht, dabei wurde versucht, die wichtigsten der im Hauptseminar behandelten Punkte zu berücksichtigen. Da es sich um ein Hauptseminar ,,ohne Griechisch-Kenntnisse" handelte, fallen viele der traditionellen Punkte der Exegese heraus bzw. können nur sehr oberflächlich untersucht werden. Als Textgrundlage wurde die rev. Elberfelder Übersetzung verwendet. 2 Situationsbestimmung Es soll ein erster Überblick über die äußeren Entstehungsbedingungen des Textes gewonnen werden. Im vorliegenden Fall beziehen sich diese Fragen auf die Samuelbücher im ganzen und nicht auf die behandelte Textstelle allein.

2.1 Verfasser

Obwohl die Bücher 1. und 2. Samuel heißen, bedeutet dies nicht, dass Samuel auch der einzige Verfasser war. Dies ist vor allem inhaltlich nicht möglich, da bereits in 1. Sam 25,11 von Samuels Tod berichtet wird. Der einzige Hinweis auf die Verfasserschaft steht in 1. Chr 29,292. Die antike jüdische Tradition schreibt Samuel die ersten vierundzwanzig Kapitel des ersten Samuelbuches zu. Diese Kapitel enthalten das Leben Samuels bis zu seinem Tod, mit dem das fünfundzwanzigste Kapitel beginnt. So ist es wahrscheinlich, dass Samuel diese Eingangskapitel des ersten der beiden Bücher schrieb, die seinen Namen tragen. Dass Samuel Texte verfasste, ist außerdem durch 1. Sam 10,253 belegt. Die gleiche jüdische Tradition unterstellt dem Propheten Nathan und dem Seher Gad die Autorschaft der restlichen Kapitel. Die zitierte Passage aus dem ersten Buch der Chronik scheint diese Annahme zu stützen. Im Gegensatz dazu stimmen die neuzeitlichen Gelehrten darin überein, dass sich die Bücher aus Schriften unterschiedlicher Verfasser und Herausgeber zusammensetzen.4

2.2 Entstehungszeit

Die Teilung des Reiches und die Formulierung in 1 Sam 27,65, dass auf Salomo noch mehrere Könige folgten, lässt eine frühestmögliche Datierung des Gesamtwerks ab dem Ende des 10. Jh. v. Chr. zu. Da weiterhin davon ausgegangen wird, dass die Samuelbücher als Teil eines größeren Geschichtswerks abgefasst wurden, welches ebenfalls die Bücher Josua, Richter und Könige umfasst, kann die Endredaktion außerdem nicht vor dem Exil stattgefunden haben, da die Königsbücher bis ins 6. Jh. v. Chr. berichten.6

2.3 Absicht

Die Samuelbücher wollen die Aufmerksamkeit auf den Beginn des Königtums mit seinen großen Hoffnungen und Möglichkeiten lenken. So erinnerte man sich an David eher mit Stolz und nostalgischer Wehmut und an Saul eher mit gemischten Gefühlen, während Samuel, in der Rückschau, ein großer Prophet, aber ein schwacher politischer Führer war, der gegen die Philister nicht viel ausrichten konnte.

2.4 Theologische Tendenzen und Konzepte

Die historischen Ereignisse wurden vom Autor der Samuelbücher nicht aufgezeichnet, um das geschichtliche Wissen seines Volkes zu erweitern, sondern um diese Fakten in die richtige theologische Perspektive zu rücken. So erfahren die Leser, dass die Staatwerdung und Gründung des Königtums zwar nicht aus Gottes Absichten erwächst, dass Gott jedoch seinem Volk die Treue hält und auch im Ungehorsam Herr seiner Geschichte bleibt. Es wird gezeigt, warum Saul letztendlich die wahre Größe versagt blieb und die Geschichte Davids zeigt, welches Verhalten von einem Mann verlangt wird, der das Volk Gottes führen will und wie Gott in verschiedenen Situationen mit ihm umgeht. So wurde die Sünde Davids mit Batseba nicht ausgelassen, sondern als Wendepunkt seiner Herrschaft dargestellt. Auch durch die Art der Erzählung, zeigt sich die immer währende Gegenwart Gottes. Obwohl Israel oft, auch aufgrund seiner Führer, leiden musste, hielt Gott immer etwas Besseres für sein Volk bereit. So kann man die Samuelbücher als Wegweiser nach vorn bzw. als Trost in dunklen Zeitaltern ansehen.7

3 Textgrundlage

3.1 Übersetzungsvergleich

Innerhalb der Textkritik wird versucht hinter den vielen Textüberlieferungen den ursprünglichen Wortlaut eines Textes wiederherzustellen. Da dies jedoch anhand der Originalsprache erarbeitet wird, beschränkt sich dieser Teil der vorliegenden Arbeit auf einen Vergleich zwischen verschiedenen Bibelübersetzungen. Diese sollen interpretationsbedürftige Begriffe bzw. Textteile darlegen und mögliche Gliederungsoptionen offen legen. Aufgrund des Umfanges werden jedoch nur einzelne Verse miteinander verglichen.

