Bitte warten
Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.
Hausarbeit, 2002, 17 Seiten
Autor: Katharina Silo
Fach: Geschichte - Mittelalter, Frühe Neuzeit
Details
Tags: Halle, Saale, Auseinandersetzungen, Stadtherrn, Jahrhundert
Jahr: 2002
Seiten: 17
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 10 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-40473-0
Dateigröße: 207 KB
Andere Nutzer haben sich auch für folgende Titel interessiert:
Textauszug (computergeneriert)
Proseminar Mittelalter: Die Stadt im 11. -13.Jahrhundert
Hausarbeit:
Halle an der Saale:
Auseinandersetzungen mit dem Stadtherrn im 13. Jahrhundert
von
Katharina Silo
2002
Inhalt
1. Einleitung ... 2
2. Die Ausgangslage ... 2
3. Die Entwicklung des Verhältnisses zwischen Stadt und Stadtherren im 13. Jahrhundert. ... 4
3.1 Die Entstehung des Rates ... 4
3.2 Die Reaktion der Erzbischöfe auf den Rat ... 6
3.2.1 Die Auseinandersetzungen mit Ruprecht von Querfurt ... 7
3.2.2 Der Vertrag mit Ruprecht von Querfurt ... 8
3.2.3 Bedeutung des Vertrages ... 10
3.3 Veränderungen in der Gerichtsbarkeit ... 11
4. Das Erzbistum Magdeburg im 13. Jahrhundert ... 12
5. Schluss ... 13
Literatur ... 15
1) Quellen ... 15
2) Darstellungen ... 15
1. Einleitung
Das 13. Jahrhundert in der Stadtgeschichte war geprägt von den Anfängen der Emanzipationsbestrebungen der deutschen Städte von ihren Stadtherren. Nicht anders war dies in Halle an der Saale. Die Stadt gehörte zum Erzbistum Magdeburg und der Erzbischof hatte die rechtliche Hoheit über die Stadt inne.
Zentrale Ereignisse des dreizehnten Jahrhunderts waren die Entstehung des Rates und die Ausstellung der Urkunde vom 30. Juli 12631. Die Urkunde und der sich entwickelnde Rat sollen demnach im Mittelpunkt der vorliegenden Arbeit stehen.
In der Forschung ist die Bewertung der Ereignisse in der Mitte des 13. Jahrhunderts unterschiedlich. Zum einen wird die erwähnte Urkunde als „Magna Charta Hallensis“ bezeichnet2, zum anderen ist sie teilweise nur eine Randbemerkung wert3. Gemeinsam ist allen Darstellungen, dass die Ereignisse um den Vertrag mit Erzbischof Ruprecht von Querfurt 1263 hinter die Ereignisse an der Wende zum 14. Jahrhundert zurücktreten.
Auch diese sollen hier am Rande angesprochen werden und die Verbindung zur Stadtgeschichte des 13. Jahrhunderts untersucht werden.
Grundlagen dieser Arbeit sind das Urkundenbuch der Stadt Halle und speziell die Urkunde Nr.310. Des weiteren wurden Darstellungen verwendet, besonders die mittelalterliche Geschichte Halles von Gustav Friedrich Hertzberg4.
2. Die Ausgangslage
Die Siedlung, die der 1263 gegründeten Stadt Halle5 vorausging, gelangte im 10. Jahrhundert durch Schenkung an das Moritzkloster, späteres Erzstift, in Magdeburg6. Somit gehörte Halle zum Erzbistum und der Erzbischof war der Stadtherr Halles. Einen Sitz in der Stadt hatte der Erzbischof jedoch nicht7.
Die Verwaltung Halles war dreigeteilt. So unterstand das „Thal“ mit der Saline der Gerichtsbarkeit des Salzgrafen, die Stadt der des Schultheißen8. Der Schultheiß wurde im 12. Jahrhundert von einigen Bürgern unterstützt, die die Vorläufer der Schöffen waren9. Ein weiterer Bestandteil der erzbischöflichen Verwaltung vor Ort war der Burggraf, dem die Hochgerichtsbarkeit unterlag.
Die Loslösung von diesen drei lokalen Stellvertretern des Bischofs war prägend für die Auseinandersetzungen im 13. und zu Beginn des 14. Jahrhunderts10.
Durch die Weiterentwicklung der Stadt und der Pfännerschaft11, seit 1276 urkundlich als Innung erwähnt, kam es zu Auseinandersetzungen mit dem Erzbischof.
Die Pfänner bildeten auf lange Zeit das Patriziat in Halle, so stellten sie bis ins späte 15.Jahrhundert allein die Ratsmitglieder12. Sie waren daher die Hauptvertreter der Opposition gegen den Stadtherrn. Zentrales Ereignis des 13. Jahrhunderts sind die Auseinandersetzungen in den sechziger Jahren, die mit der Ausstellung der Urkunde vom 30.7.1263 endeten und Zugeständnisse des damaligen Stadtherrn Erzbischof Ruprecht bedeuteten. So konnte der spätestens seit 1258 existierende Rat13 die Loslösung von der Gerichtsbarkeit des erzbischöflichen Salzgrafen, des Schultheißen und des Burggrafen erreichen14.
