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Autor: B.A. Mario Müller
Fach: Medien / Kommunikation - Mediengeschichte
Details
Institution/Hochschule: Universität Erfurt (Philosophische Fakultät)
Tags: Bedeutung, RIAS, Berlin, Bewohner, Ost-Berlins, Eine, Analyse, Sendungen, Aktionen, RIAS, Reaktionen, Hörern, Sendegebiet, Hauptseminar, German, Cold, Perspectives
Jahr: 2002
Seiten: 29
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 12 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 853 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-41794-5
ISBN (Buch): 978-3-638-65744-0
Die Hauptseminararbeit befasst sich mit der Entstehung und den Aufgaben des Radiosenders RIAS Berlin und dessen Wirkung auf die Hörer in der DDR. Doppelter Zeilenabstand
Zusammenfassung / Abstract
Unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges begann die amerikanische Besatzungsmacht im Jahre 1946 im Westteil Berlins einen Radiosender aufzubauen. Der zunächst noch über Draht, bald schon jedoch über Mittelwelle ausgestrahlte „Rundfunk im amerikanischen Sektor“ - kurz: „RIAS“ - wurde innerhalb kürzester Zeit zum beliebtesten Informations- und Unterhaltungsmedium der vom Krieg schwer geschädigten Stadt. „Rundfunk im amerikanischen Sektor“ - Der Name weist sehr deutlich auf den besonderen Status der Stadt zu dieser Zeit hin. Die Aufteilung Berlins in Sektoren bedeutete auch eine Aufteilung in „Informations-Sektoren“. Nachdem die russische Administration im Ostteil der Stadt mit der Übernahme des ehemaligen BERLINER RUNDFUNKs und seiner bestehenden Infrastruktur bereits Fakten geschaffen hatte, zogen die Amerikaner in Westberlin schnell nach und entwickelten einen Sender, der nicht nur im amerikanischen Sektor, sondern auch in Ostberlin bald eine enorm große Hörerschaft an den Rundfunkgeräten versammeln sollte. Mit großem technischem Aufwand und einem speziell auf die Bedürfnisse der Hörer in der sowjetischen Besatzungszone ausgerichteten Programm wurden die Bevölkerung im Osten Berlins und später auch die Menschen in der ganzen DDR gezielt angesprochen. Die Hörfunkprogramme des RIAS waren dort bis zum Ende der DDR eine der wenigen Quellen für Informationen aus der Bundesrepublik Deutschland und der westlichen Welt. In dieser Arbeit möchte ich zeigen, dass die Sendungen des RIAS innerhalb ihres Sendegebietes die wichtigste unabhängige Informationsquelle für die Hörer in der DDR gewesen sind. Die Signifikanz des Themas sehe ich darin, dass der Sender bedeutende Auswirkungen auf den Alltag sehr vieler Menschen in Berlin und Ostdeutschland hatte und damit letztendlich nicht nur die deutsche Trennungsgeschichte dokumentiert, sondern diese selbst auch aktiv beeinflusst hat. Ich möchte darstellen, welche konkreten Versuche der RIAS unternommen hat, um die Hörer in der Sowjetzone zu erreichen, wie einzelne Hörer auf das die deutsche Trennung immer wieder thematisierende Programm reagiert haben und mit welchen Maßnahmen die DDR-Führung gegen die Verbreitung des RIAS vorging.
Textauszug (computergeneriert)
Universität Erfurt
Philosophische Fakultät
Fachgebiet Geschichtswissenschaft
Hauptseminar: „U.S. and German Cold War Perspectives, 1945-1990“
DIE BEDEUTUNG DES FÜR DIE BEWOHNER OSTBERLINS UND DER DDR
- Eine Analyse anhand von Sendungen und Aktionen des
RIAS sowie Reaktionen von Hörern aus dem Sendegebiet
eingereicht von:
von Mario Müller
Wintersemester 2001/2002
Inhalt
1. EINLEITUNG ... 3
2. ENTSTEHUNG DES RIAS ... 4
3. PROGRAMM FÜR DEN OSTEN
3.1 Die neue Zielgruppe in der Sowjetzone ... 7
3.2 Technische Reichweite und Störsender ... 8
3.3 Aktionen des MfS ... 9
3.4 Beiträge für Ost-Berlin und die DDR ... 10
4. HÖRERREAKTIONEN
4.1 Probleme auf dem Postweg ... 13
4.2 Das Rätsel mit der Quotenmessung ... 14
4.3 Radio als Hoffnung und Seelsorger
4.3.1 „Die Zone hat das Wort“ ... 15
4.3.2 RIAS-„Treffpunkt“ ... 16
4.3.3 Rückblicke nach Grenzöffnung ... 17
5. RESÜMEE ... 22
LITERATURVERZEICHNIS
Anhang
1 Schreiben an den Magistrat von Berlin
2 Anti-RIAS-Plakat
3 Übersichtskarte: Reichweite der RIAS-Mittelwelle für das Gebiet der DDR
4 Kontaktanzeigen aus Zuschriften an den RIAS
1. Einleitung
Unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges begann die amerikanische Besatzungsmacht im Jahre 1946 im Westteil Berlins einen Radiosender aufzubauen. Der zunächst noch über Draht, bald schon jedoch über Mittelwelle ausgestrahlte „Rundfunk im amerikanischen Sektor“ - kurz: „RIAS“ - wurde innerhalb kürzester Zeit zum beliebtesten Informations- und Unterhaltungsmedium der vom Krieg schwer geschädigten Stadt.
„Rundfunk im amerikanischen Sektor“ - Der Name weist sehr deutlich auf den besonderen Status der Stadt zu dieser Zeit hin. Die Aufteilung Berlins in Sektoren bedeutete auch eine Aufteilung in „Informations-Sektoren“. Nachdem die russische Administration im Ostteil der Stadt mit der Übernahme des ehemaligen BERLINER RUNDFUNKs und seiner bestehenden Infrastruktur bereits Fakten geschaffen hatte, zogen die Amerikaner in Westberlin schnell nach und entwickelten einen Sender, der nicht nur im amerikanischen Sektor, sondern auch in Ostberlin bald eine enorm große Hörerschaft an den Rundfunkgeräten versammeln sollte.
Mit großem technischem Aufwand und einem speziell auf die Bedürfnisse der Hörer in der sowjetischen Besatzungszone ausgerichteten Programm wurden die Bevölkerung im Osten Berlins und später auch die Menschen in der ganzen DDR gezielt angesprochen.
Die Hörfunkprogramme des RIAS waren dort bis zum Ende der DDR eine der wenigen Quellen für Informationen aus der Bundesrepublik Deutschland und der westlichen Welt.
In dieser Arbeit möchte ich zeigen, dass die Sendungen des RIAS innerhalb ihres Sendegebietes die wichtigste unabhängige Informationsquelle für die Hörer in der DDR gewesen sind. Die Signifikanz des Themas sehe ich darin, dass der Sender bedeutende Auswirkungen auf den Alltag sehr vieler Menschen in Berlin und Ostdeutschland hatte und damit letztendlich nicht nur die deutsche Trennungsgeschichte dokumentiert, sondern diese selbst auch aktiv beeinflusst hat.
Ich möchte darstellen, welche konkreten Versuche der RIAS unternommen hat, um die Hörer in der Sowjetzone zu erreichen, wie einzelne Hörer auf das die deutsche Trennung immer wieder thematisierende Programm reagiert haben und mit welchen Maßnahmen die DDR-Führung gegen die Verbreitung des RIAS vorging.
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