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Autor: M.A. Sibylle Meder Kindler
Fach: Theaterwissenschaft
Details
Institution/Hochschule: Freie Universität Berlin (Institut für Theaterwissenschaft)
Tags: Helmuth Plessner, Die Möwe
Jahr: 1998
Seiten: 16
Note: 1,3
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 166 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-12579-6
ISBN (Buch): 978-3-638-77714-8
Zusammenfassung / Abstract
"Das Lachen als Stilmittel" widmet sich der Untersuchung des Lachens in Tschechows Dramen und konzentriert sich dabei auf das von Tschechow in seinen Regieanweisungen vorgesehene Lachen der Protagonisten. Das Lachen der Zuschauer bleibt unberücksichtigt. Um das Phänomen des Lachens bestimmen zu können und damit die Bedeutung dieses Phänomens für Tschechows Dramenliteratur, bietet sich Helmuth Plessners Untersuchung zur Anthropologie "Lachen und Weinen. Eine Untersuchung der Grenzen menschlichen Verhaltens" an. Diese Abhandlung über das Lachen durch einen Philosophen des 20. Jahrhunderts, die 1941 erschien, ist deswegen von Bedeutung für das Lachen bei Tschechow, weil sie nicht nur das Lachen auf seinen Ausdruckscharakter hin untersucht, sondern es in enge Beziehung zum Weinen setzt. Und diese enge Beziehung scheint den beiden Phänomenen auch in Tschechows Dramen gegeben zu sein. In welcher Form hat das Lachen Eingang in die Dramen Tschechows gefunden? Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für ein Verständnis dieses Phänomens ebenso wie für mögliche Inszenierungen? Und welche Mißverständnisse und Umdeutungen können entstehen? Schwerpunkt der vorliegenden Abhandlung ist es, die Erkenntnisse aus Plessners Theorie in Bezug zu Tschechows Dramaturgie zu setzen und damit ein System in Tschechows "Verwendung" des Lachens zu entdecken. Die sich daraus ergebenden Konsequenzen für mögliche Inszenierungen werden in einem Ausblick behandelt.
Textauszug (computergeneriert)
Das Lachen als Stilmittel
Plessners Theorie über das Lachen als Wegweiser
durch Tschechows Dramen
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Zur Problematik des Lachens bei Tschechow
3. Plessners Theorie über das Lachen
4. Lachen als Stilmittel
5. Ausblick
6. Schluß
Literaturverzeichnis
1. Einleitung
Die folgenden Ausführungen widmen sich der Untersuchung des Lachens in Tschechows Dramen und konzentrieren sich dabei auf das von Tschechow in seinen Regieanweisungen vorgesehene Lachen der Protagonisten. Das Lachen der Zuschauer bleibt unberücksichtigt.
Um das Phänomen des Lachens bestimmen zu können und damit die Bedeutung dieses Phänomens für Tschechows Dramenliteratur, bietet sich Helmuth Plessners Untersuchung zur Anthropologie "Lachen und Weinen. Eine Untersuchung der Grenzen menschlichen Verhaltens" an. Diese Abhandlung über das Lachen durch einen Philosophen des 20. Jahrhunderts, die 1941 erschien, ist deswegen von Bedeutung für das Lachen bei Tschechow, weil sie nicht nur das Lachen auf seinen Ausdruckscharakter hin untersucht, sondern es in enge Beziehung zum Weinen setzt. Und diese enge Beziehung scheint den beiden Phänomenen auch in Tschechows Dramen gegeben zu sein.
Die Beschränkung der Analyse auf die vier "großen" Dramen "Die Möwe", "Onkel Wanja", "Drei Schwestern" und "Der Kirschgarten" ist nicht zwingend notwendig, aber sinnvoll, um mit einer überschaubaren Auswahl von Handlungslinien und Zitaten arbeiten zu können. Gleichzeitig ist in dieser Auswahl noch genug Untersuchungsmaterial vorhanden, um den verschiedenen Aspekten des Themas gerecht zu werden.
Zunächst ist zu klären, in welcher Form das Lachen Eingang in die Dramen Tschechows gefunden hat, welche Konsequenzen sich daraus für ein Verständnis dieses Phänomens ebenso wie für mögliche Inszenierungen ergeben haben und welche Mißverständnisse und Umdeutungen entstehen können.
Anschießend wird Plessners Theorie vorgestellt. Schwerpunkt der vorliegenden Abhandlung ist es, ihre Erkenntnisse in Bezug zu Tschechows Dramaturgie zu setzen und damit ein System in Tschechows "Verwendung" des Lachens zu entdecken. Die sich daraus ergebenden Konsequenzen für mögliche Inszenierungen werden in einem Ausblick behandelt.
2. Zur Problematik des Lachens bei Tschechow
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