Termpaper, 2000, 21 Pages
Author: Dana Bochmann
Subject: Social Pedagogy / Social Work
Details
Institution/College: Dresden Technical University (Erziehungswissenschaften)
Tags: Wahn, Suizid, Sozialpsychiatrie, Sozialpädagogen
Year: 2000
Pages: 21
Grade: befried.
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-12734-9
ISBN (Book): 978-3-638-77716-2
File size: 130 KB
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Abstract
Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Thema "Wahn und Suizid", das heißt, dass erklärt werden soll, warum Menschen sich im Wahn umbringen. Gleich an dieser Stelle möchte ich sagen, dass es mir sehr schwer gefallen ist, dieses Thema zu bearbeiten. Trotz meiner vielfältigen Recherchen habe ich nur sehr wenig Material gefunden. Zudem ist mir aufgefallen, dass der Wahn nur selten als eigenständige Krankheitsform zu finden ist und überwiegend in Verbindung mit anderen Krankheiten wie zum Beispiel der Depression oder der Schizophrenie auftritt. Im 1. Kapitel soll zunächst der Begriff "Wahn" definiert werden, um dem Leser erst einmal ein Bild darüber zu machen, um was für eine Krankheitsform es sich handelt. Da es sehr viele verschiedene Wahnformen gibt, habe ich im 2. Kapitel die zehn häufigsten kurz erläutert. Im 3. Kapitel wird die wahnhafte Störung, die allerdings nur eine kleine, aber dennoch wichtige Gruppe darstellt, behandelt. Der Zusammenhang zwischen Schizophrenie und Wahn soll dem Leser im 4. Kapitel näher gebracht werden. Da der Wahn das Hauptsymptom der Schizophrenie ist, war es mir wichtig, diesen Themenkomplex in diese Hausarbeit miteinzubauen. Das 5. Kapitel beschäftigt sich mit einer besonders schwer ausgeprägten und gehemmten depressiven Episode, nämlich der wahnhaften Depression, die auch durch vielseitige depressive Wahnideen gekennzeichnet ist. Im 6. Kapitel möchte ich dann endlich versuchen zu erklären inwiefern die Krankheitsform Wahn zu Selbstmord führen kann. Zum Schluß dieser Hausarbeit, im Kapitel 7, habe ich noch einige Beispiele für Selbstmord durch Wahnvorstellungen niedergeschrieben. Da dies für mich persönlich ein sehr schweres und aufwendiges Thema war, hoffe ich, dass ich dem Leser trotzdem ein wenig den Zusammenhang zwischen Wahn und Suizid näher bringen konnte.
Excerpt (computer-generated)
Universität Dresden
Fachbereich Sozialpädagogik
Wahn und Suizid
Dana Bochmann
Sozialpädagogik/8. Semester
Sozialpsychiatrie für Sozialpädagogen
SS 2000
VORWORT
Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Thema "Wahn und Suizid", das heißt, dass erklärt werden soll, warum Menschen sich im Wahn umbringen. Gleich an dieser Stelle möchte ich sagen, dass es mir sehr schwer gefallen ist, dieses Thema zu bearbeiten. Trotz meiner vielfältigen Recherchen habe ich nur sehr wenig Material gefunden. Zudem ist mir aufgefallen, dass der Wahn nur selten als eigenständige Krankheitsform zu finden ist und überwiegend in Verbindung mit anderen Krankheiten wie zum Beispiel der Depression oder der Schizophrenie auftritt.
Im 1. Kapitel soll zunächst der Begriff "Wahn" definiert werden, um dem Leser erst einmal ein Bild darüber zu machen, um was für eine Krankheitsform es sich handelt. Da es sehr viele verschiedene Wahnthemen gibt, habe ich im 2. Kapitel die zehn häufigsten kurz erläutert. Im 3. Kapitel wird die wahnhafte Störung, die allerdings nur eine kleine, aber dennoch wichtige Gruppe darstellt, behandelt. Der Zusammenhang zwischen Schizophrenie und Wahn soll dem Leser im 4. Kapitel näher gebracht werden. Da der Wahn das Hauptsymptom der Schizophrenie ist, war es mir wichtig, diesen Themenkomplex in diese Hausarbeit miteinzubauen. Das 5. Kapitel beschäftigt sich mit einer besonders schwer ausgeprägten und gehemmten depressiven Episode, nämlich der wahnhaften Depression, die auch durch vielseitige depressive Wahnideen gekennzeichnet ist. Im 6. Kapitel möchte ich dann endlich versuchen zu erklären inwiefern die Krankheitsform Wahn zu Selbstmord führen kann. Zum Schluß dieser Hausarbeit, im Kapitel 7, habe ich noch einige Beispiele für Selbstmord durch Wahnvorstellungen niedergeschrieben.
Da dies für mich persönlich ein sehr schweres und aufwendiges Thema war, hoffe ich, dass ich dem Leser trotzdem ein wenig den Zusammenhang zwischen Wahn und Suizid näher bringen konnte.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
1. Was ist Wahn? ... 1
2. Wahnthemen ... 1
2.1 Verfolgungswahn ... 1
2.2 Eifersuchtswahn ... 2
2.3 Wahnvorstellung von Sühne und Schuld ... 3
2.4 Größenwahn ... 3
2.5 Körperbezogener Wahn ... 3
2.6 Beziehungswahn ... 3
2.7 Kleinheitswahn/Nichtigkeitswahn ... 4
2.8 Verarmungswahn ... 4
2.9 Querulantenwahn ... 4
2.10 Wahn, kontrolliert oder beeinflusst zu werden ... 4
3. Wahnhafte Störung ... 4
4. Schizophrenie und Wahn ... 5
5. Wahnhafte Depression ... 6
6. Suizid infolge von Wahn ... 7
7. Beispiele für Selbstmord durch Wahnvorstellungen ... 11
Literaturverzeichnis
Verzeichnis der Abbildungen
[...]
