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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2004, 37 Pages
Author: Philip Baum
Subject: German Studies - Linguistics
Details
Institution/College: University of Freiburg (Deutsches Seminar)
Tags: Visualisierung, Gedichten, Besonderen, Verhältnis, Rhythmus, Metrik, Sprache, Lyrik
Year: 2004
Pages: 37
Grade: 1
Bibliography: ~ 7 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-39769-8
File size: 2172 KB
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Excerpt (computer-generated)
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau
Philologische Fakultät
Deutsches Seminar I
Hauptseminar: Sprache der Lyrik
Hausarbeit:
Die Visualisierung von vorgetragenen Gedichten.
Im Besonderen zum Verhältnis von Rhythmus und Metrik
eingereicht von:
Philip Baum
Sommersemester 2003
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung ... 1
2 Versuchsmaterial und Versuchsaufbau ... 2
2.1 Verwendete Lyrik und Prosa ... 2
2.1.1 Gedicht 1 - Johann Wolfgang von Goethe: Jägers Abendlied ... 3
2.1.2 Gedicht 2 - Nikolaus Lenau: Die Seejungfrauen ... 3
2.1.3 Gedicht 3 - Peter Huchel: Löwenzahn ... 4
2.1.4 Prosatext ... 4
2.2 Verwendete Aufnahmegeräte, Soundkarte und Software ... 5
2.3 Genutzte Räumlichkeiten ... 5
2.4 Die Sprecher ... 6
2.5 Verwendete Analysemittel & Struktur der Analyse ... 6
3 Analyse der Grafiken ... 7
3.1 Gedicht 1, Skansion ... 9
3.1.1 Gedicht 1, Sprecher 1 ... 9
3.1.2 Gedicht 1, Sprecher 2 ... 10
3.1.3 Gedicht 1, Sprecher 3 ... 10
3.1.4 Gedicht 1, Sprecher 4 ... 11
3.1.5 Gedicht 1, Sprecher 5 ... 11
3.1.6 Resümee Gedicht 1 ... 12
3.2 Gedicht 2, Skansion ... 12
3.2.1 Gedicht 2, Sprecher 1 ... 13
3.2.2 Gedicht 2, Sprecher 2 ... 14
3.2.3 Gedicht 2, Sprecher 3 ... 14
3.2.4 Gedicht 2, Sprecher 4 ... 14
3.2.5 Gedicht 2, Sprecher 5 ... 15
3.2.6 Resümee Gedicht 2 ... 15
3.3 Gedicht 3, Skansion ... 16
3.3.1 Gedicht 3, Sprecher 1 ... 17
3.3.2 Gedicht 3, Sprecher 2 ... 17
3.3.3 Gedicht 3, Sprecher 3 ... 18
3.3.4 Gedicht 3, Sprecher 4 ... 18
3.3.5 Gedicht 3, Sprecher 5 ... 19
3.3.6 Resümee Gedicht 3 ... 19
4 Schluss ... 20
5 In eigener Sache ... 22
6 Medienliste ... 24
7 Anhang: Auswertung Umfrage ... 25
8 Anhang: Visualisierte Gedichte ... 26
1 Einführung
Ausgangspunkt für diese Arbeit war die Unstimmigkeit zwischen monistischem und dualistischem Ansatz in der Rhythmusforschung der Lyrik; Friedrich Georg Jünger schreibt, dass
„[d]er metrische Rhythmus aber [..] an das Gedicht gebunden und in ihm allein anzutreffen [ist]. Im Gedicht also sind Rhythmus und Metrum eins, und wir können sie nicht voneinander absondern. Die Behauptung, daß [sic] das Gedicht eine über alle metrische Bewegung hinausgehende rhythmische Bewegung hat, ist abzulehnen.“1
Wolfgang Kayser hingegen konstatiert: „Metrum und Rhythmus müssen also gesondert werden. Wer das Metrum eines Gedichts, hat damit noch nicht den Rhythmus bestimmt.“2
Aus diesem Antagonismus heraus entstand die Idee, anhand der Wellenformen von aufgenommenen und digitalisierten Gedichten zu untersuchen, welche (Wiederhol-) Strukturen wie ausgeprägt vorhanden sind und ob sich damit möglicherweise eine der beiden Thesen stützen lässt. Die Arbeit mit vorgetragener Lyrik ergibt sich aus der Tatsache, dass der Rhythmus als »Gliederung der Zeit in sinnlich fassbare Teile« (Heusler) vor allem ein Phänomen des vorgetragenen Textes ist – „also einem Medium, das nur dem Rezitator offen steht.“3 D.h. der Faktor Rhythmus kann auf dem Papier niemals seine volle Wirkung entfalten, weshalb es zwingend notwendig ist mit dem gesprochenen Gedicht zu arbeiten, denn nur dort ist das entsprechende Umfeld gegeben, um die beiden Bestandteile von Dichtung angemessen zu beurteilen.
Hans Lösener liefert einige Vorschläge zur Definition des Begriffs Rhythmus. Er behauptet, dass es sich als nachteilig erweist, den Rhythmus auf ein individuelles oder gar „dionysisches“ Phänomen (z. B. bei Klages) zu reduzieren; denn weder ist der Rhythmus ausschließlich subjektives Medium – denn es existiert je nach Gedicht eine durch den Autor implizierte intersubjektive rhythmische Lesart, noch scheint es ratsam den Rhythmus auf das Durchbrechen des metrischen Regelwerks zu reduzieren – denn diese Interpretation legt nahe, dass der Rhythmus keinen inhärenten Bestandteil der Lyrik darstellt. Hans Lösener glaubt im Rhythmus ein semantisches Gliederungsprinzip gefunden zu haben:
„[D]er Rhythmus der Sprache lässt sich nicht auf ein metrisches Schema reduzieren, sondern umfasst alle sprachlichen Momente (Lexik, Syntax, Phonematik, Interpunktion etc.), die an der Sinngliederung beteiligt sind.“ 4
[...]
1 Friedrich Georg Jünger, zitiert nach Burdorf, Dieter: Einführung in die Gedichtanalyse. Stuttgart: 1997². S. 70.
2 Wolfgang Kayser: Das sprachliche Kunstwerk. Eine Einführung in die Literaturwissenschaft. München: 1978 19. S. 242.
3 Christian Wagenknecht: Deutsche Metrik: eine historische Einführung. München: 1993³. S. 12.
4 Hans Lösener: Rhythmus und Sinn – Anmerkungen zu einem Problem der Metrik, in: Meter, Rhythm and Performance – Metrum, Rhythmus und Performanz. Proceedings of the International Conference on Meter, Rhythm and Performance, Held in May 1999 at Vechta. Hg. v. Christoph Küper. Franfurt a. M.: 2002 (Linguistik International, Band 6). S. 152.
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