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Behinderte Kinder im Unterricht: Lehren und Lernen mit behinderten Kindern

Subtitle: Über die Gestaltung des Unterrichts mit behinderten Kindern und die Problematiken von Integration

Termpaper, 2005, 26 Pages
Author: Simone Strasser
Subject: Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education

Details

Event: Theorien des Lehrens und Lernens
Institution/College: Klagenfurt University
Tags: Behinderte, Kinder, Unterricht, Lehren, Lernen, Kindern, Theorien, Lehrens, Lernens
Category: Termpaper
Year: 2005
Pages: 26
Grade: 1
Bibliography: ~ 8  Entries
Language: German
Archive No.: V42085
ISBN (E-book): 978-3-638-40204-0
ISBN (Book): 978-3-638-65646-7
File size: 146 KB

Abstract

Vor dem Schreiben dieser Arbeit habe ich nicht sehr lange überlegen müssen, um meine Themenfindung welche in Bezug zum „Lehren und Lernen“ steht, zu finden. Da ich es sehr schade finde, dass ich in meinem Studium bisher noch nicht viel über den Unterricht von behinderten Kinder in Erfahrung bringen konnte, sehe ich diese Arbeit als eine gute Möglichkeit einen Teil diesen großen Spektrums im Selbststudium aufarbeiten zu können. Der persönliche Bezug zu diesem Thema ist gegeben, da einer meiner Brüder geistig behindert ist (Autismus). Mein Bruder war bis vor einem Jahr noch in einer Behindertenschule in Waidmannsdorf. Um meine persönliche Haltung zu der Thematik oft näher erläutern zu können, wird mein Bruder – Benjamin des Öfteren in dieser Arbeit „vorkommen“ – als ein „Beispiel lebendiger Praxis“. Da ich mehr Informationen zu der persönlichen Einstellung von Sonderschullehrern in Erfahrung bringen wollte, habe ich den (ehemaligen) Lehrer (namens Michael N.) meines behinderten Bruders per Telefon kontaktiert. Ich weiß, dass dies ein sehr engagierter Sonderschullehrer ist, und sich auch für die Bedürfnisse meines Bruders stets eingesetzt hat. Aus diesem Grunde werden in dieser Arbeit auch Ausschnitte aus diesem Telefonat vorkommen. Weiteres interessiert mich diese Thematik aber sehr, da ich mir selbst sehr gut vorstellen kann, nach Beendigung meines Studiums mit behinderten Menschen zu arbeiten. Meinen Themenschwerpunkt möchte ich dabei auf den Unterricht mit behinderten Kindern im Allgemeinen legen. Zu diesen Kindern zähle ich auch Kinder mit Lernbehinderungen, auf welche ich ebenfalls eingehen werde. In weiterer Folge werde ich aber auch den gemeinsamen Unterricht von behinderten und nichtbehinderten Kindern in den Blick nehmen (Integration und Integrationsklassen). Im Telefonat mit Michael N. wurden mir einige Problematiken der Integrationsklassen – bzw. der Problematiken von Integrationslehrer bewusst. Daher möchte ich auch darauf einen weiteren Schwerpunkt legen, und diese Probleme der Integration bzw. der Problematiken für Integrationslehrer mit einem eigenen Kapitel versehen. Da gerade die Thematik der Integration eine häufig gestellte Diskussion aufwirft, möchte ich in diesem Kontext auch die Vor- und Nachteile von Integrationsklassen nennen.


