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Examination Thesis, 2005, 111 Pages
Author: Katharina Engelhardt
Subject: English Language and Literature Studies - Other
Details
Tags: Primar-, Sekundarschulen, Fremdsprachenunterricht, Vergleich, Deutschland, Großbritannien
Year: 2005
Pages: 111
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 61 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-41146-2
File size: 595 KB
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Excerpt (computer-generated)
Wissenschaftliche Hausarbeit im Rahmen der Ersten Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien im Fach Englisch. Eingereicht dem Amt für Lehrerausbildung, Außenstelle Giessen.
Justus-Liebig-Universität Giessen Fachbereich 05 Sprache, Literatur, Kultur – Anglistik
Der Übergang zwischen Primar- und Sekundarschulen im Fremdsprachenunterricht: Ein Vergleich zwischen Deutschland und Großbritannien
Vorgelegt von: Katharina Engelhardt
Mai 2005
Inhalt
1. Einleitung ... 1
2. Der Übergang zwischen Primar- und Sekundarschulen ... 6
2.1 Deutschland ... 6
2.2 Großbritannien ... 6
3. Fremdsprachenunterricht an Primarschulen in Deutschland und Großbritannien ... 9
3.1 Geschichte des Fremdsprachenunterrichts an Primarschulen ... 9
3.2 Fremdsprachenunterricht an Primarschulen heute ... 13
3.3 Methodische Überlegungen zum Fremdsprachenunterricht an Primarschulen ... 16
4. Lerntheoretische Voraussetzungen des Übergangsalters und deren methodisch-didaktische Konsequenzen ... 21
4.1 Entwicklungspsychologische Perspektive ... 21
4.1.1 Piaget ... 21
4.1.2 Bruner / Vygotsky ... 23
4.2 Fremdsprachenerwerbstheorie ... 25
4.2.1 Stern / Diehl et al. ... 25
4.3 Zusammenfassung der inhaltlichen und methodischen Konsequenzen für die Übergangszeit ... 26
5. Exemplarischer Vergleich der Rahmenpläne Englisch für Klasse 4 und 5 ... 29
5.1 Lehrpläne für Klasse 4 und 5 in Sachsen und Hessen ... 30
5.1.1 Ziele und Aufgaben des Englischunterrichts ... 30
5.1.2 Empfohlene Methoden ... 38
5.2 Vergleich der Lehrpläne ... 41
6. Die Übergangsproblematik in Deutschland und Großbritannien ... 43
6.1 Untersuchungsdesign ... 43
6.1.1 Profile der Schulen ... 44
6.1.2 Codierung und Format der zitierten Interviewausschnitte ... 45
6.2 Bestandsaufnahme der Übergangsproblematik ... 46
6.3 Problemfaktoren und Lösungsansätze v52
6.3.1 Mangel an Fachpersonal ... 52
6.3.2 Mangelnde Kooperation zwischen Schnittstellen des Bildungssystems ... 56
6.3.3 Lehrplan/Lehrwerke ... 70
6.3.4 Sonstige ... 73
7. Resumee und Ausblick ... 77
8. Bibliographische Angaben ... 82
Anhang
A Email-Korrespondenz
B Transkription der Interviews
Abstract
“The Transfer from Primary to Secondary Education and Teaching Modern Foreign Languages. A Comparison of the Systems and Issues experienced by Germany and Great Britain”
This paper considers the transfer from primary to secondary school and teaching modern foreign languages. It presents and analyses the situation in Germany before drawing comparisons with European Union co-member, Great Britain. This thesis will suggest possible solutions to alleviate the problems that occur during the first years of secondary school.
The study begins with a short description of the circumstances under which the transfer from primary to secondary school take place (chapter 2). This aids the reader to establish a basic knowledge of the differences between the German and British school systems. This is followed by an outline of the historical and present day situation for primary school foreign language teaching in both countries (chapter 3). Two contrasting methodological approaches for primary foreign language teaching are described by the study and a detailed discussion of the issues and merits of each approach is included.
