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Frauen- und Männerbilder in Frauenzeitschriften

Termpaper, 2004, 11 Pages
Author: Franziska Hübsch
Subject: Communications: Print Media, Press

Details

Category: Termpaper
Year: 2004
Pages: 11
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 10  Entries
Language: German
Archive No.: V42710
ISBN (E-book): 978-3-638-40681-9

File size: 173 KB


Excerpt (computer-generated)

Ernst-Moritz-Arndt- Universität Greifswald
Institut für Deutsche Philologie
Proseminar: Kommunikation, Medien und Geschlecht
2. Semester

Frauen- und Männerbilder in Frauenzeitschriften

von: Franziska Hübsch

 


Inhaltsverzeichnis

1. Begriffserläuterung

1.1. Begriff „Frauenzeitschrift“  3

2. Geschichte 4

3. Typologie  6

4. Analyse anhand von Beispielen 6

4.1. Formale Analyse 7
4.2. Rubriken der Inhaltsverzeichnisse im Vergleich 7
4.3. Art und Umfang der Werbung 8
4.4. Analyse der Artikel 9
4.5. Männer in Frauenzeitschriften 9

5. Redaktionsstruktur 9

6. Zusammenfassung 10

7. Quellenangaben 11


 

1. Begriffserläuterung

1.1 Begriff „Frauenzeitschrift“

Für den Begriff der Frauenzeitschrift ist es schwierig eine zufriedenstellende Definition zu finden. Schon bei der Klärung des allgemeineren Begriffs „Zeitschrift“ gibt es bis heute in der Kommunikationswissenschaft bzw. in der Zeitschriftenforschung Schwierigkeiten. So sagt Bruno Tietz zu dieser Problematik: „Alle lesen sie, keiner kann sie verbindlich definieren. Zeitschriften sind ´ von Natur aus ´ undefinierbar. Das einzige Gemeinsame: Sie werden unter dem Begriff ´ Zeitschriften ´ in den Statistiken geführt – ansonsten sind sie so vielfältig wie das Leben selbst.“1 Des öfteren sind Versuche unternommen worden, den Begriff der „Zeitschrift“ zu definieren. Daraus sind viele verschiedene Definitionsversuche entstanden, da teilweise unterschiedliche Kriterien benutzt bzw. im Laufe der Zeit Neue ergänzt wurden. Dennoch, ist, wie schon erwähnt, noch keine absolut zufriedenstellende Definition gewonnen worden. Faktoren, bei den vielen verschieden Definitionsversuchen für die Klärung des Begriffs, sind u.a. gewesen: Periodizität, Kontinuität, Publizität und Aktualität.

Betrachtet man den enger gefassten Begriff der „Frauenzeitschrift“ gibt es ebenfalls viele Versuche eine befriedigende Definition zu finden. Jedoch haben wir auch hier Schwierigkeiten die „richtigen“ Kriterien zu finden, die die Frauenzeitschrift exakt charakterisieren. Im Laufe der Jahre wurden viele Definitionen entwickelt und auch weiterentwickelt. Anfänglich wurde hauptsächlich das Kriterium des Rezipientinnenkreises erwähnt:

„Women´s magazines are defined as those magazines whose content and advertising is aimed primarily at a female audience and at female areas of concern and competence, as customarily defined in our culture.“2 Jedoch ist es überholt zu behaupten, dass ausschließlich Frauen Rezipienten der Frauenzeitschriften sind. Es kann ebenfalls belegt werden, dass ein nicht geringer Teil der Leserschaft aus Männern besteht. Ein Beispiel hierfür ist die Frauenzeitschrift Brigitte, die von 260 000 Männern gelesen wird (Stand 2003)3. Eine fortgeschrittene und neuere Definition ist die von Sabine Tonscheidt. Aber auch diese Definition, so Tonscheidt, soll ausdrücklich nur als Vorschlag betrachtet werden:

„Frauenzeitschriften sind diejenigen Zeitschriften, welche thematisch überwiegend die spezifische Situation der Frau in der Gesellschaft in den Vordergrund rücken sowie ihre jeweils aktuellen Bedürfnisse und Wünsche beschreiben und/ oder aus der Perspektive von Frauen berichten respektive Partei für sie ergreifen.“4 An dieser Stelle möchte ich den Versuch der Begriffsbestimmung abbrechen. Da teilweise auch subjektive Kriterien eine Rolle spielen, ist festzustellen, dass es schwierig ist eine zufriedenstellende Definition zu finden.

2. Geschichte

In diesem Abschnitt möchte ich einen kurzen einführenden Blick in die historische Entwicklungsgeschichte der Frauenzeitschriften geben. Die ersten Impulse für Zeitschriften, die sich dem neuen Thema “Frau“ näherten, kamen im 18.Jahrhundert aus England. Es war das Zeitalter der Aufklärung, in dem es zu freierem Denken und zu ersten Ansätzen der Emanzipation von Frauen kam. Dieser in England neu konzipierte Zeitungstyp fiel unter die Kategorie Moralische Wochenschrift und war Vorläufer für die später in Deutschland entstandenen Frauenzeitschriften. Ein Unterschied, zu der später in Deutschland erscheinenden Zeitschrift, bestand jedoch darin, dass in England die Zeitschrift eher politischer Natur war, während in Deutschland der Fokus auf bürgerlichem Familienleben und Literatur lag. Erste bekannte Titel, die Männer und Frauen als Rezipientengruppe ansprechen sollten, waren The Spectator (1711/ 12-14) und Der Vernünftler (1713/14). 1725 gründete Johann Christoph Gottsched, die erste „wirkliche“ Frauenzeitschrift namens Die vernünftigen Tadlerinnen.

[...]


1 Tietz, Bruno: Die Werbung. Handbuch der Kommunikations- und Werbewirtschaft. Band 2: Die Werbebotschaften, die Werbemittel und die Werbeträger, Landsberg am Lech: Moderne Industrie 1982, S. 1795

2 Tuchman, Gaye: The Symbolic Annihilation of Women by Mass Media, in Tuchman, Gaye/ Daniels/ Benet: Heart & Home: Images of Women in Mass Media. New York: Oxford University Press 1978, S. 97

3 Media Analyse 2003

4 Tonscheidt, Sabine: Frauenzeitschriften am Ende? Ostdeutsche Frauenpresse vor und nach der Wende 1989, Kommunikation/ Forschung und Lehre Band 9, LIT- Verlag, Münster 1996, S. 128


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