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Scholary Paper (Seminar), 2003, 32 Pages
Author: Markus Slamanig
Subject: Economics / Business: Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
Details
Tags: Frühwarnsysteme, Beurteilung, Kreditwürdigkeit
Year: 2003
Pages: 32
Grade: Sehr Gut
Bibliography: ~ 2 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-40062-6
ISBN (Book): 978-3-640-42921-9
File size: 498 KB
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Abstract
Vor dem Hintergrund der derzeitigen Wirtschaftslage, der steigenden Anzahl an Insolvenzen und dem enormen Kursverfall an den internationalen Börsen, um nur einige Faktoren zu nennen, wird die Forderung zur höchstmöglichen Abschätzung und adäquaten Beurteilung jeglicher Risikofaktoren immer lauter. Vor allem klein- und mittelständische Unternehmen sind zu einem überwiegenden Anteil fremdfinanziert, also mit Krediten von Banken. Somit nimmt vor allem der Bereich der Banken einen erheblichen Stellenwert ein. Kreditforderungen stellen einen relativ großen „Block“ im Aktiva-Bereich einer Bankbilanz dar. Bedacht der Tatsache, dass sich uneinbringliche Forderungen (Kredite) negativ auf das Ergebnis einer Bank auswirken, wächst das Bestreben nach einem Instrumentarium zur optimalen Risikosteuerung und -kontrolle, um dadurch die Risikostruktur, die mit der Vergabe von Krediten zweifelsohne im Zusammenhang steht, transparenter zu gestalten. Da gerade das Kreditgeschäft sowohl von wirtschaftlichen als auch von gesellschaftlichen Entwicklungen beeinflusst wird, besteht die primäre Aufgabe des Kredit- und Risikomanagements darin, potentielle Veränderungen rechtzeitig wahrzunehmen, um auf die daraus resultierenden Chancen und Risiken entsprechend reagieren zu können.
Excerpt (computer-generated)
Frühwarnsysteme zur Beurteilung der Kreditwürdigkeit
von: Markus Slamanig
Inhaltsverzeichnis
1 Die Notwendigkeit eines systematischen und effizienten Kreditmanagements 1
2 Risikomanagement als Teil des Kreditmanagements 2
2.1 Risikobegriffe 3
2.2 Optimierung des Kreditportefeuilles 4
3 Frühwarnsysteme – ein Überblick 5
3.1 Abgrenzung Bonitätsklassen – Risikoklassen 6
3.2 Elemente und Merkmale 7
3.3 Beurteilungskriterien 8
3.3.1 Bilanzbonität 8
3.3.2 Unternehmenssituation 9
3.3.3 Kontoführung 9
3.3.4 Kreditsicherheiten 10
3.4 Bonitätsklassensysteme in der Praxis 11
3.4.1 Bonitätsklassensystem der CA 11
3.4.2 Risikoklassensystem des Raiffeisensektors 11
3.5 Regelungen gemäß BWG – Charakteristika und Zuordnungskriterien 14
3.5.1 Ohne erkennbares Ausfallsrisiko 14
3.5.2 Anmerkungsbedürftig 15
3.5.3 Notleidend 15
3.5.4 Uneinbringlich 15
3.6 Zweck und Maßnahmen von Risikoklassen 16
4 Zusammenfassung 18
5 Beispiel 19
6 Anwendungsbereiche 25
7 Kritische Würdigung 27
Literaturverzeichnis 29
Verzeichnisse
1 Die Notwendigkeit eines systematischen und effizienten Kreditmanagements
Vor dem Hintergrund der derzeitigen Wirtschaftslage, der steigenden Anzahl an Insolvenzen und dem enormen Kursverfall an den internationalen Börsen, um nur einige Faktoren zu ne nnen, wird die Forderung zur höchstmöglichen Abschätzung und adäquaten Beurteilung jeglicher Risikofaktoren immer lauter. Vor allem klein- und mittelständische Unternehmen sind zu einem überwiegenden Anteil fremdfinanziert, also mit Krediten von Banken. Somit nimmt vor allem der Bereich der Ba nken einen erheblichen Stellenwert ein. Kreditforderungen stellen einen relativ großen „Block“ im Aktiva-Bereich einer Bankbilanz dar. Bedacht der Tatsache, dass sich uneinbringliche Forderungen (Kredite) negativ auf das Ergebnis einer Bank auswirken, wächst das Bestreben nach einem Instrumentarium zur optimalen Risikosteuerung und -kontrolle, um dadurch die Risikostruktur, die mit der Vergabe von Krediten zweifelsohne im Zusammenhang steht, transparenter zu gestalten.