Chapter 4 introduces the perspective of developmental psychology and discusses selected language acquisition theories and their application to the capacity of young learners. These theories suggest optimal methods and course content for early language teaching. This study emphasises the adaption of the theories to foreign language education and also proposes that the theories can not only be applied to primary school students, but also partly to the early years of secondary school.
The focus shifts to the practical aspects of teaching foreign languages in primary and secondary schools in Chapter 5. A comparison of Year 4 and Year 5 curricula from two German Federal States highlights the advantages of those curricula that are planned with input from both secondary and primary school representatives.
The main focus of the thesis investigates the specific problems that teachers and pupils face during the transition phase (chapter 6). A methodological approach is used to detail the problem areas and their causes. Several preferred methods and systems are proposed to assist in avoiding the detrimental effects of each issue. The study is supported by video interviews with current German secondary school teachers. Their comments provide an interesting insight into the present situation and the issues investigated in this paper. Their experience is also helpful in validating the suitability of the changes proposed in this report to bridge the gap between primary and secondary school.
1. Einleitung
Der Fremdsprachenunterricht an Primarschulen ist in Deutschland seit dem Schuljahr 2004/2005 in allen Bundesländern fester Bestandteil des Curriculums. Damit ist die in der Vergangenheit viel diskutierte Grundsatzfrage, ob Fremdsprachenunterricht überhaupt in die Primarschule gehöre, hinfällig geworden. Nicht erledigt hat sich hingegen die Frage, in welchen Bereichen sich Probleme durch die Einführung des fremdsprachlichen Frühbeginns ergeben haben und wie man diese Probleme beheben kann. In diesem Zusammenhang kam seit Beginn der ersten Schulversuche mit Fremdsprachen in Primarschulen immer wieder die Problematik der Diskontinuität zwischen Primar- und Sekundarschulen zur Sprache.
Der Übergang zwischen Primar- und Sekundarschulen gestaltet sich in vielen Aspekten als problematisch. Gerade im Bereich der Fremdsprachen führen verschiedene Faktoren zu einem ernstzunehmenden Bruch zwischen den beiden Schulformen. Eine Problematik, die sowohl Schüler als auch Lehrer betrifft. Diese Arbeit soll dazu beitragen, die Übergangsproblematik im Bereich der Fremdsprachen zu erläutern, zu analysieren sowie Lösungsansätze vorzustellen und ihre Realisierbarkeit zu diskutieren.
Der Council of Europe strebt in seiner Zielsetzung im Zuge der europoäischen Integration eine Verbesserung der Kommunikation zwischen Mitgliedsstaaten an. Hierzu wurde ein gemeinsamer Referenzrahmen publiziert, der unter anderem den Frühbeginn in mindestens einer Fremdsprache propagiert. Für manche Länder Europas bedeutet diese Zielsetzung eine völlige Neuorientierung des fremdsprachlichen Unterrichts. Das Erlernen einer Fremdsprache in der Primarschule avanciert vielerorts zu einem Pflichtprogramm. Doch hinsichtlich der Normen und Regeln für den Frühbeginn sowie bei der Kooperation zwischen Primar- und Sekundarstufen herrscht oft Uneinigkeit. Hauptbetroffene sind die Schülerinnen und Schüler zu Beginn der Sekundarstufe.
Solange eine Diskontinuität zwischen Primar- und Sekundarschulen besteht, hinsichtlich der inhaltlichen als auch der methodischen Ziele des Fremdsprachenunterrichts, leidet dessen Qualität und Effizienz. Lehrer der weiterführenden Schulen werden mit heterogenen Lerngruppen konfrontiert und finden oft keine andere Lösung, als in ihrem Unterricht mit der Fremdsprache noch einmal von vorne zu beginnen. Dies führt zu einem hohen Frustrationspotential bei denjenigen Schülern, die schon an der Primarschule mehrjährigen Unterricht in der betreffenden Fremdsprache erhalten haben und sich nun aufs Neue mit bereits bekannten Themen befassen müssen. Der Schulalltag beweist, dass die Übergangsproblematik trotz der flächendeckenden Einführung des frühen Fremdsprachenunterrichts an Primarschulen in Deutschland immer noch ein aktuelles Diskussionsthema darstellt. Welches sind demnach die Problemfaktoren, die den Übergang erschweren und wie können sie gelöst werden?
