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Autor: Agnes Slabon
Fach: Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwiss.
Details
Institution/Hochschule: Universität Dortmund
Tags: Bericht, Blockpraktikum, Rahmen, Grundschullehramtsstudiums
Jahr: 2003
Seiten: 45
Note: sehr gut
Literaturverzeichnis: ~ 8 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 650 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-41381-7
Textauszug (computergeneriert)
Bericht zum Blockpraktikum
von: Agnes Slabon
Semester: 6
Inhaltsverzeichnis
Vorwort 4
1. Bedingungsfeldanalyse 5
1.1 Beschreibung der Praktikumsschule 5
1.2 Beschreibung der Praktikumsklasse 9
1.2.1 Stundenplan 13
2. Bearbeitung des Schwerpunkthemas: Das „Aufmerksamkeits-Defizit- Hyperaktivitäts- Syndrom“ bei Grundschulkindern 14
2.1 Definition: ADHS/ADS 15
2.2 Ursachen 15
2.3 Diagnose 16
2.4 Beschreibung des Störungsbildes bei ADHS-Kindern 17
2.5 Die soziale Situation von Schulkindern mit ADHS 20
2.6 Trainingsprogramm zur sozialen Integration von ADHS-Kindern in die Klassengemeinschaft 21
2.6.1 Übungen zur Förderung der Interaktion zwischen dem ADHS- Kind und seinen Mitschülern 22
2.6.2 Übungen zur Förderung eines positiveren Selbstbildes 23
2.6.3 Übung zur Förderung der Interaktion zwischen Lehrkraft und dem ADHS-Kind 24
2.7 Fazit 24
3. Schülerbeobachtung 26
3.1 Einleitendes 26
3.2 Schülerbeobachtung des Schülers A 27
3.2.1 Allgemeine Angaben zum Schüler A 27
3.2.2 Das Verhalten des Schülers A im Unterrichtsverlauf 27
3.3 Einordnung des Schülerverhaltens in das Krankheitsbild von ADHS 29
4. Planung und Durchführung einer Unterrichtsreihe 31
4.1 Darstellung der Unterrichtsreihe 31
4.1.1 Thema der Unterrichtsreihe: 31
4.1.1.1 Thema der Unterrichtsstunde 1(Doppelstunde): 31
4.1.1.2 Thema der Unterrichtsstunde 2: 31
4.1.1.3 Thema der Unterrichtsstunde 3: 31
4.2 Lernziele 31
4.2.1 Grobziel der Unterrichtsreihe 31
4.2.1.1 Grobziel der Unterrichtsstunde 1 32
4.2.1.2 Grobziel der Unterrichtsstunde 2 32
4.2.1.3 Grobziel der Unterrichtsstunde 3 32
4.2.3 Feinziele 32
4.2.3.1 Feinziele der Unterrichtsstunde 1 32
4.2.3.2 Feinziele der Unterrichtsstunde 2 33
4.2.3.3 Feinziele der Unterrichtsstunde 3 34
4.3 Aufbau der Unterrichtsreihe 34
4.4 Lernvoraussetzungen 36
4.4.1 Themenunabhängige Lernvoraussetzungen 36
4.4.2 Themenabhängige Lernvoraussetzungen 36
4.5 Sachanalyse 37
4.5.1 Was sind und worin unterscheiden sich die Phasen des Schriftspracherwerbs 37
4.5.2 Der Buchstabe A 41
4.6 Reflexion über die Unterrichtsreihe 41
5. Meine Praktikumszeit - ein Fazit 43
Literaturliste 45
Anhang
Vorwort
Den auf mich zukommenden vier Praktikumswochen stand ich zunächst erfreut gegenüber. Ich hatte das Gefühl endlich das bisher Erlernte anwenden zu dürfen und auch zum ersten Mal über einen längeren Zeitraum den gesamten Schulalltag miterleben zu können. Andererseits hatte ich Bedenken, dass mein bisheriges Können für die eigentliche Praxis möglicherweise nicht ausreichen würde. Da während des Studiums überwiegend die Unterrichtsinhalte und –methoden vermittelt werden und anderweitige alltägliche Aufgaben und Verhaltensweisen der Lehrer nur bedingt erwähnt werden, konnte ich mir vor dem Praktikum nur vage ein wirkliches Bild über die Anforderungen an den Lehrerberuf machen. Erstmals bei einem Einblick in den gesamten Schulalltag kann man vermutlich feststellen, ob man den Anforderungen an den heutigen Lehrerberuf gewachsen ist. Gerade deshalb war ich sehr gespannt, welche neuen Erkenntnisse in Bezug auf meine Kompetenz und meine Berufswahl ich während der nächsten vier Wochen gewinnen würde…
1. Bedingungsfeldanalyse
1.1 Beschreibung der Praktikumsschule
Meine Praktikumsschule, die Baedekerschule in …, ist 1971/72 auf dem Gelände eines ehemaligen Bauernhofes gebaut worden und hat am 01.08.1972 als städtische Gemeinschaftsgrundschule den Schulbetrieb aufgenommen. Ihren Namen bekam die Schule von dem stadtbekannten Apotheker und Ornithologen, Fr. Baedeker.
