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Scholary Paper (Seminar), 2005, 42 Pages
Author: Simon Kohler
Subject: Economics / Business: Supply, Production, Logistics
Details
Institution/College: Pforzheim University
Tags: Einkaufskooperationen, Einkaufsallianzen, Beschaffungsmanagement
Year: 2005
Pages: 42
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 17 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-40906-3
ISBN (Book): 978-3-638-65695-5
File size: 1097 KB
Zusätzlich enthalten: Präsentation mit 15 Folien!! Kooperationsformen und Strategien, Planung und Umsetzung von Kooperationen in der Praxis, Voraussetzungen, Ziele, Chancen und Risiken von horizontalen Kooperationen in der Praxis, Organisationsformen mit Praxisbeispielen, kartellrechtliche Beurteilungen und Zukunftstrends werden in dieser Seminararbeit tiefgreifend erörtert.
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Abstract
Die fortschreitende Verschärfung und Globalisierung des Wettbewerbs zwingt vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zur Kooperation, um am Markt zu bestehen. Da die Märkte dank moderner Telekommunikation immer transparenter werden, wollen die gut informierten Kunden nicht nur über qualitätsgerechte, son-dern vor allem auch über preisgünstige Güter verfügen. Die durch die Zusammenarbeit erreichten Synergieeffekte können langfristig dazu dienen, Marktpositionen auszubauen und die rechtliche sowie wirtschaftliche Selbständigkeit zu sichern. Kooperationen im Einkauf sind notwendig, um struktu-relle und größenbedingte Nachteile auszugleichen. Da das Einkaufsvolumen durch die Bündelung steigt, wird auch die Verhandlungsposition am Beschaf-fungsmarkt gestärkt. Dadurch hat man bessere Chancen zu ähnlich günstigen Konditionen wie die Großunternehmen einzukaufen. Diese Vorteile machen sich deutsche Handelsunternehmen, Landwirte und Hand-werker schon lange zu Nutzen, während sich diese Art der zwischenbetrieblichen Zusammenarbeit in der Industrie nur ansatzweise entwickelt. Die ersten Genossenschaften gründete Hermann Schulze-Delitzsch bereits ab 1849, darunter eine Einkaufsgenossenschaft für Schuhmacher und Tischler. Auch wurden durch ihn die ersten Kreditgenossenschaften für Kleingewerbetreibende (die heutigen Volksbanken) ins Leben gerufen. Im Jahr 1859 schloss er die ihm nahe stehenden Genossenschaften zum „Allgemeinen Verband der deutschen Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften“ zusammen. Durch Friedrich Wilhelm Raiffeisen wurden genossenschaftliche Kooperationsmodelle im landwirtschaftli-chen Bereich schon vor 1850 gegründet. In folgender Seminararbeit soll neben Begriffsdefinitionen auch auf die Zielsetzun-gen, Chancen und Risiken sowie auf Praxisbeispiele von Kooperationen einge-gangen werden.
