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Bable, span.: Asturiano

Seminararbeit, 2002, 25 Seiten
Autor: Silke-Katrin Kunze
Fach: Romanistik - Vergleichende Romanistik

Details

Veranstaltung: Seminar: Romanische Sprachakademien
Institution/Hochschule: Technische Universität Dresden (Institut für Romanistik)
Tags: Bable, Asturiano, Nordspanien, Asturien
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2002
Seiten: 25
Note: 1,0
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V4229
ISBN (E-Book): 978-3-638-12622-9
ISBN (Buch): 978-3-638-69099-7
Dateigröße: 319 KB

Zusammenfassung / Abstract

Die vorliegende Arbeit widmet sich den linguistischen Bemühungen um die Sprache der Asturier, die sich selbst als Asturianos bezeichnen und in Asturien zu Hause sind. Ihre Sprache wird allgemein Bable genannt, stößt im spanischen aber auf die Entsprechung Asturiano. Geographisch betrachtet, ist das Fürstentum Asturien (Autonome Region) 10 565 km² groß und liegt zwischen Kantabrien und Galicien (auch Autonome Regionen) in Spanien. Die Hauptstadt heißt Oviedo. Mit einer Gesamtzahl von etwa 1,1 Millionen Einwohnern handelt es sich hierbei um eine der am dichtesten besiedelten Provinzen Spaniens, die aus 78 Gemeinden besteht, die sich in vier Dialektgruppen (Zonen) unterteilen lassen. Wahrscheinlich den Grundstein für jedwede linguistische Aktivitäten hat der Gijoner Schriftsteller Gaspar Melchor de Jovellanos (1744-1811) gelegt, als er sich aktiv für die "Verbesserung der ökonomischen und kulturellen Situation und Erforschung der asturianischen Sprache" einsetzte. […] Weil er von Klein auf Asturianisch sprach und sich für die Sprache interessierte, fühlte er sich sowohl gefühlsmäßig mit ihr verbunden, als daß auch unter ihm asturianische Dichtungen entstanden. Im Jahre 1946 wurde das Instituto de Estudios Asturianos (IDEA) gegründet. Es nahm 1947 seine Tätigkeit auf und veröffentlicht seitdem Bücher, veranstaltet Konferenzen und läßt die Zeitschrift Boletín del Instituto de Estudios Asturianos (BIDEA) erscheinen. In allen dreien wird die asturianische Sprache berücksichtigt. 23 Jahre später, das heißt am 28. Juli 1969, schlossen sich verschiedene Amigos del Bable zusammen und gründeten eine Vereinigung, der sie eben diesen Namen gaben. Sie, die Amigos, gaben Schallplatten heraus und propagierten ihre Sprache durch eine mindestens monatliche Bableseite in einer Tageszeitung. […] Vom 19. bis 21. November 1973 fand in Oviedo die Primera Asamblea Regional del Bable statt. Darin ging es um die Zukunft und Bedeutung des Asturianischen. Nachdem Franco zwei Jahre darauf verstarb und zwei Tage später Juan Carlos zum König gekrönt wurde, konnte im Dezember 1977 ein Entwurf für die Bildung der Autonomen Region eingereicht werden. Asturien erhielt am 27. September 1978 seinen Vorautonomiestatus.


Textauszug (computergeneriert)

 

"BABLE"
SPAN.: ASTURIANO




INHALTSVERZEICHNIS:

EINLEITUNG 4

ASTURIANISCHE SPRACHBEMÜHUNGEN

DER CONCEYU BABLE 5

DIE GRAMÁTICA BABLE 6

REGIONALUMFRAGEN

DIE ERSTE REGIONALUMFRAGE VON 1977 7
DIE ZWEITE REGIONALUMFRAGE VON 1983
DIE DRITTE REGIONALUMFRAGE VON 1985 9

DIE ACADEMIA DE LA LLINGUA ASTURIANA 10

DER AUTONOMIESTATUT 12

ASTURIANISCHE BILDUNGSPOLITIK

DAS ERZIEHUNGSWESEN 13

DIE MEDIEN 15

DIE VERWALTUNG & DAS GESETZ ZUM BABLE 17

AUSBLICK & PERSPEKTIVEN 18

ANHANG

ZEITTAFEL (1973-1991) 20

NORMIERUNGSVORSCHLÄGE DER GRAMÁTICA BABLE 21

ZUSAMMENFASSUNG DER FORDERUNGEN VON CONCEYU BABLE IN ZWÖLF PUNKTEN 23

DAS VATERUNSER: ASTURIANISCH VS. SPANISCH & FRANZÖSISCH 24

BIBLIOGRAPHIE 25

 

