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Autor: Martin Unsöld
Fach: Wirtschaft - Beschaffung, Produktion, Logistik
Details
Tags: Kennzahlenkonzept, Supply, Chain, Prozesse
Jahr: 2005
Seiten: 89
Note: 2,3
Literaturverzeichnis: ~ 33 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 252 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-40168-5
Textauszug (computergeneriert)
Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Freie wissenschaftliche Arbeit zur Erlangung
des Grades eines Diplom-Kaufmanns
mit dem Thema:
Kennzahlenkonzept für Supply Chain Prozesse
eingereicht von
Martin Unsöld
am 16.02.2005
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung in die Problemstellung ... 7
1.1 Ziele und Anwendungsbereiche ... 8
1.2 Aufbau und Struktur der Ausarbeitung ... 9
2 Supply Chain Management – Idee, Ansatz, Hintergrund ... 9
2.1 Definition und Ursprünge ... 10
2.2 Ziele und Potentiale ... 11
2.2.1 Effektivität und Effizienz ... 12
2.2.2 Wettbewerbsfaktoren ... 12
2.3 Das Konzept der Supply Chain ... 14
2.3.1 Strategisches Aufgabenfeld ... 16
2.3.2 Taktisches Aufgabenfeld ... 16
2.3.3 Operatives Aufgabenfeld ... 17
2.4 SCM-Software ... 17
2.4.1 ERP-Systeme ... 18
2.4.2 APS-Systeme ... 19
2.4.2.1 Merkmale von APS-Systemen ... 19
2.4.2.2 Aufbau von APS-Systemen ... 20
3 Prozesse in der Supply Chain ... 23
3.1 Funktionale vs. Prozessorientierte Organisation ... 23
3.2 Einordnung in die Logistik ... 25
3.2.1 Beschaffungslogistik ... 25
3.2.2 Produktionslogistik ... 26
3.2.3 Distributionslogistik ... 27
3.3 Supply Chain Operations Reference–Modell ... 28
3.3.1 Grundlagen des SCOR-Modells ... 28
3.3.2 Prozessstufen des SCOR-Modells ...
4 Leistungsmessung in der Supply Chain ... 33
4.1 Kennzahlen ... 33
4.2 Prozesskennzahlen ... 35
4.3 Kennzahlensysteme ... 36
4.4 Performance Measurement ... 37
4.5 Balanced Scorecard ... 38
4.6 Benchmarking ... 41
4.7 Kennzahlen des SCOR-Modells ... 43
4.8 Anforderungen an die Leistungsmessung im SCM ... 45
5 Kennzahlensystem für Supply Chain Prozesse ... 47
5.1 Allgemeine logistische Kennzahlen ... 48
5.1.1 Zeitbezogene Kennzahlen ... 48
5.1.2 Qualitätsbezogene Kennzahlen ... 49
5.1.3 Flexibilitätsbezogene Kennzahlen ... 50
5.1.4 Kostenbezogene Kennzahlen ... 50
5.2 Kernleistungsmerkmale einer Supply Chain ... 51
5.3 Planungsprozess in der Supply Chain ... 52
5.3.1 Teilprozesse der Planung ... 53
5.3.2 Kennzahlen des Planungsprozesses ... 54
5.4 Beschaffungsprozess in der Supply Chain ... 55
5.4.1 Teilprozesse der Beschaffung ... 56
5.4.2 Kennzahlen des Beschaffungsprozesses ... 59
5.5 Produktionsprozess in der Supply Chain ... 61
5.5.1 Teilprozesse der Produktion ... 62
5.5.2 Kennzahlen des Produktionsprozesses ... 65
5.6 Distributionsprozess in der Supply Chain ... 68
5.6.1 Teilprozesse der Distribution ... 69
5.6.2 Kennzahlen des Distributionsprozesses ... 71
5.7 Retourenprozess in der Supply Chain ... 73
5.7.1 Teilprozesse der Retouren ... 74
5.7.2 Kennzahlen des Retourenprozesses ... 75
5.8 Schlüsselkennzahlen ... 76
5.9 Konzeptionelle Rahmenbedingungen ... 79
6 Management Summary ... 81
Anhang ... 84
Quellenverzeichnis ... 87
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Informations-, Waren- und Geldströme in der Supply Chain ... 11
Abbildung 2: Ziele des Supply Chain Management ... 12
Abbildung 3: Beispiel einer Supply Chain ... 15
Abbildung 4: Aufbau einer SCM-Software ... 21
Abbildung 5: Verbesserungspotentiale der Prozessorientierung ... 25
Abbildung 6: Die logistische Kette ... 25
Abbildung 7: Prozessstufen des SCOR-Modells ... 29
Abbildung 8: Kernprozesse im SCOR-Modell ... 29
Abbildung 9: Prozesselementbeispiel ... 32
Abbildung 10: Erfolgsfaktoren der Balanced Scorecard ... 39
Abbildung 11: Leistungsmerkmale im SCOR-Modell ... 44
Abbildung 12: Ebenen der Leistungsmessung im SCM ... 45
Abbildung 13: Anforderungen an die Leistungsmessung im SCM ... 47