Nicht nur Deutschland ist um die Lösung der Übergangsproblematik bemüht. Es ist daher sinnvoll, über den eigenen, nationalen Tellerrand hinauszuschauen, um zu analysieren, mit welchen Problemen unsere Nachbarländer bei der Lösung der in ihrer Grundstruktur gleichen Problematik zu kämpfen haben, welche Lösungsmöglichkeiten bereits gefunden wurden und in welchen Bereichen eventuell Nachholbedarf besteht. In der vorliegenden Arbeit werden daher, neben dem Fokus auf der deutschen Übergangsproblematik, auch die Probleme und deren Lösungsansätze am Beispiel Großbritanniens skizziert. Da zum Thema ‚Übergang in Großbritannien’ bisher wenig Forschungsliteratur in Deutschland veröffentlicht wurde, stützt sich die Analyse vorwiegend auf valide Internetveröffentlichungen der Regierung und anerkannter Sprachforschungsinstitutionen . Da schulpolitische Entscheidungen in Großbritannien Angelegenheit der einzelnen Länder sind, bestehen hinsichtlich der Verordnungen zu Curriculum und Fächern jedoch erhebliche Unterschiede zwischen England / Wales und Schottland. Für eine Untersuchung des Übergangs in den Fremdsprachen ist es daher notwendig, sich auf signifikante Aspekte dieser Länder zu beschränken.
In Deutschland ergibt sich eine ähnliche Grundsituation, da bildungspolitische Differenzen innerhalb der einzelnen Bundesländer eine Gesamtdarstellung der Problematik im Rahmen dieser Arbeit nicht zulassen. So werden lediglich konkrete Problembeispiele und Lösungsansätze der Übergangsproblematik in ausgewählten Bundesländern fokussiert. Um eine Redundanz der Informationen zur Problematik des Übergangs zu vermeiden, werden im Hauptteil der vorliegenden Arbeit nur diejenigen Aspekte Großbritanniens vorgestellt, die sich von den deutschen unterscheiden.
Eine Grundkenntnis der allgemeinen Übergangsvoraussetzungen ist notwendig, um den Übergang im Bereich der Fremdsprachen zwischen Großbritannien und Deutschland vergleichen zu können. Kapitel 2 stellt daher kurz die Unterschiede beider Schulsysteme vor.
Kapitel 3 geht auf den Fremdsprachenunterricht in Primarschulen Deutschlands und Großbritanniens ein. Dem historischen Abriss der Geschichte des Fremdsprachenfrühbeginns (3.1) kann man entnehmen, dass Deutschland schon in der Vergangenheit durch Evaluationsergebnisse britischer Schulversuche im Bereich des Frühbeginns beeinflusst wurde. Es folgt die Beschreibung des IST-Zustands von fremdsprachlichem Unterricht in Primarschulen (3.2) und schließlich werden in 3.3 methodische Tendenzen des Fremdsprachenunterrichts in Primarschulen Deutschlands vorgestellt und verglichen. Da in Großbritannien fremdsprachlicher Primarschulunterricht noch nicht in das National Curriculum, so der Name des großbritannischen Lehrplans, integriert wurde, obliegt die methodische Herangehensweise den einzelnen Schulen. Zur Veranschaulichung der Methodik Großbritanniens werden daher lediglich Anregungen, die sich aus den Schulversuchen ergaben, miteinbezogen; ein direkter Vergleich ist nicht möglich. Ziel dieses Kapitels ist ein Vergleich der Tradition des frühen Fremdsprachenlernens in Deutschland und Großbritannien. So können fehlgeschlagene Versuche sowie erfolgreiche Projekte und Methoden beider Länder helfen, neue Fehler aufzuzeigen, um sie dann zukünftig zu vermeiden, bzw. gelungene Maßnahmen zu übernehmen.
