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Grenzüberschreitender Fremdpersonaleinsatz

Scholary Paper (Seminar), 2005, 17 Pages
Author: Stefan Schoon
Subject: Economics / Business: Law

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2005
Pages: 17
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 25  Entries
Language: German
Archive No.: V42983
ISBN (E-book): 978-3-638-40883-7
ISBN (Book): 978-3-638-79090-1
File size: 243 KB

Abstract

Nach einer Darstellung der Gründe für den Einsatz von betriebsfremdem Personal und der derzeit bestehenden rechtlichen Rahmenbedingungen hierfür, werden die typischen Formen des Fremdpersonaleinsatzes erörtert. Anschließend erfolgt eine Abhandlung, welche Aspekte bei einem grenzüberschreitenden Fremdpersonaleinsatz zu beachten sind und welches Konfliktpotenzial – zumindest im Hinblick auf eine Harmonisierung innerhalb der EU – hierbei besteht. Abschließend wird ein zusammenfassender Ausblick hinsichtlich des Fremdpersonaleinsatzes gegeben und die voraussichtlich künftige Entwicklung aufgezeigt. In Anbetracht der großen Bandbreite von fallspezifischen Aus-gestaltungen beschränkt sich die Arbeit auf die Darstellung der Grundformen des gren-züberschreitenden Fremdpersonaleinsatzes.


Excerpt (computer-generated)

Grenzüberschreitender Fremdpersonaleinsatz

von: Stefan Schoon

 


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung  1

1.1 Problemstellung und Zielsetzung 1
1.2 Gang der Untersuchung 1

2 Grundlagen des Fremdpersonaleinsatzes  2

2.1 Motive für einen Fremdpersonaleinsatz 2
2.2 Rechtlicher Rahmen 2

3 Formen des Fremdpersonaleinsatzes  3

3.1 Abgrenzung der Arbeitnehmerentsendung von der Arbeitnehmerüberlassung 3
3.2 Gewerbsmäßige Arbeitnehmerüberlassung 4
3.3 Werkverträge 5
3.4 Dienstverträge 5
3.5 Sonstige Formen des Fremdpersonaleinsatzes 6

4 Grenzüberschreitende Fremdpersonaleinsätze 6

4.1 Regelungen innerhalb der EU bzw. des EWR 7

4.1.1 Gewerberechtliche Zulässigkeit  7
4.1.2 Sozialversicherungsrechtliche Aspekte 7
4.1.3 Arbeitsrechtliche Aspekte 8
4.1.4 Steuerrechtliche Aspekte 8
4.1.5 Regelungen in Bezug auf die MOE-Staaten 9

4.2 Regelungen in Bezug auf Drittstaaten 10

5 Bestehende Probleme im Falle eines grenzüberschreitenden Fremdpersonaleinsatzes innerhalb der EU  10

5.1 Allgemeine Probleme  11
5.2 Internationales Steuer- und Sozialversicherungsrecht 11

6 Zusammenfassende Betrachtung und Ausblick  12

Literaturverzeichnis  13



 

1 Einleitung

1.1 Problemstellung und Zielsetzung

Im Hinblick auf die schwache konjunkturelle Lage überdenken Unternehmen ihre Strukturen. Ziel ist, neben einer Erhöhung der unternehmensinternen Flexibilität, eine Kostensenkung. Derartige Überlegungen haben zwangsläufig Auswirkungen auf die Mitarbeiterstruktur. In diesem Zusammenhang kommt es zu einem Umdenken in der bisherigen Arbeitswelt, wobei auch Aspekte des Fremdpersonaleinsatzes eine wesentliche Rolle spielen.1

Durch den Einsatz von externen Mitarbeitern erhöht sich die marktbezogene Flexibilität, weil für anfallende Arbeitsleistungen kein eigenes Personal in Form kostenintens iver Mehrarbeit eingesetzt oder zusätzliche Mitarbeiter eingestellt werden müssen. Ermöglicht wird also eine schlankere Personalstruktur (im Sinne einer „Lean Production“). Da zunehmend die ökonomischen Grenzen zwischen den Ländern, vor allem innerhalb der Europäischen Union, abgebaut werden, gewinnt der grenzüberschreitenden Personaleinsatz zunehmend an Bedeutung. Dies geht jedoch auch mit Kollisionen zwischen nationalem und ausländischem Recht einher. Ziel dieser Arbeit ist es, neben der Darstellung der grundsätzlichen Formen des grenzüberschreitenden Fremdpersonaleinsatzes aus deutscher Sicht diese rechtlichen Kollisionen zu analysieren.

