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Termpaper, 2002, 13 Pages
Author: Agnes Slabon
Subject: Theology - Biblical Theology
Details
Institution/College: University of Dortmund
Tags: Exegese, Perikope, Botschaft, Engels, Grab, Einführung, Methoden, Exegese
Year: 2002
Pages: 13
Grade: 2,3
Bibliography: ~ 4 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-41382-4
File size: 238 KB
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Excerpt (computer-generated)
Universität Dortmund
Seminar: Einführung in die Methoden der Exegese
Semester: 3
Exegese der Perikope Mt 28,1-8:
Die Botschaft des Engels am leeren Grab
von: Agnes Slabon
Inhaltsverzeichnis
Abschrift der Perikope S. 3
1. Bestimmung der Gattung S. 4
2. Interpretation der Perikope in der vorliegenden Endgestalt S. 4- 8
2.1 Gliederung der Perikope S. 4
2.2 Thematik mit Einzelversinterpretation S. 5
3. Textanalyse S. 8-10
3.1 / 3.2 Inhaltliche Übereinstimmungen und Unterschiede der synoptischen Parallelen S. 8
3.3 Textgestalt in der Überlieferung: Welche Vorlage hatte die Perikope? Rekonstruktion der ursprünglichen Fassung S. 9
4. Ursprungssituation: Welchen Sitz im Leben hatte die Perikope ursprünglich? S. 10-11
5. Redaktionsgeschichte S. 11-12
5.1 Rahmung der Perikope S. 11
5.2 Aussage des Textes in der Endgestalt S. 11
Literaturliste S. 13
Mt 28,1-8: Die Botschaft des Engels am leeren Grab
Abschrift der Perikope
„1Nach dem Sabbat kamen in der Morgendämmerung des ersten Tages der Woche Maria aus Magdala und die andere Maria, um nach dem Grab zu sehen. 2Plötzlich entstand ein gewaltiges Erdbeben; denn ein Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat an das Grab, wälzte den Stein weg und setzte sich darauf. 3Seine Gestalt leuchtete wie ein Blitz, und sein Gewand war wie Schnee. 4Die Wächter begannen vor Angst zu zittern und fielen wie tot zu Boden. 5Der Engel aber sagte zu den Frauen: Fürchtet Euch nicht! Ich weiß, ihr sucht Jesus den Gekreuzigten. 6Er ist nicht hier; denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht Euch die Stelle an, wo er lag.7Dann geht schnell zu seinen Jüngern und sagt Ihnen: Er ist von den Toten auferstanden. Er geht Euch voraus nach Galiläa, dort werdet ihr ihn sehen. Ich habe es Euch gesagt. 8Sogleich verließen sie das Grab voll Furcht und großer Freude zu seinen Jüngern, um ihnen die Botschaft zu verkünden.“
1. Bestimmung der Gattung
„Es handelt sich bei MK 28,1-8 um eine theologische Inhaltserzählung in Form einer Angelophanie. Diese setzt sich der Regel nach aus mehreren Elementen zusammen, die nicht unbedingt alle präsent sein müssen: einer Erscheinung eines Engels, einer darauf folgenden Reaktion der Angst, einer zu verkündenden Nachricht, einer Erwiderung des Empfängers auf diese Nachricht und einem bezeugenden Zeichen. In dieser Perikope sind alle Elemente, bis auf die Erwiderung des Empfängers vorhanden. Als bezeugendes Zeichen ist das leere Grab zu betrachten. Allein der Vorfall mit den Wächtern wirkt sich etwas störend auf die Gattung aus.“1
2. Interpretation der Perikope in der vorliegenden Endgestalt
2.1 Gliederung der Perikope
VV 28, 1 Exposition
Der Leser wird im ersten Vers in die Situation eingeführt. Es werden die ersten beiden Akteure, der Schauplatz, sowie eine Zeitangabe genannt. Der Leser erfährt, dass die beiden Frauen, Maria aus Magdala und die andere Maria nach dem Sabbat aufbrechen, um Jesus Grab zu besuchen.
VV 28,2-7 Hauptteil
Der Hauptteil bildet das eigentliche Geschehen dieser Perikope. Er lässt sich jedoch noch in kleinere Unterbereiche gliedern:
V. 2/3 :Die Öffnung des Grabes durch einen Engel
V. 4 :Reaktion der Wächter
V. 5-7 :Die Botschaft des Engels an die Frauen
VV 28,8 Schlussteil
Der letzte Vers zeigt das Verlassen des Grabes durch die Frauen, die von den vorangegangenen Ereignissen sehr ergriffen sind.
2.2 Thematik mit Einzelversinterpretation
Vers 1:
„ Die doppelte Zeitangabe verweist auf die Morgenfrühe des ersten Wochentages. Weil mit dem Sabbat [dem allgemeinen Ruhetag] die Woche zu Ende ging ... [ hatte dieser eine eigene Bezeichnung. Es war der dritte Tag nach dem Kreuzestod Jesus .] Dies entspricht der kerygmatischen Formel „ am dritten Tag“ auferweckt. Damit im Zusammenhang steht die jüdische Auffassung, einen Menschen, der im Grab liegt, ab diesem Zeitraum als endgültig gestorben zu betrachten. Darauf wiederum beruht der Brauch, das Grab in diesen ersten Tagen intensiv zu besuchen. Im Sinn des Mt mag man den Gang der Frauen zum Grab so sehen. Weil sie vorhaben das Grab zu schauen, werden sie aber vor allem zu Zeugen dessen, was sie dort antreffen.“2 Bei den Frauen handelt es sich um Maria aus Magdala und die andere Maria, wobei an dieser Stelle sehr wahrsche inlich die Mutter des Jakobus gemeint ist.3
Vers 2
„Im Folgenden erfolgt eine Darstellung auf einer nicht irdischen Ebene. Die Erde wird von einem Beben erschüttert, wie dies auch schon nach Jesus Tod erfolgte. Es demonstriert das Wirken Gottes und kündigt die Herabkunft eines Engels an. Es ist allein ein theophanes Mittel und trägt zum Entfernen des Steines durch den Engel nicht bei. Das Grab bleibt unversehrt.“4 „Die Befreiung Jesus wird nicht geschildert, sondern nur indirekt angezeigt. Die Erwähnung, dass der Engel sich auf den Stein setzt, zielt auf ein hoheitliches Verhalten ab, das zum folgenden Vers überleitet.“5
Vers 3
In einer doppelten Aussage betont Mt die Hoheit des Engels: Sein Aussehen ist wie ein Blitz, seine Kleidung weiß, wie Schnee. Diese Doppelaussage soll das Überirdische der Anblicks des Engels hervorheben. „Die Schilderung der Angelophanie trägt deutliche Züge der Epiphaniegeschichten, die auf die Berichte über Befreiungswunder übergreifen.“6
[...]
1 Vgl. Gnilka, Joachim, Das Matthäusevangelium 2. Teil, Kommentar zu Kap. 14,1- 28,20 und Einleitungsfragen. Freiburg- Basel-Wien 1988,490f.
2 Gnilka, Joachim, Das Matthäusevangelium 2. Teil. Freiburg- Basel-Wien 1988,493.
3 Vgl. Sand, Alexander, Das Evangelium nach Matthäus. Regensburg, 1986, 581.
4 Vgl. Gnilka, Joachim, Das Matthäusevangelium 2. Teil. Freiburg- Basel-Wien 1988,493.
5 Sand, Alexander, Das Evangelium nach Matthäus. Regensburg, 1986, 581.
6 Sand, Alexander, Das Evangelium nach Matthäus. Regensburg, 1986, 581.
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