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Details

Veranstaltung: Seminar
Institution/Hochschule: Universität Basel (Institut für Soziologie)
Tags: Basic, Needs, Menschliche, Grundbedürfnisse, Seminar
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2001
Seiten: 27
Note: sehr gut / gut
Literaturverzeichnis: ~ 14  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 226 KB
Archivnummer: V44205
ISBN (E-Book): 978-3-638-41851-5

Textauszug (computergeneriert)

Universität Basel
Einführung in die Entwicklungssoziologie
Übung: Grundbegriffe der Entwicklungssoziologie

Basic Needs - Menschliche Grundbedürfnisse

von: Isabelle Fol

 


INHALTSVERZEICHNIS

Einleitung

Die momentane Situation in den Entwicklungsländern

Kontextualisierung des Begriffs „Basic Needs“: Die Geschichte des Entwicklungskonzepts
Der Begriff „Basic Needs“

Verschiedene Theorien und unterschiedliche Gliederungsversuche innerhalb der Basic Needs

Weltweites Dilemma: Probleme bei der Basic Needs-Befriedigung

Basic Needs in Nigeria - ein Fallbeispiel
Nigerias (wirtschaftliche) Vorgeschichte
Genauere Analyse der Basic Needs-Sektoren in Nigeria
Eine mögliche Basic Needs-Strategie für Nigeria

Schlusswort

Bibliographie

 

 

VORWORT

Basic Needs - ein Begriff, viele Definitionen, Ansätze und Theorien, wie ich schon bald bemerkte, als ich mit dem Studium der Literatur began. Es existieren viele Begriffsdefinitionen und -überschneidungen, sich widersprechende Theorien und unterschiedliche Bereiche, in denen Basic Needs abgehandelt werden können. Das Thema „Basic Needs“ kann in einem so breiten Spektrum betrachtet und untersucht werden, dass ich mich anfänglich zuerst einmal in der sehr vielfältigen und auswahlreichen Literatur, die sich mir Basic Needs auseinandersetzt, zurecht finden musste. Sich -auch innerhalb des Bereiches der Entwicklungssoziologie- auf einige wenige Themen, Schwerpunkte festzulegen, das war folglich nicht einfach. Die Schwerpunkte meiner Arbeit legte ich auf einige mir wichtig erscheinende Themen, die ich im Rahmen dieser Arbeit behandeln konnte. Die Arbeit hat somit keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Vollkommenheit, da der Rahmen dieser Arbeit sonst gespregt würde Bei der Auswahl und der schlussendlichen Festlegung der Themen war mir auch die Besprechung mit Frau Anita Glatt eine grosse Hilfe, der ich an dieser Stelle danken möchte.

EINLEITUNG

Obwohl der weitverbreitete Begriff „Basic Needs“ in viele Wissenschaftsbereiche involviert ist, findet dessen Analyse in dieser Arbeit im Bereich der Entwicklungssoziologie statt. Diese Einschränkung minimiert das Spektrum schon beträchtlich und erleichtert eine klare Abgrenzung des Themas. Im weiteren bezieht sich der Begriff „Basic Needs“ in dieser Arbeit auf die „Human Needs“, d.h. auf die menschlichen Bedürfnisse. Die Begriffe „Basic Needs“ (=Grundbedürfnisse), „Bedürfnisse“, „elementare Bedürfnisse“, und „menschliche Bedürfnisse“ werden in dieser Arbeit alle gleichgestellt behandelt. Der Begriff „Basic Needs“ wird in Konzepten der Basic Needs-Befriedigung gebraucht, die ihr Aufleben in den Anfängen der 70er Jahren feierten. Dort tauchte der Begriff „Basic Needs“ zum ersten Mal im Prinzip des Grundbedürfnisansatzes, welches das Ziel der Basic Needs-Befriedigung verfolgt, auf. Der Aufbau der Arbeit soll dem Leser die Kontextualisierung des Begriffes zuerst erläutern, bevor auf den eigentlichen Begriff „Basic Needs“ eingegangen wird. Einige Gliederungsversuche innerhalb des Begriffes selbst und ein kurzer Abriss genereller Schwierigkeiten der Basic Needs-Befriedigungen gehen dem Fallbeispiel Nigerias voraus, welches dann zum Schluss der Arbeit den Begriff „Basic Needs“ in der Praxis veranschaulichen möchte. Mit diesem abschliessenden Fallbeispiel möchte gezeigt werden, dass Praxis und Theorie -wie immer- zwei himmelweite Unterschiede sind und dass sich ausgeklügelte Theorien nicht immer mühelos auf die Realität übertragen lassen können.

DIE MOMENTANE SITUATION IN DEN ENTWICKLUNGSLÄNDERN

In vielen Büchern steht geschrieben, dass sich in der Dritten Welt eine grauenhafte menschliche Tragödie ereignet, welche durch Armut und Hunger charakterisiert ist. Gemäss einer Studie des Jahres 1976 waren zu diesem Zeitpunkt 300 Millionen Menschen der Dritten Welt ohne Arbeit, eine halbe Million schwer unterernährt und mehr als eine Milliarde lebten in grösster Armut. Wie in vielen Berichten der letzten Jahrzehnten nachzulesen ist, möchte man die Situation bis zum Jahr 2000 verändert haben. Roger Darling hat im „International Development Forum“ unter dem Titel „The Return to Valid Development Principals“ geschrieben, dass „bis zum Ende des Jahrhunderts die schlimmsten Aspekte der Weltarmut behoben sein könnten“ ( Trappe, 108). Momentan leben wir im Jahre 2000 und können die Lage als nicht sonderlich verändert bezeichnen. Es wurde immer wieder festgestellt, dass das durchschnittliche Einkommen in vielen Dritt Weltländern seit Mitte der 70er Jahren stagnierend oder sogar rückläufig ist, was in einer Zunahme der Armut resultiert. Viele Entwicklungsländer haben sich bis heute nicht von der Schuldenkrise erholen können, in welche sie wegen den weltwirtschaftlichen Turbulenzen stürzten. Selten sind die Basic Needs der Entwicklungsländern befriedigt, was wir am Beispiel Nigerias in einem späteren Kapitel erfahren können. Das Problem der Hungerstillung ist ein Faktum, welches noch immer aktuell und akut ist. Die Tatsache, dass die Menge der auf dieser Welt vorhandenen Nahrungsmitteln die gesamte Erdbevölkerung ernähren könnte, zeigt, dass das ganze unter anderem ein Problem der Verteilung und der Organisation ist. Jedoch versucht die Entwicklungshilfe mit ihren Projekten und Unterstützungen die Basic Needs der in den Dritt Weltländern lebenden Menschen zu befriedigen, was ihr aber nur schrittweise und sehr langsam gelingt. Die Verbesserung der Basic Needs-Befriedigung geht in den ärmeren Entwicklungsländern noch langsamer voran als in den reicheren, so dass die Zielfunktion der Basic Needs-Befriedigung (physisches, mentales und soziales Wohlbefinden) nur langsam angestrebt werden kann. Um eines Tages dieses Ziel zu erreichen, müssen die Änderungen in den Dritt Weltländern umfänglich sein, da in beinahe allen Sektoren der Basic Needs Probleme existieren.

KONTEXTUALISIERUNG DES BEGRIFFS „BASIC NEEDS“: DIE GESCHICHTE DES ENTWICKLUNGSKONZEPTS

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