1.2 Gang der Untersuchung

Nach einer Darstellung der Gründe für den Einsatz von betriebsfremdem Personal und der derzeit bestehenden rechtlichen Rahmenbedingungen hierfür, werden die typischen Formen des Fremdpersonaleinsatzes erörtert. Anschließend erfolgt eine Abhandlung, welche Aspekte bei einem grenzüberschreitenden Fremdpersonaleinsatz zu beachten sind und welches Konfliktpotenzial – zumindest im Hinblick auf eine Harmonisierung innerhalb der EU – hierbei besteht. Abschließend wird ein zusammenfassender Ausblick hinsichtlich des Fremdpersonaleinsatzes gegeben und die voraussichtlich künftige Entwicklung aufgezeigt. In Anbetracht der großen Bandbreite von fallspezifischen Ausgestaltungen beschränkt sich die Arbeit auf die Darstellung der Grundformen des grenzüberschreitenden Fremdpersonaleinsatzes.

2 Grundlagen des Fremdpersonaleinsatzes

2.1 Motive für einen Fremdpersonaleinsatz

Der wesentliche Beweggrund aus Sicht der Arbeitgeber ist die Möglichkeit die Personalkosten flexibler zu gestalten. Durch eine schlankere Personalstruktur sinken in einem ersten Schritt die Kosten für das eigene Personal und in einem zweiten Schritt lässt sich eine Kostenreduktion in anderen, sekundären Bereichen erzielen. So sinken langfristig die Organisations- und Personalbetreuungskosten. Die sekundären Kosten werden zusätzlich gemindert, indem der zeitintensive und kostenträchtige Prozess der Personalsuche ausgelagert wird. Es müssen nicht mehr adäquate Arbeitnehmer für eine bestimmte Stelle oder eine bestimmte Tätigkeit gefunden werden. Vielmehr übernimmt diesen Teil eine Zeitarbeitsfirma oder eine andere externe Dienstleistungsgesellschaft, die mit einer bestimmten Tätigkeit betraut ist.2 Darüber hinaus steigt die Flexibilität des Unternehmens. Die Zahl eigener Arbeitnehmern kann geringer gehalten und auftretende Leistungsspitzen können flexibel mit Fremdpersonal abgedeckt werden. 3 Zudem spielt in diesem Zusammenhang der Kündigungsschutz eine wesentliche Rolle. Dieses Schutzinstrument für Arbeitnehmer ist vor allem in der Bundesrepublik Deutschland stark ausgeprägt. Je wirksamer der Kündigungsschutz jedoch ist, desto stärker ist das Bestreben der Unternehmen mit möglichst wenig Personal auszukommen, da man die Mitarbeiterzahl nur mit wesentlichen Kosten wieder vermindern kann. Zu berücksichtigen ist ferner, dass ein Arbeitgeber gerade bei der Arbeitnehmerüberlassung die Möglichkeit hat einen Arbeitnehmer in seinem eigenen Betrieb zu erproben bevor er ihn gegebenenfalls übernimmt.4

2.2 Rechtlicher Rahmen

Die rechtlichen Rahmenbedingungen für einen Fremdpersonaleinsatz, lassen sich in zwei Ebenen, die europäische und die nationale, gliedern. Auf EU-Ebene sind hinsichtlich des Primärrechts für den grenzüberschreitenden Fremdpersonaleinsatzes insbesondere die Artt. 43 bis 55 EG5, die zum einen die Niederlassungsfreiheit und zum anderen den freien Dienstleistungsverkehr innerhalb der EU garantieren, zu beachten. Relevant in diesem Zusammenhang ist zudem das Grundrecht auf Freizügigkeit (Artt. 39 bis 42 EG).6 Im Hinblick auf die Dienstleistungsfreiheit ist zusätzlich die Richtlinie 96/71/EG (Sekundärrecht) des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Dezember 1996 über die Entsendung von Arbeitnehmern im Rahmen der Erbringung von Dienstleistungen von Bedeutung. 7 Hinzu tritt die Verordnung Nr. 1408/71, die hinsichtlich des Sozialversicherungsrechts Wirkung entfaltet.

[...]


1 Vgl. Niebler/Biebl/Ross (2003), S. 19.

2 Vgl. Peipp (1995), S. 70; Thüsing, in: Thüsing (2005), S. 24.

3 Vgl. BT-Drucksache 14/4220 (2000), S. 14.

4 Vgl. Thüsing, in: Thüsing (2005), S. 24 – 26.

5 Früher EGV.

6 Vgl. Brand (2004), S. 11; Herdegen (2003), S. 261 f.

7 Vgl. Urban-Crell/Schulz (2003), S. 36.


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