John Locke close

Bitte warten

Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.



Details

Institution/Hochschule: Christian-Albrechts-Universität Kiel
Tags: John, Locke
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2000
Seiten: 20
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 20  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 253 KB
Archivnummer: V41588
ISBN (E-Book): 978-3-638-39823-7
Anmerkungen :
Hausarbeit über das Leben, Wirken und die Theorien John Lockes. Enthält alle Grundlagen und bietet somit einen sehr guten, kurzen Überblick zu Locke.

Textauszug (computergeneriert)

John Locke

von: Andreas von Münchow

2. Semester

 


Inhaltsverzeichnis

1. John Locke: Seine Zeit, sein Leben 4

1.1 Die politische Situation Englands zu Zeiten Lockes 4
1.2 Lockes Leben 5

2. Die politische Theorie Lockes und sein Werk die Two Treatises of Government 7

2.1 Entstehungsgeschichte 7
2.2 Die erste Treatise: Locke gegen Filmer, Gründe gegen die absolute Monarchie  8
2.3 Die zweite Treatise: Lockes eigene Theorien über den Staat 9

2.3.1 Der Naturzustand und Lockes Begriff vom Eigentum 9

2.3.1.1 Das Naturrecht und das Recht auf Eigentum 9
2.3.2 Der bürgerliche Zustand 11
2.3.3 Lockes Verfassungsgrundsätze 12

2.3.3.1 Die Legislative  12
2.3.3.2 Die Exekutive  13
2.3.3.3 Die Föderative  14

2.3.4 Lockes Recht auf Widerstand: Die Auflösung der Regierung  15

3. Wirkungsgeschichte Lockes  17

4. Anhang  19

5. Quellenangaben 20

5.1 Literaturnachweis  20
5.2 Internetquellen  21



 

1. John Locke: Seine Zeit, sein Leben

John Locke, einer der unumstritten bedeutendsten politischen Philosophen aus dem Zeitalter der konfessionellen Bürgerkriege im England des 17. Jahrhunderts, gilt als Wegbereiter der liberalen Wirtschaftspolitik, sowie einer anti-absolutistischen Staatsordnung, die die Rechte des Bürgers und die Freiheit des Einzelnen und seines Eigentums, zu wahren versteht. In einer Zeit, die geprägt war durch den Mißbrauch königlicher Macht totalitärer Systeme, war es John Locke, der vor diesen Mißständen warnte und sich für mehr Toleranz aussprach. Lockes Philosophie, besonders das Recht auf Widerstand und Revolution und seine Definition des Begriffes „Eigentum“, war Grundlage heftiger Kritik seitens seiner Gegner. Um John Lockes Werke verstehen zu können und um einen Einblick in die politischen Ereignisse zu bekommen, die sein Denken seiner Zeit beeinflußten, sollen die wichtigsten historischen Hintergründe an dieser Stelle kurz angerissen werden.

1.1 Die politische Situation Englands zu Zeiten Lockes

1603 bestieg der Sohn Maria Stuarts, Jakob I., den englischen Thron. Insgesamt trat Jakob I. als Monarch bis auf einige Ausnahmen in der Außenpolitik nicht sonderlich hervor. Er verzichtete weitestgehend auf eine Zusammenarbeit mit dem Parlament und begünstigte die anglikanische Kirche, der er nach seiner Krönung beitrat, in nicht geringem Maße, was heftige Widerstände im Land hervorrief. Sein Nachfolger Karl I. führte diesen Kurs seit 1625 weiter, ging sogar einen Schritt weiter und löste das Parlament auf, das immer wieder versuchte, die königliche Macht einzudämmen. Mit Hilfe der anglikanischen Kirche versuchte er, seine Machtposition zu festigen. Die Zusammenarbeit mit der Kirche und die Aufzwängung des Katholizismus führten zum Widerstand bei den Evangelisten, besonders den schottischen Calvinisten. Diese erhoben sich gegen den König, was Karl I. zwang, ein neues Parlament einzuberufen, um sich Mittel für einen Krieg gegen die Aufständischen zu erbitten. Das neue Parlament, auch Langes Parlament genannt, sah seine Chance gekommen, das Königtum zu entmachten und stellte sich auf die Seite der calvinistischen Puritaner. Unweigerlich kam es somit 1642 zum Bürgerkrieg zwischen den Königstreuen und den Puritanern, welchen letztere unter Oliver Cromwell 1649 für sich entscheiden konnten. Mit großer Brutalität schaffte Cromwell es erstmalig, England, Schottland und Irland zu vereinigen. Karl I. wurde hingerichtet und die Republik wurde ausgerufen. Cromwell übernahm 1653 als Lord Protector die Regierungsgewalt. Nach seinem Tode 1658, sollte sein Sohn Richard über die Republik verfügen, besaß jedoch nicht das politische Geschick seines Vaters und dankte 1659 ab. Es folgte die Restauration der Stuarts unter Karl II. im Jahre 1660, der den Bruch zwischen Krone und Parlament zu vermeiden suchte. Karls Nachfolger, Jakob II., der ab 1685 regierte, stieß mit seiner Rekatholisierungspolitik auf heftigen Widerstand. Nachdem Jakob II. im Zuge der Glorious Revolution von 1688/89, die eine Machtverlagerung von der Krone ins Parlament, bürgerliche Freiheit, sowie Kontrolle der politischen Macht herbeiführte, den Thron verließ, wurde der ehemalige niederländische Generalstatthalter Wilhelm III. von Oranien sein Nachfolger, bis schließlich 1702 Anna I. zur Königin ernannt wurde.1

1.2 Lockes Leben

John Locke (junior), wird am 29. August des Jahres 1632 in Wrington, Grafschaft Somerset, geboren. Sein Vater, John Locke senior, ist Anwalt und wie seine Mutter Agnes Locke auch, Kind puritanischer Gewerbeleute, die der Mittelschicht der Landbevölkerung angehörten. Durch Vererbung hatte es die Familie Locke zu einigem Wohlstand gebracht. Als die Spannungen zwischen Parlament und Krone 1642, kurz nach John Lockes zehnten Geburtstag, zum Bürgerkrieg führen, ergreift sein Vater die Initiative auf Seiten der Parlamentsarmee und wird von Oberst Popham zum Kapitän eines Kavallerieregimentes ernannt. Jene Bekanntschaft des Vaters zu Oberst Popham führt 1646 dazu, daß John Locke ein Stipendium an der zu der Zeit angesehensten Schule, der Londoner Westminster School, erhält. Sein Fleiß und seine Intelligenz führen Locke nach Erhalt eines weiteren Stipendiums 1652 an das Christ Church College in Oxford. Er studiert Philosophie, hört Vorlesungen über Medizin und nimmt verschiedene akademische Aufgaben wahr. Durch die Freundschaft zu dem berühmten Naturforscher Robert Boyle, die sich Anfang der sechziger Jahre entwickelt, steigt Locke zu einer medizinischen Autorität auf. Aus dieser Zeit resultieren auch die ersten politische n und philosophischen Schriften Lockes. Er zeigt sich als protestantischer Royalist, der die Restauration der Stuarts begrüßt. Politisch liberal sind seine Ansichten zu der Zeit nicht. Nach einem Abstecher in die Politik und besonders der Diplomatie als Gesandtschafts-sekretär, lehnt er den Posten eines Botschaftssekretärs ab und kehrt 1667 wieder nach Oxford zurück, wo er die Bekanntschaft des späteren Grafen von Shaftesbury, Lord Cooper, macht, dessen Leibarzt und Sekretär er wird.

[...]


1 Vgl. Elze/Repgen: Studienbuch Geschichte, Band 2, 5. Auflage, Stuttgart 1999, Seite 131 ff.

Kommentare

Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:

http://www.grin.com/e-book/41588/