Zunächst ist festzuhalten, dass alle vier Versionen der Übersetzung mit der Textstelle einen neuen Textabschnitt beginnen. Jedoch hat dieser unterschiedliche Überschriften und einen unterschiedlichen Versumfang. So stellt die Lutherbibel das gesamt 13. Kapitel (V 1-23) unter die Überschrift: „Beginn des Krieges gegen die Philister“, während die Einheitsübersetzung den 23. Vers bereits einem neuen Abschnitt zurechnet und die ersten 22 Verse mit der Überschrift „Die Herrschaft Sauls“ versieht. Wiederum anders wird der Text in der rev. Elberfelder Übersetzung dargestellt. So sind die Verse 1-14 ein eigenständiger Abschnitt und mit der Überschrift „Sauls Selbstwille und Feigheit“ versehen. Dies stellt m.E. die beste Gliederung dar, da ab Vers 15 ein neuer Abschnitt beginnt. Außerdem haben die Verse 8-14 eine Zwischenüberschrift, die „Saul dringt in das Priesteramt ein und wird von Gott verworfen“ lautet. Die Bewehgründe für diese weitere Untergliederung wird in der vorliegenden Arbeit herauszuarbeiten sein.

Anhand des ersten Verses in den verschiedenen Übersetzungen ist zu erkennen, dass bei allen Versionen die Altersangabe Sauls fehlt. Aufgrund dessen ist davon auszugehen, dass diese wohl auch in den ursprünglichen Quellen fehlt. In den Erklärungen der rev. Elberfelder Übersetzung heißt es jedoch, dass die Altersangabe im hebräischen Text wörtlich ein Jahr lauten würde. Dies ist jedoch eher unwahrscheinlich. In verschiedenen griech. Handschriften wird daher die Zahl 30 angenommen, was plausibler erscheint. Eine weitere Unstimmigkeit ergibt sich bei der Angabe über die Regierungszeit Sauls. Sowohl die Rev. Elberfelder-, Luther- als auch Einheitsübersetzung berichtet davon, dass Saul insgesamt zwei Jahre über Israel regierte. Lediglich die Schlachterbibel verweist darauf, dass er das zweite Jahr über Israel regierte. Sowohl diese Erscheinung als auch die Möglichkeit von einer Regierungszeit, die lediglich zwei Jahre betrug sind noch näher zu betrachten.8

[...]


1 „Und Samuel starb. Und ganz Israel versammelte sich und hielt ihm die Totenklagen, und sie begruben ihn in seiner Heimat Rama.“.

2 „Und die Geschichte des Königs David, die frühere und die spätere, siehe, die ist geschrieben in der Geschichte des Sehers Samuel, und in der Geschichte des Propheten Nathan und in der Geschichte Gad, des Schauenden.“.

3 „Und Samuel sagte dem Volk das Recht des Königstums und schrieb es in ein Buch und legte es vor den Herrn nieder.“.

4 Vgl. Gaebelein, AT Kommentar.

5 „Und Achisch gab ihm an diesem Tag Ziklag. Darum hat Ziklag den Königen von Juda gehört bis zum heutigen Tag.“.

6 Vgl. Brockhaus, Kommentar zur Bibel, Seite 343.

7 Vgl. Ebd.

8 Siehe Ausführungen unter 4.1.1.


Comments

Chriis++
12.07.2007 11:30:37
Bibelstellen Phantasie..
Was für eine Bibel wurde denn hier verwendet? 1 Sam 27,65, 1. Chr 29,292 1. Sam 10,253 ???? Diese Verse existieren überhaupt nicht!!
Doreen Oelmann
27.02.2008 13:31:26
Bibelstellen - Angaben
Habe mir gerade mal den Kommentar wegen der Angabe der Bibelstellen durch den Kopf gehen lassen. Irgendwie scheint das mit der Formatierung nicht richtig geklappt zu haben. In meinem Originaltext ist die letzte Zahl z.B. 1 Sam 27,65 eine Fußnote! Es ist also 1 Sam 27,6 gemeint usw. Also, wenn es die Bibelstelle nicht geben sollte, einfach letzte Zahl weglassen!
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