Abbildung 14: Prozesselemente des Supply Chain Planungsprozesses ... 53
Abbildung 15: Teilprozesse des strategischen Einkaufs ... 57
Abbildung 16: Teilprozesse des operativen Einkaufs ... 57
Abbildung 17: Teilprozesse des Wareneingangs ... 58
Abbildung 18: Prozesselemente des Beschaffungsprozesses ... 58
Abbildung 19: Teilprozesse der Produktionsplanung und -steuerung ... 63
Abbildung 20: Teilprozesse des innerbetrieblichen Transports ... 63
Abbildung 21: Prozesselemente des Produktionsprozesses ... 64
Abbildung 22: Teilprozesse der Distributionsplanung und -steuerung ... 69
Abbildung 23: Teilprozesse des Warenausgangs ... 70
Abbildung 24: Prozesselemente des Distributionsprozesses ... 71
Abbildung 25: Prozesselemente des Retourenprozesses der Distribution ... 74
Abbildung 26: Prozesselemente des Retourenprozesses der Beschaffung ... 75
Abbildung 27: Schlüsselkennzahlen der Supply Chain Leistungsmessung ... 77
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Verbesserungen durch Supply Chain Management ... 13
Tabelle 2: Vergleich von ERP und APS ... 23
Tabelle 3: Übersicht der Prozessoptimierung ... 24
Tabelle 4: Configuration-Toolbox ... 31
Tabelle 5: Unterschiede von traditionellen Kennzahlensystemen zum PM ... 38
Tabelle 6: Benchmarking-Arten ... 41
Tabelle 7: Kennzahlen des Top Level ... 44
Tabelle 8: Logistische Kennzahlen ... 48
Tabelle 9: Kernleistungsmerkmale von Supply Chain Prozessen ... 52
Tabelle 10: Kennzahlen der Planungsprozesse ... 54
Tabelle 11: Kennzahlen des Beschaffungsprozesses ... 60
Tabelle 12: Kennzahlen für die Prozesselemente der Beschaffung ... 60
Tabelle 13: Kennzahlen des Produktionsprozesses ... 67
Tabelle 14: Kennzahlen für die Prozesselemente der Produktion ... 67
Tabelle 15: Kennzahlen des Distributionsprozesses ... 73
Tabelle 16: Kennzahlen für die Prozesselemente der Distribution ... 73
Tabelle 17: Kennzahlen des Retourenprozesses ... 75
Tabelle 18: Kennzahlen für die Prozesselemente der Retouren ... 76
Abkürzungsverzeichnis
APS = Advanced Planning and Scheduling
BSC = Balanced Scorecard
ERP = Enterprise Resource Planning
DLZ = Durchlaufzeit
KPI = Key Performance Indicators
MRP I = Material Requirements Planning
MRP II = Manufacturing Resource Planning
PM = Performance Measurement
PPS = Produktionsplanung und -steuerung
ROI = Return on Investment
SC = Supply Chain
SCC = Supply Chain Council
SCD = Supply Chain Design
SCE = Supply chain Execution
SCM = Supply Chain Operations Reference
SCP = Supply Chain Planning
1 Einführung in die Problemstellung
In der heutigen Wettbewerbssituation sehen sich die Unternehmen einer Vielzahl von Herausforderungen gegenübergestellt. Die zunehmende Globalisierung und Innovationen in der Informations- und Kommunikationstechnologie verschärfen den Wettbewerb nachhaltig. Daraus resultiert eine Intensivierung der Konkurrenz zwischen den einzelnen Unternehmen. So erhöht sich die Anzahl der Wettbewerber, da ein globaler Markt bedient und ein weltweites Outsourcing betrieben wird.
Nicht nur der Wettbewerb, auch die Märkte befinden sich in einem Wandlungsprozess. So ermöglichen es neue Informationstechnologien dem Kunden sich besser und umfangreicher zu informieren. Dies resultiert in einem immer anspruchsvolleren und gleichzeitig auch preisbewussteren Nachfrageverhalten. Die Märkte verschieben sich dadurch deutlich vom Verkäufer- hin zu einem Käufermarkt.
Der Wettbewerbsdruck wird zusätzlich durch immer kürzere Produkt- und Innovationszyklen, auf den Kunden zugeschnittene Erzeugnisse und möglichst kurze Lieferzeiten erhöht [WALT01, S.11].
Die intensive Konkurrenz und der damit verbundene hohe Kostendruck zwingen die Unternehmen dazu, sich den Herausforderungen zu stellen. Dabei sollte die Globalisierung nicht als Nachteil verstanden werden. Vielmehr gilt es, die dadurch entstehenden Möglichkeiten und Potentiale optimal zu nutzen.
