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Vergleichende Rezension von Dickopp "SYSTEMATISCHE PÄDAGOGIK" und Baumgard "ERZIEHUNGS- UND BILDUNGSTHEORIEN"

Literature Review, 2004, 22 Pages
Author: Eva Wittmann
Subject: Pedagogy - General

Details

Category: Literature Review
Year: 2004
Pages: 22
Grade: bestanden (keine Note)
Bibliography: ~ 2  Entries
Language: German
Archive No.: V43535
ISBN (E-book): 978-3-638-41303-9

File size: 223 KB


Excerpt (computer-generated)

Vergleichende Rezension von Dickopp "SYSTEMATISCHE PÄDAGOGIK"
und Baumgard "ERZIEHUNGS- UND BILDUNGSTHEORIEN"

von: Eva Wittmann

 


INHALTSVERZEICHNIS

1 EINLEITUNG 1

2 DICKOPP, KARL-HEINZ: SYSTEMATISCHE PÄDAGOGIK I 1

2.1 Aufbau des Kurses 1
2.2 Begriffsbestimmung, Aussagen und Stellenwert der Universalistischen Anthropologie nach Dickopp 2

2.2.1 Methode der transzendentalen Reflexion 3

2.3 Der Begriff der Person bei Dickopp 4

2.3.1 Pädagogische Personalität bei Dickopp 4
2.3.2 Transzendentale Begründung von Personalität 5

2.4 Zusammenhang von Bildung und Erziehung 6
2.5 Transzendentale Hermeneutik 8
2.6 Dickopps Ansatz einer Personal-transzendentalen Pädagogik 9

3 BAUMGART, FRANZJÖRG: ERZIEHUNGS- UND BILDUNGSTHEORIEN 11

3.1 Aufbau des Buches 11
3.2 Historischer Zugang 11

3.2.1 Anzumerkende Einschränkungen 12

3.3 Baumgarts fünf erwähnte Epochen 12

3.3.1 Aufklärung 13
3.3.2 Neuhumanismus 14
3.3.3 Reformpädagogik 15
3.3.4 Nationalsozialismus 16
3.3.5 Erziehungs- und bildungstheoretischer Diskurs in der Bundesrepublik 17

4 VERSUCH EINER VERGLEICHENDEN BETRACHTUNG 18

4.1 Persönliches Resümee 19

5 ZUSAMMENFASSUNG 20

6 LITERATURVERZEICHNIS 20





1 EINLEITUNG:

In dieser Arbeit werden zwei Möglichkeiten zum Einstieg in die Systematische Pädagogik vorgestellt, diese sind „Systematische Pädagogik I“ von Karl-Heinz Dickopp und „Erziehungs- und Bildungstheorien“ von Franzjörg Baumgart. Der Einstieg in diese Thematik erweist sich für viele StudienanfängerInnen als nicht einfach und bringt Schwierigkeiten mit sich. Durch die richtige Literatur-wahl, also den geeigneten Einstiegskurs, kann er entsprechend erleichtert werden. Ein Vergleich hilft bei der Entscheidung, welcher Kurs sich für den Einstieg in dieses Gebiet der Erziehungswissenschaften eignet und diesen besser ermöglicht. Die Autoren, deren Einstiegskurse in dieser Arbeit rezensiert werden, führen auf unterschiedliche Weise in die Systematische Pädagogik ein. Dickopp konstruiert im Studienkurs seinen Ansatz der Systematischen Pädagogik, die Personal-transzendentale Pädagogik. Baumgart hingegen betrachtet die Pädagogik in historischem Kontext und druckt zahlreiche Textausschnitte zu einzelnen zeitlichen Epochen ab. Im Folgenden werden die beiden Einstiegsmöglichkeiten vorgestellt, näher betrachtet und anschließend ein Vergleich versucht. Es soll herausgestellt werden, welcher Einstiegskurs verständlicher einführt, bzw. in wieweit beide Werke diese Aufgabe erfüllen.

