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Autor: Nina Giebel
Fach: Sport - Sportökonomie, Sportmanagement
Details
Tags: Eventtypologien, Merkmale, Kriterien, Beispiele
Jahr: 2005
Seiten: 13
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 10 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 198 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-41662-7
Textauszug (computergeneriert)
Ruhr-Universität Bochum
Fakultät für Sportwissenschaft
Hauptseminar Event-Management
6. Semester
Eventtypologien - Merkmale, Kriterien, Beispiele
von: Nina Giebel
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 2
2 Der Eventbegriff 3
3 Eventtypologien – Differenzierung nach der Größe 4
3.1 Mega-Events 4
3.2 Medium-Events 4
3.3 Mini-Events 5
4 Eventtypologien – Differenzierung nach dem Anlass 6
4.1 Kulturelle Events 6
4.2 Sport-Events 7
4.3 Wirtschaftliche Events 7
4.4 Gesellschafts-politische Events 8
4.5 Natürliche Events 8
4.6 Wissenschaftliche Events 8
5 Special-Events 9
6 Hallmark-Events 10
7 Fazit 11
8 Literatur- und Quellenverzeichnis 12
1 Einleitung
„Ein Gespenst geht um in der sich verwestlichenden Welt, das Gespenst des Events. Niemand, der ohne Scheuklappen durch das Leben geht, kann sich ihm entziehen. Events sind allgegenwärtig, und sie treten uns in den unterschiedlichsten Verkleidungen gegenüber.“
Dieses Zitat von Gebhardt (2000, 17) beschreibt anschaulich die fehlende Klarheit des Eventbegriffes und vor allem die Vielseitigkeit, mit der das Wort Event heutzutage eingesetzt wird. So kann der Lokalzeitung regelmäßig der Bericht eines »Special-Events«, wie der Kirmes auf dem Rathausplatz, entnommen werden, und das Plakat im Blumenladen kündigt das Konzert der Schülerband als »Mega-Event« an. Was ist an der Kirmes so besonders bzw. ist überhaupt etwas besonders an ihr? Mit welchem Recht will die Schülerband ihr Konzert als ein »Mega-Event« bezeichnen? Welche Kriterien müssen erfüllt werden, um als solches beschrieben werden zu können?
Diese Arbeit soll Aufschluss darüber geben, welche Typologien an Events bestehen und welche Merkmale eine Veranstaltung aufweisen muss, um zu einer bestimmten Kategorie zu gehören. Beispiele aus der Praxis sollen die aufgezeigten Eventarten genauer erläutern und abgrenzen. Bei der Analyse der einschlägigen Literatur haben sich allerdings diverse Überschneidungen und Widersprüche ergeben. So sind sich die Autoren nicht einig darüber, welche Dimension als Maßstab für die Einteilung dienen soll, und teilweise werden sogar verschiedene Kriterien der Einordnung erwähnt. Mit dieser Arbeit soll der Versuch gemacht werden, die wichtigsten Eventtypologien darzustellen und die entsprechenden Dimensionen deutlich aufzuzeigen. Zu Beginn wird eine Einteilung der Events nach ihrer Größe vorgenommen. Dabei lassen sich die drei Möglichkeiten Mega-, Medium-, und Mikro-Event unterscheiden. Diese Art der Aufteilung wurde vor allem von Freyer gewählt. Die zweite Dimension bezieht sich auf den Zweck bzw. den Anlass der Veranstaltung. Die verschiedenen Kategorien sind in einem Großteil der Literatur (mit geringen Abweichungen an vereinzelten Stellen) zu finden. Hierzu gehören kulturelle, sportliche, wirtschaftliche, gesellschafts-politische, wissenschaftliche und natürliche Events. In den folgenden beiden Kapiteln werden die Begriffe Special-Event und Hallmark-Event, die in keine der bisher angeführten Kategorien unterzuordnen sind, näher beleuchtet. Zusammen mit dem oben genannten Mega-Event bilden diese Eventtypen eine Einteilungsgruppe, die vor allem in der angelsächsischen Literatur vorzufinden ist. Eine Benennung der Dimension ist durch die Autoren der diesbezüglichen Literatur allerdings nicht vorgenommen worden. Häufig werden alle drei Begriffe sogar zusammengefasst und als gleichbedeutend dargestellt (vgl. Freyer 2000, 359). In dieser Arbeit soll jedoch mit Hilfe der Kapitel fünf und sechs der Unterschied herausgearbeitet und abgebildet werden. Eine Definition des Begriffes Event ist für den Verlauf der Arbeit dringend notwendig und soll daher direkt im folgenden Kapitel gegeben werden.
2 Der Eventbegriff
Eine präzise und eindeutige Definition des Begriffes Event wird man in der einschlägigen Literatur vergeblich suchen. Um den Begriff aber dennoch genauer erläutern zu können, sollen die unterschiedlichen Definitionsversuche und Beschreibungen der Experten durchleuchtet werden. In einem Punkt sind sich fast alle Autoren einig. Ein Event gilt als „etwas Außergewöhnliches, als etwas, das man nicht jeden Tag erlebt […]“ (Gebhardt 2000, 19). Events sind solche Veranstaltungen und Ereignisse, die über eine Besonderheit verfügen und sich dadurch von gewöhnlichen Veranstaltungen abheben (vgl. Freyer & Groß 2002, 1). Ein Event kann nur dann als ein solches empfunden werden, wenn die Erfahrungen, die dabei gemacht wurden, so besonders sind, dass sie die alltäglichen und bekannten Erfahrungen übersteigen. Die Routine und die Zwänge des Alltags werden durchdrungen und die Veranstaltung wird zu einem einzigartigen Erlebnis, dem Event (vgl. Gebhardt 2000, 19). Ein Event muss als gescheitert angesehen werden, wenn diese Einmaligkeit nicht vermittelt werden konnte. Holzbaur, Jettinger, Moser, Knauß & Zeller (2002, 7) beschreiben dabei drei verschiedenen Komponenten der Einmaligkeit. Das Ereignis sollte eindeutig identifizierbar sein und einen Erinnerungswert haben. Jedes Ereignis sollte individuell bleiben und nicht wiederholt werden. Und schließlich sollte es so positiv herausragen, dass es als einzigartig bezeichnet werden kann. Dies kann durch unterschiedliche Faktoren erreicht werden. So schreibt Getz (1997, 4) „Events are transient, and every event is a unique blending of its duration, setting, management and people.” Hier wird direkt ein weiteres Merkmal von Events angesprochen. Ihre Länge ist begrenzt, meist sogar definiert und sie sind an festgelegte Standorte gebunden. Diese Eigenschaft trägt maßgeblich zu ihrer Anziehungskraft bei, denn sobald das Ereignis vorbei ist, kann es nicht noch einmal erlebt werden (vgl. ebd., 4). Die bisher angesprochenen Kriterien sind von weitgehend allen Autoren erwähnt worden. Danach lässt sich ein Event zusammenfassend als eine zeitlich und räumlich begrenzte, besondere Veranstaltung bezeichnen, die sich durch ihre Einmaligkeit von gewöhnlichen und alltäglichen Ereignissen abgrenzt. Ein weiteres Merkmal, das erst bei einer genaueren Betrachtung in den Blickwinkel rückt, ist der inhaltliche Fokus. Vor allem Knoblauch (2000, 36ff.), der den Eventbegriff aus der anthropologischen und soziologischen Perspektive beschreibt, verweist auf den gemeinsamen Fokus der Aufmerksamkeit, den sich alle Beteiligten teilen. Nach seiner Auffassung sind Events „anberaumte Zusammenkünfte einer größeren Zahl von Handelnden, die […] bereit sind, einen oder mehrere gemeinsame Foci der Interaktion zu teilen“ (ebd., 36). Jedes Event hat einen Anlass oder ein Thema, welches von allen Teilnehmern angenommen und erlebt wird. „[…] Die inhaltliche Fokussierung kann sich dabei auf verschiedenste Bereiche des gesellschaftlichen Lebens beziehen (z.B. Politik, Wirtschaft, Soziales, Sport, Kunst, Kultur)“ (Hermanns & Riedmüller 2003, 134). Die Klärung des Eventbegriffes und Hervorhebung der wichtigsten Kriterien ist wesentliche Voraussetzung und Grundlage für den folgenden Teil der Arbeit, indem nun die verschiedenen Events in Kategorien eingeteilt werden sollen.
3 Eventtypologien - Differenzierung nach der Größe
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