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Unternehmenskultur

Termpaper, 2003, 31 Pages
Author: Sandra Krüger
Subject: Economics / Business: Business Management, Corporate Governance

Details

Event: Sozialwissenschaft
Institution/College: University of Applied Sciences Bremen
Tags: Unternehmenskultur, Sozialwissenschaft
Category: Termpaper
Year: 2003
Pages: 31
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 19  Entries
Language: German
Archive No.: V43804
ISBN (E-book): 978-3-638-41528-6

File size: 489 KB
Notes :
Vordiplom, Leistungsnachweis



Excerpt (computer-generated)

Hochschule Bremen
Studiengang Betriebswirtschaft
Sommersemester 2003

Vorstudium
Vorlesung: Sozialwissenschaft

Thema der Hausarbeit:

Unternehmenskultur

Verfasserin: 

Krüger, Sandra

Fachsemester: 4
Vorlage: 06.03.2003

 

INHALTSVERZEICHNIS

Teil I

1. Einleitung ...  3

2. Theoretische Grundlagen  ...  4
2. 1 Entwicklungsgeschichte  ...  4
2. 2 Begriffsbestimmung  ...  5
2. 3 Unternehmenskulturtypen  ...  6
2. 4 Entwicklung einer Unternehmenskultur  ...  8

3. Elemente der Unternehmenskultur  ...  9
3. 1 Grundbausteine der Unternehmenskultur  ...  9
3. 2 Positive und negative Effekte einer  ...  11
3. 3 Wirkungen von Unternehmenskultur  ...  12

4. Führung und Management  ...  14
4. 1 Management und Unternehmenskultur  ...  14
4. 2 Die Möglichkeiten und Planung eines Kulturwandels  ...  15
4. 3 Instrumente zur Gestaltung der Unternehmenskultur  ...  19

Teil II

5. Ein Beispiel erfolgreicher Unternehmenskultur: Bertelsmann  ...  24
5. 1 Geschichte  ...  24
5. 2 Die Unternehmensgrundsätze  ...  24
5. 3 Kommunikation im Unternehmen  ...  26
5. 4 Umsetzung und Wirkung der Unternehmenskultur nach innen und außen  ...  26

6. Schluss  ...  29

7. Literaturverzeichnis  ...  30

 

 

1. Einleitung

Unternehmenskultur ist ein wirksames Instrument geworden, um ein Unternehmen zusammenzuhalten und voran zu bringen, trotz solcher Zerfallskräfte wie Schrumpfung, Ausdünnung, Dezentralisierung und Globalisierung.

Ziel dieser Hausarbeit ist es das Phänomen Unternehmenskultur anhand von theoretischen und elementaren Grundlagen zu erklären, seine Funktionen zu erläutern und aufzuführen, welche Möglichkeiten ein Management hat, um die Geschicke eines Unternehmens nachhaltig zu beeinflussen. Durch die erwerbswirtschaftlichen Zielsetzungen von Unternehmungen ist vor allem die Frage nach der Erfolgswirksamkeit und der Machbarkeit einer Unternehmenskultur von Bedeutung. Hierbei möchte ich nicht nur auf die theoretischen Maßnahmen eingehen, sondern auch auf die aktuellen Inhalte der Unternehmenskultur in der Praxis des Unternehmens Bertelsmann. Aus diesem Grund ist diese Arbeit in zwei Teile gegliedert. Der erste Teil befasst sich mit der Theorie, der zweite Teil mit der Praxis an einem Unternehmensbeispiel.

