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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2005, 23 Pages
Author: Nicole Streich
Subject: Information Management
Details
Tags: Textgestaltung, Beispiel, Print-, Online-Zeitungen
Year: 2005
Pages: 23
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 21 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-39780-3
ISBN (Book): 978-3-638-65611-5
File size: 841 KB
Die Unterschiede von Print zu Online werden herausgestellt. Ebenso Gestaltungsprinzipien zur optimalen Lesbarkeit am Bildschirm und zum allgemeinen Aufbau eines Online-Textes. Im Anhang befindet sich eine Checkliste zur optimalen Textgestaltung am Bildschirm.
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Abstract
Durch die stetigen Verbesserungen der Technik breitete sich das Internet in rasender Geschwindigkeit aus, sodass immer mehr Menschen Zugang dazu haben und die Angebote im Netz nutzen. Angesichts dieser Entwicklung, ist es selbstverständlich, dass viele Verbreitungsformen, die früher auf den Print- Bereich beschränkt waren, nun auch im Internet zu finden sind. Heutzutage ist jegliche Art der Textverbreitung auch online verfügbar: Bücher, Zeitungen, Zeitschriften, Doktorarbeiten und vieles andere. Geoffrey Nunberg prognostiziert in seinem Aufsatz „The Places of Books in the Age of Electronic Reproduction“, dass für Belletristik das gedruckte Buch vorerst als Hauptform bestehen bleiben wird. Die Publikationsform Zeitung dagegen ist als Print- sowie auch als Online- Medium besonders geeignet, sodass sich Online-Zeitungen immer stärker als Teil der täglichen Mediennutzung etablieren. Doch diese beiden Formen von Nachrichtenverbreitung unterscheiden sich in einem höheren Maße, als es vielen bewusst ist. In dieser Arbeit werden daher die Vor- und Nachteile der beiden Publikationsformen Print und Online sowie die Möglichkeiten aufgezeigt, die sich sowohl für den Autor als auch für den Leser durch die Digitalisierung des Mediums Zeitung ergeben. Der Hauptteil befasst sich mit der idealen Textgestaltung im Online-Medium, denn der Text steht aus der Sicht von Online-Redakteuren auch beim Thema Weblayout im Vordergrund. Eyetracking- Studien belegen, dass die meisten User zuerst auf den Text schauen, denn Online-Leser sind sehr viel textfixierter als Zeitungsleser, so eine Studie der Stanford University. Ab Kapitel 3 wird anhand von Praxisbeispielen aufgezeigt, welche Textgestaltungsprinzipien bei Online-Zeitungen beachtet werden sollten und inwieweit diese in der Realität umgesetzt werden. Als Hauptbeispiel wird die Online- Ausgabe der Tageszeitung “Die Welt“ analysiert, die durchgängig positive Aspekte aufweist.
Excerpt (computer-generated)
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Abteilung für Informationswissenschaften
Seminar: HS Informationsdesign in digitalen Medien
5. Semester
Textgestaltung im Web am bespiel
von Print- zu Online-Zeitungen
von: Nicole Streich
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 2
2. Unterschied Print- und Onlinemedium 3-5
2.1 Vorteile der Print- Publikation
2.2 Vorteile der Online- Publikation
2.3 Probleme bei der Übertragung vom Print- zum Onlineprodukt
3. Gestaltungsprinzipien zur optimalen Lesbarkeit am Bildschirm 5-8
3.1 Hintergrund
3.2 Schrift
3.3 Zeilen
4. Gestaltungsprinzipien zum Aufbau eines Online-Textes 9-15
4.1 Struktur
4.2 Textumfang
4.3 Aufteilung und inhaltliche Übersicht
4.4 Inhaltliche Entlinearisierung
5. Orientierungs- und Navigationshilfen im Online-Medium 16-18
5.1 Orientierung
5.2 Navigation
6. Schlussbemerkung 19
7. Checkliste zur optimalen Textgestaltung am Bildschirm 20
8. Literaturverzeichnis 21-22
1. Einleitung
Durch die stetigen Verbesserungen der Technik breitete sich das Internet in rasender Geschwindigkeit aus, sodass immer mehr Menschen Zugang dazu haben und die Angebote im Netz nutzen.1 Angesichts dieser Entwicklung, ist es selbstverständlich, dass viele Verbreitungsformen, die früher auf den Print- Bereich beschränkt waren, nun auch im Internet zu finden sind. Heutzutage ist jegliche Art der Textverbreitung auch online verfügbar: Bücher, Zeitungen, Zeitschriften, Doktorarbeiten und vieles andere.
Geoffrey Nunberg prognostiziert in seinem Aufsatz „The Places of Books in the Age of Electronic Reproduction“, dass für Belletristik das gedruckte Buch vorerst als Hauptform bestehen bleiben wird. Die Publikationsform Zeitung dagegen ist als Print- sowie auch als Online- Medium besonders geeignet, sodass sich Online-Zeitungen immer stärker als Teil der täglichen Mediennutzung etablieren. Doch diese beiden Formen von Nachrichtenverbreitung unterscheiden sich in einem höheren Maße, als es vielen bewusst ist.
