Please wait
Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.
Termpaper, 2005, 35 Pages
Author: Eva Wittmann
Subject: Psychology - Work, Business, Organisational and Economic Psychology
Details
Tags: Burnout, Beschäftigten, Führungskräften, Personalbereich
Year: 2005
Pages: 35
Grade: bestanden
Bibliography: ~ 45 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-41302-2
File size: 258 KB
Other users also were interested in the following titles:
Excerpt (computer-generated)
Burnout bei Beschäftigten und Führungskräften im Personalbereich
von: Eva Wittmann
INHALTSVERZEICHNIS
1. Einleitung 1
2. Burnout-Forschung 2
2.1 Kurzer Forschungsüberblick 2
2.2 Definitionen 4
2.3 Messung von Burnout 7
3 Mögliche allgemeine beeinflussende und fördernde Organisationsbedingungen und Faktoren des Burnout 8
3.1 Merkmale der Person 9
3.1.1 Demographische Variablen 9
3.1.2 Persönlichkeitsmerkmale 10
3.2 Merkmale der Umwelt 12
3.2.1 Arbeitsumgebung 12
3.2.2 Berufe im Personalbereich 14
3.2.3 Einflüsse der Gesellschaft 15
4 Entstehungsbedingungen von Burnout bei Beschäftigten und Führungskräften im Personalbereich mit Tätigkeitsschwerpunkt Personalauswahl 16
4.1 Arbeitsbedingungen 17
4.2 Attraktivität dieser Berufe 19
4.3 Frauen im Personalbereich 23
5 Burnout-Entwicklung und Konsequenzen24
5.1 Verlaufsmodelle 24
5.2 Aussichten und mögliche Burnout –Prävention 25
5.3 Bezug auf Beschäftigte und Führungskräfte im Personalbereich 27
6 Zusammenfassung 29
7 Literaturverzeichnis 30
1 EINLEITUNG
In dieser Arbeit wird der Zusammenhang von Burnout und Berufen im Personalbereich geschaffen. Organisationsbedingungen und Faktoren, die Entstehungsbedingungen von Burnout bei Beschäftigten und Führungskräften mit Tätigkeitsschwerpunkt Personalauswahl fördern, werden hergestellt und nach dem heutigen Stand der Forschung recherchiert. Vorerst wird in Kapitel 2 ein allgemeiner, kurzer Überblick über die Burnout-Forschung gegeben. Dabei wird die Entwicklung von Anfangsstadien über die Aufnahme in die Forschungsliteratur bis zur Verwendung von Burnout in der Alltagssprache festgehalten. Es erfolgt ein Einblick in die zahlreichen Modelle und Ansätze zu Burnout. Anschließend werden die Vielzahl der in der Burnoutforschung existierenden Definitionen berücksichtigt und zwei Elemente zur Messung von Burnout, das Maslach Burnout Inventory (MBI) und das Tedium Measure (TM), kurz aufgezeigt. Kapitel 3 beschäftigt sich mit möglichen allgemeinen beeinflussenden und fördernden Organisationsbedingungen und Faktoren des Burnout. Hierbei wird zwischen Merkmalen der Person, wie demographischen Variablen und Persönlichkeitsmerkmalen, und Merkmalen der Umwelt, etwa Arbeitsbedingungen, Attraktivität von Berufen und Einflüssen der Gesellschaft, unterschieden. Anschließend erfolgt in Kapitel 4 eine Konzentration auf Entstehungsbedingungen von Burnout bei Mitarbeitern und Führungskräften im Personalbereich mit Tätigkeitsschwerpunkt Personalauswahl nach derzeitigem Forschungsstand. In diesem Zusammenhang werden erst Arbeitsbedingungen herausgestellt, infolge die Attraktivität derartiger Berufe erörtert und die Prävalenz von Burnout recherchiert. Abschließend werden insbesondere Frauen betrachtet. In Kapitel 5 wird auf die Burnout-Entwicklung und auf Konsequenzen eingegangen. Einige Verlaufsmodelle von Burnout werden beschrieben. Konsequenzen sowie Aussichten und Möglichkeiten zur Prävention von Burnout werden erst allgemein beleuchtet und folglich der Bezug zu Beschäftigten und Führungskräften im Personalbereich geschaffen. Neuere Untersuchungen und Studien dazu werden recherchiert.
