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"Kölner Schüler engagieren sich!" Kinder einer Grundschule begegnen Senioren close

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"Kölner Schüler engagieren sich!" Kinder einer Grundschule begegnen Senioren

Examination Thesis, 2005, 34 Pages
Author: Eike Weimann
Subject: Pedagogy - General

Details

Category: Examination Thesis
Year: 2005
Pages: 34
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 19  Entries
Language: German
Archive No.: V41875
ISBN (E-book): 978-3-638-40048-0
ISBN (Book): 978-3-638-65522-4
File size: 166 KB
Notes :
Kinder der GGS XXXstraße begegnen Senioren und beteiligen sich am Kölner Ehrenwettbewerb „KölnEngagiert 2005“. Zweite Examensarbeit für das Studienseminar für die Lehrämter an Schulen


Abstract

Die Generationen haben sich heute spürbar auseinander entwickelt. Angeheizt durch die Medien entsteht das Bild einer brüchiger werdenden Generationensolidarität. Die Distanz zwischen den Generationen ist oft so groß, dass der soziale Friede gefährdet scheint. Deutlich zeigt sich dies beispielsweise in der Armutsdebatte, in der unter Überschriften wie „Arme Junge, reiche Alte“ oder „(Verteilungs-) Kampf der Generationen“ eine soziale Polarisierung stattfindet. Diese zunehmende Distanz macht sich auch im schulischen Leben bemerkbar: Kinder haben vielfach nur noch sporadisch Kontakt zu alten Menschen. Eine solche Entwicklung einer Entfremdung der Lebenswelten führt schließlich zu einer Verinselung der Generationen. Auf Seiten der Kinder lässt sich dies daran erkennen, dass sie überwiegend ein Leben in pädagogisch besetzten Räumen führen, die für sie geschaffen wurden und zwischen denen sie meist ausschließlich hin und her wechseln.In Zukunft wird dieser Trend durch den flächendeckenden Ausbau der Ganztagsangebote vermutlich noch verstärkt. Aus dieser einseitigen Einschränkung des Personenkreises, zu dem Kinder oft nur noch Zugang haben, resultieren erkennbar Defizite für die Entwicklung. So hat man heute vielfach den Eindruck, Kindern sind das Gefühl und die Wahrnehmung für ihre Umwelt und ihre Mitmenschen verloren gegangen. Aber auch die alten Menschen führen heute eher ein ausgefülltes Rentnerleben in der eigenen Generation bis zu dem Zeitpunkt, an dem sie nicht mehr für sich sorgen können und in für sie bestimmten Räumen auf das Abstellgleis geschoben werden. Kontakte von alten Menschen zu Kindern kommen so nur vereinzelt zu Stande. Dabei sind heute alte Menschen so lange geistig und körperlich fit wie keine Generation zuvor. Viele fürchten sich vor Vereinsamung oder davor, im Alter eine Last zu werden und wünschen sich sinnvolle Aufgaben in der dritten Lebenshälfte nach dem Nachlassen familiärer Verpflichtungen und dem Ausscheiden aus dem Berufsleben.


Excerpt (computer-generated)

„Kölner Schülerinnen und Schüler engagieren sich!“

Kinder der GGS XXXstraße begegnen Senioren und beteiligen
sich am Kölner Ehrenwettbewerb
„KölnEngagiert 2005“

Schriftliche Hausarbeit gemäß § 33 OVP

vorgelegt beim Studienseminar für Lehrämter

von

Eike Weimann

 

Gliederung

1 Zum Themenverständnis ... 4

2 Zielsetzung  ... 8
2. 1 Kinder  ... 8
2. 2 Alte Menschen  ... 9
2. 3 Beide Generationen ...  10

3 Planung des Projektes  ... 12
3. 1 Projektspezifisches Bedingungsfeld  ... 12
3. 2 Zur Vorbereitung der Kinder  ... 13
3. 2. 1 Vorerfahrungen  ... 13
3. 2. 2 Möglichkeiten der Vorbereitung  ... 14
3. 3 Regeln für den Umgang zwischen den Kindern und den alten Menschen  ... 15
3. 4 Unsere Besucher  ... 15
3. 4. 1 Großeltern  ... 16
3. 4. 2 Seniorengruppen  ... 16
3. 4. 3 Altenheimbewohner ...  17
3. 5 Einladung ...  17
3. 6 Projektfragen  ... 18
3. 7 Interviews  ... 20
3. 8 Ergebnissicherung  ... 21

4 Durchführung des Projektes  ... 22
4. 1 Begegnung  ... 22
4. 2 Interviews  ... 23
4. 3 Ergebnissicherung ... 25

5 Auswertung  ... 27
5. 1 Kinderperspektive  ... 27
5. 2 Perspektive der alten Menschen  ... 28
5. 3 Familienperspektive  ... 29
5. 4 Ausblick  ... 29

6 Quellenverzeichnis  ... 31

 

 

1 Zum Themenverständnis

Gemäß der Ordnung des Vorbereitungsdienstes und der Zweiten Staatsprüfung für die Lehrämter an Schulen (OVP) § 33 vom 11.November 2003 soll ich mich in der Hausarbeit systematisch mit einem Gegenstand meiner pädagogischen Praxis auseinandersetzen und zeigen, dass ich fähig bin, Konzepte für die Anwendung in der Schule zu entwickeln. 