Verzeichnis der Tabellen
[...]
1. Was ist Wahn?
Unter Wahn wird eine abstruse Idee verstanden, die der Patient unter allen Umständen als wahr ansieht und an der er trotz gegenteiliger Beweise festhält. Kennzeichen eines Wahnes sind insbesondere die subjektive Ungewissheit, die Unkorrigierbarkeit, die Unverstehbarkeit (realistisch unmöglicher Inhalt der Idee) sowie der krankhafte Ich - Bezug. Diese Fehlbeurteilung der Realität wird von dem Betroffenen, unabhängig von gemachten Erfahrungen, als absolute Gewißheit vertreten und es besteht auch kein Bedürfnis seitens des Betroffenen nach Überprüfung. Der Betroffene wird durch den Wahn in seiner Lebensweise in großem Maße beeinträchtigt und eingeschränkt. Hinter einem Wahn steckt meist eine feste, teilweise existentielle Lebensangst, die es zu begreifen gilt.
In erster Linie ist der Wahn ein Produkt der Phantasie. Er ist sowohl durch den gestörten Objektbezug als auch durch den gestörten Selbstbezug, d.h. durch die in ihm sich manifestierende Selbstverborgenheit, gekennzeichnet. Dabei rückt die nicht integrierte und auch nicht in einer unbewußten Selbstidentität aufgenommene Lebenspotentialität oder vitale Möglichkeit in den Hintergrund und wendet sich von dort aus gegen den Patienten selber.
Man unterscheidet den primären Wahn von dem sekundären Wahn. Der primäre Wahn tritt vor allem bei der Schizophrenie auf, während bei dem sekundären Wahn Wahnvorstellungen verwendet werden, um eine seelische Ausnahmesituation zu verarbeiten.
Im medizinischen Bereich wird außerdem noch zwischen Wahneinfall, Wahnstimmung, Wahnwahrnehmung und Wahnarbeit unterschieden. Ein Wahneinfall (auch Wahngedanke, Wahnidee) kann plötzlich und ohne entsprechenden Sinnesreiz von außen entstehen. In diesen Wahnideen wird eine Anomalie des Gedankeninhaltes repräsentiert. Die Wahnstimmung oder Wahnspannung geht der eigentlichen Wahnerkrankung voraus. - "Es liegt etwas Ungutes in der Luft". Unter einer Wahnwahrnehmung wird eine wahnhaft umgedeutete reale Begebenheit verstanden: die schwarze Katze ist mir deshalb über den Weg gelaufen, damit "Mächte" mir mitteilen, dass ich die Prüfung bestehe (oder auch nicht). Das Bestreben des Patienten, seine Wahnwahrnehmung z.B., "realistisch", bzw. überhaupt irgendwie zu erklären, bezeichnet man als Wahnarbeit. Der Patient strikt sich ein ganzes Wahnsystem daraus. Es gibt eine Menge von Wahnthemen, von denen die häufigsten im nächsten Kapitel erläutert werden.
2. Wahnthemen
In diesem Kapitel sollen die am häufigsten auftretenden Wahnthemen kurz erläutert werden.
2.1 Verfolgungswahn
Die Menschen, die an dieser Wahnform leiden, sind der festen Überzeugung, dass man sich gegen sie verschworen hat oder dass sie in irgendeiner Weise verfolgt werden. Sie sehen sich selbst als Ziel von Feindseligkeiten. Die Betroffenen glauben, dass ihre Post geöffnet wird, dass das eigene Zimmer oder das Büro mit Wanzen abgehört und das Telefon angezapft wird oder auch, dass Polizei, Regierungsbeamte, Nachbarn oder Kollegen ihn schikanieren. Manchmal hat der Betroffene ein komplexes System von Wahnvorstellungen aufgebaut. Diese beinhalten eine Vielfalt von Überzeugungen und diejenigen Personen sind sich sicher, dass es eine gut organisierte Verschwörung gibt. Dieses System von Wahnvorstellungen erklärt fast alles, was dem Patienten passiert.
Verfolgungswahn
Sie sind hinter mir her
Sie... wollen in meinen Kopf
irgendwo das Geräusch
eigentlich ist es immer da
Pochen, Schreien, diese schrecklichen Stimmen
Sie sind allgegenwärtig
wo du auch wartest
oder nicht
Sie treiben mich weit genug
den Supermarkt zu meiden
vor der Disko in kaltem Schweiß auszubrechen
und zu flüchten.
Selbst der Griff zum Radio wird zur Qual
aus Angst vor dem Unaussprechlichen
aber Unvermeidlichen.
Ein Auto hält an der Ampel
Fenster unten, Subwoofer auf 11
Genau neben mir und wieder haben sie mich erwischt!
Ich halte die Ohren zu, doch kann nicht fliehen.
Ein weiteres mal muß ich ´Samba De Janeiro` hören.
So grausam, dass ich letztes Mal schon mitgepfiffen habe.
[...]
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