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Termpaper, 2005, 18 Pages
Author: Nadine Heß
Subject: Sociology - Gender Studies
Details
Tags: Frauen, Familie, Beruf, Gesellschaft, Blick, Wandel, Hausfrauentätigkeit
Year: 2005
Pages: 18
Grade: gut
Bibliography: ~ 7 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-41450-0
File size: 194 KB
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Excerpt (computer-generated)
Martin-Luther-Universität
Halle-Wittenberg
Fachbereich Erziehungswissenschaften
Soziologie
Studiengang: Erziehungswissenschaften Diplom
Seminar: Einführung in die Soziologie der Bildung und Erziehung
Semester: 5.
Thema:
Frauen zwischen Familie und Beruf in einer
modernen Gesellschaft - ein Blick auf den
Wandel der Hausfrauentätigkeit
Datum: 24.01. 2005
Verfasserin:
Nadine Heß
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Frauen zwischen Familie und Beruf in einer modernen Gesellschaft – ein Blick auf den Wandel der Hausfrauentätigkeit
2.1 Wandel der Hausfrauentätigkeit
2.1.1 Die Frau als Ganztagshausfrau in einer modernen Gesellschaft
2.1.2 Familiale Aufgabenteilung der Ehepartner
2.2 Gesamtgesellschaftliche Wandlungsprozesse und ihr Einfluss auf die Entscheidung der Frauen - Familie oder Beruf?
3. Zusammenfassung
3.1 Das veränderte Selbstverständnis der Frauen
3.2 Schlusswort
4. Literaturverzeichnis
1. Einleitung
Das Einsetzen der industriellen Revolution im 18. Jahrhundert hatte neben vielen anderen Veränderungen auch die Trennung von Beruf und Familie zur Folge, welche durch den Übergang zur Lohnarbeit erzielt wurde. Angestellte jeglicher Art wurden nicht mehr als zur Familie gehörende Personen gezählt, weshalb sich auch eine räumliche Trennung zwischen ihnen und den Familienmitgliedern vollzog. Gleichermaßen betraf dies auch die zu einer Familie gehörenden Personen, die nun nicht mehr nur innerhalb der Familie tätig waren, sondern auch in anderen Institutionen. Die Familie als Produktionsgemeinschaft war demzufolge rückläufig. Mit der zunehmenden Bedeutung der Geldwirtschaft kam es zur Abschaffung der Naturalwirtschaft. „Infolge der Trennung der Bereiche von Produktion und Konsumtion wurde die Familie privatisiert, und dieser neue Bereich des Privaten wurde zugleich intimisiert und emotionalisiert“ (Herrmann 1994, S.192).
Die Erziehung der Kinder gewann zunehmend an Bedeutung und wurde zur wichtigsten Bestimmung der Frau. Meist erhielten jedoch nur die Jungen eine Schul- und Berufsausbildung, da es für sie als spätere Ernährer einer Familie als notwendig angesehen wurde. Die Frau sollte sich nur noch um familiäre Aufgaben kümmern, deshalb wurde der Mann zum materiellen Versorger der Familie. Die strenge Hierarchie in der Familie begann sich aufzulockern. Trotzdem blieben klare Rollen- und Aufgabenverteilungen noch bestehen. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts kam der Frau und Mutter verstärkt die Aufgabe zu, den Haushalt zu führen und sich um emotionale Bereiche innerhalb der Familie zu kümmern. Damit wurde sie aus der Produktion ausgeschlossen (vgl. Peuckert 1996, S.20ff). Dem Mann, als autoritäre Person, „obliegen die Außenbeziehungen und die instrumentellen Aspekte des Familienlebens“ (Peuckert 1996, S.22).
Auch heute noch ist die Erwerbstätigkeit von Frauen und besonders von Müttern ein viel diskutiertes Thema. Obwohl seit Mitte der 90er Jahre die Anzahl erwerbstätiger Frauen nur gering angestiegen ist, zeigt sich eine deutlich steigende Tendenz verheirateter erwerbstätiger Frauen. Ebenso kann eine deutliche Steigerung beruflich engagierter Mütter verzeichnet werden, insbesondere dann, wenn die Kinder bereits die Schule besuchen (vgl. Nauck 1993, S.7).
Diese Arbeit soll einen kurzen Überblick über den Wandel der Hausfrauentätigkeit geben. Dabei möchte ich besonders der Frage nachgehen, was immer mehr Frauen dazu bewegt, einen Beruf nachzugehen und welche gesellschaftlichen Veränderungen besonders starke Einflüsse auf die sich wandelnden Sichtweisen der Frauen ausüben. Die Rolle des Mannes ist hierbei nicht gerade unwesentlich, denn ob und wie eine Frau und Mutter dem beruflichen Aspekt nachgehen kann, hängt wesentlich von der Unterstützung ab, die ihr zu Teil wird. Wie die Aufgabenteilung in etwa aussieht, soll ebenfalls in dieser Arbeit behandelt werden. Besonders auffällig ist, dass die meisten Menschen, ob jung oder alt, die für Frauen und Männer geschlechtstypischen Rollen so verinnerlicht haben, dass es sehr schwer oder fast utopisch erscheint, wenn man glaubt, dass dieses Verhalten in den nächsten Jahren außerordentliche Wandlungen vollziehen wird. Dennoch ist es für viele Frauen immer wichtiger geworden, neben ihren familiären Aufgaben auch einer beruflichen Tätigkeit nachzukommen. Ob die Frauen bei dieser Aufgabe mehr Unterstützung von Seiten der gesamten Gesellschaft erwarten können, möchte ich vorerst in Frage stellen.
2. Frauen zwischen Beruf und Familie in einer modernen Gesellschaft - ein Blick auf den Wandel der Hausfrauentätigkeit
2.1 Wandel der Hausfrauentätigkeit
Soweit man in der Geschichte zurückblicken kann, lässt sich eine Arbeitsteilung zwischen Mann und Frau feststellen. Den Frauen, unabhängig von ihrer Schichtzugehörigkeit , kamen dabei vorrangig Aufgaben innerhalb der Familie zu, während die Männer, als Hauptverdiener für die finanzielle Versorgung zuständig waren.
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