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Neue Konzepte im Güterverkehr

Hausarbeit, 2004, 14 Seiten
Autor: Nils Hermans
Fach: Geowiss. / Geographie - Wirtschaftsgeographie

Details

Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2004
Seiten: 14
Note: 1,8
Literaturverzeichnis: ~ 12  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V43246
ISBN (E-Book): 978-3-638-41089-2
ISBN (Buch): 978-3-640-31916-9
Dateigröße: 345 KB

Zusammenfassung / Abstract

Schon seit Jahren steht man vor dem selben Problem: Steigendes Verkehrsaufkommen und begrenzte Kapazitäten. Allein von 1991 bis 1995 stieg die Verkehrsleistung im Straßengüterverkehr von 144 auf 200 Mrd. Tonnenkilometer, (Kanzlerski/Lutter 1998:1) und laut Prognosen der Bundesverkehrswegeplanung soll sich dieser Trend auch weiter fortsetzen. Bis 2010 wird ein Anstieg im Straßengüterverkehr um weitere 50% erwartet. Dieser Zuwachs an Verkehr bringt „[…] angesichts zunehmender ökologischer und infrastruktureller Engpässe die Notwendigkeit einer gesamtwirtschaftlich effizienteren Nutzung aller Verkehrsmittel“ (Hoeltgen 1993:1) mit sich. Ein Ausbau der Verkehrsnetze ist in diesem Fall nahe liegend, um dem „Verkehrsinfarkt“ vorzubeugen, doch bringt dieser erzwungene Ausbau auch Probleme mit sich. Bereits heute kommt es in hohem Maße zur Landschaftszerstörung und Flächenzerschneidung (Kanzlerski/Lutter 1998:1) und auch „die dem Wachstum des Lkw-Fernverkehrs zugrunde liegenden ökonomischen Ursachen sind von der Raum- und Verkehrsplanung begrenzt zu beeinflussen“ (Hesse/Bukold 2001:110). Um dem Verkehrskollaps und der Zerstörung der Umwelt entgegenzuwirken müssen neben dem Ausbau des Verkehrsnetzes neue Transportkonzepte erarbeitet werden. Diese Konzepte müssen nicht zwingend technische und neue Innovationen beinhalten sondern, können auch „alte“ Technologie neu organisieren. All diese neuen Konzepte und Ideen gehen natürlich nicht spurlos an ihrer Umgebung vorbei, sondern haben auch eine Wirkung auf den sie umgebenden Raum. In dieser Hausarbeit wird versucht, die raumwirksame Bedeutung von kombiniertem Verkehr und Hochgeschwindigkeitsverkehr herauszuarbeiten. Zunächst einmal sollen einzelne Verkehrsträger und der Begriff der Raumwirksamkeit vorgestellt werden, um dann auf die Konzepte und ihre raumwirksame Bedeutung eingehen zu können. Abgeschlossen wird diese Arbeit mit einem Fazit in dem die Ergebnisse nochmals kurz zusammengefasst dargestellt werden und ein Ausblick auf die weitere Entwicklung von Raum und Verkehr gegeben wird.


Textauszug (computergeneriert)

Neue Konzepte im Güterverkehr

von: Nils Hermans

 