Excerpt (computer-generated)

Behinderte Kinder im Unterricht: Lehren und Lernen mit
behinderten Kindern. Über die Gestaltung des Unterrichts
mit behinderten Kindern sowie über die
Problematiken von Integration

von: Simone Strasser

 


Inhaltsverzeichnis

1.) Einleitung S. 1

2.) Relevante Definitionen für den Lehr- Lernkontakt S. 2

3.) Lehren und Lernen in der Schule/im Unterricht S. 4

4.) Der Unterricht mit (geistig) behinderten, bzw. mit lernbehinderten Kindern S. 5

5.) Die Basisfunktionsschulung von behinderten Kindern S. 8

6.) Das Konzept der „sensorischen Integration“ S. 10

7.) Integration S. 11

- Voraussetzungen für Integration S. 12

8.) Wer ist „behindert“? S. 12

9.) „Behindertenintegration und die Situation der Lehrer S. 13

10.) Vor- und Nachteile des integrativen Unterrichts S. 16

11.) Bildung von Behinderten – Allgemeine Überlegungen S. 18

12.) Schlusswort S. 20


 

 

Vor dem Schreiben dieser Arbeit habe ich nicht sehr lange überlegen müssen, um meine Themenfindung welche in Bezug zum „Lehren und Lernen“ steht, zu finden. Da ich es sehr schade finde, dass ich in meinem Studium bisher noch nicht viel über den Unterricht von behinderten Kinder in Erfahrung bringen konnte, sehe ich diese Arbeit als eine gute Möglichkeit einen Teil diesen großen Spektrums im Selbststudium aufarbeiten zu können.

Der persönliche Bezug zu diesem Thema ist gegeben, da einer meiner Brüder geistig behindert ist (Autismus). Mein Bruder war bis vor einem Jahr noch in einer Behindertenschule in Waidmannsdorf. Um meine persönliche Haltung zu der Thematik oft näher erläutern zu können, wird m ein Bruder – Benjam in des Öfteren in dieser Arbeit „vorkommen“ – als ein „Beispiel lebendiger Praxis“. Da ich mehr Informationen zu der persönlichen Einstellung von Sonderschullehrern in Erfahrung bringen wollte, habe ich den (ehemaligen) Lehrer (namens Michael N.) m eines behinderten Bruders per Telefon kontaktiert. Ich weiß, dass dies ein sehr engagierter Sonderschullehrer ist, und sich auch für die Bedürfnisse meines Bruders stets eingesetzt hat. Aus diesem Grunde werden in dieser Arbeit auch Ausschnitte aus diesem Telefonat vorkommen.

Weiteres interessiert mich diese Thematik aber sehr, da ich mir selbst sehr gut vorstellen kann, nach Beendigung meines Studiums mit behinderten Menschen zu arbeiten. Meinen Themenschwerpunkt möchte ich dabei auf den Unterricht mit behinderten Kindern im Allgemeinen legen. Zu diesen Kindern zähle ich auch Kinder mit Lernbehinderungen, auf welche ich ebenfalls eingehen werde. In weiterer Folge werde ich aber auch den gemeinsamen Unterricht von behinderten und nichtbehinderten Kindern in den Blick nehmen (Integration und Integrationsklassen). Im Telefonat mit Michael N. wurden mir einige Problematiken der Integrationsklassen – bzw. der Problematiken von Integrationslehrer bewusst. Daher möchte ich auch darauf einen weiteren Schwerpunkt legen, und diese Problem e der Integration bzw. der Problematiken für Integrationslehrer mit einem eigenen Kapitel versehen. Da gerade die Thematik der Integration eine häufig gestellte Diskussion aufwirft, möchte ich in diesem Kontext auch die Vor- und Nachteile von Integrationsklassen nennen. Um diesem großen Spektrum ein Stück nähe r zu kommen, gilt es vorerst bestimmte Definitionen, die in diesem Kontext wichtig sind, zu erläutern, allgemeines zum Lehr- Lernkontakt dar zu legen, um dann auf den „gesonderten Unterricht“ (Unterricht für Behinderte bzw. Integrationsunterricht) kommen zu können:

Relevante Definitionen für den Lehr- Lernkontakt:

