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Auswirkungen der FAST Studie auf die logistischen Prozesse in der Automobilindustrie

Presentation (Elaboration), 2005, 34 Pages
Author: Christian Steczek
Subject: Economics / Business: Supply, Production, Logistics

Details

Event: Beschaffungs-, Produktions- und Distributionslogistik
Institution/College: University of Applied Sciences Ingolstadt
Tags: Auswirkungen, FAST, Studie, Prozesse, Automobilindustrie, Beschaffungs-, Produktions-, Distributionslogistik
Category: Presentation (Elaboration)
Year: 2005
Pages: 34
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 6  Entries
Language: German
Archive No.: V43149
ISBN (E-book): 978-3-638-41018-2

File size: 250 KB
Notes :
Zusätzlich enthalten: 20 Präsentationsfolien



Excerpt (computer-generated)

Auswirkungen der FAST Studie auf die logistischen
Prozesse in der Automobilindustrie

von: Christian Steczek

 


Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung  1

2 FAST 2015 – Studie  2

2.1 Allgemeines  2
2.2 Prognose Automobilhersteller 2
2.3 Prognose Automobilzulieferer 4

3 Supply Chain Management 5

3.1 Schnittstellen  5
3.2 Erweiterung der Handlungsspielräume 6
3.3 Fertigungstiefe und Beschaffungsvolumen 7

4 Vernetzte Fabrik 8

5 Lieferantenansiedlung  9

Literaturverzeichnis  11
 


Abkürzungsverzeichnis

ASP = Application Service Providing
FAST = Future Automotive Industry Structure
OEM = Original Equipment Manufacturer
SCM = Supply Chain Management
VDA = Verband der Automobilindustrie

 

1 Einleitung

Die deutsche Automobilindustrie zählt zu einer der wichtigsten Branchen unseres Landes. Nicht zuletzt handelt es sich hierbei um eine der Traditionsreichesten und eine der ältesten Branchen unseres Landes. In den vergangenen Jahren hat sich die Automobilbranche immer wieder als eine zuverlässige Stütze der deutschen Konjunktur erwiesen. Zählt man alle direkten und indirekten Bereiche der Automobilindustrie zusammen, so finden heute ca. 5,3 Mio. Menschen Arbeit in diesem Industriezweig.1

Mit einem Betrag von rund 140 Mrd. Euro in 2003 hat die Automobilindustrie mehr als 80 % des gesamten deutschen Exportüberschusses erwirtschaftet. Hierzu hat vor allem die hohe Investitionstätigkeit in F&E beigetragen. Mit rund 13 Mrd. Euro entfiel 2003 mehr als ein Drittel der deutschen Industrieinvestitionen auf die Automobilbranche.2 Nachfolgende Grafik zeigt, dass Deutschland im internationalen Vergleich der Patentanmeldungen führend ist.

Abbildung 1: Internationale Autopatente 2003 [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Inhalt der FAST 2015 – Studie und versucht die Auswirkungen auf die logistischen Prozesse in der Automobilindustrie aufzuzeigen. Zunächst möchte ich die Kernaussagen der FAST 2015 – Studie für die Automobilhersteller und die Zulieferindustrie erörtern. Anschließend werde ich auf damit zusammenhängende Veränderungen eingehen.

2 FAST 2015 – Studie

2.1 Allgemeines

Die FAST 2015 – Studie wurde von der Firma Merger Management Consulting zusammen mit den Fraunhofer Instituten für Produktionstechnik und Automatisierung, sowie für Materialfluss und Logistik erarbeitet und im 2. Halbjahr 2003 veröffentlicht. Die Studie beschäftigt sich mit der zukünftigen Ausgestaltung der Automobilindustrie bis ins Jahr 2015. Die Studie besagt, dass es in Zukunft zu markanten Strukturanpassungen kommen wird. Als Ergebnis hieraus resultiert eine neue Arbeitsteilung zwischen Automobilherstellern und Zulieferbetrieben. Bei den Automobilherstellern entwickelt sich das Markengeschäft zunehmend zum Kerngeschäft, da das Image eines Autos eine immer größere Rolle beim Kauf darstellt. Die Entwicklung und die Produktion von nicht markenprägenden Komponenten wird auf die Zulieferbetriebe verlagert.

Die FAST 2015 – Studie basiert auf 80 Interviews mit Entscheidungsträgern der ersten und zweiten Ebene bei Automobilherstellern, Zulieferern und Dienstleistern, sowie auf einer umfangreichen Analyse aller verfügbaren Datenquellen und Modellpolitik aller Marken. 70 wesentliche PKW – Marken wurden analysiert und ihre markenprägende Fahrzeugmodule und Wertschöpfungsschritte identifiziert. Die Studie trifft detaillierte Aussagen zu den Entwicklungen einzelner Segmente und Regionen. Hierbei werden 20 neue Zusammenarbeitsformen identifiziert, mit denen sich eine neue Qualität der Zusammenarbeit von Automobilherstellern, Zulieferern und Dienstleistern realisieren lässt. 3

2.2 Prognose Automobilhersteller

Für die Automobilhersteller prognostiziert die FAST 2015 – Studie einen Anstieg des Produktionsvolumens von heute 57 Mio. auf 76 Mio. Fahrzeugen weltweit. Auch in Zukunft wird die Automobilbranche ein treibender Motor sein. In den nächsten elf Jahren wird die Automobile Wertschöpfung um jährlich 2,6 Prozent wachsen, von heute 645 Mrd. Euro auf 903 Mrd. Euro im Jahr 2015. Auslöser dieser Tendenz sind neue Technologien, eine stark steigende Modellvielfalt und eine erhöhte Fahrzeugkomplexität. Automobilhersteller konzentrieren sich daher verstärkt auf markenspezifische Elemente wie Design, Markenerlebnis, Vertrieb und Servicestrategien, sowie auf Technologien die markenprägend sind. Durch diese Merkmale wird es für Autobauer leichter sich langfristig von ihren Konkurrenten zu differenzieren. Mit der Verlagerung nicht markenprägender Fahrzeugkomponenten auf die Zulieferindustrie geben die Automobilhersteller 10 % Ihrer Wertschöpfung ab. Heute beträgt der Anteil der Eigenfertigung je Durchschnittsauto rund 35 % und bis zum Jahr 2015 wird er nur noch 23 Prozent betragen. Besonders betroffen durch die Verlagerung auf die Zulieferer sind die Bereiche Karosserie, Blech, Lackierung und Fahrwerk. Auch aus der Fertigung von Modulen und Montage werden sich die Automobilhersteller zurückziehen.4 Nachfolgende Übersicht zeigt die Wertschöpfung im Jahr 2015.

Abbildung 2: Wertschöpfungsmodell FAST 2015 [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]

[...]


1 Vgl. VDA: Autojahresbericht 2004, Frankfurt 2004, S. 13

2 Vgl. VDA: Autojahresbericht 2004, Frankfurt 2004, S. 12

3 Vgl. Kleinhans, C.: Zulieferer auf der Gewinnerseite, in: Automobil Produktion 04/2004; S. 4

4 Vgl. Kleinhans, C.: a.a.O., S. 5 - 6


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