2 BURNOUT - FORSCHUNG
2.1 Kurzer Forschungsüberblick
Die Beschreibung des Zustandes von Burnout geschah in den Anfangszeiten meist in Zusammenhang mit sozialen Berufen und dem „hilflosen Helfer“, wobei ein zunächst unerklärlicher Motivationsverlust beschrieben wurde (vgl. Burisch 1989, S. 2f.). Es existieren Fallstudien von Krankenschwestern und Berichte von Lehrern, Therapeuten und Sozialarbeitern (vgl. u.a. Barth 1997; Kramis-Aebischer 1995; Schmid 2003 und Hagemann 2003). Im psychologischen Sinn wurde der Begriff Burnout das erste Mal in Graham Greenes Erzählung „A Burnt-Out Case“ 1961 verwendet (vgl. Barth 1997, S.13 und Burisch 1998, S. 3). Bereits viel früher wurde eine Krankheit namens Neurasthenie bei Lehrern beschrieben, deren Symptome stark an die Erscheinungsformen erinnern, welche heute dem Burnout zugeschrieben werden (Barth 1997, S. 14 und Rudow 2004, S. 134). Ein Artikel zu Lehrerkrankheiten von Siegbert Schneider aus dem „Oberpfälzer Schulanzeiger“ aus dem Jahre 1911 befindet sich in Barth (1997, S. 13). Burnout ist demnach ein durchaus älteres Phänomen. In den Siebziger Jahren kam es aufgrund des vermehrten Auftretens, welches auf gesellschaftliche und soziale Veränderungen zurückzuführen ist, zu großer Popularität des Begriffes und zur Aufnahme in die Forschungsliteratur (Barth 1997, S. 14 und Rudow 2004, S. 134). Der amerikanische Psycho-analytiker Freudenberger prägte den Begriff erstmals in der Forschungs-literatur (vgl. Barth 1997, S. 13 und Rudow 2004, S. 134). Burisch hält fest: Burnout „bezeichnete bei Freudenberger zunächst den psychischen und physischen Abbau der meist ehrenamtlichen Mitarbeiter „alternativer“ Hilfsorganisationen: „Free Clinics“, therapeutische Wohngemeinschaften, Frauenhäuser, Kriseninterventionszentren (1989, S. 3)“. Ab Ende der Sechziger Jahre wurde ein ähnliches Phänomen bei amerikanischen Organisationsberatern beobachtet und diskutiert, was damals noch unter dem Begriff „Flame-out“ verstanden wurde (vgl. Burisch 1989, S. 3).
Die Burnoutforschung fand ihren Anfang in Amerika, nach Deutschland kam der Begriff Ende 1983, als in der Zeitschrift ,,Psychologie heute" ein Artikel über Burnout von Aronson, Pines und Kafry erschien (vgl. Barth 1997, S. 16). „1987 wurde der Begriff in Deutschland durch die Aufnahme in die Enzyklopädie der Psychologie durch Schönpflug (1987) offiziell gewürdigt (Barth 1997, S. 13).“ Das Thema erlangte große Popularität und es folgten zahlreiche Veröffentlichungen deutscher Autoren (vgl. Burisch 1989, S. 3).
In der heutigen schnelllebigen, modernisierten und erfolgsorientierten Welt haben sich das Arbeitsfeld und das Wertverständnis verändert, wodurch Burnout immer stärker in den Mittelpunkt wissenschaftlichen Interesses rückt (vgl. Kernen, 1999, S. 25f. und Barth 1997). Seit den 80er Jahren spricht man von Burnout nicht mehr nur in der Fachsprache, sondern auch in der Alltagssprache.