Die Schule befindet sich im Stadtteil Annen, mit seinen 19 051 Einwohnern, dem zweitgrößten der Stadt. Trotz der zentralen Lage, hält sich das Verkehrsaufkommen im Bereich der Grundschule in Grenzen, so dass dies keine hohe Gefahr für die Schulkinder darstellt. Das Schulgebäude hat eine Fläche von insgesamt 4200 qm auf der sich zwölf Klassenräume in der Größe von je ca. 65 qm befinden. Fünf dieser Räume haben zusätzlich eine zwölf Quadratmeter große Spielfläche, die sich besonders gut für Freiarbeiten und differenzierten Unterricht eignet. Darüber hinaus wird dieser Bereich häufig als Staufläche für Schulutensilien der Kinder genutzt. Außerdem ist die Schule im Besitz von zwei Lehrmittelzimmern, einem Sekretariat, einem Rektorzimmer und einem Lehrerzimmer. Jeder der Klassenräume ist mit einem Computer ausgestattet, welcher auch einen Internetzugang besitzt. Des Weiteren befindet sich im Gebäude eine 410,85 qm große Sporthalle, die jedoch morgens auch von einer Hauptschule und in den Nachmittagsstunden täglich von einem Sportverein mitgenutzt wird. Die Schwimmstunden finden entweder im nahegelegenen Hallenbad statt, das in ca. zehn Minuten zu Fuß erreicht werden kann, oder die einzelnen Klassenverbände werden mit einem Schulbus zu einem zu einer anderen Schule gehörenden Schwimmbad gefahren. Der Schulhof, der in den letzten Jahren neu ausgestattet wurde, bietet den 226
Schülern und Schülerinnen zahlreiche Spielmöglichkeiten…
Zu jedem der vier Jahrgänge gehören zwei Klassen, die insgesamt von 13 Lehrerinnen (incl. Direktorin), zwei Lehrern und einer Referendarin unterrichtet werden. Seit einigen Jahren besitzt die Schule - zum Bedauern der Lehrkräfte - keinen eigenen Schulkindergarten mehr. Dieser befindet sich nun in einer 4km entfernten Grundschule und wird von mehreren Grundschulen u.a. auch meiner Praktikumsschule genutzt. Das Einzugsgebiet besteht aus einigen Einfamilienhäusern und Werkswohnungen eines Großunternehmens, einem Asylbewerberheim und einem hohen Anteil an Sozialwohnungen. Letzteres bringt mit sich, dass ein großer Teil der Schüler in sozialschwachen Familien lebt. Rund 40 Schüler und Schülerinnen kommen aus dem Ausland; auch einige Kriegsflüchtlinge sind unter ihnen zu finden. Gemessen an anderen Grundschulen der Stadt, hat die Baedekerschule einen sich im höheren Prozentbereich ansiedelnden Ausländeranteil. Die am häufigsten vorkommenden Herkunftsländer sind die Türkei, Albanien, Serbien und Bosnien. Weitere 25 Kinder sind Aussiedler, die aus östlichen Ländern Europas, wie Polen und Russland, kommen. Allgemein lässt sich kein Urteil über die Sprachkompetenzen der ausländischen SchülerInnen zum Zeitpunkt der Einschulung fällen; diese sind teilweise recht gut, häufig jedoch nicht ausreichend. Für die türkischen Kinder findet zweimal wöchentlich eine Stunde muttersprachlichen Unterrichts statt, welche von einem türkischen Lehrer, der speziell für dieses Fach an die Schule kommt, erteilt wird. Weitere Sprachangebote, wie Jugoslawisch und Italienisch, finden im gleichen Rhythmus in den Nachmittagsstunden auf freiwilliger Basis statt. Ein weiteres Angebot, das neben dem eigentlichen Förderunterricht zur Förderung lernschwächerer Kinder initiiert wurde, sind die sog. Silentien, an denen von der Klassenlehrerin ausgesuchte Kinder teilnehmen sollten. Diese finden zu einem geringen von den Eltern zu tragenden Kostenfaktor dienstags und mittwochs von 14-15 für die ersten beiden Jahrgänge und von 15-16 Uhr für die Klassen 3 und 4 statt. Das Ziel liegt darin, Kindern, deren Eltern keine ausreichenden Kompetenzen aufweisen oder aber auch bis abends berufstätig sind und sie deshalb keine Hilfe leisten können, bei ihren Hausaufgaben zu helfen.
Des Weiteren können Kinder, deren beide Elternteile berufstätig sind, nach dem Unterricht den sog. Kidsclub nutzen. Dieser findet täglich von 14 bis 16 Uhr täglich statt. Die monatlichen Kosten in Höhe von ca. 40 Euro müssen von den Eltern getragen werden. Dort finden neben der Hausaufgabenbetreuung gemeinsame oder auch freie Spiel- und Bastelaktionen statt. Dieses Angebot wird gern in Anspruch genommen, so dass mit einer gewissen Wartezeit gerechnet werden muss bis ein Platz frei wird. Einen recht hohen Zulauf haben ebenfalls die Arbeitsgemeinschaften, so dass die Schule bereits sieben eingerichtet hat; sie finden im Anschluss an den Unterricht oder auch nachmittags statt. Dazu gehören die Flöten-, die Bilderbücher-, die Theater-AG, sowie die Ballspiele-, die Turn-, die Textverarbeitungs- und die Computer-AG. Weiterführende Schulen sind die Freiligrath-Hauptschule, die Holzkamp-Gesamtschule, die Adolf-Reichwein-Realschule und das Albert-Martmöller-Gymnasium.
1.2 Beschreibung der Praktikumsklasse
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