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Byzantinisches Mosaikdiptychon

Termpaper, 2004, 12 Pages
Author: Anna Damm
Subject: Art - Arts and Crafts

Details

Event: Grundlagen der christlichen Ikonographie
Institution/College: Christian-Albrechts-University of Kiel (Institut für Kunstgeschichte)
Tags: Byzantinisches, Mosaikdiptychon, Grundlagen, Ikonographie
Category: Termpaper
Year: 2004
Pages: 12
Grade: 2
Bibliography: ~ 8  Entries
Language: German
Archive No.: V43961
ISBN (E-book): 978-3-638-41638-2

File size: 213 KB


Excerpt (computer-generated)

Kunsthistorisches Institut der Universität Kiel
Proseminar: Grundlagen der christlichen Ikonographie

Byzantinisches Mosaikdiptychon

von: Anna Damm

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 1

2. Historischer Hintergrund 2

3. Technik 2

3.1. Herstellung 2
3.2. Kolorit 3

4. Ikonographische Analyse 3

4.1. Einordnung des Bildthemas 3
4.2. Der Aufbau 4
4.3. Ikonographische Untersuchung 6

4.3.1. Geburt Christi 6
4.3.2. Darbringung im Tempel 7
4.3.3. Verklärung Christi 8
4.3.4. Die Auferweckung des Lazarus 9

5. Fazit 9

6. Literatur 10



 

1. Einleitung:

Das Mosaikdiptychon, mit welchem ich mich in dieser Arbeit beschäftigen werde, entstand in der ersten Hälfte des 14. Jh., vermutlich vor 1354.1 Es zeigt auf zwei Tafeln mit jeweils sechs Abschnitten Szenen aus dem Leben Christi und Mariae im Rahmen eines sog. Dodekaortions 2, worauf ich weiteren Verlauf der Arbeit noch näher eingehen werde. Auf dem linken Flügel des Diptychons sind die Verkündigung an Maria, die Geburt Christi, die Darstellung im Tempel, die Taufe Christi, die Verklärung Christi auf dem Berge Tabor und die Auferweckung des Lazarus abgebildet, auf dem rechten Flügel der Einzug in Jerusalem, die Kreuzigung Christi, die Anastasis, die Himmelfahrt Christi, Pfingsten und der Tod Mariae.

Dieses Miniaturmosaik-Diptychon ist mit einer Größe von 27 x 17,5 cm 3 (ohne Rahmen) recht kleinformatig. Der Künstler ist unbekannt, urkundlich bewiesen ist jedoch Konstantinopel als Ort der Herstellung.4 Das Diptychon wurde im Jahre 1395 von der venezianischen Adligen Nicoletta di Antonio Grioni der Kirche S. Giovanni vermacht. Es handelt sich hierbei vermutlich um ein Kunstwerk aus kaiserlichem Besitz, und es wird vermutet, dass es sogar im Chrysotriklinion ausgestellt wurde.5 Heute befindet es sich im Museo di S. Maria del Fiore in Florenz. In der vorliegenden Arbeit werde ich mich auf die Beschreibung und Analyse des linken Diptychon-Flügels beschränken.

Zunächst werden in dieser Arbeit die historischen Hintergründe des Bildthemas näher beleuchtet werden. Nach einer kurzen Beschreibung der Technik in Bezug auf Herstellung und Kolorit werden im Rahmen einer ikonographischen Analyse das Bildthema, sowie der Aufbau des Werkes näher betrachtet, was dann zu einer ikonographischen Untersuchung ausgewählter Themen führen wird. Hierbei soll die Darstellung der Bildthemen mit den literarischen Quellen in Verbindung gebracht, und etwaige Abweichungen analysiert werden. Die Arbeit wird mit einem kurzen Fazit schließen.

2. Historischer Hintergrund:

Definition:

„Ein Mosaik ist ein geschlossenes Muster oder Bild, in dem jedes Form- oder Farbelement aus regelmäßigen oder unregelmäßigen Stückchen harter Stoffe wie Stein, Glas oder Keramik zusammengesetzt ist und das, durch einen Mörtel gehalten, eine ebene oder unebene Fläche oder einen Körper ganz oder zum Teil bedeckt und vornehmlich mit der Architektur zusammenwirkt.“ 6

Mosaiken werden nachweislich schon seit dem 3. Jahrtausend v.Chr. hergestellt.7 Im Laufe der Jahrhunderte bildete sich in Byzanz ein wahres Zentrum der Mosaikkunst heraus. Durch die vermehrte Produktion nahm auch die Qualität ständig zu, was nahezu zu einer Vervollkommnung der Technik führte. Im 4. Jahrhundert wurde vom Kaiser sogar ein Mosaikgesetz erlassen, welches den Künstlern gewisse Vorteile verschaffte.8 Ab der Jahrtausendwende entstehen neben den meist großflächigen Wandmosaiken kleinere Mosaikikonen, deren wichtigstes Merkmal für den privaten Gebrauch die Tragbarkeit war. Diese Miniaturmosaike wurden oft aus kostbaren Steinen, Silber und/oder Gold hergestellt, wodurch ihr sowohl materieller als auch spiritueller Wert noch gesteigert wurde. Der Höhepunkt der Entwicklung von Mosaikikonen lag im 14. Jahrhundert, in dem auch oben genanntes Mosaikdiptychon entstanden ist. Typisch für die byzantinischen Mosaikikonen ist die Wahrung der Tradition in der Darstellung der Themen. Es wurden im Laufe der Zeit zwar vereinzelte Veränderungen vorgenommen, jedoch versuchte man, speziell nach der Rückeroberung Konstantinopels ab der Mitte des 13. Jahrhunderts, sich durch ein bewusstes Zurückgreifen auf die Epoche unter Kaiser Justinian, vom Einfluss des Westens abzugrenzen. Mit dem Untergang Konstantinopels im Jahre 1453 verringerte sich der Einfluss der byzantinischen Kunst auf den lateinischen Westen. Eine Gegenbewegung entstand mit dem mit Beginn der Gotik einsetzenden Naturalismus in Westeuropa. Dieser erlangte immer größeren Einfluss, u.a. auch auf die kretische Ikonenmalerei, welche als Nachfolger der byzantinischen gilt. Dadurch entstanden Mischformen, welche zur Auflösung der spirituellen Werte führten, ohne die die Ikone in Westeuropa ihre Daseinsberechtigung verlor.9

3. Technik:

3.1. Herstellung:

[...]


1 Bertelli, C.: Die Mosaiken, Freiburg, Basel, Wien, 1989, S. 111

2 Dodekaortion (Zwölffestezyklus)

3 Die Breite variiert in der Literatur zwischen 17,5 cm und 17,7 cm

4 Felincetti-Liebenfels, W.: Geschichte der byzantinischen Ikonenmalerei, Basel, 1956, S. 65

5 Bertelli, C., 1989, S. 111

6 Fischer, P.: Das Mosaik. Entwicklung, Technik, Eigenart, Wien, München, 1969, S. 8

7 Rossi, F.: Mosaike und Steinintarsien, Stuttgart, Berlin, Köln, Mainz, 1979, 2. Auflage, S.11

8 Rossi, F., 1979, S. 76

9 Weitzmann, K.: Die Ikonen, Freiburg im Breisgau, 1982


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