Abbildung 1 stellt einige der Faktoren dar, die die Bankenlandschaft in letzter Zeit stark geprägt haben. [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]
Da gerade das Kreditgeschäft sowohl von wirtschaftlichen als auch von gesellschaftlichen Entwicklungen beeinflusst wird, besteht die primäre Aufgabe des Kredit- und Risikomanagements darin, potentielle Veränderungen rechtzeitig wahrzunehmen, um auf die daraus resultierenden Chancen und Risiken entsprechend reagieren zu können.
2 Risikomanagement als Teil des Kreditmanagements
Im Rahmen des Kreditmanagements, welches als ein dynamischer Prozess anzusehen ist, ist stets auf eine „globale Betrachtungsweise“ abzustellen. Nur so ist es möglich, ein integratives Planungs-, Organisations-, Steuerungs- und Kontrollsystem im Kreditvergabeprozess aufzubauen, um letztendlich die grundlegende strategische Grundkonzeption einer Bank erfolgreich umzusetzen. Wie bereits unter Punkt 1 erwähnt, stellt das Kreditgeschäft einen hohen Anteil der Aktivposten in der Bilanz dar. Umso größer ist daher auch die Gefahr von finanziellen Verlusten, welche durch Wertberichtigungen bzw. Abschreibungen von uneinbringlichen Krediten entstehen. „Das Kreditgeschäft unterscheidet sich daher von anderen Bankgeschäften vor allem durch die Dimension „Risiko“.“1 Um den hohen Anforderungen des Kreditmanagements gerecht zu werden, steht ein weites Spektrum an Instrumentarien zur Verfügung, welche im Rahmen des Risikomanagements einzusetzen sind. Abbildung 2 soll einen systematischen Überblick über die risikopolitischen Maßnahmen geben:
Abb. 2: Das risikopolitische Instrumentarium; i.A. Schmoll [Risikomanagement im Kreditgeschäft 1993], S.38. [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]
2.1 Risikobegriffe
Da der Begriff des Risikos breit gestreut ist, erscheint es sinnvoll zunächst die häufigsten Risikobegriffe zu definieren:
- Risiko als die Gefahr des Misslingens einer Leistung
- Risiko als Gefahr einer Fehlentscheidung
- Risiko als Gefahr negativer Zielabweichung
Zusätzlich zu oben angeführten Definitionen sei noch auf das BWG § 39 verwiesen, welches unter anderem die rechtlichen Rahmenbedingungen des Kreditgeschäfts zum Inhalt hat, wobei folgende Reglements hinsichtlich der Risikosteuerung von Bedeutung sind:
- Die Geschäftsleiter eines Kreditinstitutes haben bei ihrer Geschäftsführung die Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters [...] anzuwenden.
- Dabei haben sie sich insbesondere über die bankgeschäftlichen und bankbetrieblichen Risiken zu informieren, diese angemessen zu begrenzen und Risikogleichläufe zu beachten.
- Die Kreditinstitute haben jene Verwaltungs-, Rechnungs- und Kontrollverfahren einzurichten, die für die Erfassung und Beurteilung der bankgeschäftlichen und bankbetrieblichen Risiken des Kreditinstitutes, die weitestmögliche Erfassung und Beurteilung der sich aus neuartigen Geschäften möglicherweise ergebenden Risiken sowie von Risikogleichläufen erforderlich sind. Die Zweckmäßigkeit dieser Verfahren und deren Anwendung ist von der internen Revision mindestens einmal jährlich zu prüfen.
- ... besondere bankgeschäftliche Risiken einer Großveranlagung jederzeit angemessen zu begrenzen. Ergänzend haben Kreditinstitute... Eine Großveranlagung liegt vor, wenn die ... berechneten Posten ... mindestens 500.000 Euro betragen (§ 27 BWG).
Abb. 3: Systematisierung der Risiken [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]
- Bankgeschäftliche Risiken ergeben sich aus der unmittelbaren Kundenbeziehung.
- Bankbetriebliche Risiken haben ihren Ursprung in bankinternen Quellen.
2.2 Optimierung des Kreditportefeuilles
[...]
1 Schmoll [Risikomanagement im Kreditgeschäft 1993], S.27.
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