Erst am Beginn des 14. Jahrhunderts finden sich wieder Konflikte, die hier aber nur am Rande interessieren.
3. Die Entwicklung des Verhältnisses zwischen Stadt und Stadtherren im 13. Jahrhundert.
3.1 Die Entstehung des Rates
Die Entstehung des Rates in Halle, als erster Schritt zur Loslösung vom Stadtherrn, verlief ähnlich wie in anderen Städten. Die bereits erwähnten „Mitarbeiter“ des Schultheißen und des erzbischöflichen Salzgrafen, das sogenannte Schöffenkollegium, übernahm mehr und mehr auch die Interessenvertretung der Stadt15.
Diese Doppelaufgabe konnte aufgrund des steigenden Aufwands der Verwaltung nur schwer wahrgenommen werden. Zudem waren die Bürger Halles mit dem Einfluss, den der Schultheiß und der Salzgraf auf das Schöffenkollegium ausüben konnten, nicht einverstanden. Daher bildete sich nach dem Vorbild anderer Städte, wie zum Beispiel Magdeburg, ein unabhängiger Rat16. Dieser bestand, wie bereits angesprochen bis ins 15. Jahrhundert hinein ausschließlich aus den Pfännern.
[....]
1 Urkundenbuch der Stadt Halle, ihrer Stifter und Klöster Bd. 1. Bearb. von Arthur Bierbach. Magdeburg 1930.
2 UB Halle. Einleitung, hier S. XI.
3 H.-J. Bartmuß, H. Kathe: Kleine Geschichte Sachsen-Anhalts. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. Halle 1992. S. 58f.
4 G. F. Hertzberg: Geschichte der Stadt Halle an der Saale im Mittelalter. Halle an der Saale 1889.
5 C. Brodkorb: Halle. In: LThK Bd. 4. Freiburg, Basel, Rom, Wien 1995. Sp. 1157.
6 Vgl. G.F. Hertzberg: Gesch. H. MA. S. 30f.
7 Vgl. M. Scholz: Konflikt und Koexistenz-Geistliche Fürsten und ihre Städte in Mitteldeutschland im späten Mittelalter. In: Politische, soziale und kulturelle Konflikte in der Geschichte von Sachsen-Anhalt. Beiträge des landesgeschichtlichen Kolloquiums am 4./5. September in Vockerode (= Studien zur Landesgeschichte 1). Halle (Saale) 1999. S.88.
8 B. Schwineköper: Provinz Sachsen Anhalt. (=Handbuch der historischen Stätten Bd. 11). Stuttgart 1975. S. 180.
9 Ab 1235 sind die Schöffen nachzuweisen. So teilen die Schöffen der Stadt Neumarkt das Hallesche Stadtrecht mit: UB Halle Nr. 224.
10 K. Blaschke: Halle. Artikel in LexMA Bd. 4. München und Zürich 1989. Das Burg-grafenamt verschwand allerdings nach 1231, so M. Scholz. Anstelle der Burggrafen trat ein erzbischöflicher Vogt. An der Ablehnung durch die Hallenser hat dies allerdings nichts geändert.
11 Die sog. Pfänner waren die Lehnsmannen der Salzbrunnen mit der dazugehörigen Salzkote.
12 Vgl. . M. Scholz: Residenz, Hof und Verwaltung der Erzbischöfe von Magdeburg in Halle in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Sigmaringen 1998.
13 Auf den Entstehungszeitpunkt des Rates wird noch eingegangen.
14 Lex MA: Halle.
15 Hertzberg: Gesch. H. MA. S. 134. Dies stellt Gustav Hertel in der Einleitung der Hallischen Schöffenbücher anders dar: “Auch das muß hier erwähnt werden, dass die Schöffen nichts mit der Verwaltung der Stadt zu thun hatten, sondern diese stand den Ratsmännern zu.“ G. Hertel: Die Hallischen Schöffenbücher (= Geschichtsquellen der Provinz Sachsen und angrenzender Gebiete Bd. 14). Halle 1879. Dies setzt allerdings eine Existenz des Rates vor 1258 voraus.
16 Vgl. G.F. Hertzberg: Gesch. H. MA. S. 134.
Kommentare
Bisher keine Kommentare
Andere Nutzer haben sich auch für folgende Titel interessiert:
Königin Urraca von Kastilien-León 1109-1126
Autor: Beate Regina SturmGeschichte - Mittelalter, Frühe Neuzeit, 2003 Als PDF-Datei downloaden für 9,99 EUR
Die Verwaltung im Königreich Sizilien unter Manfred
Autor: Janine LöblichGeschichte - Mittelalter, Frühe Neuzeit, 2003 Als PDF-Datei downloaden für 8,99 EUR
Kaiser Friedrich I. Barbarossa: de eiusdem expeditione sacra. Das Itinerar des 3. Kreuzzuges
Autor: Felix WabraGeschichte - Mittelalter, Frühe Neuzeit, 2005 Als PDF-Datei downloaden für 6,99 EUR
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden: