Lernfeldkonzept

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Details
Autor: Sabrina Hetjans
Fach: Pflegewissenschaften
Veranstaltung: Einführung in die Fachdidaktik
Institution/Hochschule: Universität Osnabrück
Jahr: 2004
Seiten: 20
Note: 2
Literaturverzeichnis: ~ 17 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 272 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-41663-4
Ist für alle Lehrämter geeignet, die sich mit dem Lernfeldkonzept beschäftigen.
Textauszug (computergeneriert)
Lernfeldkonzept
von: Sabrina Hetjans
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG 3
2. HISTORISCHER ÜBERBLICK 4
3. VOM HANDLUNGSFELD ZUR LERNSITUATION 5
3.1 HANDLUNGSFELDER 5
3.2 LERNFELDER 6
3.3 LERNSITUATIONEN 7
4. IMPLEMENTATION DES LERNFELDANSATZES 8
4.1 MAKROEBENE 8
4.2 MESOEBENE 8
4.3 MIKROEBENE 8
5. DIE VORFAHREN DES LERNFELDKONZEPTS 9
5.1 FRANKFURTER METHODE 9
5.2 DIE EXPERIMENTELLE WERKKUNDE 10
6. ZENTRALE PROBLEMFELDER BEI DER IMPLEMENTATION 12
6.1 LEHRKRAFT 12
6.2 ORGANISATION 13
6.3 CURRICULUM 14
6.4 PRÜFUNG 15
6.5 SCHÜLER 15
7. FAZIT 16
LITERATURVERZEICHNIS 20
1. Einleitung
Die traditionelle Idee der dualen Berufsausbildung, d.h. die Verknüpfung der Vermittlung von Fachwissen in der Schule und Fachpraxis im Ausbildungsbetrieb, entspricht immer weniger dem heutigen Verständnis vom Lernen und Lehren.1 Gegen das duale Modell sprechen organisatorische und didaktische Überlegungen. Ein neuer bildungspolitischer Ansatz soll das alte System reformieren. Lernfelder bzw. das Lernfeldkonzept markieren eine zur Zeit in Deutschland sehr stark diskutierte curriculare und organisatorische Reform der Berufsschule. In diesem Ansatz sollen die Idee des fächerübergreifenden Unterrichts, der Handlungsorientierung, der inneren Schulreform und weitere Faktoren miteinander kombiniert werden. Das aus der Kultusministerkonferenz hervorgegangene Lernfeldkonzept ist aber keineswegs ein neues Reformwunder und durchaus umstritten. Die Stimmen der Kritiker weisen auf eine Reihe von Unstimmigkeiten hin, z.B. die unklare Begrifflichkeit, den fehlenden Theorie-Praxis-Transfer.2 Die aktuelle Diskussion zeigt somit auch die Kehrseite des Lernfeldkonzeptes auf. Ob es sich bei dem neuen bildungspolitischen Reformansatz um einen Irrweg oder eine Chance für den zukünftigen Unterricht an berufsbildenden Schulen handelt, soll Gegenstand dieser Arbeit sein. Es stellt sich daher die Frage: Welche Chancen bietet der neue bildungspolitische Reformansatz für den Unterricht an berufsbildenden Schulen und welche Schwierigkeiten können mit der Einführung des neuen Lernfeldkonzeptes auftreten?
Zunächst wird in einem historischen Überblick die Entwicklung vom Berufsbildungsgesetz 1969 bis zum heutigen Lernfeldkonzept aufgezeigt. Im Anschluss werden die Zusammenhänge zwischen Handlungsfeldern und Lernfeldern sowie die Transformation der Lernfelder in Lernsituationen näher erläutert. Ein weiterer Punkt ist die Implementation des Lernfeldansatzes. In diesem Zusammenhang werden der Handlungs- und Entwicklungsbedarf auf der Makroebene, Mesoebene und Mikroebene dargestellt. Anschließend werden die Vorläufer des Lernfeldkonzepts behandelt. Diesbezüglich erfolgt ein Vergleich der Frankfurter Methode und der experimentellen Werkkunde mit dem Lernfeldkonzept. Am Ende werden die fünf zentralen Problemfelder bei der Implementation erörtert, bevor ein Fazit gezogen wird.
2. Historischer Überblick
1969 trat das Berufsbildungsgesetz (BBiG) in Kraft. Bund und Länder (Kultusministerium) vereinbarten gemeinsam ein Konzept, um Ausbildungsordnungen, Ausbildungsrahmenpläne und Rahmenlehrpläne für neue Ausbildungsberufe aufzustellen. Das gemeinsame Ergebnis wurde in Form eines Protokolls zwischen der Bundesregierung und den Kultusministern der Länder festgehalten. 3 Ende der 80er Jahre wurde durch die ständige Weiterentwicklung der Ausbildungsberufe die Forderung nach Handlungsorientierung und einer lernortübergreifenden Ausbildung zwischen Schule und Betrieb immer stärker. „Die Neuordnung der Metall- und Elektroberufe spielte für diesen Prozess deshalb eine Rolle, weil erstmalig in den Ausbildungsordnungen sowohl für die Ausbildung als auch für die Prüfung der Qualitätsbegriff eingeführt wurde.“4 In dieser Verordnung wurde gefordert, dass den Auszubildenden die notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten näher gebracht werden müssen, so dass sie selbstständig und qualifiziert ihre berufliche Tätigkeit ausüben können (siehe § 3 Abs. 4 IndMet-AusbV).5 Seit den 80er Jahren haben sich die Anforderungen an die Berufsausbildung nicht nur weiterentwickelt und verändert, sondern sind auch durch den zeitlichen Wandel vielfältiger geworden. Ökonomische Veränderungen, ansteigende Globalisierungsprozesse und die zunehmende Forderung der Internationalisierung verlangen den berufstätigen Menschen viel ab, öffnen ihnen aber auch neue Türen.6 Aus diesem Grund bildete die Kultusministerkonferenz zu Beginn der 90er Jahre eine Arbeitsgruppe, die sich aus Vertretern und Vertreterinnen der Kultusministerien der Länder, der Landesinstitute für Curriculumentwicklung und Wirtschafts- und Berufspädagogen zusammensetzte. Die Arbeitsgruppe hatte das Ziel, einen neuen Vorschlag zu erarbeiten, in dem die Rahmenlehrpläne so aufgebaut sein sollten, dass das Ziel der Handlungsorientierung eindeutig ersichtlich wird. Ende 1995 wurde ein Konzept vorgelegt, das den Vorschlag beinhaltete, die Rahmenlehrpläne in Zukunft nach Lernfeldern zu strukturieren. Als von Seiten der Bundesregierung und Sozialparteien grünes Licht gegeben wurde, trat Mitte 1996 das neue Lernfeldkonzept für den Unterricht an berufsbildenen Schulen in Kraft.7
3. Vom Handlungsfeld zur Lernsituation
Im Mai 1996 verabschiedete die Kultusministerkonferenz die „Handreichungen für die Erarbeitung von Rahmenlehrplänen für den berufsbezogenen Unterricht in der Berufsschule und ihre Abstimmung mit Ausbildungsordnungen des Bundes für anerkannte Ausbildungsberufe.“8 Derzeit liegt die vierte Fassung dieser Handreichungen von 2000 vor.9 Unter dem Begriff der „Lernfeldkonzeption“ werden umfassende Veränderungsbemühungen im Bereich der beruflichen Bildung zusammengefasst. Das Lernfeldkonzept versucht somit an den aktuellen Kritikpunkten des dualen Systems anzusetzen. Unter den folgenden Punkten werden die Zusammenhänge zwischen Handlungsfeldern und Lernfeldern sowie die Transformation der Lernfelder in Lernsituationen vorgestellt.
[...]
1 Vgl. B. Panke -Kochinke: Lernfelder gestalten, S. 35.
2 Vgl. ebenda, S. 36.
3 Vgl. G. G. Herrmann: Zum Lernfeldkonzept im Rahmenlehrplänen, S. 2.
4 Ebenda, S. 2.
5 Vgl. ebenda, S. 2.
6 Vgl. K. Schneider: Das Lernfeldkonzept, S. 81.
7 Vgl. G. G. Herrmann: Zum Lernfeldkonzept im Rahmenlehrplänen, S. 2 f.
8 Vgl. KMK (1996)
9 Vgl. KMK (2000)
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