Kapitel 4 schildert die lerntheoretischen Bedingungen der Schüler zum Zeitpunkt des Übergangs in die Sekundarstufe. Die Kenntnis der Lerntheorie ist essentiell für didaktisch-methodische Empfehlungen. Zuerst soll die entwicklungspsychologische Perspektive Aufschluss geben über den allgemeinen Entwicklungsstand von Kindern im Übergangsalter. Hiernach werden die daraus folgenden didaktischen Konsequenzen erläutert. Dies soll verdeutlichen, welche Unterrichtsmethoden und in gewissem Rahmen auch welche Unterrichtsinhalte für diese Altersstufe angemessen erscheinen (Punkt 4.1). Abschnitt 4.2 konzentriert sich auf spracherwerbstheoretische Dispositionen, bevor beide Positionen in einem Resümee der didaktischen Konsequenzen für fremdsprachlichen Frühbeginn zusammengefasst werden (4.3).
Zu einem umfassenden Bild des Übergangs gehört notwendigerweise auch die Perspektive der Sekundarstufe. Da jedoch die Praxis des Fremdsprachenunterrichts an Sekundarschulen in Deutschland hinlänglich bekannt sein dürfte und außerdem ein viel zu heterogenes Beobachtungsfeld darstellt, beschränkt sich Kapitel 5 auf einen Vergleich der Rahmenpläne zwischen Klasse 4 und 5 am Beispiel zweier ausgewählter Bundesländer. Zum einen wird der neu entworfene Rahmenplan für die Grund- und die Mittelschule aus Sachsen auszugsweise vorgestellt, und mit den didaktischen Vorschlägen, die sich aus der Lerntheorie ergeben, verglichen. Zum anderen wird der hessische Rahmenplan von 1995 unter Beachtung des seit 2004 gültigen Erlasses für das Fremdsprachenlernen an Grundschulen mit dem Rahmenplan der Realschule aus dem Jahr 2002 verglichen. Bei einem abschließenden Vergleich beider Bundesländer soll verdeutlicht werden, welche Unterschiede sich ergeben, wenn sich die Rahmenpläne für Primar- und Sekundarschulen aufeinander beziehen bzw. nicht beziehen. Großbritannien kann in diesem Kapitel nicht mit einbezogen werden, da Fremdsprachen noch kein Bestandteil des National Curriculum sind.
Schließlich werden in Kapitel 6 die wichtigsten Problemfaktoren und deren Lösungsansätze, so weit vorhanden, vorgestellt. Dies geschieht sowohl unter Einbeziehung der fremdsprachendidaktischen Forschung, die sich in jüngster Zeit eingehend mit der Thematik auseinandergesetzt hat als auch unter Berücksichtigung von aktuellen und akuten Problemen der Lehrer, die sich direkt mit der Situation konfrontiert sehen. Zu diesem Zweck wurden Interviews mit deutschen Lehrern der Sekundarstufe geführt, die deren Erfahrungen mit dem Übergang in den Fremdsprachen schildern. Außerdem geben die Interviews Aufschluss darüber, inwieweit man sich im schulischen Alltag der Übergangsproblematik bewusst ist und welche Lösungsansätze sich als wirksam, und welche sich auf der anderen Seite als bisher nicht praktikabel herausgestellt haben. Die Interviews wurden als Videoaufzeichnung vorgenommen .
Der Vergleich der Problematik und ihrer Lösungsansätze zwischen Großbritannien und Deutschland ermöglicht neue Erkenntnisse und will nicht zuletzt eine Brücke zwischen beiden Ländern, ganz im Sinne des Council of Europe, schlagen. Dieser Brückenschlag stellt zugleich auch den Fokus der Zusammenfassung und des Ausblicks (Kapitel 7) dar.
[...]
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