Einleitung

Die vorliegende Arbeit widmet sich den linguistischen Bemühungen um die Sprache der Asturier, die sich selbst als Asturianos bezeichnen und in Asturien zu Hause sind. Ihre Sprache wird allgemein Bable genannt, stößt im spanischen aber auf die Entsprechung Asturiano.
Geographisch betrachtet, ist das Fürstentum Asturien (Autonome Region) 10 565 km² groß und liegt zwischen Kantabrien und Galicien (auch Autonome Regionen) in Spanien. Die Hauptstadt heißt Oviedo. Mit einer Gesamtzahl von etwa 1,1 Millionen Einwohnern handelt es sich hierbei um eine der am dichtesten besiedelten Provinzen Spaniens, die aus 78 Gemeinden besteht, die sich in vier Dialektgruppen (Zonen) unterteilen lassen.
Im Osten spricht man das sogenannte Bable oriental. Das sind die Gemeinden 71 bis 78, vereinzelt auch 66 bis 68 und 70. Die zentrale Zone, in der das Bable central gesprochen wird, besteht aus den Gemeinden 36 bis 65 und 69, sowie teilweise auch wieder aus 66 bis 68. Die dritte Zone, die westliche, wo das Bable occidental vorrangig zu hören ist, besteht aus den Gemeinden 17 bis 35, partiell sogar 12 und 13. Schließlich gibt es noch eine Übergangszone im Westen, die gallego-asturische Zone, mit ihrer gleichnamigen Sprache. Sie beinhaltet die ersten 16 Gemeinden.
Wahrscheinlich den Grundstein für jedwede linguistische Aktivitäten hat der Gijoner Schriftsteller Gaspar Melchor de Jovellanos (1744-1811) gelegt, als er sich aktiv für die "Verbesserung der ökonomischen und kulturellen Situation und Erforschung der asturianischen Sprache" einsetzte. Er plante ein Asturianisches Institut, das nicht nur die Bildung in der Region heben, sondern auch die technische Nutzung natürlicher Ressourcen erforschen sollte. Weil er von Klein auf Asturianisch sprach und sich für die Sprache interessierte, fühlte er sich sowohl gefühlsmäßig mit ihr verbunden, als daß auch unter ihm asturianische Dichtungen entstanden. Er war es auch, der eine Grammatik und ein Wörterbuch der Sprache erstellen lassen wollte. Allerdings verliefen diese Projekte im Sand.

Im Jahre 1946 wurde das Instituto de Estudios Asturianos (IDEA) gegründet. Es nahm 1947 seine Tätigkeit auf und veröffentlicht seitdem Bücher, veranstaltet Konferenzen und läßt die Zeitschrift Boletín del Instituto de Estudios Asturianos (BIDEA) erscheinen. In allen dreien wird die asturianische Sprache berücksichtigt. 23 Jahre später, das heißt am 28. Juli 1969, schlossen sich verschiedene Amigos del Bable zusammen und gründeten eine Vereinigung, der sie eben diesen Namen gaben. Sie, die Amigos, gaben Schallplatten heraus und propagierten ihre Sprache durch eine mindestens monatliche Bableseite in einer Tageszeitung. Sie gab neben traditionellem Erzählgut auch Kurzgeschichten neueren Datums wieder. Außerdem enthielt sie von Anfang an ein Vocabulario Bable. Damit sollte verlorengegangener Wortschatz reaktiviert werden.
Vom 19. bis 21. November 1973 fand in Oviedo die Primera Asamblea Regional del Bable statt. Darin ging es um die Zukunft und Bedeutung des Asturianischen. Nachdem Franco zwei Jahre darauf verstarb und zwei Tage später Juan Carlos zum König gekrönt wurde, konnte im Dezember 1977 ein Entwurf für die Bildung der Autonomen Region eingereicht werden. Asturien erhielt am 27. September 1978 seinen Vorautonomiestatus.

Asturianische Sprachbemühungen

Der Conceyu Bable

[...]


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