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Volatilitätsmanagement

Scholary Paper (Seminar), 2003, 35 Pages
Author: Markus Slamanig
Subject: Economics / Business: Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2003
Pages: 35
Grade: Sehr Gut
Bibliography: ~ 16  Entries
Language: German
Archive No.: V41895
ISBN (E-book): 978-3-638-40061-9
ISBN (Book): 978-3-640-42919-6
File size: 529 KB

Abstract

Die Finanzmärkte sind seit längerem geprägt von Liberalisierung, Deregulierung und Globalisierung. Dies bringt enorme Vorteile und Freiheiten mit sich: ein freier Finanzverkehr ohne nationale Grenzen und Einschränkungen und aufgrund mangelnder internationaler Instanzen gibt es diesbezüglich keine behördlichen Regulierungen. Ganz dem Prinzip von Angebot und Nachfrage sind den Finanzgeschäften Tür und Tor geöffnet. Doch diese Freiheiten, Chancen und Möglichkeiten sind zweifelsohne auch mit enormen Risiken verbunden. Darüber hinaus ist es noch gar nicht so lange her, da galt noch der Ertrag bzw. die Rendite als das entscheidende Kriterium bei der Beurteilung eines Wertpapiers. Der Erfolg bzw. die Performance einer Anlageform wurde beinahe ausnahmslos an der Rendite gemessen. Doch aufgrund der oben erwähnten Änderungen der Rahmenbedingungen auf den Finanzmärkten und den bereits erwähnten enormen Risiken derselben hat ein Bewusstseinswandel stattgefunden, bei welchem nun vermehrt die Aufmerksamkeit auch auf dieses Risiko gelenkt wird. Vor diesem Hintergrund der steigenden Internationalisierung und Globalisierung der Finanzmärkte stieg in den letzten Jahren das Bestreben nach neueren Formen der Finanzierung, welche nicht zuletzt durch den Einsatz neuer Informations- und Kommunikationstechnologien stark beeinflusst wurden. „Finanzmärkte sind heutzutage keine national beschränkten Veranstaltungen mehr, zu denen Marktteilnehmer anderer Länder keinen Zugang hätten.“ Basierend auf diesen Entwicklungen hat neben den „klassischen“ Wertpapierkategorien, wie Aktien, Anleihen und entsprechende Mischformen, die Bedeutung von innovativen Instrumenten stark zugenommen. Diese neueren Formen der Finanzierung werden unter dem Modebegriff der Finanzderivate zusammengefasst. „Derivate sind Finanzprodukte, denen andere Finanzprodukte zugrunde liegen. [...] für gewöhnlich Termingeschäfte, also Geschäfte (z. B. Devisenkauf) die erst zu einem Zeitpunkt in der Zukunft erfüllt werden müssen, deren Preise die jeweiligen Marktteilnehmer jedoch vorab festlegen.“


Excerpt (computer-generated)

Volatilitätsmanagement

von: Markus Slamanig

 


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung 1

2 Begriffliche Grundlagen 3

2.1 Risiko  4
2.2 Volatilitätsmanagement 7

3 Arten von Volatilität 8

3.1 Historische Volatilität 9
3.2 Implizite Volatilität  9

4 Ermittlung der Volatilität 11

4.1 Ermittlung der historischen Volatilität 11
4.2 Ermittlung der impliziten Volatilität 13

5 Einflussfaktoren auf die Volatilität  16

6 Anwendungsbereiche des Volatilitätsmanagements  17

6.1 Diversifikationseffekte 17
6.2 Volatilitätsberechnungen an der Börse 19
6.3 Volatilität = Betafaktor und Korrelation 19
6.4 VDAX 22
6.5 Sensitivitätskennzahlen bzw. Greek Letters  23
6.6 Risikoadjustierung bei Investmentfonds 27
6.7 Duration 28

7 Resümee 30

8 Quellenverzeichnis 32
 


 

1 Einleitung

Die Finanzmärkte sind seit längerem geprägt von Liberalisierung, Deregulierung und Globalisierung. Dies bringt enorme Vorteile und Freiheiten mit sich: ein freier Finanzverkehr ohne nationale Grenzen und Einschränkungen und aufgrund mangelnder internationaler Instanzen gibt es diesbezüglich keine behördlichen Regulierungen. Ganz dem Prinzip von Angebot und Nachfrage sind den Finanzgeschäften Tür und Tor geöffnet. Doch diese Freiheiten, Chancen und Möglichkeiten sind zweifelsohne auch mit enormen Risiken verbunden. 1

Darüber hinaus ist es noch gar nicht so lange her, da galt noch der Ertrag bzw. die Rendite als das entscheidende Kriterium bei der Beurteilung eines Wertpapiers. Der Erfolg bzw. die Performance einer Anlageform wurde beinahe ausnahmslos an der Rendite gemessen. Doch aufgrund der oben erwähnten Änderungen der Rahmenbedingungen auf den Finanzmärkten und den bereits erwähnten enormen Risiken derselben hat ein Bewusstseinswandel stattgefunden, bei welchem nun vermehrt die Aufmerksamkeit auch auf dieses Risiko gelenkt wird. Vor diesem Hintergrund der steigenden Internationalisierung und Globalisierung der Finanzmärkte stieg in den letzten Jahren das Bestreben nach neueren Formen der Finanzierung, welche nicht zuletzt durch den Einsatz neuer Informations- und Kommunikationstechnologien stark beeinflusst wurden. „Finanzmärkte sind heutzutage keine national beschränkten Veranstaltungen mehr, zu denen Marktteilnehmer anderer Länder keinen Zugang hätten.“2