Excerpt (computer-generated)
Einkaufskooperationen und Einkaufsallianzen
von: Simon Kohler
5. Semester
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung 2
2. Begriffsdefinitionen und Kooperationsstrategien 3
2.1 Definition der Grundbegriffe Kooperation und Allianz 3
2.1.1 Kooperation 3
2.1.2 Allianz 3
2.2 Formen der Kooperation 3
2.2.1 Intensitätsstufen der Kooperation 4
2.2.2 Innerbetriebliche Beschaffungskooperation 4
2.2.3 Horizontale Kooperation 4
2.2.4 Vertikale Kooperation 5
2.2.5 Diagonale Kooperation 6
2.2.6 X/Y-Einkaufskooperationen 7
3. Planung und Umsetzung von Kooperationen 7
3.1 Grundvoraussetzungen in einer Kooperation 7
3.2 Ziele und Chancen horizontaler Kooperationen 8
3.3 Risiken horizontaler Kooperationen 9
3.4 Erfolgsfaktoren für horizontale Kooperationen 9
3.5 Wichtige Punkte der Kooperationsvereinbarung 12
4. Organisationsformen auf dem Beschaffungsmarkt 13
4.1 Lead-Buyer-Prinzip 13
4.2 Schaffung einer eigenen Rechtspersönlichkeit 14
4.3 Einkaufsgenossenschaft 15
4.3.1 Praxisbeispiel EDEKA-Genossenschaften 15
4.3.2 Praxisbeispiel REWE-Genossenschaften 16
4.3.3 Praxisbeispiel INTERSPORT 16
4.4 Full-Service-Kooperation 17
4.5 Einkaufskontor 17
4.6 Einkaufsgemeinschaft 18
4.7 Freiwillige Kette 18
4.8 E-Kooperation 19
4.9 Kommerzieller Dienstleister 20
5. Kartellrechtliche Beurteilung 20
6. Schlussbetrachtung und Zukunftstrends 22
7. Literaturverzeichnis 23
7.1 Bücher / CD-ROMS 23
7.2 Online-Dokumente 24
8. Abbildungsverzeichnis 26
1. Einführung
Die fortschreitende Verschärfung und Globalisierung des Wettbewerbs zwingt vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zur Kooperation, um am Markt zu bestehen. Da die Märkte dank moderner Telekommunikation immer transparenter werden, wollen die gut informierten Kunden nicht nur über qualitätsgerechte, sondern vor allem auch über preisgünstige Güter verfügen. Die durch die Zusammenarbeit erreichten Synergieeffekte können langfristig dazu dienen, Marktpositionen auszubauen und die rechtliche sowie wirtschaftliche Selbständigkeit zu sichern. Kooperationen im Einkauf sind notwendig, um strukturelle und größenbedingte Nachteile auszugleichen. Da das Einkaufsvolumen durch die Bündelung steigt, wird auch die Verhandlungsposition am Beschaffungsmarkt gestärkt. Dadurch hat man bessere Chancen zu ähnlich günstigen Konditionen wie die Großunternehmen einzukaufen.
Diese Vorteile machen sich deutsche Handelsunternehmen, Landwirte und Handwerker schon lange zu Nutzen, während sich diese Art der zwischenbetrieblichen Zusammenarbeit in der Industrie nur ansatzweise entwickelt. Die ersten Genossenschaften gründete Hermann Schulze-Delitzsch bereits ab 1849, darunter eine Einkaufsgenossenschaft für Schuhmacher und Tischler. Auch wurden durch ihn die ersten Kreditgenossenschaften für Kleingewerbetreibende (die heutigen Volksbanken) ins Leben gerufen. Im Jahr 1859 schloss er die ihm nahe stehenden Genossenschaften zum „Allgemeinen Verband der deutschen Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften“ zusammen. Durch Friedrich Wilhelm Raiffeisen wurden genossenschaftliche Kooperationsmodelle im landwirtschaftlichen Bereich schon vor 1850 gegründet. In folgender Seminararbeit soll neben Begriffsdefinitionen auch auf die Zielsetzungen, Chancen und Risiken sowie auf Praxisbeispiele von Kooperationen eingegangen werden.
2. Begriffsdefinitionen und Kooperationsstrategien
2.1 Definition der Grundbegriffe Kooperation und Allianz
2.1.1 Kooperation
Eine Kooperation ist eine zwischenbetriebliche Zusammenarbeit rechtlich selbständiger Unternehmen bezüglich einzelner Projekte oder Unternehmensbereiche. 1 Ziel einer Kooperation ist die Senkung von Kosten und die Steigerung der gemeinsamen Wettbewerbsfähigkeit. Es wird u.a. nach Intensitätsstufen der Zusammenarbeit unterschieden, welche von reinem Informations-/Erfahrungsaustausch über Absprachen bis hin zu Gemeinschaftsgründungen hinreichen.2
2.1.2 Allianz
Die (strategische) Allianz ist die meist langfristige grundsätzliche Vereinbarung zur Zusammenarbeit mit der Zielsetzung der Risikoteilung, Neutralisierung der Konkurrenz, des Know-how-Austausches und vor allem der Verbesserung der Wettbewerbsposition. 3 Allianzen werden grundsätzlich immer mit dem Ziel abgeschlossen, wirtschaftlichen Rahmenbedingungen besser Rechnung zu tragen. Also sind unter dem Begriff Kooperation und Allianz eigentlich komplementäre bzw. kompatible Ziele subsumiert. Unter einer Allianz kann man also eine horizontale Kooperation verstehen, da es sich meist um Wettbewerber gleicher Wirtschaftsstufe handelt.4
2.2 Formen der Kooperation
Als Unterscheidungskriterien für die Beschaffungskooperationen gelten die Intensität der Zusammenarbeit, die Wertschöpfungsstufen, auf denen sich die Kooperationspartner befinden und ob sich der Materialbedarf ähnelt oder ergänzt.