In meiner pädagogischen Praxis zeigt sich, dass Kinder heute kaum noch Begegnungen mit älteren Menschen haben. Die Gegenwart zeichnet sich durch einen raschen Wandel und eine zunehmende Entfremdung der Lebenswelten aus. Und obwohl das Zusammenleben der Generationen unter einem Dach in den vergangenen Jahrhunderten selbstverständlich war,1 gibt es heute kaum noch Berührungen zwischen den Generationen. Gibt es sie doch, so stellt dies bereits eine berichtenswerte Sensation dar.2

Die Generationen haben sich heute spürbar auseinander entwickelt. Angeheizt durch die Medien entsteht das Bild einer brüchiger werdenden Generationensolidarität. Die Distanz zwischen den Generationen ist oft so groß, dass der soziale Friede gefährdet scheint. Deutlich zeigt sich dies beispielsweise in der Armutsdebatte, in der unter Überschriften wie „Arme Junge, reiche Alte“ oder „(Verteilungs-) Kampf der Generationen“ eine soziale Polarisierung stattfindet.3

Diese zunehmende Distanz macht sich auch im schulischen Leben bemerkbar: Kinder haben vielfach nur noch sporadisch Kontakt zu alten Menschen.4 Eine solche Entwicklung einer Entfremdung der Lebenswelten führt schließlich zu einer Verinselung der Generationen. Auf Seiten der Kinder lässt sich dies daran erkennen, dass sie überwiegend ein Leben in pädagogisch besetzten Räumen führen, die für sie geschaffen wurden und zwischen denen sie meist ausschließlich hin und her wechseln. Dazu gehören beispielsweise die Schule, der Hort, Sportvereine und die Musikschule. In Zukunft wird dieser Trend durch den flächendeckenden Ausbau der Ganztagsangebote vermutlich noch verstärkt. Aus dieser einseitigen Einschränkung des Personenkreises, zu dem Kinder oft nur noch Zugang haben, resultieren erkennbar Defizite für die Entwicklung.5 So hat man heute vielfach den Eindruck, Kindern sind das Gefühl und die Wahrnehmung für ihre Umwelt und ihre Mitmenschen verloren gegangen.6

Aber auch die alten Menschen führen heute eher ein ausgefülltes Rentnerleben in der eigenen Generation bis zu dem Zeitpunkt, an dem sie nicht mehr für sich sorgen können und in für sie bestimmten Räumen auf das Abstellgleis geschoben werden. Kontakte von alten Menschen zu Kindern kommen so nur vereinzelt zu Stande.

Dabei sind heute alte Menschen so lange geistig und körperlich fit wie keine Generation zuvor. Viele fürchten sich vor Vereinsamung oder davor, im Alter eine Last zu werden und wünschen sich sinnvolle Aufgaben in der dritten Lebenshälfte nach dem Nachlassen familiärer Verpflichtungen und dem Ausscheiden aus dem Berufsleben.7

Stattdessen verbringen beide Generationen ein Leben in den für sie vorgesehenen Einrichtungen, in denen sie völlig voneinander getrennt leben und betreut werden.8 Durch diese Verinselung können jedoch beidseitig bereichernde Erfahrungen zwischen Kindern und alten Menschen nicht gemacht werden.9 Dabei zeigt ein Blick in die Vergangenheit, dass früher mit dem intergenerationellen Zusammenleben ein gegenseitiges Profitieren einherging.10

Auch heute könnten die Kinder in Begegnungen von der Lebenserfahrung der alten Menschen profitieren. Zudem könnten sie ihre sozialen und kommunikativen Fähigkeiten verbessern. Allein durch die Veränderung der Altersstruktur11 drängt sich die Frage auf, ob nicht das bei den alten Menschen offenbar werdende Potenzial an Wissen und Erfahrung nachfolgenden Generationen zugänglich gemacht werden sollte. Außerdem zeigt sich, dass nicht nur die Kinder von einer Kontaktaufnahme mit alten Menschen profitieren, beide Generationen können durch gegenseitiges Engagement dauerhaft etwas voneinander lernen. 
Aus diesen Gründen erscheint es mir wichtig, Kindern Gelegenheit zu einer Kontaktaufnahme mit alten Menschen zu geben. Im Übrigen wird auch den Vorgaben des Lehrplanes genüge getan. So lässt sich ein solches Projekt den im Lehrplan vorgesehenen Aufgabenschwerpunkten „Zeiteinteilung und Zeitabläufe“, sowie „Früher und heute“ zuordnen.12

[....]


1 vgl. Pädagogisches Konzept, S. 9; Becker-Textor, S. 61.

2 s. 37°: Das Vier-Generationen-Haus. Was Großfamilien zusammenhält. Dokumentation, 3sat v. 07.04.2005, 18.00-18.30h.

3 Butterwegge/ Klundt, S. 21; Niejahr, Die Zeit v. 21.10.99.

4 Heiß/ Textor, S. 34; Amrhein/ Schüler, S. 9.

5 vgl. Becker-Textor, S. 61.

6 vgl. Hurrelmann, Gewalt macht Schule.

7 vgl. EFI, S. 2f.; vgl. Amrhein/ Schüler, S. 9.

8 vgl. www.mobile-familienmagazin.de.

9 vgl. Heiß/ Textor, S. 34.

10 vgl. Pädagogisches Konzept S. 9; Becker-Textor, S. 61.

11 vgl. Joachim Bublath, ZDF, 22.15-22.45h v.5. 4. 2005.

12 LP, S. 62.


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