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG 4

DER BEGRIFF DER RAUMWIRKSAMKEIT 5

DIE RAUMWIRKSAMKEIT EINZELNER VERKEHRSTRÄGER UND IHRE VOR- UND NACHTEILE 5

Eisenbahn 6
Kraftverkehr 7
Binnenschifffahrt 7

NEUE KONZEPTE IM GÜTERVERKEHR 8

WELCHE VORAUSSETZUNGEN MÜSSEN NEUE KONZEPTE ERFÜLLEN 8

GÜTERVERKEHRSZENTREN UND KOMBINIERTER VERKEHR ALS KONZEPT 9

FRACHTHOCHGESCHWINDIGKEIT ALS KONZEPT 12

FAZIT 13

LITERATUR 15




Einleitung

Schon seit Jahren steht man vor dem selben Problem: Steigendes Verkehrsaufkommen und begrenzte Kapazitäten. Allein von 1991 bis 1995 stieg die Verkehrsleistung im Straßengüterverkehr von 144 auf 200 Mrd. Tonnenkilometer, (Kanzlerski/Lutter 1998:1) und laut Prognosen der Bundesverkehrswegeplanung soll sich dieser Trend auch weiter fortsetzen. Bis 2010 wird ein Anstieg im Straßengüterverkehr um weitere 50% erwartet. Dieser Zuwachs an Verkehr bringt „[…] angesichts zunehmender ökologischer und infrastruktureller Engpässe die Notwendigkeit einer gesamtwirtschaftlich effizienteren Nutzung aller Verkehrsmittel“ (Hoeltgen 1993:1) mit sich. Ein Ausbau der Verkehrsnetze ist in diesem Fall nahe liegend, um dem „Verkehrsinfarkt“ vorzubeugen, doch bringt dieser erzwungene Ausbau auch Probleme mit sich. Bereits heute kommt es in hohem Maße zur Landschaftszerstörung und Flächenzerschneidung (Kanzlerski/Lutter 1998:1) und auch „die dem Wachstum des Lkw-Fernverkehrs zugrunde liegenden ökonomischen Ursachen sind von der Raum- und Verkehrsplanung begrenzt zu beeinflussen“ (Hesse/Bukold 2001:110).
Um dem Verkehrskollaps und der Zerstörung der Umwelt entgegenzuwirken müssen neben dem Ausbau des Verkehrsnetzes neue Transportkonzepte erarbeitet werden. Diese Konzepte müssen nicht zwingend technische und neue Innovationen beinhalten sondern, können auch „alte“ Technologie neu organisieren. All diese neuen Konzepte und Ideen gehen natürlich nicht spurlos an ihrer Umgebung vorbei, sondern haben auch eine Wirkung auf den sie umgebenden Raum. In dieser Hausarbeit wird versucht, die raumwirksame Bedeutung von kombiniertem Verkehr und Hochgeschwindigkeitsverkehr herauszuarbeiten. Zunächst einmal sollen einzelne Verkehrsträger und der Begriff der Raumwirksamkeit vorgestellt werden, um dann auf die Konzepte und ihre raumwirksame Bedeutung eingehen zu können. Abgeschlossen wird diese Arbeit mit einem Fazit in dem die Ergebnisse nochmals kurz zusammengefasst dargestellt werden und ein Ausblick auf die weitere Entwicklung von Raum und Verkehr gegeben wird.

Der Begriff der Raumwirksamkeit

Raumwirksamkeit ist vor allem in der Wirtschaftsgeographie ein wichtiger Begriff, der allerdings auch ebenso weit gefasst ist. Er ist Ausdruck dafür, wie sich menschliches Handeln auf den Raum auswirkt. Als raumwirksam werden z.B. Verhaltensweisen, Aktivitäten, Maßnahmen und Gesetze bezeichnet, die darauf ausgerichtet sind, Raumstrukturen und räumliche Prozesse zu verändern oder zu beeinflussen. (Leser 2001:683)
Die Raumwirksamkeit kann im Falle von Verkehrsmitteln entweder eine punktuelle oder lineare Ausrichtung haben, wie etwa beim Schienenverkehr, oder aber Flächendeckend bzw. streuend, wie im Straßenverkehr.

Die Raumwirksamkeit einzelner Verkehrsträger und ihre Vor- und Nachteile

Ein Verkehrsträger ist ein „Verkehrsmittel, das ein bestimmtes Verkehrsaufkommen in einem Raum bewältigt“ (Leser 2001:950). In Abhängigkeit von der Transportstrecke, dem Ausbauzustand und den zu transportierenden Gütern werden unterschiedliche Verkehrsträger in Anspruch genommen. Diese Wahl des Transportmittels hängt von der Wirtschaftlichkeit ab. Es gilt in der Regel, ein Verkehrsmittel zu wählen, das neben der wirtschaftlichen auch der natürlichen Transportfähigkeit des Gutes am besten entspricht. Die Wahl unter den konkurrierenden Verkehrsträgern wird durch die Qualität der Beförderungsleistung und den technischen Eigenarten entschieden. Unter der Qualität einer Beförderungsleistung versteht man folgende Punkte: Transportdauer, Regelmäßigkeit, Pünktlichkeit, Sicherheit, Kosten und Umweltverträglichkeit. (Oelfke 2002:19) Die Vorteile zwischen den einzelnen Verkehrsträgern werden durch die naturräumlichen Bedingungen des Verkehrsgebietes, der jeweiligen Erschließung und den technischen Entwicklungsstand bestimmt. Am Beispiel der Binnenschifffahrt würde dies bedeuten, dass mit dem Verladen des Containers die Vorteile der Binnenschifffahrt enden.
Eisenbahn

Die Eisenbahn war das Verkehrssystem, welches die Grundlage zur Industrialisierung bildete. Es eignet sich aufgrund der Möglichkeit zur Zugbildung besonders zum massenhaften Gütertransport und der Bündelung von Transporten. Weil binnen kürzester Zeit größere Entfernungen überwunden werden können, kann man hier auch von einem schnellen Massenverkehrsmittel sprechen. Vor allem nachts werden im so genannten Nachtsprung große Gütermengen zwischen den wirtschaftlichen Ballungsgebieten befördert. (Oelfke2002:19) Um allerdings die Vorteile der Bahn kostengünstig nutzen zu können, benötigt man sowohl am Absende- als auch Empfangsort ein Lade- und Anschlussgleis an, das an das Netz der Bahn angeschlossen ist.
Die räumliche Wirkung der Bahn ist im Allgemeinen linienhaft und begrenzt dezentralisierend.

[...]


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