In dieser Arbeit sollen daher die Vor- und Nachteile der beiden Publikationsformen Print und Online sowie die Möglichkeiten aufgezeigt werden, die sich sowohl für den Autor als auch für den Leser durch die Digitalisierung des Mediums Zeitung ergeben. Der Hauptteil befasst sich mit der idealen Textgestaltung im Online-Medium, denn der Text steht aus der Sicht von Online-Redakteuren auch beim Thema Weblayout im Vordergrund. Eyetracking- Studien belegen, dass die meisten User zuerst auf den Text schauen, denn Online-Leser sind sehr viel textfixierter als Zeitungsleser, so eine Studie der Stanford University.2
Von der Wichtigkeit der richtigen Textgestaltung ist auch Webdesign- Spezialist Dr. Thomas Wirth überzeugt. Auf seiner Internetseite www.kommdesign.de weist er darauf hin, „dass man die Benutzerfreundlichkeit einer Webseite allein durch die Umgestaltung des Textes um bis zu 159% verbessern kann.“3 Aus diesem Grund wird ab Kapitel 3 anhand von Praxisbeispielen gezeigt, welche Textgestaltungsprinzipien bei Online-Zeitungen beachtet werden sollten und inwieweit diese in der Realität umgesetzt werden. Als Hauptbeispiel wird die Online- Ausgabe der Tageszeitung “Die Welt“ analysiert, die durchgängig positive Aspekte aufweist.
2. Unterschied Print- und Onlinemedium
Im Hinblick auf das Organisationsprinzip eines Mediums, das dem Nutzer Texte anbietet, lässt sich seit einigen Jahren eine Dreiteilung erkennen. Das Buch ist noch immer ein Medium zum durchlesen, ebenso wie es die Zeitung einmal war. Doch diese hat sich im Verlauf ihrer Geschichte zu einem Medium für den selektiven Leser entwickelt. Mithilfe von Überschrift, Vorspann, ressort- und themenorientierten Seitenköpfen und Inhaltskästen haben die Zeitungsmacher ihren Lesern Orientierungs- und Selektionshilfen gegeben, die eine individuelle Artikelauswahl ermöglichen.4
Noch einen Schritt weiter geht nun die Online-Zeitung, die ihre Texte mithilfe der technischen Möglichkeiten noch weiter modularisieren kann und dem Nutzer ein Höchstmaß an Entscheidungsfreiheit und individuellem Lesen bietet. Die Hauptaspekte, in denen sich das Print- vom Online- Medium unterscheidet, lassen sich durch einige Schlagworte verdeutlichen. Vor allem sind es technische Weiterentwicklungen, die im Bereich der Online- Publikation einige Veränderungen ausgelöst haben:
· Nicht-Linearität: Die Rezeptionsabfolge ist nicht mehr vorgegeben, es gibt keinen direkten Anfang und keinen endgültigen Schluss. Der Nutzer kann selbst bestimmen, in welche Richtung es gehen soll.
· Multimedialität: Es können schriftliche, auditive, visuell-dynamische und grafische Elemente zusammengefasst werden.
· Interaktivität: Es stehen interaktive Kommunikationsformen zur Verfügung wie EMail Leserbriefe, Chat-Foren oder Online-Abstimmungen.
· Aktualität: Als ein besonders wichtiger Aspekt bei der Nutzung von Online- Zeitungen gilt die laufende Aktualisierung der Inhalte besonders im Bereich von Online-Nachrichten. Dies ist ein enormer Vorteil zu Print- Produkten.
· Virtualität: Es gibt keine Raum-Zeit-Begrenzung mehr, die Informationen können jederzeit aktualisiert werden und sind immer verfügbar. Außerdem ist eine gezielte Suche und Abfrage möglich, ähnlich elektronischer Datenbanken5
Zusätzlich verändert sich auch die Rolle des Rezipienten. Liest dieser ein Buch oder sieht fern, so verhält er sich eher passiv. Das Internet ist dagegen ein aktives Medium, in dem man meist gezielt nach Informationen sucht. Somit nimmt der Internet- User eine aktive Rolle ein und muss in seinen Handlungen viel intensiver unterstützt werden als bei der Nutzung anderer Medien.
2.1 Vorteile der Print- Publikation
Der Nutzer benötigt für das Lesen einer gedruckten Zeitung keinerlei technische Hilfsmittel und ist nicht an einen bestimmten Ort gebunden. Außerdem hält er ein abgeschlossenes Produkt in den Händen, eine feste Einheit, die Vollständigkeit vermittelt. Die gedruckte Zeitung bietet zusätzlich vertraute Orientierungspunkte, an die der Leser gewöhnt ist und denen er vertrauen kann.
2.2 Vorteile der Online- Publikation
[...]
1 vgl. Nina Hautzinger: Vom Buch zum Internet S. 12
2 vgl. Roman Mischel: Studie „Wie Online-Leser wahrnehmen“ http://www.onlinejournalismus.de/forschung/eyetrack_studie.shtml
3 Zitat Dr. Thomas Wirth http://www.kommdesign.de/fakten/seite1.htm#Textgestaltung
4 vgl. Hans-Jürgen Bucher: Die Zeitung als Hypertext. S. 11
5 vgl. Hans-Jürgen Bucher: Die Zeitung als Hypertext. S. 9/10
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