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Alain René Lesage mit seinem Roman L`Histoire de Gil Blas de Santillane und dessen Themenkreisen

Scholary Paper (Seminar), 1998, 18 Pages
Author: Silke-Katrin Kunze
Subject: Romance Languages - French Literature

Details

Event: Proseminar: Der französische Roman des 18. Jahrhunderts
Institution/College: Dresden Technical University (Institut für Romanistik)
Tags: Lesage, Roman, Gil Blas, 18. Jahrhundert, französische Literatur
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 1998
Pages: 18
Grade: 2
Language: German
Archive No.: V4283
ISBN (E-book): 978-3-638-12651-9

File size: 217 KB


Excerpt (computer-generated)

 

Alain René Lesage mit seinem Roman "L′Histoire de Gil Blas de Santillane" und dessen Themenkreisen




Kunze, Silke-Katrin
2. Semester - Französisch/Englisch Lehramt Gymnasium




INHALTSVERZEICHNIS:

EINLEITUNG 3
ALAIN RENÉ LESAGE 4
ÜBER SEINEN ROMAN "L′HISTOIRE DE GIL BLAS DE SANTILLANE" 5
"L′HISTOIRE DE GIL BLAS DE SANTILLANE" 5
ZUSAMMENSTELLUNG DER EPISODEN IM ROMAN 6
SCHAUPLATZ 6
NAMEN 6
MILIEU 7
SPANIEN - FRANKREICH 8
STIL, HAUPTZWECK UND LEHRE 8
VORBEMERKUNG DES VERFASSERS 9
GIL BLAS AN DEN LESER 9
DIE PERSONEN 10
GIL BLAS 10
DIE ABENTEURER UND HOCHSTAPLER 11
DIE KNECHTE 11
DIE KOMÖDIANTEN 12
DIE AUTOREN 12
DIE ÄRZTE 13
DIE GEISTLICHKEIT 13
DER ADEL 13
DIE ANSTÄNDIGEN LEUTE 14
ABSCHLIEßENDE BEMERKUNG 15
ABENTEUER 15
GELD 15
LIEBE 15
SCHLUßSATZ 15
ZITAT 16
LITERATURVERZEICHNIS 17
PRIMÄRLITERATUR 15
SEKUNDÄRLITERATUR 15

Einleitung
Alain René Lesage

Nach seinem Jurastudium beschloß Lesage, durch Neigung und Begabung bestärkt, von Beruf Schriftsteller zu werden. Er hatte weder einen Gönner noch eine aussichtsreiche Stelle, mußte aber seine Frau und vier Kinder ernähren. Im Folgenden wurde Lesage unter eine Art Zwang gestellt, den, immer wieder zu schreiben. Glücklicherweise lieferten ihm die Gesellschaftsschichten, die Geistlichen und die Finanziers, die er hatte kennen und erkennen lernen, genügend Stoff. Manchmal hat er auch etwas aus Vorlagen zusammengeflickt, so zum Beispiel beim Verfassen von fast 50 Lustspielen in neun Jahren. Dabei standen ihm obskure Helfer zur Seite. Jedoch, als ausgezeichneter Stilist und sehr guter Beobachter seiner Mitmenschen hat er es immer wieder geschafft, etwas Eigenes daraus zu machen. Seine Satire ist voller Beobachtungen der menschlichen Schwächen. Durch das viele und gegen Ende seiner Karriere sehr schnelle Schreiben, hat er manches seiner Werke beschädigt. Nicht beschädigt werden, kann sein Ruf als wahrer Begründer des realistischen Romans, den er spätestens seit dem XIX. Jahrhundert hat. Die Leser des 18. Jahrhunderts konnten schon, ohne zu Zögern, unter seinen Porträts Namen nennen. Auf der anderen Seite hat er sich damit nur an die Tradition des XVII. Jahrhunderts (Sorel, Furetière) gehalten. Wie auch immer, Lesage nennt jedenfalls konkrete Dinge, die sowohl den Szenen eine glauwürdige Existenz verleihen, als auch den Personen einen Körper, und die die Erzählung in eine sensible Zeit versetzen. Nicht beabsichtigt ist, daß Lesage′s Anspielungen auf wirkliche Geschehnisse oder Mythen der griechischen oder römischen Geschichte die Gelehrsamkeit des Autors demonstrieren, sondern komische Gegensätze zwischen dem Adel der Helden oder den alten Göttern und der Mittelmäßigkeit der Personen des Romans herstellen.
Die führenden Geister seiner Zeit blickten Richtung England. Im Gegensatz dazu, beschäftigte er sich sein Leben lang mit Spanien. Allerdings war sein Bild von Spanien nicht nur französisch, sondern auch romantisch anstatt aufklärerisch. Eine Reise in das Land wollte er auf keinen Fall unternehmen, um sich dieses sein imaginäres Bild zu bewahren.

Über seinen Roman "L′Histoire de Gil Blas de Santillane"

Zum Zeitpunkt der Entstehung dieses Romans, stieg der Roman selbst langsam zu einer literarischen Gattung auf, da seine Funktion des Erziehens bzw. Nützens und Belustigens in einer neuen ernstzunehmenden Weise erfüllt wurde.
Aufgrund der Bezeichnung des hier zu betrachtenden Romans als roman comique oder roman picaresque, Schelmenroman, gesellt dieser sich zu den realistischen Romanen von Sorel bis Furetière. In ihm malt Lesage realistisch-satirisch, nicht nur in gewaltigem Maß, sondern auch einer ungezwungen Folge herrlicher Impressionen, ein kleines Sittenbild aller Höhen und Tiefen des Lebens des Emporkömmlings Gil Blas de Santillane.
Der Schelmenroman erlebte seine erste Blüte im 15. bis 17. Jahrhundert in Spanien. Soweit nachweisbar, reicht er von Defoe über Fielding und Smollett bis hin zu Thomas Mann. In dieser Reihe stellt der Gil Blas von Lesage einen Gipfelpunkt dar.

"L′Histoire de Gil Blas de Santillane"

[...]


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