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Details

Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2000
Seiten: 20
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 3  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 191 KB
Archivnummer: V44030
ISBN (E-Book): 978-3-638-41695-5
ISBN (Buch): 978-3-638-80233-8

Zusammenfassung / Abstract

Inhaltsverzeichnis 1. Einleitung - Gesprächswörter allgemein 2. Gliederungssignale 2.1. Anfangssignale/Eröffnungssignale 2.2. Unterbrechungssignale 2.3. Schlußsignale 2.4. Turn - taking - Signale 2.5. Kontaktsignale (Sprechersignale/Hörersignale) 2.6. Überbrückungsphänomene/hesitation phenomena 2.7. Korrektursignale 2.8. Interjektionen 3. Abtönungsphänomene/Abtönungspartikel 4. Ausblick

Textauszug (computergeneriert)

Universität Regensburg, Institut für Romanistik
Proseminar: “Gesprochenes Französisch“

Gesprächswörter im gesprochenen Französisch

von: Sylvia Hadjetian

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung - Gesprächswörter allgemein

2. Gliederungssignale

2.1. Anfangssignale/Eröffnungssignale
2.2. Unterbrechungssignale
2.3. Schlußsignale
2.4. Turn - taking - Signale
2.5. Kontaktsignale (Sprechersignale/Hörersignale)
2.6. Überbrückungsphänomene/hesitation phenomena
2.7. Korrektursignale
2.8. Interjektionen

3. Abtönungsphänomene/Abtönungspartikel

4. Ausblick




1. Gesprächswörter allgemein - Einleitung

Gesprächswörter beleben und verdeutlichen Aussagen, sind aber für die rein sachliche Darstellung, für die Hauptaussage, nicht von Bedeutung. Deshalb werden sie in der Umgangssprache auch als “Flickwörter“ bezeichnet. Bei diesen “kleinen“ Wörtern handelt es sich um Elemente und Signalisierungen, die keiner anderen Wortart zugeordnet werden können. Dadurch ist eigens der Begriff “Gesprächswörter“ eingeführt worden. Diese sind typische Merkmale eines Gesprächs (code parlé), in der geschriebenen Sprache (code écrit) werden sie kaum verwendet. Im Vergleich zur deutschen Sprache ist das Französische relativ arm an Gesprächswörtern. Allgemein lassen sich zwei grosse Hauptgruppen unterscheiden. Die erste Gruppe sind die Gliederungssignale, die sich nochmals in mehrere kleinere Gruppen unterteilen lassen, die zweite Gruppe bilden die Abtönungspartikel. Bestimmte Gesprächswörter besitzen Polyfunktionalität, d.h., dass einzelne Wörter mehrere Funktionen haben und deshalb verschiedenen Gruppen zugeteilt werden können. Das soll aber nicht heissen, das jedes Gesprächswort jede Funktion annehmen kann. Man kann sie auch nicht beliebig untereinander austauschen.
Folgende drei Beispiele verdeutlichen den Unterschied zwischen gesprochener und geschriebener Sprache :

gesprochene Sprache: geschriebene Sprache:

1. Suche doch noch etwas ! 1. Suche weiter !
2. Sie kommt ja vielleicht doch. 2. Sie kommt vielleicht.
3. Ja, äh, er ist da. 3. Er ist da.

Wie man deutlichen erkennen kann, werden die Gesprächswörter (z.B. doch, ja, äh) in der geschriebenen Sprache weggelassen.

2. Gliederungssignale

Gliederungssignale bilden die erste grosse Hauptgruppe an Gesprächswörtern. Sie gliedern eine Rede in Diskursabschnitte bzw. Sinneinheiten, markieren Anfang, Ende und Absätze eines Abschnittes, können aber auch innerhalb eines Redebeitrags als Gliederung und zur Veranschaulichung verwendet werden.
Streng gesehen werden drei Hauptgruppen unterschieden. Die erste Gruppe besteht aus den Anfangssignalen, auch Eröffnungssignale genannt. Die zweite bilden die Unterbrechungssignale, dann kommen die Schlusssignale.
Gliederungssignale bilden einen Bereich der gesprochenen Sprache, der in der Romanistik als einer der ersten erforscht worden ist. Der Begriff “Gliederungssignale“ ist von E. Gülich (“Makrosyntax der Gliederungssignale im gesprochenen Französisch“) eingeführt worden. Sie sind charakteristische, übereinzelsprachliche Merkmale gesprochener Sprache und in ihr zahlreich vertreten.
Man unterscheidet zwei Typen von Gliederungssignalen. Erstens die “einfachen“ Signale, aus nur einem Wort bestehend (z.B. alors, puis, et etc.), zweitens die “komplexen“ oder auch “kombinierten“ Signale, die aus mehreren einfachen Signalen zusammengesetzt sind (z.B. et alors, et puis alors, alors tu vois etc.).
Wichtig ist, dass Gliederungssignale von ihren gleichlautenden (Zeit-) Adverbien, Konjunktionen etc. unterschieden werden. Beispiele dafür sind “d’abord“, “et puis alors“ etc.
Diese sind temporal, Gliederungssignale atemporal.

3. Anfangssignale / Eröffnungssignale

Anfangssignale können sowohl Hauptsätze als auch Nebensätze eröffnen und gliedern den Text in Sinneinheiten oder Einheiten mit gleichem Subjekt, was als “Konstanz des Subjekts“ bezeichnet wird.
Typische Anfangs- bzw. Eröffnungssignale sind : et, mais, alors, oui/ouais, eh bien, écoute, tu
sais, tu vois, mais enfin, et alors, oh, ah etc.
Für diese Gliederungssignale gibt es mehrere Anwendungsmöglichkeiten bzw. Funktionen. Wie der Name schon sagt, leiten sie erstens Fragen oder Antworten ein, zweitens signalisieren sie einen Themenwechsel oder neue Informationen. Auch zur Heraushebung eines Textelements oder zur Betonung eines Höhe-bzw. Wendepunkts werden sie eingesetzt. Des weiteren signalisieren sie Resümees der Sprecher, die das markieren, was dem Sprecher wichtig ist, was sie zusammenfassen, damit es der Hörer versteht. Anfangssignale sind auch ein Zeichen für den Wechsel von der dritten auf die zweite Person, von der Beredung auf die Anrede, d.h., dass der Sprecher dem Hörer erst etwas erzählt, ihn dann plötzlich direkt anspricht oder eine Frage stellt. Ausserdem bedeuten Eröffnungssignale einen Sprecherwechsel in einem Gespräch. Ein Sprecher hört auf zu reden, der andere fängt mit einem Eröffnungssignal an, weiterzureden.

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