Auf die Vielfalt an Theorien und dem Fehlen einer handfesten Definition von Burnout wird im nächsten Kapitel 2b eingegangen. Heute haben sich in der Literatur drei Ansätze herausgebildet, die unterschieden werden können. Die individuen-zentrierten Ansätze beschäftigen sich mit der Persönlichkeit von helfenden Personen, Autoren sind Edelwich & Brodsky oder Freudenberger. Die arbeits- und organisationsbezogenen Ansätze stellen organisatorische und institutionelle Bedingungen in den Vordergrund, Vertreter sind dabei Maslach oder Pines & Mitarbeiter. Die soziologisch-sozialwissenschaftlichen Ansätze berücksichtigen die Bedingungen des unmittelbaren sozialen Umfeldes in der Wahrnehmung der Betroffenen, hier gilt Cherniss als Hauptvertreter (vgl. Kramis-Aebischer 1995, S. 47f.).
Es existieren heute zahlreiche verschiedene Modelle zu Burnout, wie etwa das “Soziale Kompetenz-Modell“ von Harrison, das “Kybernetischen Modell“ von Heifetz & Bersani, das “Defizit-Modell“ von Jayaratne & Chess, das “Stress-Modell“ von Eisenstat & Felner, das “Phasen-Modell“ nach Golembiewski & Munzenrider und das “Integrative Modell“ von Cherniss, diese werden in Barth (1997, S. 71f.) festgehalten. In den einzelnen Modellen werden jeweils andere Aspekte betont, welche in dieser Arbeit nicht im Detail aufgeführt werden. Einig sind sich die Forscher dabei, dass das Auftreten von Burnout in Zusammenhang mit dem modernen Leben steht und, dass es, als Reaktion auf die Arbeit, in engem Zusammenhang mit Zufriedenheit und Stress steht. Auch die Ursachen für Burnout sind weitgehend übereinstimmend, es kommt jedoch zur unterschiedlichen Gewichtung der einzelnen Faktoren. Barth hält fest: „Burnout ist ein soziales Streß-Phänomen. In der Frage, woraus dieser soziale Streß resultiert, unterscheiden sich die Ansätze (1997, S. 86f.)“.
2.2 Definitionen
[...]
Comments
No comments yet
Other users also were interested in the following titles:
Das Burnout-Syndrom - die Rechnung für eine längere Zeit ohne innere Zustimmung
Author: Gisela WalterNursing Science, 2001 Download as PDF-file for 8,99 EUR
Faszination Ecstasy - Inbegriff der Technokultur mit hohem Risikopotential
Author: Sarah BittnerHealth Science, 2007 Download as PDF-file for 7,99 EUR
Aspekte des Zwangs - Zur Psychodynamik von Zwängen, Zwangsstörungen und Zwangsneurosen
Author: Ortrud NeuhofPsychology - Social Psychology, 2004 Download as PDF-file for 39,90 EUR
Burn Out bei Führungskräften
Author: Gregor SchimbäckPsychology - Work, Business, Organisational and Economic Psychology, 2004 Download as PDF-file for 14,99 EUR
Burnout - Der Weg hinein und wieder zurück
Author: Christoph WalchEconomics / Business, Miscellaneous, 2005 Download as PDF-file for 9,99 EUR
Kommunikation, ein Instrument der Mitarbeiterführung
Author: Marlies GurskyPsychology - Miscellaneous, 2003 Download as PDF-file for 8,99 EUR
Das Beschwerdemanagement als vorgeschriebenes Instrument des Qualitätsmanagements
Author: Hans-Hermann RieckNursing / Foster Care Management / Social Services, 2003 Download as PDF-file for 8,99 EUR
Medien als Gegenstand von Gesprächen - Verfestigte kommunikative Formen in sekundären Fernsehthematisierungen
Author: Matthias BillCommunications: Movies and Television, 2001 Download as PDF-file for 8,99 EUR
Rollen im Gruppenkontext und ihre Implikationen für die Arbeit von Gruppenleitern
Author: Michaela SchnisaSocial Pedagogy / Social Work, 2007 Download as PDF-file for 6,99 EUR
This text can be quoted and accessed from this url: