DADA Zürich im Theater close

Bitte warten

Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.

DADA Zürich im Theater

Untertitel: Zur Anwendung des Begriffes "Anti-Theater" und seiner historischen Bedeutung für die theatralen Aktionen im DADA Zürich
Autor: M.A. Sibylle Meder Kindler
Fach: Theaterwissenschaft

Lesen Sie im E-Book



Details

Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 1998
Seiten: 23
Note: 1,3
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 210 KB
Archivnummer: V4153
ISBN (E-Book): 978-3-638-12577-2
ISBN (Buch): 978-3-638-63846-3
Anmerkungen :
Untertitel der Arbeit: Zur Anwendung des Begriffes „Anti-Theater“ und seiner historischen Bedeutung für die theatralen Aktionen im DADA Zürich
160 KB

Zusammenfassung / Abstract

Die Frage nach DADA Zürichs Ausprägung als "Anti-Theater" ist Thema dieser Untersuchung. Es handelt sich nicht um einen Versuch, diese Frage endgültig zu klären, eine Einstufung als Kunst oder eben Anti-Kunst vorzunehmen, denn diese Begriffe sollten in ihrer historischen Abhängigkeit betrachtet werden, und eine klare Abgrenzung ist selbst für einen geringen Zeitraum schwierig. Aus heutiger Sicht hat die Entwicklung von DADA Zürich sowieso eine theaterhistorische Bedeutung, und viele Errungenschaften sind, wenn nicht vollständig übernommen, so doch als Einfluß in die Theatergeschichte und damit in das Theater eingegangen und nicht nur Negation eines Theaterbegriffes. In der Gliederung wurde versucht, den Schwierigkeiten einer Eingrenzung Rechnung zu tragen. So soll die Untersuchung sich sozusagen in "konzentrischen Kreisen" zunächst mit der Problematik des Theaterbegriffes beschäftigen und ihn für den betreffenden Zeitraum zu bestimmen versuchen, bevor dieser Begriff Anwendung auf die theatralen Aktionen im DADA Zürich findet. Zuerst wird die schon zur Gründungszeit von DADA Zürich, also 1916, historische Theaterauffassung des 19 Jahrhunderts in den Aussagen behandelt, die für die Einschätzung von DADA Bedeutung haben. Darauf folgt ein kurzer Überblick über die Anfang des 20. Jahrhunderts aktuellen Entwicklungen im Theater der sogenannten europäischen Avantgarde. Die spezifische Untersuchung der Aktionen im DADA Zürich, die im weitesten Sinne als Theater aufgefaßt werden können, schließt sich an. Dieser zweite der "konzentrischen Kreise" versucht die Annäherung an die Frage "Anti-Theater oder nicht?" aus verschiedenen Perspektiven: aus Sicht der persönlichen Voraussetzungen, die durch die unterschiedlichen Beteiligten am DADA in Zürich gegeben war, aus theoretischer Sicht über die Auswertung einiger Manifest-Passagen und ähnlicher reflektierender Äußerungen der Beteiligten - so unsicher eine Verallgemeinerung hier sein mag, aus der Anschauung der verschiedenen Arten theatraler Ereignisse, die DADA Zürich zu bieten hat, und schließlich aus Sicht der nachfolgenden Ereignisse, die bestimmte Entwicklungen und Tendenzen im DADA Zürich zum Teil erst sichtbar machen.

Textauszug (computergeneriert)

 

DADA Zürich im Theater

Zur Anwendung des Begriffes
"Anti-Theater" und seiner historischen Bedeutung
für die theatralen Aktionen
im DADA Zürich




Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theater und Anti-Theater - alles nur Theater? oder: Rahmenprogramm des Zeitgeistes

2.1 "Theater" und "Theatralität" zu Beginn des 20. Jahrhunderts

2.2 Die "Anti-Kunst"-Bestrebungen der historischen Avantgarde

3. Die Entwicklung in Richtung Anti-Theater im DADA Zürich

3.1 Theatraler Hintergrund einzelner Gruppenmitglieder

3.2 Manifest(iert)e: Forderungen zum Theater

3.3 "Aufführungscharakter" und Charakter von Aufführungen im DADA Zürich

3.4 In Zürich gelegte Grundlagen für die Aktionskunst von DADA Berlin und DADA Paris

4. Schluß

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Die Frage nach DADA Zürichs Ausprägung als "Anti-Theater" ist Thema dieser Untersuchung. Es handelt sich nicht um einen Versuch, diese Frage endgültig zu klären, eine Einstufung als Kunst oder eben Anti-Kunst vorzunehmen, denn diese Begriffe sollten in ihrer historischen Abhängigkeit betrachtet werden, und eine klare Abgrenzung ist selbst für einen geringen Zeitraum schwierig.

Aus heutiger Sicht hat die Entwicklung von DADA Zürich sowieso eine theaterhistorische Bedeutung, und viele Errungenschaften sind, wenn nicht vollständig übernommen, so doch als Einfluß in die Theatergeschichte und damit in das Theater eingegangen und nicht nur Negation eines Theaterbegriffes.

In der Gliederung wurde versucht, den Schwierigkeiten einer Eingrenzung Rechnung zu tragen. So soll die Untersuchung sich sozusagen in "konzentrischen Kreisen" zunächst mit der Problematik des Theaterbegriffes beschäftigen und ihn für den betreffenden Zeitraum zu bestimmen versuchen, bevor dieser Begriff Anwendung auf die theatralen Aktionen im DADA Zürich findet.

Im Abschnitt 2., der das Untersuchungsfeld absteckt und die Begriffe und ihre Voraussetzungen klärt, wird zuerst die schon zur Gründungszeit von DADA Zürich, also 1916, historische Theaterauffassung des 19 Jahrhunderts in den Aussagen behandelt, die für die Einschätzung von DADA Bedeutung haben. Darauf folgt ein kurzer Überblick über die Anfang des 20. Jahrhunderts aktuellen Entwicklungen im Theater der sogenannten europäischen Avantgarde.

Es wird dadurch versucht, eine Situierung DADAs, besonders natürlich der Züricher Anfangsjahre, innerhalb der theaterreformatorischen Entwicklungen dieser Zeit zu ermöglichen.

Der Abschnitt 3. enthält die spezifische Untersuchung der Aktionen im DADA Zürich, die im weitesten Sinne als Theater aufgefaßt werden können. Dieser zweite der "konzentrischen Kreise" versucht die Annäherung an die Frage "Anti-Theater oder nicht?" aus verschiedenen Perspektiven: aus Sicht der persönlichen Voraussetzungen, die durch die unterschiedlichen Beteiligten am DADA in Zürich gegeben war, aus theoretischer Sicht über die Auswertung einiger Manifest-Passagen und ähnlicher reflektierender Äußerungen der Beteiligten - so unsicher eine Verallgemeinerung hier sein mag, aus der Anschauung der verschiedenen Arten theatraler Ereignisse, die DADA Zürich zu bieten hat, und schließlich aus Sicht der nachfolgenden Ereignisse, die bestimmte Entwicklungen und Tendenzen im DADA Zürich zum Teil erst sichtbar machen.

Bei der Auswahl von Quellen und Forschungsliteratur ist zunächst hervorzuheben, daß der Schwerpunkt dieser Untersuchung, also der theatrale Charakter von DADA Zürich, eine Einschränkung bewirken sollte. Hilfreiche Anregungen und durchaus bedenkenswerte Aussagen lieferte die vergleichende Untersuchung der Theaterformen der historischen Avantgarde von Sylvia Brandt. Für Definitionen und Einordnungen in bestimmte Modelle wurde an solchen Stellen auf angemessene Überblickswerke zurückgegriffen. Hauptsächlich wurde aber versucht, aus den Quellen, also Originalmaterial, das von den einzelnen Beteiligten am DADA Zürich vorhanden ist, direkte Ableitungen zu machen.

Aufgrund der Nähe zum Thema wurde auf die Thesen von Sylvia Brandt Bezug genommen, der Schwerpunkt aber, unter Hinnahme einer Einschränkung dieser Thesen, auf die im DADA Zürich vorgefundende Situation gelegt.

2. Theater und Anti-Theater - alles nur Theater?
oder: Rahmenprogramm des Zeitgeistes

2.1 "Theater" und "Theatralität" zu Beginn des 20. Jahrhunderts

[...]

Kommentare

Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:

http://www.grin.com/e-book/4153/