Es reicht nicht mehr aus, sich ausschließlich auf das eigene Unternehmen zu konzentrieren. Hier sind die Verbesserungspotentiale schon weitgehend ausgereizt. Früher standen Optimierungskonzepte wie Automatisierung und Computer Integrated Manufacturing (CIM) im Vordergrund. Dann folgten mitarbeiterbezogene Maßnahmen wie zum Beispiel spezielle Entlohnungs- und Anreizsysteme, Job Enlargement oder Job Enrichment [LAWR01, S.40].
In der heutigen Wettbewerbssituation kommt vor allem der ganzheitlichen Betrachtung aller Wertschöpfungsprozesse eine hohe Bedeutung zu. Logistische Ketten und Netzwerke bilden hier den Ansatzpunkt.
Das Supply Chain Management (SCM) stellt einen geeigneten Ansatz dar den geänderten Rahmenbedingungen zu begegnen.
Allerdings reicht es nicht aus neue Methoden und Organisationsstrukturen einfach nur zu implementieren. Dies stellt nur einen Aspekt dar, um Verbesserungspotentiale zu erschließen. Die eingesetzten Methoden sollten auch auf ihre Leistungsfähigkeit hin überprüft werden.
Hier setzt die Leistungsmessung, das so genannte Performance Measurement (PM), an. Das Performance Measurement unterstützt die Unternehmensführung bei der Entscheidungsfindung. Es können sowohl Schwachstellen in der Supply Chain (SC) aufgezeigt, als auch die Steuerung der Versorgungskette verbessert werden.
1.1 Ziele und Anwendungsbereiche
Der Ansatz des Supply Chain Management hat in den letzten Jahren zunehmend an Popularität gewonnen. Dies zeigt sich nicht zuletzt in einer Vielzahl von Publikationen und praktischen Umsetzungen.
Allerdings bleibt dabei oftmals der Aspekt der Leistungsmessung im Hintergrund. Dieser ist aber von entscheidender Bedeutung, da eine aussagekräftige und ganzheitliche Bewertung einer Supply Chain als Voraussetzung für eine erfolgreiche Anwendung des SCM anzusehen ist. Nur wenn eindeutige Zielsetzungen existieren und es möglich ist deren Erreichung zu überprüfen kann auch eine Aussage bezüglich des Erfolges einer SCM-Konzeption getroffen werden.
Diese Arbeit soll einen Beitrag leisten, mit Hilfe von Kennzahlen eine strukturierte Bewertung der entsprechenden Prozesse zu ermöglichen.
Hierzu wird, nach einer Einführung in das Supply Chain Management und in die Prozessorientierung, die Leistungsmessung in Verbindung mit Kennzahlen erläutert. Dabei wird auf die Besonderheiten bei der Messung von logistischen Prozessen eingegangen.
Auf den theoretischen Grundlagen aufbauend werden schließlich die charakteristischen Prozesse einer Supply Chain erarbeitet. Diesen werden dann Kennzahlen zugeordnet, welche eine Bewertung der Prozesse und Prozesselemente im Sinne des Supply Chain Management zulassen. Dabei wird ein Prozess- und Kennzahlenkonzept geschaffen, welches eine ganzheitliche und strukturierte Bewertung von Supply Chain Prozessen ermöglicht.
1.2 Aufbau und Struktur der Ausarbeitung
Im Rahmen dieser Arbeit werden im zweiten Kapitel das Supply Chain Management näher vorgestellt, und die wesentlichen Unterschiede und Erweiterungen im Hinblick auf die klassische Logistikkette verdeutlicht.
Des Weiteren werden die Anforderungen, welche an eine funktionierende Versorgungskette gestellt werden, dargestellt.
Die Erarbeitung der relevanten logistischen Prozesse, die eine Supply Chain charakterisieren, und die Darstellung vorhandener Strukturen sind dabei unerlässlich. Darauf aufbauend kann die Leistungsfähigkeit einer Supply Chain analysiert und bewertet werden.
Der zweite Teil der Ausarbeitung beschäftigt sich mit der eigentlichen Leistungsmessung in Verbindung mit den entscheidenden Kennzahlen. In diesem Zusammenhang werden Kennzahlen und Kennzahlensysteme näher erläutert. Einen wesentlichen Punkt stellt hierbei die Abgrenzung von traditionellen Kennzahlensystemen zu dem Konzept des Performance Measurement dar. Des Weiteren werden existierende Ansätze zur Leistungsmessung vorgestellt und abschließend die wesentlichen Anforderungen, welche an die Bewertung einer Supply Chain gestellt werden, erarbeitet.
Im fünften Kapitel erfolgt die Ausarbeitung der relevanten Supply Chain Prozesse und deren Kennzahlen. Auf den Referenzmodellen aufbauend und in Verbindung mit den gewonnenen Kennzahlen wird ein geeignetes Konzept erstellt, welches eine anwendbare und strukturierte Bewertung von Logistikprozessen innerhalb der Supply Chain ermöglicht. Abschließend werden konzeptionelle Rahmenbedingungen aufgeführt, welche die Leistungsmessung von Supply Chain Prozessen unterstützen.
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