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Details

Veranstaltung: Proseminar: Einführung in die Morphologie
Institution/Hochschule: Ruhr-Universität Bochum (Germanistisches Institut)
Tags: Derivation, Deutschen, Suffix, Proseminar, Einführung, Morphologie
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2003
Seiten: 14
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 8  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 215 KB
Archivnummer: V41767
ISBN (E-Book): 978-3-638-39968-5
ISBN (Buch): 978-3-638-77261-7

Zusammenfassung / Abstract

Das Suffix –lich wird in der deutschen Sprache aus synchroner Sicht, und in einigen Zusammenhängen auch mit Hilfe der Diachronie, charakterisiert. Von Interesse ist dabei, die bestehenden Systematisierungen und Regeln darzustellen, zu überprüfen, und – soweit dies nötig erscheint – zu diskutieren. Dies soll insbesondere hinsichtlich der Basis der Wortbildungen, der morphologischen Merkmale, des Vorkommens von Fugen und der semantischen Besonderheiten geschehen. Zusätzlich zu der näheren Beschäftigung mit dem Suffix –lich diskutiert diese Arbeit auch den traditionellen Derivationsbegriff, und gibt einen kurzen Überblick über die explizite Adjektivderivation mit ihren unterschiedlichen Affix-Varianten.

Textauszug (computergeneriert)

Ruhr-Universität Bochum
Germanistisches Institut
WS 2002/03

Proseminar: Einführung in die Morphologie

Hausarbeit

Die Derivation
und das Suffix -lich

von 

Florian Rosenbauer

 

 

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung Seite 3

2. Was ist Derivation? Seite 3
2.1. Anmerkungen Seite 3

3. Die explizite Adjektivderivation Seite 7
3.1. adjektivische Präfigierung Seite 7
3.2. adjektivische Suffigierung Seite 8

4. Das Derivationssuffix -lich Seite 9
4.1. kurze, diachrone Betrachtung Seite 9
4.2. substantivische Basis Seite 9
4.3. verbale Basis Seite 11
4.4. adjektivische Basis Seite 12
4.4.1. Sonstige Merkmale Seite 13

5. Literaturverzeichnis Seite 14

 

 

1. Einleitung

Im Folgenden soll anhand vorhandener Literatur und eigener Beobachtungen das Suffix -lich in der deutschen Sprache aus synchroner Sicht, und in einigen Zusammenhängen auch mit Hilfe der Diachronie, charakterisiert werden.
Von Interesse ist dabei, die bestehenden Systematisierungen und Regeln darzustellen, zu überprüfen, und - soweit dies nötig erscheint - zu diskutieren.

Dies soll insbesondere hinsichtlich der Basis der Wortbildungen, der morphologischen Merkmale, des Vorkommens von Fugen und der semantischen Besonderheiten geschehen.

Vor der näheren Beschäftigung mit dem Suffix -lich scheint es allerdings sinnvoll, den traditionellen Derivationsbegriff zu umreißen, sowie einen kurzen Überblick über die explizite Adjektivderivation mit ihren unterschiedlichen Affix-Varianten zu geben. Dabei wird jedoch für keinen der beiden Bereiche ein Anspruch von Vollständigkeit erhoben.

2. Was ist Derivation?

Die Derivation (lat. derivare „leiten, ableiten, wegleiten“) stellt neben der Komposition eines der beiden hauptsächlichen Mittel der Wortbildung in der deutschen Sprache dar.
Unter den Begriff der Derivation fallen zwei Arten von Wortbildung: Die explizite Derivation, bei der Wortbildungsaffixe an Wörter (Glücklich oder beladen) oder an Konfixe (politisch) angehängt werden, und die implizite Derivation, bei der sich die Ableitung durch den Ablaut vollzieht (trinken – tränken). Einige Grammatiken ordnen außerdem die Konversion als eine dritte, „besondere Art der Ableitung“ (Schöneck 2000, 112) der Derivation zu.
Für diese kurze Übersicht wird jedoch nur die explizite Derivation von Interesse sein, und soll im Folgenden nur noch mit dem Begriff Derivation oder Ableitung bezeichnet werden.
Bei der Ableitung werden mindestens zwei Glieder zusammengefügt. Dabei ist ein Glied ein selbstständiges Wort oder ein Konfix, das andere Glied ein Derivationsaffix (Glücklich - SubstantivDerivationssuffix). 

Die Derivationsaffixe (im Allgemeinen Prä- und Suffixe, eingeschränkt aber auch Zirkumfixe) lassen sich folgendermaßen unterscheiden: Suffixe bestimmen die Wortart des Derivats, so bilden z.B. -ung, -heit, -keit, und -schaft Substantive (Leitung, Freiheit, Einigkeit, Freundschaft). Die Suffixe -bar, -lich, -haft, -isch, -ig usw. bilden Adjektive (brauchbar, grünlich, grauenhaft, logisch, goldig). Die Endungen -en, -eln, -ieren usw. zeigen Verben an (rauchen, heimeln, halbieren), und -s, -falls usw. erzeugen Adverben (jedenfalls, wochentags).

Allerdings ist mit der Suffigierung nicht zwangsläufig ein Wechsel der Wortart bei dem abgeleiteten Wort verbunden. Denn „bestimmte Suffixe können das Ausgangswort (Basis) nur modifizieren“ (Schöneck 2000, 110). So bewirkt z.B. das Suffix -chen bei Substantiven, ebenso wie -lich bei Adjektiven eine diminuierende Abschwächung (Fleischer et al. 1992, 261) – Baum zu Bäumchen, gelb zu gelblich.

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