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Zu: 'Power and Mission' von Detlef Junker

Literature Review, 2004, 4 Pages
Author: Catrin Knußmann
Subject: Politics - International Politics - Region: USA

Details

Category: Literature Review
Year: 2004
Pages: 4
Grade: 2,0
Language: German
Archive No.: V41705
ISBN (E-book): 978-3-638-39917-3

File size: 145 KB


Excerpt (computer-generated)

Johannes-Gutenberg-Universität Mainz
Institut für Politikwissenschaft
Grundseminar: Internationale Beziehungen

Rezension von: 

Catrin Knußmann

„Power and Mission“ von Detlef Junker

3. Auflage erschienen 2003 im Herder Verlag, Freiburg im Breisgau

 

 

Zum Buch

Die patriotische Hysterie, die in Amerika nach den Terroranschlägen des 11. Septembers 2001 zu beobachten war, ist kein Einzelfall. Das zeigt sich ganz deutlich, wenn man an den Kulturkampf gegen die Deutsch-Amerikaner im Ersten Weltkrieg zurückdenkt. Der Begriff „Sauerkraut“ sollte komplett aus dem Sprachgebrauch in den USA verschwinden. Deshalb nannte man das bei den Deutschen so beliebte Essen einfach in „liberty cabbage“ (Freiheitskraut) um. Allerdings setze sich das liberty cabbage niemals durch.

An diesem Beispiel lässt sich jedoch belegen, dass die Amerikaner auf innen- und außenpolitische Krisen immer sehr deutlich und mit unbedingter Vaterlandsliebe reagieren. Detlef Junker schreibt in seinem Buch „Power and Mission“: „Dieses periodisch auftretende patriotische Fieber hat allerdings in der bisherigen Geschichte die amerikanische Demokratie nie ernsthaft gefährden können.“

In „Power and Mission“ beschreibt Junker, der als einer der renommiertesten Amerikakenner Deutschlands gilt, was Amerika wirklich antreibt. Er schlägt geschickt und in aller Kürze einen Bogen vom ersten Präsidenten der Vereinigten Staaten, also George Washington, bis hin zum dreiundvierzigsten, George W. Bush. Er geht dabei von der amerikanischen Politik und von einer Globalisierung des amerikanischen Einflusses seit der Unabhängigkeitserklärung im Jahre 1776 aus. Angefangen mit der Eroberung des „Wilden Westens“ über die Expansion nach Südamerika und Asien, seien die USA zur „imperialen Hypermacht der Gegenwart geworden“, so Junker. Doch diese Erklärungen reichen dem Universitätsprofessor noch nicht. Er versucht die inneren ideologischen Bedingungen zu erklären. Dabei beruft er sich auf die Leitbegriffe „Mission“ und „Power“, die man ja auch schon in seinem Buchtitel wieder findet. Anhand dieser beiden Begriffe sollen sowohl die Kontinuität als auch die Brüche in der amerikanischen Geschichte herausgearbeitet werden.

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