Die Herkunft des Wortes Kultur liegt im lateinischen Wort „cultura“. Stand es zunächst für die Pflege des Bodens, wurde die Bedeutung bei den Römern auf die Pflege des Geistes erweitert, in Verbindung mit Moral und Sitte.1 In der heutigen Zeit versteht man unter dem Begriff Kultur eine Fülle an materiellen und immateriellen Auffassungen. Der materielle Kulturbegriff umfasst z. B. Sprache, Sitten, Bücher, Gemälde, Systeme, Anstandsregeln, Religion etc. Im immateriellen Kulturverständnis steht der geistige und normative Überbau der kulturellen Erscheinungsformen, der nicht sichtbar anzutreffen ist und nur über die materiellen Bestandteile erkannt werden kann.2 Beide Auffassungen beeinflussen die Mitglieder dieser Kultur in ihrem Verhalten. Kultur wird im Gegensatz zur Natur vom Menschen geschaffen. Sie ist überall anzutreffen, auch in der Religion, Wissenschaft, Technik und in Institutionen.

Zur Erklärung der Unternehmenskultur werde ich im zweiten Kapitel die geschichtliche und die unternehmerische Entstehung beschreiben und das Kulturtypenmodell der Autoren Deal und Kennedy vorstellen. Im dritten Kapitel werde ich näher auf die Elemente, Auswirkungen und Funktionen eingehen. Das vierte Kapitel beschäftigt sich mit dem Management und der Möglichkeit der Gestaltung von Unternehmenskulturen, ausgehend von der allgemeinen Voraussetzung zur Beeinflussung einer Kultur. Das Unternehmen Bertelsmann dient als Beispiel einer funktionierenden und geförderten Unternehmenskultur.

2. Theoretische Grundlagen
2. 1 Entwicklungsgeschichte

Das es etwas wie eine Unternehmenskultur gibt, stellte 1923 Nicklisch fest: Er bemerkte, das einige Unternehmensangehörige auf Gedeih und Verderb mit dem Unternehmen verbunden seien und führte dies auf die Werte und den Geist der Gemeinschaft zurück.

In den 80er Jahren wurde „Unternehmenskultur“ in der betriebswirtschaftlichen Managementliteratur zu einem der am meisten verwendeten Begriffe. Diesem mit einem Mal erwachten Interesse werden zwei Auslöser zugeschrieben.

Zum einen waren da der große weltweite Erfolg japanischer Unternehmen und die Erkenntnis, dass dieser vor allem den dort herrschenden kulturellen Faktoren zugeschrieben werden konnte.

Zum anderen gab es einen gesellschaftlichen Wandel. Die Freizeit gewann an Bedeutung und Unternehmen wurden allgemein kritischer beobachtet, u. a. welches Engagement sie in Umweltfragen zeigten. Die materielle Entlohnung spielte nicht mehr die alleinige Rolle für die Arbeitnehmer. 3

Die Suche nach den Erfolgsfaktoren führt zu einem Ausbau der kulturvergleichenden Managementforschung (Cross-Culture-Management-Research) und zu einer Fülle von Publikationen. Übereinstimmend stellen diese die Notwendigkeit fest, neben den „harten“ auch die „weichen“ Faktoren stärker zu berücksichtigen: Im 7-S-Modell, einer erweiterten Unternehmenscharakterisierung von Peters und Waterman, werden sieben Faktoren bei der Mitarbeiter- und Unternehmensführung unterschieden. Sie werden in harte (Strategie, Struktur und Systeme) und weiche (Spezialkenntnisse, Stammpersonal, Stil) Faktoren unterteilt. Die harten sind sichtbar und die weichen gehören zu einem nicht greifbaren Bereich der über Jahre im Unternehmen gewachsen ist. Dazwischen steht als siebter Faktor das „Selbstverständnis“. Die beiden Autoren waren davon überzeugt, dass den weichen Elementen eine besonders wichtige Rolle für die Erzielung des Unternehmenserfolges zugeschrieben werden konnte.4

[....]


1 Vgl. Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, 2001; Begriff: Unternehmenskultur

2 Vgl. Jacobsen, Niels: Unternehmenskultur (1995), S. 25,26

3 Vgl. http://winfoline.wirtschaft.uni-kassel.de/ws99/smk/gruppe7/kapitel1.html vom 31.10.2002

4 Vgl. Merkens, Hans: Unternehmenskulturentwicklung, 1992, S. 5


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