2 DICKOPP, KARL-HEINZ: SYSTEMATISCHE PÄDAGOGIK I

2.1 Aufbau des Kurses

Dickopp´s Systematische Pädagogik I ist der erste von zwei einführenden Kursen in die anthropologischen und wissenschaftstheoretischen Grundlagen der Pädagogik und als Vierfachkurseinheit für StudienanfängerInnen der Fernuniversität – Gesamthochschule in Hagen konzipiert. Dickopp favorisiert einen Personal-transzendental Ansatz, der im Folgenden anhand wesentlicher Stichworte und Begriffe veranschaulicht und dargestellt werden soll. Zuerst wird auf die Universalistische Anthropologie und die Methode der transzendentalen Reflexion eingegangen, danach wird der Personenbegriff bei Dickopp näher beleuchtet und der Zusammenhang von Bildung und Erziehung herausgestellt. Anschließend wird die transzendentale Hermeneutik beschrieben und abschließend seine Personal-transzendentale Pädagogik skizziert.

2.2 Begriffsbestimmung, Aussagen und Stellenwert der Universalistischen Anthropologie nach Dickopp:

Dickopp schreibt, „die traditionelle Pädagogik erörtert ihre theoretischen Grundlagen vorwiegend im Kontext einer universalistischen Anthropologie (1997, S. 125).“ Universalistische Anthropologie befasst sich mit dem Wesen des Menschen, dem „Abstraktum Mensch“. Sie geht davon aus, dass für die Pädagogik und die Erziehung im Wesen des Menschen etwas vom „wahren“ und „ganzen“ Menschen sichtbar und bedeutsam wird. Festzuhalten ist an dieser Stelle, dass es in unserer tatsächlichen, konkreten Erziehungsrealität allerdings kein solches Abstraktum Mensch gibt (vgl. 1997, S. 125).
Für die Universalistische Anthropologie ist das Allgemeine die Begründung des Menschlichen, jenseits aller menschlichen Unterschiedlichkeiten existiert etwas für alle Menschen in gleicher Weise Zutreffendes und Geltendes. Dickopp stellt die These auf, dass diese allgemeinen Denkstrukturen für alle Menschen die selbe Gültigkeit besitzen, er geht noch weiter und hält fest, dass „dieses anthropologische Abstraktum der begründende Grund des konkret-individuell Menschlichen ist. Wer solches erfasst, weiß nicht nur, was der Mensch ′eigentlich′ in seinem Wesen also, ′ist′, sondern zugleich auch schon, was er ′soll′" (1997, S. 126).“ In der Pädagogik wird Anthropologie vorrangig für die Klärung der Sollensfrage für pädagogisches Denken und Handeln verwendet. Im Hinblick auf das Sollen wird ihr dabei eine große Bedeutung zugeschrieben. Für die Universalistische Anthropologie ist die Einsicht in das Abstraktum Mensch maßgebend im Hinblick auf das Sollen im Konkreten ( vgl. Dickopp 1997, S. 126).
Dickopp beschreibt Universalistische Pädagogik innerhalb der Pädagogik als „grundlegende Erörterung“. Sie arbeitet die inhaltliche Gestaltung von Erziehung, das allgemein Verbindliche, das Prinzipielle heraus, welches Kriterium und Orientierung darstellt und Voraussetzung für ein verantwortungsvolles Denken und Handeln ist (vgl. 1997, S. 129). Dieser universalanthropologische Ansatz wird in der Pädagogik auch als personaler Ansatz bezeichnet. Dabei wird in der Erziehungstheorie nach dem „Stehen des Ich vor dem Gesollten“ (Dickopp 1997, S 129) gefragt. Unter dem „Ich“ versteht man das in die jeweilige Situation eingebundene Individuum. Das „Gesollte“ stellt das dar, was im Kontext des Allgemeinen Geltung hat, sozusagen zur Orientierung dienende Kriterien (vgl. Dickopp 1997, S. 129).

2.2.1 Methode der transzendentalen Reflexion

[...]


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