2.2.1 Intensitätsstufen der Kooperation
Die niedrigste Stufe der Kooperation besteht lediglich aus dem Austausch von Informationen. Es sind kaum hierarchische Koordinationsmechanismen notwendig. Die nächste Intensitätsstufe wird durch ein koordiniertes, arbeitsteiliges Vorgehen gekennzeichnet. Eine Zuteilung von Bereichen der Beschaffungsaktivitäten unter den Unternehmen findet statt. Durch die gemeinsamen Beschaffungsaktivitäten fällt ein gewisser Kooperationsaufwand an.5 Die höchste Stufe der Zusammenarbeit ist durch die Gründung einer gemeinschaftlich getragenen Organisation (Joint Venture) gekennzeichnet, die in der Regel eine eigene Rechtspersönlichkeit darstellt. Bei dieser intensiven Kooperationsstufe werden unternehmenseigene Beschaffungsaktivitäten stark eingeschränkt.5
2.2.1 Innerbetriebliche Beschaffungskooperation
Hierbei handelt es sich um die Kooperation mit anderen betrieblichen Funktionen und stellt somit streng genommen keine zwischenbetriebliche Kooperation dar. Sie wird jedoch trotzdem als Kooperation bezeichnet, denn wenn Unternehmen in selbstverantwortlich agierende Subeinheiten aufgegliedert werden (z.B. Produktlinien, Marktfelder, Geschäftsbereiche…) bestehen und entstehen durchaus Koordinationsnotwendigkeiten und Kooperationsmöglichkeiten seitens der Beschaffung.6
2.2.2 Horizontale Kooperation (Sprachgebrauch: Einkaufskooperation)
Dieser Kooperationstyp steht im Mittelpunkt dieser Seminararbeit. Horizontale Beschaffungsallianzen werden zwischen Unternehmen geschlossen, die im Beschaffungs- bzw. im Versorgungsbereich auf derselben Wertschöpfungsstufe stehen und gleichartige oder eng substituierbare Güter anbieten, wie z.B. zwischen Lebensmittel-Einzelhändlern. Die kooperierenden Unternehmen bearbeiten den Beschaffungsmarkt gemeinsam. 7 Die Ziele einer solchen Zusammenarbeit sind im Wesentlichen die Kostenreduzierung durch Mengenbündelung, die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit sowie die Steigerung der Marktmacht.8
[...]
1 vgl. Brockhaus Multimedial 2000 ; a.a.O.
2 vgl. Gabler Wirtschafts-Lexikon, Multimedial; a.a.O.
3 vgl. ebd.; a.a.O.
4 vgl. Heck, A.; a.a.O.; S. 7ff
5 vgl. Mike Hieronimus; Leitfaden für Beschaffungskooperationen; a.a.O.; S.5 (Online Dokument)
6 vgl. Arnold, U / Eßig, M; a.a.O; S. 10
7 vgl. Gabler Wirtschafts-Lexikon, Multimedial; a.a.O.
8 vgl. Holger Schneider; Herausragende Kriterien für einen erfolgreichen Einsatz elektronischer Beschaffung im Mittelstand; S.21; a.a.O.; (Online-Dokument)
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