1.) „Als Unterrichtsmethodik verstehen wir Einzelmethoden, die zur Erreichung eines Lernzieles notwendig sind. Die Einzelmethoden sollen es dem Schüler ermöglichen, das erwünschte Lernziel vollkommen zu erreichen.“ (vgl. Terhart, 1989, S . 23) „Eine einzelne Unterrichtsmethode ist für den Schüler eine Lernhilfe und umfasst alle Aspekte, in denen es um die Frage nach dem optimalen Verfahren zur Erreichung von Lernzielen geht.“ (Terhart zit. nach Aschersleben, 1989, S. 23) Broudy definiert den Begriff Unterrichtsmethode als die formale Struktur der Handlungsabläufe, welche m an gewöhnlich als Unterricht bezeichnet. Der Begriff umfasst sowohl die Strategie, als auch die Taktik des Unterrichtens. Auch die Mitte l, wie der Stoff beigebracht wird, sind hier inbegriffen.“ (vgl. T erhart zit. nach ebd, 1989, S. 24)

2.) „Unter Lehrmethoden sind wiederkehrende Muster von Lehraktivitäten gemeint, der der Vermittlung von Lehrzielen und Lehrinhalten dienen, also Lernen bewirken sollten.“ (vgl. Terhart zit. nach Einsiedler, 1989, S. 23) Dieses Lernen findet nicht nur in der Schule statt, sondern auch in der Ausbildung (z.B. in der Lehre), als auch in der Erwachsenenbildung.

3.) Wolfgang Schulz umschreibt den Begriff Unterricht als den „sozialen Zusammenhang, der durch kommunikatives Handeln entsteht, das pädagogisch intentional, planmäßig, wissenschaftsorientiert, in der Regel institutionalisiert und professionell Sozialisations- und Qualifikati onsprozesse beeinflußt .“ (Fellinger zit. nach ebd., 2001, S. 14) Demnach ist Unterricht jede Form des Bemühens, durch erzieherische und didaktische Mittel, Kenntnisse und F ähigkeiten zu vermitteln und auch Verhaltensweisen zu beeinflussen. (vgl. Fellinger, 2001, S. 14) Zur Klärung der relevanten Definitionen habe ich neben der Literatur aus Büchern, auch die Internetseite „Wikipedia“ zu Rate gezogen. Hier wird „Unterricht“ wie folgt definiert:“ Unterricht nennt man die Organisationsform, die einen Austausch von Wissen, Erfahrungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten; also das Lernen ermöglichen soll.“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Unterricht) Wenngleich ist diese Klärung aus der erwähnt en Internetseite als sehr plausibel empfinde, stellt sich für mich die Frage, ob das Wort „Austausch“ der richtig gewählte Ausdruck ist, denn ein Austausch von Wissen würde auch beinhalten, dass die Lehrperson Wissen von den Schülern erhält. Ich wage es nicht daran zu zweifeln, dass ein Lehrer von seinen Schülern wertvolle Erfahrungen für seine Arbeit erhält, aber „Wissensaustausch“ findet meiner Meinung nach (sofern ich diese Definition nicht falsch verstanden habe), zwischen Lehrer und Schüler nicht, bzw. nur sehr selten statt.

4.) Der Begriff Methode stammt aus dem Griechischen und bedeutet „weg zu etwas hin“. „Die Methode ist ein planmäßiges Verfahren zur Erreichung theoretischer oder praktischer Ziele. Daraus folgt, daß sich die Unterrichtsmethodik mit den Verfahren zur Vermittlung von Lerninhalten beschäftigt. Die Unterrichtsmethodik beschreibt alle relevanten Methoden und kombiniert Einzelmethoden zu Arbeitsweisen für die Bewältigung von Problem en oder Aufgabenstellungen.“ (Fellinger, 2001, S. 16f)

5.) „Integration meint nach sozialpolitischem Verständnis den Prozess, durch den bisher außen stehende Personen oder Gruppen zugehörige Glieder einer größeren sozialen Gruppe oder auch Gesellschaft werden soll. Es handelt sich dabei nicht nur um eine reine Assimilation (völlige Anpassung) an ein bereits bestehendes `Ganzes`, sondern um die kombinatorische Schaffung eines neuen Ganzen unter Einbringung der Werte und Kultur der außen stehenden Gruppe in die neue Gesellschaft, bei Erhalt einer eigenen `Identität`.“ (Speck, 1991, S. 294)

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