Basierend auf diesen Entwicklungen hat neben den „klassischen“ Wertpapierkategorien, wie Aktien, Anleihen und entsprechende Mischformen, die Bedeutung von innovativen Instrumenten stark zugenommen. Diese neueren Formen der Finanzierung werden unter dem Modebegriff der Finanzderivate zusammengefasst.3 „Derivate sind Finanzprodukte, denen andere Finanzprodukte zugrunde liegen. [...] für gewöhnlich Termingeschäfte, also Geschäfte (z. B. Devisenkauf) die erst zu einem Zeitpunkt in der Zukunft erfüllt werden müssen, deren Preise die jeweiligen Marktteilnehmer jedoch vorab festlegen.“4

2 Begriffliche Grundlagen

Aufgrund der oben erwähnten veränderten Rahmenbedingungen, stehen einem Investor ein enormes Spektrum an unterschiedlichen Möglichkeiten zur Verfügung, sein Kapital zu veranlagen; zentrale Fragestellung ist nun, wie ein Anleger sein Portfolio strukturieren sollte. „Die Strukturierung eines Portefeuilles wird auch als Asset Allocation bezeichnet.“5 Darunter versteht man zum einen die Zuordnung vorhandener Geldmittel zu Vermögensgegenständen bzw. die Aufteilung des Vermögens auf verschiedene Anlageklassen wie z.B. Aktien, Anleihen oder Immobilien, die sich wiederum hinsichtlich der Risikoprofile, Anlagefokus (kurz-, mittel- und langfristig) und der finanziellen Möglichkeiten des Investors unterscheiden sowie zum anderen die Struktur des Depots selbst, welche in den einzelnen Anlagekategorien ausgedrückt wird.6 Durch die Investition in unterschiedliche Wertpapiere mit unterschiedlichem Zeithorizont sowie der gleichzeitigen nationalen und internationalen Allokation soll neben einer Reduktion des Anlagerisikos auch eine höhere Rendite erwirtschaftet werden. Meist bewegen sich die Renditen aus Aktien, Renten, Immobilien und Geldmarktpapieren nicht parallel zueinander; auf diese Weise kann der Wertrückgang der einen Anlageform durch die Wertsteigerung einer anderen oft gemäßigt werden.

Bei der Entscheidung hinsichtlich der bestmöglichen Strukturierung bzw. Gewichtung des Portfolios bilden beim Anleger vor allem folgende Faktoren die Entscheidungsgrundlage: Markteinschätzung, Risikofähigkeit, Zeithorizont sowie steuerliche und regulatorische Rahmenbedingungen. Auf der Kapitalmarktseite ist hingegen vor allem zu analysieren, wie sich die Risiko- und Rendite-Eigenschaften der einzelnen Anlagekategorien im Zeitablauf verändern. Dies hängt wesentlich von den bestehenden und den jeweils zu erwartenden politischen, wirtschaftlichen und konjunkturellen Rahmenbedingungen ab und so stellen die starken strukturellen und konjunkturellen Veränderungen der jüngeren Vergangenheit die Anleger heute vor neue Herausforderungen. 7 Dividenden und Kurs-Gewinn-Verhältnisse lassen nun zwar auf zukünftige Erträge schließen, sagen jedoch noch lange nichts über die mit dieser Anlage verbundenen Risiken aus. Hierzu bedarf es den Anlegern zusätzlicher Entscheidungshilfen, die über das mit den verschiedenen Anlageformen verbundene Verhältnis von Chancen und Risiken Aufschluss geben. Dieses Verhältnis wird durch Kennzahlen ausgedrückt, die sich wiederum unter dem Oberbegriff „Risikomaße“ zusammenfassen lassen.8

Abb. 1: Das Magische Dreieck der Geldanlage9 [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]

Die Abbildung 1 zeigt noch einmal die Kriterien, durch die ein Asset charakterisiert ist, neben der Rendite und der Liquidität, wird auch dem Risiko bzw. Sicherheit große Aufmerksamkeit geschenkt. Auf letzteres soll nun näher eingegangen werden.

2.1 Risiko

[...]


1 vgl. BB E I K E , 2001, S. 40

2 BB E I K E ,, 2001, S. 5

3 vgl. SS T E I N E R , 2000, S. 1 f

4 BB E I K E ,, 22 00 00 11 , S. 5

5 BB E I K E ,, 22 00 00 11 ,, S. 10

6 vgl. URL: http://www.capital.de/mg/lex/1644746.html sowie URL: http://www.lgt.com/lgt/cms/group/de/glossary.html

7 vgl. URL: http://www.nnz.ch/2003/01/28/qh/page-article8LNUJ.html

8 vgl. JJ U N G B L U T , 2000, S. 175

9 vgl. BB E I K E , 2001, S. 43


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